[labournet:] If they can’t do it, we can – Selbstverwaltung bei Viomihaniki Metalleutiki (Vio​.Me)

Dossier

Selbstverwaltung bei Viomihaniki MetalleutikiVio​.me ist eine Fabrik in Thes­sa­lo­ni­ki, die Bau­stof­fe her­stell­te und im Mai 2011 von ihren Besit­zern ver­las­sen wur­de. Die Arbei­ter, seit über einem Jahr unent­lohnt, haben sie in der Fol­ge besetzt. Nach­dem Inter­ven­tio­nen bei den Minis­te­ri­en erfolg­los geblie­ben sind, haben sie beschlos­sen, die Fabrik in Selbst­ver­wal­tung unter Arbei­ter­kon­trol­le wei­ter­zu­füh­ren – und nun Bio­putz­mit­tel her­zu­stel­len. Die fol­gen­den Doku­men­te sind ein Inter­view mit Makis Anagnostou,Vorsitzender der Betriebs­ge­werk­schaft, über die Akti­vi­tä­ten und wie­so sie trotz feh­len­der Lega­li­tät mit der Pro­duk­ti­on begin­nen, wei­ter eine Über­set­zung eines Pos­ters der sehr akti­ven Unter­stüt­ze­rIn­nen­grup­pe, sowie die Erklä­rung der Betriebs­ge­werk­schaft, in wel­cher Form die Selbst­ver­wal­tung unter Arbei­ter­kon­trol­le erfol­gen soll. Sie­he die neue deut­sche Soli­da­ri­täts­sei­te externer Link und hier im Dos­sier Infor­ma­tio­nen zum Pro­duk­ti­ons­start am 12.2.2013 und inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­täts­brief sowie wei­te­re Unter­stüt­zung und aktu­el­le Mel­dun­gen:

  • Occu­py, Resist, Pro­du­ce – Vio​.Me bleibt! Ver­stei­ge­rung am 17.9. erneut poli­zei­lich geblockt, aber ver­hin­dert! New
    “Der Kampf um den Erhalt der rück­erober­ten, selbst­ver­wal­te­ten Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki geht in die nächs­te Run­de. Mit Blick auf die nächs­ten Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­mi­ne am 17.9., 24.9., 1.10., 8.10. und 5.11. for­miert sich der Wider­stand. (…) VIOME steht nicht zum Ver­kauf. Wir blo­ckie­ren die Auk­tio­nen! Don­ners­tag 17/​9 um 11 Uhr vor den Gerich­ten von Thes­sa­lo­ni­ki und um 12.00 Uhr im Arbeits­mi­nis­te­ri­um in Athen.“ Mel­dung vom 16. Sep­tem­ber 2020 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link und der Tweet externer Link, der den Pro­test von ca. 100 Per­so­nen mit Bil­dern doku­men­tiert, sie­he wei­te­re auf dem Twit­ter-Account @SE_VIO_ME externer Link, der mel­det, dass die Akti­on erneut kei­nen Käu­fer gefun­den hat! Wir gra­tu­lie­ren!
  • Die Arbeiter*innen der Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve VIOME zum Abschluss der Spen­den­kam­pa­gne: Mögen sie auf uns ein­prü­geln! Mögen sie uns schi­ka­nie­ren! 
    Gleich­gül­tig was sie tun, wir Arbeiter*innen der Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve VIOME haben beschlos­sen, dass wir sie nicht brau­chen, um zu über­le­ben, und sie kön­nen auch ohne unser Zutun kaputt­ge­hen!
    Seit 2012 kämp­fen wir dar­um, unse­re Arbeits­plät­ze zu behal­ten, unse­re Fami­li­en zu ernäh­ren und unse­re Wür­de zu bewah­ren. Aber die poli­ti­sche Macht und ihre Voll­stre­cker, die einen rui­nö­sen Kurs im Wie­der­auf­bau der drin­gend benö­tig­ten Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten fah­ren, tun alles Mög­li­che, um uns los­zu­wer­den. Doch „sie machen die Rech­nung ohne den Wirt“! Das letz­te Wort ist noch nicht gespro­chen, denn wir haben noch einen lan­gen Weg vor uns …
    Am 30. März, inmit­ten der Pan­de­mie und der Aus­gangs­sper­ren: „Kol­le­gen“ des staat­li­chen Strom­ver­sor­gers (DEI) in Beglei­tung von Spe­zi­al­ein­satz­kräf­ten der Poli­zei haben die Strom­ver­sor­gung der Fabrik abge­schal­tet, wäh­rend wir inten­si­ve Ver­hand­lun­gen mit dem Arbeits­mi­nis­te­ri­um führ­ten, um eine Lösung für den Wei­ter­be­trieb der Fabrik zu fin­den. Seit vier Mona­ten ist unse­re Strom­ver­sor­gung abge­schal­tet und wir pro­du­zie­ren wei­ter mit Hil­fe von Strom­ge­ne­ra­to­ren. Egal aus wel­chem Blick­win­kel man es betrach­tet, das Recht ist stets auf unse­rer Sei­te (…) Wir haben ver­sucht, über unse­re par­la­men­ta­ri­schen Kon­tak­te einen Aus­weg zu fin­den, um einen trag­fä­hi­gen Kom­pro­miss zu errei­chen, der den Wei­ter­be­trieb der Fabrik sichert. Über den Sekre­tär der Par­tei MeRA25 (3), Yanis Varou­fa­kis, haben wir den Ener­gie­mi­nis­ter, Herrn Hatzida­kis, mit der Bit­te kon­tak­tiert, die Strom­ver­sor­gung wie­der­her­zu­stel­len, um die Pro­duk­ti­on inmit­ten der Pan­de­mie fort­zu­set­zen, denn beson­ders zum jet­zi­gen Zeit­punkt gibt es einen gro­ßen Bedarf an Arti­keln der per­sön­li­chen und häus­li­chen Rei­ni­gung und Hygie­ne. Er (der Minis­ter) ver­wies uns an einen gewis­sen Herrn Pef­kia­da­kis, der angeb­lich eine Lösung erar­bei­tet hat­te. Und die­ser wie­der­um hat uns an einen Herrn Oiko­no­mou ver­wie­sen, der auch Rechts­be­ra­ter des staat­li­chen Strom­ver­sor­gers (DEI) ist. Nach­dem auch er unse­re wert­vol­le Zeit mit der angeb­li­chen Lösung ver­geu­det hat, ver­wies er uns an zwei wei­te­re Mit­ar­bei­ter, eine Frau Manio­ti und einen Herrn Kara­k­ou­sis, die sich noch nicht ein­mal die Mühe gemacht haben, unse­ren Antrag auf Wie­der­an­schluss ans Strom­netz zu beant­wor­ten – auf ihren Gegen­vor­schlag war­ten wir immer noch. So behan­deln die „Eli­ten“ des Estab­lish­ments die Arbei­te­rin­nen, die für das Recht auf Arbeit kämp­fen. (…) Wir wer­den es so machen, wie wir es immer getan haben. Unser Grund­satz: kämp­fe­ri­scher Koope­ra­ti­vis­mus. Nach lan­gem War­ten haben wir unse­re Ent­schei­dun­gen getrof­fen, denn das haben wir genau­so seit Anbe­ginn unse­res Kamp­fes getan. Wir haben fol­gen­des beschlos­sen: a) die Anschaf­fung eines 70 KVA-Gene­ra­tors für den Pro­duk­ti­ons­be­darf (…) [und wei­te­rer Gene­ra­to­ren etc] All dies wäre natür­lich nicht mög­lich ohne die unun­ter­bro­che­ne prak­ti­sche Soli­da­ri­tät, die VIOME direkt nach der Strom­ab­schal­tung erhal­ten hat. Näm­lich die Soli­da­ri­tät, die immer wie­der nach jeder Bekannt­ga­be von kon­kre­ten Pro­ble­men an unse­rer Sei­te steht und unse­re Exis­tenz und den Wei­ter­be­trieb der Fabrik unter­stützt. Vie­len Dank an alle, die uns die gan­ze Zeit zur Sei­te gestan­den haben und es auch wei­ter­hin tun. Wir ver­spre­chen, alles zu tun, um die hohe Qua­li­tät unse­rer Pro­duk­te zu hal­ten und sie auch wei­ter zu erschwing­li­chen Prei­sen anzu­bie­ten – erschwing­lich für alle und nicht nur für die wohl­be­tuch­ten Schich­ten. Mit kämp­fe­ri­schen und soli­da­ri­schen Grü­ßen, Die Arbeiter*innen der Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve VIOME” Pres­se­mit­tei­lung der Arbeiter*innen von Vio​.Me vom 29.07.2020 zum Vor­ge­hen nach der Strom­ab­schal­tung am 30.3.2020 ins Deut­sche über­setzt und publi­ziert am 10. August 2020 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Auf­ruf „Greece: Immedia­te res­to­ra­ti­on of power to VIOME!“ /​Spen­den­auf­ruf: Ein Gene­ra­tor für Vio​.Me! 
  • Kampf den schmut­zi­gen Zustän­den: Unter­stützt die selbst­ver­wal­te­te Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki, die trotz Strom­sper­re die Geflüch­te­ten in Moria mit Sei­fe unter­stützt! /​Ein Gene­ra­tor für Vio​.Me! 
    • Kampf den schmut­zi­gen Zustän­den
      Die kos­mo­tique betei­ligt sich an dem fol­gen­den Auf­ruf von Bey­ond Euro­pe externer Link und friends. Unter­stützt mit uns gemein­sam die selbst­ver­wal­te­te Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki und die Geflüch­te­ten in Moria. Lasst uns die Kämp­fe ver­bin­den. In Zei­ten von Coro­na und dar­über hin­aus. Lasst uns die Arbeiter*innen von Vio​.Me unter­stüt­zen, indem wir ihre Pro­duk­te kau­fen, die dann direkt nach Moria geschickt wer­den, um sie den Geflüch­te­ten zur Ver­fü­gung zu stel­len. So kön­nen wir einer­seits den Geflüch­te­ten in Moria bei der Coro­na- Prä­ven­ti­on hel­fen und ande­rer­seits den Arbeiter*innen von Vio​.Me hel­fen, eine aut­ar­ke Strom­ver­sor­gung ihrer Fabrik als Grund­la­ge ihres Fort­be­stehens zu rea­li­sie­ren. Im Zuge der Pan­de­mie hält die Welt ihren Atem an. Nur noch rele­van­te Beru­fe wer­den aus­ge­führt und die Men­schen wer­den dazu ange­hal­ten zu Hau­se zu blei­ben und auf Abstand zu gehen. Soweit so gut, wür­den dabei nicht Grund­rech­te mit Füßen getre­ten, die auto­ri­tä­ren Bestre­bun­gen wei­ter aus­zu­bau­en. Par­al­lel dazu ver­elen­den Men­schen in den über­füll­ten Refu­gee Camps an den EU-Außen­gren­zen im Dreck, ohne jeg­li­che Vor­sichts­maß­nah­men gegen das Virus tref­fen zu kön­nen, und wer­den so ihrem Schick­sal über­las­sen. Wäh­rend das grie­chi­sche Gesund­heits­sys­tem jah­re­lang kaputt gespart wur­de, fällt dem grie­chi­schen Staat unter der neu­en kon­ser­va­ti­ven Regie­rung von Kyria­kos Mit­sota­kis nichts bes­se­res ein, als der selbst­or­ga­ni­sier­ten Sei­fen­fa­brik Vio​.Me unter Ein­satz von Auf­stands­be­kämp­fungs­ein­hei­ten (MAT) den Strom abzu­stel­len, um deren Sei­fen­pro­duk­ti­on lahm zu legen. Wir sagen Nein zu men­schen­ver­ach­ten­den Bedin­gun­gen an den EU- Außen­gren­zen und zu dem Angriff auf selbst­ver­wal­te­te Arbeits­kol­lek­ti­ve! Gemein­sam mit den Arbeiter*innen von Vio​.Me ver­bin­den wir bei­de Kämp­fe. Wir bau­en ein soli­da­ri­sches Netz­werk auf, dass auch über die Zei­ten von Coro­na hin­aus Bestand haben soll. Die men­schen­un­wür­di­gen Elend­sla­ger müs­sen eva­ku­iert wer­den! Ein wenig Sei­fe bleibt nur ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein. Wir müs­sen wei­ter­hin alles dafür tun, die Men­schen aus Moria und ande­ren Lagern zu befrei­en. Kampf den schmut­zi­gen Zustän­den! Unse­re Waf­fe bleibt Soli­da­ri­tät! Über­weist eure Spen­den bit­te auf fol­gen­des Kon­to:
      kos­mo­tique e.V.
      GLS Gemein­schafts­bank e.G.
      BIC: GENODEM1GLS
      IBAN: DE83430609671130360500 ! Ver­wen­dungs­zweck:! Sei­fe für MoriaAuf­ruf vom 7. April 2020 von und bei kos­mo­tique externer Link
    • Repres­sio­nen gegen Vio​.Me – Ein Gene­ra­tor für Vio​.Me
      Nach einem Angriff des grie­chi­schen Staa­tes brau­chen die Kolleg*innen von Vio​.Me nun einen Gene­ra­tor. Denn ihnen wur­de der Strom abge­dreht. (…) Jetzt muss sich die Soli­da­ri­tät prak­tisch bewei­sen. Denn die Strom­ab­schal­tung wird von den Kolleg*innen als Auf­takt für wei­te­re Angrif­fe ver­stan­den. Die Bos­se, die die Fabrik 2011 ver­las­sen haben, wol­len gemein­sam mit dem Kon­kurs­ver­wal­ter an die noch vor­han­de­nen Ver­mö­gens­wer­te gelan­gen. Die selbst­ver­wal­te­te Fabrik sehen sie als ille­ga­le Beset­zung. Daher soll­te es auch eine trans­na­tio­na­le Ant­wort auf den Angriff vom 30 März geben. Ohne Strom kann die Pro­duk­ti­on nicht fort­ge­setzt wer­den. Schon im Sep­tem­ber 2019 hat­ten die Kolleg*innen von Vio​.Me rich­tig ein­ge­schätzt, dass der Angriff auf ihre Fabrik über die Kap­pung der Strom­ver­sor­gung erfol­gen wird. Daher haben sie zu einer Spen­den­kam­pa­gne für einen Gene­ra­tor auf­ge­ru­fen. „Die Pro­duk­ti­on, die uns am Leben hält, darf kei­ne Minu­te unter­bro­chen wer­den“, haben die Kolleg*inne damals geschrie­ben. Lei­der fand der Auf­ruf nicht genü­gend Auf­merk­sam­keit und die Pro­duk­ti­on wur­de am 30. März tat­säch­lich unter­bro­chen. Daher ist der Auf­ruf jetzt umso dring­li­cher: Gespen­det wer­den kann hier: http://​www​.vio​me​.org/​s​e​a​r​c​h​/​l​a​b​e​l​/​D​e​u​t​sch externer Link. Hier die Kon­to­da­ten: Spen­den­kon­to: Man­fred Neu­gro­da, San­tan­der Con­su­mer­bank, IBAN: DE65 500 333 00 2173854100, BIC: SCFEDE33XXX, Kenn­wort: vio­meArti­kel von Peter Nowak vom 8. April 2020 bei Direk­te Akti­on externer Link und der Spen­den­auf­ruf: Ein Gene­ra­tor für Vio​.Me beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • #leva­nenoon­ebe­hind #powert­ovio­me
  • Leucht­turm­pro­jekt Vio​.Me vom Strom abge­schnit­ten! /​Peti­ti­on: Sofor­ti­ge Wie­der­her­stel­lung des Strom­an­schlus­ses von Vio­Me! 
    Was lan­ge befürch­tet war, ist nun pas­siert. Dem besetz­ten und in #Selbst­ver­wal­tung geführ­ten Betrieb Vio­me in Thes­sa­lo­ni­ki ist ohne Vor­war­nung der Stom abge­stellt wor­den. Ist das der „Kriegs­zu­stand“, den Mitota­kis aus­ge­ru­fen hat? Soli­da­ri­tät mit der Beleg­schaft in ihrem Kampf gegen die­se Will­kür!” Anmer­kung der Kole­gIn­nen vom Köl­ner Soli­da­ri­tät Komi­tee am 30.3.2020 zu ihrer Über­set­zung der aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung der Kolleg*innen der SE.VIOME externer Link zum Abschal­ten der Strom­ver­sor­gung der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik von VIOME:
    “Die im Dun­keln wir­ken­den Vam­pi­re der Macht fan­den den “rich­ti­gen” Moment, um die Strom­ver­sor­gung der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik von VIOME abzu­schal­ten: um 6:30 Uhr mor­gens am 30/​3/​20. Ein Kran war bereits auf­ge­stellt und die Poli­zei­ak­ti­on wur­de von zwei Ein­hei­ten der Spe­zi­al­ein­satz­kräf­te mit Ein­satz­fahr­zeu­gen für Gefan­ge­nen­trans­port durch­ge­führt, was ein­deu­tig auf einen poli­ti­schen Auf­trag hin­weist. Die Maß­nah­me erin­ner­te an die grie­chi­schen Regie­run­gen der 50er Jah­re, die die Kämp­fer in den Mor­gen­stun­den hin­rich­te­ten, damit die Men­schen nicht dar­auf reagie­ren konn­ten. Wir pran­gern auch die „Kol­le­gen“ des Öffent­li­chen Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens (DEI) an, die bei die­ser Akti­on als Voll­stre­cker fun­giert haben. Wir for­dern den sofor­ti­gen Wie­der­an­schluss an die Strom­ver­sor­gung. Und das alles, wäh­rend wir mit dem Arbeits­mi­nis­te­ri­um über eine voll­stän­di­ge Lega­li­sie­rung der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik von VIOME in Ver­hand­lun­gen ste­hen. Und obwohl sie wis­sen, dass wir Pro­duk­te für die per­sön­li­che und häus­li­che Hygie­ne her­stel­len, die für die Gesell­schaft von vor­ran­gi­ger Bedeu­tung sind. Thes­sa­lo­ni­ki, den 30.03.2020. Die Kolleg*innen der SE.VIOME
    • Peti­ti­on: Sofor­ti­ge Wie­der­her­stel­lung des Strom­an­schlus­ses von Vio­Me!
      “„Sie nut­zen die Aus­gangs­sper­re, um die Strom­ver­sor­gung der VIOME abzuschalten.Männer in Kampf­mon­tur und bewaff­net patrouil­lie­ren in der Dun­kel­heit, nut­zen die Aus­gangs­sper­re und zie­hen ihre Repres­si­ons­po­li­tik durch. Wor­an erin­nert uns das? Noch vor dem Mor­gen­grau­en, um 6:30 Uhr mor­gens, hat eine Kolon­ne des staat­li­chen Strom­ver­sor­gers (DEI) im Auf­trag der Regie­rung die Strom­ver­sor­gung der VIOME abge­schal­tet. În der Nähe stan­den Spe­zi­al­ein­satz­kräf­te der Poli­zei, die über­eif­rig und unter­tä­nig dar­auf war­te­ten, wie­der ein­mal unser Pro­jekt lahm­zu­le­gen. Wie zu erwar­ten war, gilt die Aus­gangs­sper­re für man­che weni­ger als für ande­re. Soll­ten die VIOME-Arbeitnehmer*innen sich ver­sam­meln, um zu pro­tes­tie­ren, han­deln sie ille­gal, wäh­rend die Mann­schaf­ten der Spe­zi­al­ein­satz­kräf­te und man­che über­eif­ri­ge Mit­ar­bei­ter des staat­li­chen Strom­ver­sor­gers (DEI) zusam­men­kom­men kön­nen, um uns den Strom abzu­schal­ten. Sie haben den Strom unter dem Vor­wand abge­schal­tet, dass wir ille­gal sei­en. Wir wer­den euch das Ver­bre­chen ver­ra­ten, das wir in den letz­ten Wochen seit Beginn der Pan­de­mie began­gen haben. Wir haben Sei­fen her­ge­stellt, um sie nach Moria zu schi­cken, an Leu­te, die kei­ne haben. Wir haben Rei­ni­gungs­mit­tel für Gefäng­nis­se, die der Staat der Pan­de­mie aus­ge­lie­fert hat, pro­du­ziert. Und natür­lich haben wir wei­ter­hin Rei­ni­gungs­mit­tel her­ge­stellt, um Fami­li­en der ärms­ten sozia­len Schich­ten zu belie­fern, die eigent­lich vor dem Virus kaum geschützt wer­den, denn sie müs­sen in eng zusam­men­ge­pferch­ten Pro­duk­ti­ons­stät­ten für die Pro­fi­te der Arbeit­ge­ber schuf­ten. Wir kom­men hier zur fol­gen­den Ein­schät­zung: Für sie wird es als sinn­voll erach­tet, wenn wir „zu Hau­se blei­ben“, es sei denn, wir müs­sen für ihre Pro­fi­te arbei­ten. Wir soll­ten „zu Hau­se blei­ben“, es sei denn, wir haben kein Zuhau­se und leben in Lagern (Flücht­lings­la­gern und Mas­sen­un­ter­künf­ten). Es ist für den Staat und die Arbeit­ge­ber nicht ren­ta­bel, die arbei­ten­den Men­schen, die Flücht­lin­ge, die Gefäng­nis­in­sas­sen zu schüt­zen. Aus die­sem Grun­de sind sie der Pan­de­mie aus­ge­lie­fert, doch wenn es um kol­lek­ti­ve Kämp­fe geht, dann sind sol­che Ver­bo­te rigo­ros anzu­wen­den. Der Staat will die Fabrik schlie­ßen, will die Pro­duk­ti­on mit­ten in der Coro­na-Kri­se stop­pen. Er ord­net die Schlie­ßung einer Fabrik an, die die Sicher­heits­maß­nah­men für die Gesund­heit der Arbeitnehmer*innen sorg­fäl­tig beach­tet, wäh­rend gro­ße Arbeit­ge­ber nicht kon­trol­liert wer­den. (…) Wegen zwei Strom­ka­beln wird VIOME nicht dicht­ma­chen. Die Soli­da­ri­täts­be­we­gung hat uns kurz­fris­tig einen Gene­ra­tor besorgt und wir arbei­ten wei­ter. Wir begin­nen erneut mit der Pro­duk­ti­on und wer­den mit allen Mit­teln ver­su­chen, einen Wie­der­an­schluss an die Strom­ver­sor­gung zu errei­chen.
      SOFORTIGER WIEDERANSCHLUSS AN DIE STROMVERSORGUNG DES STAATLICHEN STROMVERSORGERS (DEI) MIT EINEM STROMZÄHLER AUF UNSEREN NAMEN UND MIT DER STEUER-IDENTIFIKATIONSNUMMER DER SE.VIOME.
      VOLLE LEGALISIERUNG DER FABRIK FÜR EINE UNGEHINDERTE PRODUKTION.
      WIR BITTEN ALLE UNTERSTÜTZER*INNEN IN GRIECHENLAND UND IM AUSLAND UM IHRE SOLIDARITÄT.
      UNSER PROJEKT KANN DURCH DEN KAUF UNSERER PRODUKTE UNTERSTÜTZT WERDEN. VIOME bleibt in den Hän­den der Arbei­ter!“Über­set­zung vom 3. April 2020 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Peti­ti­on unter­zeich­nen: Sofor­ti­ge Wie­der­her­stel­lung des Strom­an­schlus­ses von Vio­Me! Grie­chi­sche Peti­ti­on bei avaaz​.org externer Link New
    • #power2viome
    • Eng­li­sche Pres­se­mit­tei­lung auf der Web­sei­te von www​.vio​me​.org externer Link
    • Sie­he auch die Mel­dung Greek aut­ho­ri­ties use COVID-19 lock­down to crack down on self-mana­ged Vio​.Me fac­to­ry externer Link vom 30.3.2020 bei freed​om​news​.org​.uk
  • [18.10.2019] Seit mehr als 6 Jah­ren: Arbei­ten ohne Bos­se. Makis Ana­gnos­tou vom rück­erober­ten Betrieb Vio­Me in Thes­sa­lo­ni­ki kommt nach Köln 
    Makis wird über die Situa­ti­on von Vio­Me vor der nächs­ten Zwangs­ver­stei­ge­rung und die Situa­ti­on der alter­na­ti­ven anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Pro­jek­te berich­ten, John Mal­a­ma­ti­nas ana­ly­siert das Pro­gramm der neu­en grie­chi­schen Regie­rung und den Wider­stand, beson­ders in Athen/​Exarchia. Eine Ver­an­stal­tung des Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln externer Link (GSKK) unter­stützt von der Rosa Luxem­burg Stif­tung NRW am Frei­tag, 18.10.2019, ab 19:00 Uhr in Alte Feu­er­wa­che Melchiorstr.3 Köln. Sie­he den Fly­er zur Ver­an­stal­tung . Ach­tung: Labour­Net Ger­ma­ny bie­tet (für noch 7 Per­so­nen) eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit ab Bochum an!
    • Bericht der Ver­an­stal­tung mit Makis Ana­gnos­tou von Vio­Me in Köln 
      Etwa 60 Men­schen ver­sam­mel­ten sich am 18.10. in der Alten Feu­er­wa­che, um Aktu­el­les über Vio­Me, die rück­erober­te Fabrik in Thes­sa­lo­ni­ki, aus ers­ter Hand zu erfah­ren. (…) In sei­nem Ein­gangs­bei­trag beton­te Makis, dass die Vio­Me-Beleg­schaft zu kei­ner Zeit auf eine direk­te Unter­stüt­zung durch irgend­ei­ne Regie­rung gesetzt, son­dern immer ihre Unab­hän­gig­keit bewahrt hat. Zeit gewin­nen und Wider­stand leis­ten war stets die Devi­se. Egal, wel­che Angrif­fe kamen und noch kom­men wer­den, es gilt die Ver­ein­ba­rung, den Betrieb nie­mals frei­wil­lig zu räu­men. Zu den aku­ten Bedro­hun­gen gehö­ren immer wie­der die Zwangs­ver­stei­ge­run­gen, die bis­her alle­samt abge­wehrt wer­den konn­ten. Die letz­te der jet­zi­gen „Sai­son“ ist für den 24.10. geplant, ein Min­dest­ge­bot von 12 Mill. € ist gefor­dert. Danach wird es neue Run­den der Zwangs­ver­stei­ge­rung geben, dann mit einem nied­ri­ge­ren Min­dest­ge­bot, so dass die Gefahr für die Beleg­schaft grö­ßer wird. Aber auch das Wider­stands­po­ten­ti­al wächst, was sich z.B. beim jüngs­ten Fes­ti­val der Koope­ra­ti­ven (Coo­pen­air am 11/​12/​13 Okt.) auf dem Gelän­de von Vio­Me gezeigt hat, mit statt­li­chen 7000 Teilnehmer*innen. Eine wei­te­re Exis­tenz­be­dro­hung für Vio­Me ist die Mög­lich­keit einer Strom­ab­schal­tung durch die Staats­macht. Natür­lich wür­de dage­gen Wider­stand geleis­tet wer­den, jedoch liegt die mög­li­che Abschalt­stel­le nicht unmit­tel­bar auf dem Gelän­de von Vio​.Me, was die Situa­ti­on erschwert. Daher hat die Beleg­schaft eine inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne begon­nen, um Geld für den Kauf eines Gene­ra­tors zu sam­meln. (…) In die­sem Jahr hat die Voll­ver­samm­lung beschlos­sen, die bis­her nur mini­mal über dem Arbeits­lo­sen­geld lie­gen­den Löh­ne der Beleg­schaft zu erhö­hen. Des­halb ist die Erwei­te­rung des Netz­werks von Ver­kaufs­stel­len inner­halb Grie­chen­lands geplant, es besteht aber auch die Hoff­nung auf grö­ße­re Bestel­lun­gen durch das inter­na­tio­na­le Soli-Netz­werk…” Bericht vom 23. Okto­ber 2019 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Spen­den­auf­ruf für einen neu­en Gene­ra­tor: “Die Pro­duk­ti­on, die uns am Leben erhält, darf kei­ne Minu­te unter­bro­chen wer­den!” 
    Wir Arbeiter*innen von VIOME haben in unse­rem Kampf um die Reak­ti­vie­rung der Fabrik vie­le Ver­spre­chun­gen, vie­le gute Wor­te über unse­ren gerech­ten Kampf, aber auch vie­le Beschul­di­gun­gen und vie­le Dro­hun­gen gehört. (…) Wir alle wis­sen sehr gut, dass die neue Regie­rung nicht nur VIOME nicht freund­lich gesinnt ist, son­dern über­haupt jedem Vor­ha­ben ableh­nend gegen­über­steht, das die Macht des Kapi­tals in Fra­ge stellt. Wir glau­ben, dass ihr ers­ter Angriffs­punkt die Strom­ver­sor­gung sein wird. Des­halb benö­ti­gen wir eine inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung bei der Anschaf­fung eines Strom­ge­ne­ra­tors, der die Unter­bre­chung des Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses ver­hin­dert und uns hilft, unab­hän­gig zu wer­den. Die Pro­duk­ti­on, die uns am Leben erhält, darf kei­ne Minu­te unter­bro­chen wer­den!!! Aus die­sem Grund rufen wir grie­chi­sche, euro­päi­sche und inter­na­tio­na­le Gewerk­schaf­ten, Kol­lek­ti­ve, Soli­da­ri­täts­grup­pen auf, uns bei der Beschaf­fung eines Bio­die­sel 200-kVA-Gene­ra­tors behilf­lich zu sein. PS: Eine bes­se­re Opti­on wäre, wenn mit Hil­fe der Soli­da­ri­täts­struk­tu­ren die Ver­bin­dung zu einem Gene­ra­tor­werk her­ge­stellt und durch ihre Ver­mitt­lung der Erwerb des ent­spre­chen­den Gene­ra­tors abge­wi­ckelt wer­den könn­te. Mit kämp­fe­ri­schen und soli­da­ri­schen Grü­ßen, Die Arbeiter*innen der VIOMESpen­den­auf­ruf von und bei VIOME externer Link vom Sep­tem­ber 2019 (sie­he die Kon­to­ver­bin­dung wei­ter unten im Dos­sier)
  • [Video] Die Pro­duk­ti­ons­mit­tel über­neh­men – ein Blick auf Vio​.Me 
    Ein Bericht von der besetz­ten Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki von 2019. Die Arbeiter_​innen erklä­ren wie sie die Arbeit orga­ni­sie­ren, die Ent­schei­dun­gen tref­fen und was sie pro­du­zie­ren. Sie wol­len Teil einer alter­na­ti­ven Öko­no­mie von unten sein, da, wie sie her­aus­strei­chen, die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­on nicht für die Bedürf­nis­se der Men­schen da ist: “Die kapi­tal­lis­ti­sche Öko­no­mie will kei­ne funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft auf­bau­en. Sie will Pro­fi­te machen”, sagt einer der Arbei­ter in dem Video. Die Exis­tenz von Vio​.Me ist dadurch bedroht, dass das Gelän­de auf dem sie ste­hen, ver­stei­gert wer­den soll. Aktu­ell befürch­tet die Beleg­schaft, dass der Staat sie vom Strom­netz abhän­gen könn­te. Die Beleg­schaft ist daher drin­gend auf der Suche nach Gene­ra­to­ren. Wenn ihr hel­fen könn­te schreibt bit­te an info at labour​net​.tvVideo bei labour​net​.tv externer Link (engl. mit dt. UT | 12 min | 2019)
  • 18. und 19. August 2019 in Ber­lin: 2 Ver­an­stal­tun­gen u.a. mit Vertreter*innen von VIO​.ME – und bit­te vor­mer­ken: in Köln am 18.10.2019 
    • 18. August 2019 in Ber­lin: Pro­duk­ti­on und Ver­trieb in Selbst­ver­wal­tung auf­bau­en! (Ciné­ma Klas­sen­kampf #18)
      Die kapi­ta­lis­ti­sche Öko­no­mie küm­mert sich nicht dar­um, eine funk­tio­nie­ren­de Öko­no­mie auf­zu­bau­en. Sie inter­es­siert sich nur für Pro­fi­te“, sagt ein Arbei­ter in einem der Vide­os, die wir zei­gen wer­den. Er arbei­tet in einer von der Beleg­schaft über­nom­me­nen Fabrik in Thes­sa­lo­ni­ki: Vio​.Me.Der zwei­te Gast des Abends kommt aus der Tee­beu­tel­fa­brik Scop-ti bei Mar­seil­le, in der die Arbeiter_​innen eben­falls ohne Chefs pro­du­zie­ren. Sie wer­den von ihrer Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on und ihren Kämpfen berich­ten…” Sie­he Info zur Ver­an­stal­tung von und bei labour​net​.tv externer Link in Koope­ra­ti­on mit Dr. Pogo Vegan­la­den­kol­lek­tiv, FAU Ber­lin, Uni­on Coop /​/​Föde­ra­ti­on, Cafe Libertad Kol­lek­tiv, das koope­ra­tiv e.V., ΣΕ ΒΙΟΜΕ & 1336
      Wann? 18. August 19:30h
      Wo? Lau­be in den Prin­zes­sin­nen­gär­ten, Moritz­platz, Ber­lin Kreuz­berg
    • 19. August 2019 in Ber­lin: …und jetzt sind wir die Fabrik! Dis­kus­si­ons­abend mit Vertreter*innen der selbst­ver­wal­te­ten Betrie­be VIO​.ME (Thes­sa­lo­ni­ki) und SCOP-TI (Mar­seil­le)
      Wie kön­nen soli­da­ri­sche Betrie­be nach Beleg­schafts­über­nah­men am Markt bestehen und wel­che Wege sind sie dabei bis­her schon gegan­gen? Wir dis­ku­tie­ren mit Vertreter*innen von VIO​.ME (seit 2011) und SCOP-TI (seit 2014) über Her­aus­for­de­run­gen des Ver­triebs ihrer Pro­duk­te und die jewei­li­gen ver­schie­de­nen Aus­gangs­be­din­gun­gen: wäh­rend SCOP-TI juris­tisch Recht erhielt und die alte Besit­ze­rin Uni­le­ver sogar gezwun­gen wur­de die Beleg­schaft bei der Über­nah­me zu unter­stüt­zen, kämp­fen die Beschäf­tig­ten von VIO​.ME noch immer gegen die Ver­stei­ge­rung ihres Betriebs – und dafür, ihn end­gül­tig über­neh­men zu kön­nen.” Ein Dis­kus­si­ons­abend mit Vertreter*innen der selbst­ver­wal­te­ten Betrie­be VIO​.ME (Thes­sa­lo­ni­ki) und SCOP-TI (Mar­seil­le). Eine Ver­an­stal­tung der Wan­del­wo­che Ber­lin-Bran­den­burg 2019 in Koope­ra­ti­on mit der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung, Uni­on Coop Shop, das koope­ra­tiv e.V., der Tages­zei­tung Neu­es Deutsch­land und dem Dr. Pogo Vegan­la­den-Kol­lek­tiv am 19.08.2019, 18:30 – 21:30 Uhr, Ver­an­stal­tungs­ort: Rosa-Luxem­burg-Stif­tung, Salon, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Ber­lin. Sie­he Ankün­di­gung der RLS externer Link und eine mit Infor­ma­tio­nen über die Pro­jek­te
    • Bit­te Vor­mer­ken: Eine Ver­an­stal­tung mit Makis Ana­gnos­tou (vio­me) ist durch Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) in Köln am 18.10.2019 geplant, um 19:00 in der Alten Feu­er­wa­che Köln, Melchiorstr.3, 50670 Köln (Details fol­gen). Da es im Ruhr­ge­biet mit einer eige­nen Ver­an­stal­tung im Rah­men der vio­me-Rund­rei­se orga­ni­sa­to­risch nicht geklappt hat, über­legt Labour­Net eine gemein­sa­me Anrei­se im Klein­bus ab Bochum nach Köln – Inter­es­sen­tIn­nen bit­te mel­den!
  • Vio­me steht nicht zum Ver­kauf – neue Ter­mi­ne der Zwangs­ver­stei­ge­rung: 13., 20. und 27. Juni, am 19. Sep­tem­ber und am 24. Okto­ber 2019 
    Am 13. Juni 2019 geht die Zwangs­ver­stei­ge­rung des Fir­men­ge­län­des, auf dem sich auch die Fabrik der Vio­me befin­det, in die nächs­te Run­de. Der redu­zier­te Start­preis erhöht das Risi­ko, dass die Fabrik als Schrott­hau­fen zurück­bleibt. Die Basis­ge­werk­schaft der VIO­ME-Beleg­schaft und die Soli­da­ri­täts­netz­wer­ke, die seit acht Jah­ren die­sen Kampf unter­stüt­zen, ste­hen wie­der ein­mal vor einer Kri­sen­si­tua­ti­on. Am 13. Juni star­ten die nächs­ten Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­mi­ne. (…) An Euch, die mit uns Sei­te an Sei­te in und vor dem Gerichts­ge­bäu­de gestan­den und die Span­nung gespürt haben, wäh­rend die Uhr ablief und kein Anbie­ter die Frech­heit hat­te, im Gericht zu erschei­nen. Nach jedem Ter­min haben wir gemein­sam laut die Paro­le geru­fen: „Bul­len und Rich­ter, hört genau hin, VIOME wird in den Hän­den der Arbei­ter blei­ben.“ Wir rufen erneut auf, komm mit uns mit, um die Zwangs­ver­stei­ge­rung zu ver­hin­dern, die am 13., 20. und 27. Juni, am 19. Sep­tem­ber und am 24. Okto­ber 2019 statt­fin­den soll. Steht an unse­rer Sei­te, damit wir das ein­zi­ge Pro­jekt am Leben erhal­ten, das uns das Recht gibt, immer noch zu sagen: „Ihr könnt nicht? Wir kön­nen!“ Damit das Expe­ri­ment auch von ande­ren Fabri­ken in die Tat umge­setzt wer­den kann. Denn wir brau­chen sie nicht, damit wir geret­tet wer­den, und sie brau­chen uns nicht, damit sie kaputt gehen.” Auf­ruf der Gewerk­schaft der VIO­ME-Beleg­schaft, Soli­da­ri­täts­in­itia­ti­ve Thes­sa­lo­ni­ki, auf der Soli-Sei­te (ohne Datum) externer Link – sie­he dazu:
    • Vio​.Me: Letz­ter Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­min vor der Som­mer­pau­se glück­lich über­stan­den 
      Bild-Bericht vom 3. Juli 2019 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Vio​.me steht nicht zum Ver­kauf! Die Zwangs­ver­stei­ge­rung der Vio​.me ver­hin­dern!
      Video vom 15. Juni 2019 (dt. Unter­ti­tel) beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Grie­chen­land: Vio​.me erneut von Zwangs­ver­stei­ge­rung bedroht – An die Beleg­schaft der SEVIOME und ihre Soli­da­ri­täts­netz­wer­ke
      “Lie­be Freund*innen und Genoss*innen, Ihr habt uns die Nach­richt über die erneu­te Zwangs­ver­stei­ge­rung des Fabrik­ge­län­des der Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki am 13., 20. und 27. Juni.2019 gesen­det. Seit lan­gem ver­folgt und unter­stützt unser Komi­tee euren nun mehr 7‑jährigen Kampf um die Rück­erobe­rung und Über­nah­me der Fabrik in Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung. Ihr seid wie vie­le ande­re rück­erober­te Betrie­be ein Vor­bild und Bei­spiel für die anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Arbei­ter­be­we­gung nicht nur in Grie­chen­land, son­dern in ganz Euro­pa. Wir haben dazu bei­getra­gen, euer Pro­jekt in Deutsch­land bekannt­zu­ma­chen und akti­ve Soli­da­ri­tät zu mobi­li­sie­ren. Des­halb wer­den wir auch aktu­ell den Kampf gegen die Zwangs­ver­stei­ge­rung unter­stüt­zen und in Deutsch­land dar­über infor­mie­ren. Wir wün­schen eurem Wider­stand und eurer gerech­ten Sache Erfolg. Es lebe die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät” Off­ner Brief des Grie­chen­land Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Köln (gskk) vom 5. Juni 2019 externer Link – dem schlie­ßen wir uns natür­lich an!
  • [3teilige Video-Rei­he] Occu­py, Resist, Pro­du­ce: Insi­de the Self-Mana­ged Fac­to­ry of Vio​.Me. 
    Thes­sa­lo­ni­ki, Greece – Workers have suc­cess­ful­ly self-mana­ged the pro­duc­tion of envi­ron­ment­al­ly-friend­ly clea­ning pro­ducts for the last six years in the occu­p­ied fac­to­ry Vio​.Me. The­re are no bos­ses in this fac­to­ry on the east side of Thes­sa­lo­ni­ki, Greece’s second lar­gest city. Workers have been in full con­trol sin­ce occu­p­y­ing the fac­to­ry in 2013, two years after the workers had stop­ped recei­ving paychecks from the busi­ness due to the parent com­pa­ny having filed for bankrupt­cy. Uni­corn Riot brings you insi­de the worker-run Vio​.Me. faci­li­ty in our three part video seri­es. We spo­ke with five of the workers, took a tour of the fac­to­ry, gai­ned a deeper per­spec­ti­ve and histo­ry of Vio​.Me. from the workers, and a had sit-down with Dimi­tra, a psy­cho­lo­gist in Vio.Me.’s auto­no­mous and open-to-the-public Workers Health­ca­re Cen­ter...” Bericht eines Besuchs bei Vio​.me samt 3teiligem Video am 16.4.2019 von und bei Uni­corn Riot externer Link
  • 23./24.2.2019: Sechs Jah­re VIOME – Sechs Jah­re Arbeit ohne Bos­se – wir gra­tu­lie­ren! 
    23./24.2.2019: Sechs Jahre VIOME – Sechs Jahre Arbeit ohne BosseEnde Febru­ar fei­ern die Kolleg*innen der VIOME ihren sechs­ten „Geburts­tag“. Das dies­jäh­ri­ge Mot­to ihrer Fei­er lau­tet: „Sechs Jah­re VIO​.ME. – sechs Jah­re Kampf für eine Gesell­schaft ohne Bos­se“. Am 23. Febru­ar wird auf dem Fabrik­ge­län­de ein lan­des­wei­tes Tref­fen der ver­schie­de­nen Soli­da­ri­täts­grup­pen statt­fin­den, und am nächs­ten Tag wird das Ereig­nis mit einem Fest und viel Musik gefei­ert. Auf dem Tref­fen der Soli­da­ri­täts­grup­pen wird nicht nur die Situa­ti­on der VIOME behan­delt, es wer­den vor allem über aktu­el­le Fra­gen und The­men des sozia­len Wider­stan­des und der Akti­ons­ein­heit bespro­chen. (…) Die brei­te Schicht der pre­ka­ri­sier­ten Men­schen ist nicht mehr eine sozia­le Rand­grup­pe, die einen iso­lier­ten Pro­test führt, son­dern ein wich­ti­ger Teil der Arbeiter*innenbewegung im wei­tes­ten Sin­ne. Fast unter­schwel­lig for­miert sich eine Gegen­be­we­gung, die trotz der vie­len Schlä­ge noch kei­ne ent­schei­den­de Nie­der­la­ge erlit­ten hat. Nur so ist das „legen­dä­re“ Pro­jekt der VIOME objek­tiv zu erklä­ren – die Kolleg*innen der rück­erober­ten Fabrik machen den täg­li­chen Exis­tenz­kampf der sozi­al abge­häng­ten Men­schen in Grie­chen­land sicht­bar. In ihren zahl­rei­chen Erklä­run­gen haben die Kolleg*innen der VIOME immer wie­der fol­gen­des Argu­ment sehr tref­fend for­mu­liert: „Wir sind nicht das gro­ße Bei­spiel für die Über­win­dung des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems; wir sind nur ein beschei­de­ner Teil des brei­ten sozia­len Wider­stan­des in die­sem Land. Doch wenn es uns nicht mehr geben soll­te, wäre die­ser Wider­stand ein Stück ärmer.“ Wir wün­schen den Kolleg*innen der VIOME wei­ter­hin Durch­hal­te­ver­mö­gen, Kraft und viel Erfolg.” Mel­dung vom 17. Febru­ar 2019 von und bei Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link – wir schlie­ßen und den Glück­wün­schen selbst­ver­ständ­lich an! Sie­he im Dos­sier das Gruss­wort des Komi­tees (und auch von uns) an die Kol­le­gIn­nen sowie nun einen Bericht:
    • Mit Sei­fen gegen die Kri­se: Selbst­ver­wal­te­te grie­chi­sche Sei­fen­ma­nu­fak­tur VIO​.ME fei­er­te sechs­ten Geburts­tag 
      “Lokal­au­gen­schein bei der selbst­ver­wal­te­ten grie­chi­schen Sei­fen­ma­nu­fak­tur VIO​.ME, die ihren sechs­ten Geburts­tag fei­er­te, und in einem Land, das in einer tie­fen sozia­len Kri­se steckt – Grie­chen­land. Die Zah­len muten erschre­ckend an: Seit dem Beginn der grie­chi­schen Staats­schul­den­kri­se im Jahr 2010 gin­gen durch die mas­si­ven Spar­maß­nah­men die Ren­ten um etwa 70 Pro­zent zurück, die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit erreich­te zeit­wei­lig einen Wert von fast 50 Pro­zent und unzäh­li­ge Staats­bür­ge­rIn­nen wan­der­ten aus. Vie­le Grie­chin­nen und Grie­chen aller­dings woll­ten nicht untä­tig blei­ben und such­ten nach neu­en Wegen, um sich zumin­dest selbst aus der Kri­se her­aus zu hel­fen. So erleb­te in den ver­gan­ge­nen neun Jah­ren die kol­lek­ti­ve Selbst­ver­wal­tung in Grie­chen­land gera­de­zu einen Boom. Über 8000 Koope­ra­ti­ven sol­len sich in die­ser kur­zen Zeit neu gegrün­det haben. Frei­lich han­delt es sich dabei zu einem guten Teil um klei­ne land­wirt­schaft­li­che Betrie­be, die bei­spiels­wei­se Oli­ven­öl oder Oran­gen pro­du­zie­ren, aber auch Schu­len und Zei­tun­gen gin­gen not­ge­drun­gen zur Selbst­ver­wal­tung über, nach­dem die ursprüng­li­chen Eigen­tü­mer schlie­ßen woll­ten. Zu eini­ger Berühmt­heit brach­te es dabei die in Thes­sa­lo­ni­ki ansäs­si­ge Sei­fen­ma­nu­fak­tur VIO​.ME. (…) Doch nicht nur für die Sei­fen, auch für die Art der Orga­ni­sa­ti­on selbst inter­es­sie­ren sich inzwi­schen immer mehr Per­so­nen. (…) Die Arbei­ten­den von VIO​.ME sehen sich als Team, als Kol­lek­tiv, und sind bestrebt, so gut als mög­lich den Fähig­kei­ten aber auch Bedürf­nis­sen jeder Ein­zel­per­son Rech­nung zu tra­gen. (…) Klar ist für uns aber, dass wir uns alle soli­da­risch in allen Lebens­la­gen gegen­sei­tig hel­fen und dem­entspre­chend auch ver­su­chen, die Arbeits­be­din­gun­gen zu gestal­ten.« Die Roh­pro­duk­te wie bei­spiels­wei­se Oli­ven­öl oder Essig übri­gens erwirbt man nach Mög­lich­keit von regio­na­len Koope­ra­ti­ven, anstatt von welt­um­span­nen­den Kon­zer­nen. (…) Pro­ble­me damit, dass sie mit dem Pro­duk­ti­ons­start den still­ge­leg­ten Betrieb ja fak­tisch beset­zen wür­den, sahen sie zunächst nicht, aber die ursprüng­li­chen Eigen­tü­mer waren natur­ge­mäß wenig erfreut dar­über. (…) Ent­mu­ti­gen oder gar ver­trei­ben lie­ßen sich die Arbei­ten­den von VIO​.ME von der unsi­che­ren Lage indes bis­her nicht. Und so begin­gen sie Ende Febru­ar 2019 das Jubi­lä­um ihres sechs­jäh­ri­gen Bestehens mit einer gro­ßen Fei­er, bei der sie mit Live-Musik, Spei­sen und Geträn­ken sich und ihre Unter­stüt­ze­rIn­nen auch gleich auf vie­le wei­te­re Jah­re ein­schwo­ren.” Bei­trag von Chris­ti­an Kase­rer vom 21. März 2019 beim ksoe-Blog externer Link der Katho­li­sche Sozi­al­aka­de­mie Öster­reichs
    • An die Arbeiter*innen der Vio­Me in Thes­sa­lo­ni­ki und an alle Gäs­te der Ver­an­stal­tun­gen am Wochen­en­de 23./24. Febru­ar auf dem Betriebs­ge­län­de der rück­erober­ten Fabrik
      Das Grie­chen­land Soli­da­ri­tät Komi­tee aus Köln gra­tu­liert euch herz­lich zum sechs­ten Jah­res­tag eures Bestehens als rück­erober­te und selbst­ver­wal­te­te Fabrik und koope­ra­ti­vis­ti­sches Pro­jekt im kri­sen­ge­schüt­tel­ten Grie­chen­land. Euer gelun­ge­nes Pro­jekt stellt eine immense kämp­fe­ri­sche Leis­tung dar, die wohl­ver­dient die inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung und Bewun­de­rung her­vor­ge­ru­fen hat.
      Seit Jah­ren ver­folgt und unter­stützt unser Komi­tee euren mehr­jäh­ri­gen Kampf. Immer wie­der zit­tern wir mit, wenn die Behör­den einen neu­en Anlauf neh­men, die Fabrik zu liqui­die­ren. Wir hof­fen, dass wir ein biss­chen dazu bei­getra­gen haben, euer Pro­jekt in Deutsch­land bekannt­zu­ma­chen und akti­ve Soli­da­ri­tät zu mobi­li­sie­ren. Wir wer­den auch künf­tig euren Wider­stand und eure gerech­te Sache nach bes­ten Kiräf­ten unter­stüt­zen.
      Wir wün­schen euch ein ergeb­nis­rei­ches Tref­fen der sozia­len Netz­wer­de am Sams­tag, den 23. Febru­ar und ein stim­mungs­vol­les Fest am Sonn­tag, den 24. Febru­ar 2019. Vor allem aber wün­schen wir euch wei­ter­hin Durch­hal­te­ver­mö­gen, Kraft und viel Erfolg. Es lebe die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät
      ” Köln, den 20.02.2019, für das Komi­tee Moni­ka v. zur Müh­len, Man­fred Neu­gro­da, Horst Hil­se, Kon­stan­tin Kous­tas, Wil­fried Kel­ler, Hubert Schöntha­ler. PS: Labour­Net Ger­ma­ny (www​.labour​net​.de) hat uns gebe­ten, euch eben­falls zum sechs­ten Jah­res­tag herz­lich zu gra­tu­lie­ren. Seit lan­gem berich­tet Labour­net Ger­ma­ny kon­ti­nu­ier­lich über euren Kampf und Wider­stand – so auch dies­mal.
  • [Vio­me] Stell dir vor, die Fir­ma macht dicht, und kei­ner geht heim – Als ihre Chefs sie im Stich las­sen, neh­men die Arbei­ter ihr Schick­sal selbst in die Hand. Ein Unter­neh­mens­be­such in Thes­sa­lo­ni­ki 
    “… Die Arbei­ter und Arbei­te­rin­nen von Vio­me, die seit dem flucht­ar­ti­gen Abgang ihrer Chefs nie­mals offi­zi­ell ent­las­sen wor­den waren und daher weder Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld noch Aus­sicht auf Bezah­lung hat­ten, besetz­ten (…) im Juli 2011 einen Teil des Fabrik­ge­län­des. Die Maschi­nen waren ihr Pfand, von deren Ver­kaufs­er­lös die aus­ste­hen­den Löh­ne in Höhe von 1,5 Mil­lio­nen Euro bezahlt wer­den soll­ten. Da die Leu­te nicht untä­tig in der Fabrik sit­zen und mit den Maschi­nen um die Wet­te Staub fan­gen woll­ten, über­leg­ten sie, was man in der Zwi­schen­zeit her­stel­len könn­te. (…) Nach eini­ger Bera­tung und einer Markt­ana­ly­se von Wis­sen­schaft­lern beschlos­sen die ver­blie­be­nen 38 Arbei­ter, öko­lo­gisch abbau­ba­re Sei­fe und Wasch­mit­tel her­zu­stel­len. Die Grund­stof­fe waren bil­lig und in klei­ner Men­ge zu bekom­men – und waschen müs­sen die Leu­te immer. Das Start­ka­pi­tal lie­hen sich die Arbei­ter von Freun­den, Ver­wand­ten und Unter­stüt­zern. Kurz dar­auf lie­ßen die Beset­zer ihre Fir­ma als Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve S.E. Vio­me ein­tra­gen und kauf­ten die meis­ten der weni­gen Maschi­nen, die sie für die neue Pro­duk­ti­on nut­zen konn­ten, bei Insol­venz­ver­stei­ge­run­gen mit Gewerk­schafts- rück­la­gen und Spen­den­gel­dern zurück. (…) Nur das Gelän­de gehört ihnen nach wie vor nicht. Doch immer­hin ver­sucht die Poli­zei nicht mehr, es zu räu­men. Als sie es noch ver­such­te, stell­ten sich stets Hun­der­te Men­schen aus der Umge­bung schüt­zend vor die Werks­to­re und ver­wehr­ten jedem den Ein­tritt, der etwas gegen die neu­en Spiel­re­geln in der ehe­ma­li­gen Kleb­stoff­fa­brik hat­te. „Die Kri­se hat uns soli­da­ri­scher gemacht“, sagt Vra­go­te­ris, der Vor­sit­zen­de. (…) „Auch wenn es manch­mal schwie­rig ist“, sagt Van­ge­lis Vra­go­te­ris kurz vor Schich­ten­de, „die­se Arbeit hier gibt uns Mut.“…” Repor­ta­ge von Hol­ger Fröh­lich aus brand eins 01/​2019 externer Link (Foto­gra­fie: Phil­ipp Meu­ser)
  • Auch die fünf­te Run­de der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen, die die Exis­tenz von Vio­me bedro­hen, ist am 13. Dezem­ber ergeb­nis­los aus­ge­gan­gen. Die Gefahr ist jedoch nicht gebannt!
  • Vio­me: Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­min am 25.10.2018 wie­der ein­mal geschei­tert – vier wei­te­re Ter­mi­ne in 2018 
    Viome: Zwangsversteigerungstermin am 25.10.2018 wieder einmal gescheitert - vier weitere Termine in 2018Am 25. Okto­ber ging die Zwangs­ver­stei­ge­rung der Mut­ter­ge­sell­schaft FILKERAM SA in die nächs­te Run­de. Auf dem Gelän­de der Unter­neh­mens­grup­pe befin­det sich auch die besetz­te, rück­erober­te und selbst­ver­wal­te­te Fabrik der Toch­ter­ge­sell­schaft VIOME. Es wer­den noch vier wei­te­re Gerichts­ter­mi­ne fol­gen: 1. Novem­ber, 8. Novem­ber, 15. Novem­ber und 13. Dezem­ber 2018. Das Min­dest­ge­bot beträgt dies­mal nur 15 Mio. EUR – zum Ver­gleich: der Ver­such der Zwangs­li­qui­die­rung hat­te ursprüng­lich mit einem Min­dest­be­trag von 31 Mio. ange­fan­gen. Aber auch die Kolleg*innen der VIOME orga­ni­sie­ren eine neue Kam­pa­gne für den Wider­stand. (…) Am 22. Okto­ber – drei Tage vor dem ers­ten Gerichts­ter­min – hat­ten die Jus­tiz­be­hör­den von Thes­sa­lo­ni­ki in einer amt­li­chen Bekannt­ma­chung (AZ: 4072 v. 22.10.2018) den Zugang zum zwei­ten Stock­werk des Gerichts­ge­bäu­des ver­bo­ten. Auf die­ser Eta­ge wird die Zwangs­ab­wick­lung der frü­he­ren Fir­men­grup­pe ver­han­delt. Eine Aus­nah­me wur­de nur für die­je­ni­gen Per­so­nen zuge­las­sen, die über einen Aus­weis und ein Scheck­buch bzw. Scheck­kar­te ver­fü­gen, damit sie bele­gen kön­nen, dass sie an den zu ver­stei­gern­den Immo­bi­li­en inter­es­siert sind. Damit wol­len die Behör­den jede Art von Demons­tra­tio­nen und Kund­ge­bun­gen ver­hin­dern. Die VIOME hat in einer eige­nen Stel­lung­nah­me auf ihrer Web­site eine recht­lich und poli­tisch fun­dier­te Ant­wort gege­ben, die die Recht­mä­ßig­keit des Zugangs­ver­bots ad absur­dum führt. Da die Erwi­de­rung der Kolleg*innen zur­zeit nur auf grie­chisch abruf­bar ist, wol­len wir für die deut­schen Leser*innen eini­ge der prä­gnan­tes­ten Argu­men­te kurz und stich­wort­ar­tig anfüh­ren (…) Der ers­te Ter­min (25.10.2018) der Zwangs­ver­stei­ge­rung blieb erfolg­los, da sich kein Inter­es­sent mel­de­te. Am glei­chen Tag fan­den vor dem Gerichts­ge­bäu­de drei Kund­ge­bun­gen statt. Die ers­te war von den Protestierer*innen der VIOME orga­ni­siert. Die zwei­te Demo betraf einen Pro­zess der Geg­ner gegen den Gold­ab­bau in Chal­ki­di­ki. Die Demons­tran­ten der drit­ten Kund­ge­bung haben ange­klag­ten Antifaschist*innen poli­ti­sche Rücken­de­ckung gege­ben. Zum Schluss haben sich alle drei Demos gegen­sei­tig unter­stützt und zusam­men­ge­schlos­sen. (…) Für die 46. KW (12. – 18. Novem­ber) ist eine gemein­sa­me Kund­ge­bung und even­tu­ell auch Demons­tra­ti­on gegen die Zwangs­ver­stei­ge­rung und den Gold­ab­bau geplant – orga­ni­siert von meh­re­ren Akti­ons­bünd­nis­sen…” Bericht vom 2. Novem­ber 2018 von und bei Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Chefs über­flüs­sig. Seit mehr als fünf Jah­ren in Arbei­ter­hand: Grie­chi­sche Koope­ra­ti­ve »Vio. Me« kämpft wei­ter um Exis­tenz 
    “Am Wochen­en­de stan­den die Pfor­ten der Koope­ra­ti­ve »Vio. Me« im grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki Tau­sen­den Besu­chern sperr­an­gel­weit offen. Nor­ma­ler­wei­se muss man dort klin­geln und war­tet dann auf Ein­lass. »Die Fabrik soll Fabrik blei­ben, das Eigen­tum gehört der gesam­ten Gesell­schaft«, erklärt Dimi­tris, Mit­glied der Koope­ra­ti­ve. Ent­spre­chend die­ser Devi­se hat­te der von Zwangs­ver­stei­ge­rung bedroh­te Pro­du­zent von öko­lo­gi­schen Rei­ni­gungs­mit­teln zum »Coo­pen­air Fes­ti­val« in sei­ne Pro­duk­ti­ons­stät­te ein­ge­la­den. Der Andrang war groß, grö­ßer als erwar­tet. »Ich bin hier, weil ich Vio. Me unter­stüt­zen will, damit es nicht schließt«, sag­te Chris­ti­na. Mehr als 4.000 Men­schen waren wie die in einer Flücht­lings­un­ter­kunft täti­ge Ärz­tin allein am Frei­tag zu den Auf­takt­kon­zer­ten gekom­men. Auf dem 5.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelän­de der seit mehr als fünf Jah­ren besetz­ten Fabrik in einem Indus­trie­ge­biet am Stadt­rand hat­ten zwei Büh­nen und Dut­zen­de Markt­stän­de Platz. (…) Nicht nur wegen des Semes­ter­be­ginns war der Zeit­punkt des Fes­ti­vals daher güns­tig gewählt. Unter­stüt­zung kann die Koope­ra­ti­ve in den nächs­ten Wochen jeden­falls gut gebrau­chen. Ab dem 25. Okto­ber begin­nen erneut Ver­stei­ge­rungs­run­den. Sie sol­len bis zum Dezem­ber dau­ern. Der Anwalt der Eigen­tü­mer ver­sucht nach wie vor, das Grund­stück als Gan­zes so güns­tig wie mög­lich zu ver­äu­ßern. Dabei ist eine Lager­hal­le gar nicht Teil der Insol­venz­mas­se, sie wur­de wegen Steu­er­schul­den »ein­be­hal­ten«, mein­te Spy­ros. Der Arbei­ter ist besorgt, dass das Gelän­de bald zur unge­nutz­ten Spe­ku­la­ti­ons­mas­se ver­kommt. »Selbst wenn sie ent­schei­den, dass wir kei­nen Erfolg haben: Wir blei­ben und machen wei­ter«, zeig­te sich Dimi­tris hin­ge­gen über­zeugt.” Bericht von Eli­sa­beth Hein­ze aus Thes­sa­lo­ni­ki in der jun­gen Welt vom 16. Okto­ber 2018 externer Link
  • VIOME erneut in sei­ner Exis­tenz gefähr­det: Neue Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­mi­ne ab Okto­ber /​1. CoO­pen­Air Fes­ti­val für Koope­ra­ti­vis­mus 12. bis 14. Okto­ber auf dem Gelän­de von VIOME Thes­sa­lo­ni­ki 
    1. CoOpenAir Festival für Kooperativismus 12. bis 14. Oktober 2018 auf dem Gelände von VIOME ThessalonikiImmer wie­der wird der seit 2013 besetz­te und von den Kolleg*innen in Selbst­ver­wal­tung geführ­te Betrieb Vio­me von Zwangs­ver­stei­ge­rung bedroht. (…) Doch der Okto­ber bringt neue Schwie­rig­kei­ten. Die Jus­tiz hat eine neue Ver­stei­ge­rungs­run­de der Mut­ter­ge­sell­schaft PHILKERAM ange­ord­net. Die Ter­mi­ne ste­hen schon fest: 25. Okto­ber 2018, 1. Novem­ber 2018, 8. Novem­ber 2018, 15. Novem­ber 2018 und 13. Dezem­ber 2018. Das Min­dest­ge­bot beträgt 15 Mio. EUR. Die VIOME-Kolleg*innen haben jetzt schon mit der Vor­be­rei­tung einer neu­en Kam­pa­gne begon­nen, um ihre berech­tig­te Exis­tenz zu sichern. Sie wol­len sowohl das für den 12. – 14. Okto­ber geplan­te CoO­pen­Air Fes­ti­val als auch die zahl­rei­chen Soli­da­ri­täts­struk­tu­ren (im In- und Aus­land) gegen die Zwangs­ver­stei­ge­rung ihres Betrie­bes mobi­li­sie­ren.” Mel­dung vom 25. Sep­tem­ber 2018 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Das genann­te 1. CoO­pen­Air Fes­ti­val für Koope­ra­ti­vis­mus (“Von Evros bis Kre­ta, für Arbeit ohne Chefs, für eine Gesell­schaft ohne Aus­beu­tung”) fin­det vom 12. bis 14. Okto­ber auf dem Gelän­de von VIOME Thes­sa­lo­ni­ki statt, eine Mischung aus poli­ti­scher Zei­chen­set­zung, kul­tu­rel­ler Ver­an­stal­tung und soli­da­ri­scher Ver­net­zung der ver­schie­de­nens­ten Wider­stands­pro­jek­te lan­des­weit. as Fest soll ein Ort der Begeg­nung und Ver­net­zung des sozia­len Wider­stan­des und der Soli­da­ri­täts­be­we­gung sein. Sie­he dazu Infos eben­falls beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link, dort Kurz­vor­stel­lung der ande­ren betei­lig­ten Kol­lek­tiv­pro­jek­te. Sie­he auch ein Mobi-Video externer Link
  • 5 Jah­re Fabrik von Vio­me in den Hän­den der Arbei­ter – Fei­ern für ihr 5‑jähriges Durch­hal­ten am 25.02.2018
    5 Jahre Fabrik von Viome in den Händen der Arbeiter - Feiern für ihr 5-jähriges Durchhalten am 25.02.2018Die Kol­le­gIn­nen von Vio​.Me konn­ten seit dem 11.01.2018 bei 4 von 5 Ter­mi­nen für Zwangs­ver­stei­ge­run­gen vor dem Gericht in Thes­sa­lo­ni­ki die Ver­stei­ge­rung durch Blo­cka­den – unter gewalt­sa­men Ein­grei­fen der Bereit­schafts­po­li­zei – ver­hin­dern (wir berich­te­ten) und müs­sen sich auf den letz­ten Ter­min am 1. März vor­be­rei­ten. Den­noch wer­den vom 23. bis 25 Febru­ar gebüh­rend 5 Jah­re Wider­stand gefei­ert – wir gra­tu­lie­ren!
    Am Sams­tag 24.2 gibt es in Thes­sa­lo­ni­ki eine Demons­tra­ti­on und eine Soli­da­ri­täts­ver­an­stal­tung und am Sonn­tag ein Fest auf dem Fir­men­ge­län­de!
  • 18.1.2018: Auch die heu­ti­ge gericht­li­che Zwangs­ver­stei­ge­rung des Fabrik­ge­län­des von vio​.me zum Glück ergeb­nis­los, nächs­ter Ter­min am 25.02.
  • [arte-Film] Re: Klas­sen­kampf mit Bio­sei­fe. Eine grie­chi­sche Fabrik in Arbei­ter­hand 
    Die Vio.Me-Seifenfabrik im nord­grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki ist eines der auf­re­gends­ten sozia­len Expe­ri­men­te Euro­pas. Die Beleg­schaft hat ihren Arbeits­platz vor drei Jah­ren besetzt. Seit­dem sind die Arbei­ter ihre eige­nen Chefs und ver­ste­hen sich als Bei­spiel für eine Wirt­schafts­ord­nung jen­seits des Kapi­ta­lis­mus. Auf dem Höhe­punkt der Finanz­kri­se ging Phil­ke­ram-John­son, einer der bedeu­tends­ten grie­chi­schen Pro­du­zen­ten für Bau­stof­fe und Kera­mik­flie­sen, bank­rott. Seit­dem pro­du­zie­ren die Arbei­ter unter dem Namen „Vio​.Me“ in Eigen­ver­ant­wor­tung öko­lo­gi­sche Sei­fe. Unter ihnen gibt es kei­ne Hier­ar­chie, jeder bekommt den glei­chen Lohn und alle Ent­schei­dun­gen wer­den im Kol­lek­tiv getroffen.Doch die Gläu­bi­ger von Phil­ke­ram-John­son drän­gen auf eine Zwangs­ver­stei­ge­rung der Fabrik, wodurch die Arbei­ter alles ver­lie­ren wür­den. Kann das sozia­le Expe­ri­ment bestehen?arte-Film externer Link (2017, 31 Min., ver­füg­bar bis 15.02.2018)
  • Erfolg­rei­che Blo­cka­de der gericht­li­chen Zwangs­ver­stei­ge­rung des Fabrik­ge­län­des am 11.1. 
    Vio.Me: Erfolgreiche Blockade der gerichtlichen Zwangsversteigerung des Fabrikgeländes am 11.1.2018Die Arbei­te­rInn­ne von Vio​.Me und ihre Unter­stüt­ze­rIn­nen – unge­fähr 150 Per­so­nen – haben am Don­ners­tag, 11. Janu­ar, den Gericht­saal in Thes­sa­lo­ni­ki beim ers­ten Ter­min blo­ckiert und damit eine Auf­schie­bung erwirkt. Nun wird zu den nächs­ten Ter­mi­nen am nächs­ten Don­ners­tag (18.1.) und 25. Janu­ar mobi­li­siert. Gleich­zei­tig fand eine Soli-Demo vor dem Arbeits­mi­nis­te­ri­um in Athen statt. Sie­he zum Hin­ter­grund:
  • Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki braucht Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung. Ver­treibt und kauft ihre Pro­duk­te! 
    Im Herbst 2017 haben wir eine Unter­schrif­ten­ak­ti­on in Deutsch­land gegen die Beschlag­nah­me von Maschi­nen und Roh­stof­fen im Zuge des Insol­venz­ver­fah­rens und für den Erhalt von Vio​.Me in Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung durch­ge­führt. Bis jetzt konn­te der Zutritt des Insol­venz­ver­wal­ters ver­hin­dert wer­den. Nun droht den Kol­le­gen die erneu­te Been­di­gung durch die Fort­set­zung der gericht­li­chen Zwangs­ver­stei­ge­rung des gesam­ten Fabrik­ge­län­des ab Mit­te Janu­ar 2018. Dage­gen mobi­li­sie­ren die Kol­le­gen der­zeit mit einem Auf­ruf, den Gerichts­ter­min mas­siv zu blo­ckie­ren und for­dern die Abtren­nung ihres Betriebs­teils aus der Ver­stei­ge­rungs­mas­se und Über­tra­gung an die Beleg­schaft…” Auf­ruf vom 21. Dezem­ber 2017 von und bei Grie­chen­land Soli­da­ri­tät Komi­tee Köln externer Linkder ers­te Gerichts­ter­min ist am 11.1., die vio­me-Kol­le­gIn­nen mobi­li­sie­ren zum Gerichts­ge­bäu­de – sie­he dazu:
    • Der aktu­el­le Stand – immer noch bedroh­lich! 
      der besetz­te und selbst­ver­wal­te­te Betrieb Vio​.me ist wei­ter in Gefahr, für den 11./12. Janu­ar ist die nächs­te Run­de im Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren ange­kün­digt. Gefor­dert ist ein Gebot von 21 Mio., die Ban­ken haben jedoch durch­bli­cken las­sen, dass schon 15 Mio. € rei­chen wür­den. Ein Poli­zei­ein­satz mit Trä­nen­gas ist ange­kün­dig. Die Regie­rung könn­te ein­grei­fen und den Vio.me-Anteil aus der Kon­kurs­mas­se her­aus­neh­men, wenn sie es denn woll­te…” Aus dem News­let­ter des Grie­chen­land Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Köln (GSKK) vom Dezem­ber 2017 am 10.12.2017
  • Der Fabrik­be­set­zer. In der Grie­chen­land-Kri­se 2011 sind die Eigen­tü­mer sei­ner Fir­ma getürmt. Makis Ana­gnos­tou und sei­ne Kol­le­gen arbei­ten ein­fach wei­ter.
    “… Wem gehört Vio­me? Uns, den Arbei­tern, meint Makis, ein gro­ßer, voll­bär­ti­ger Mann mit gezwir­bel­tem Schnau­zer, der mit sei­nem roten Käp­pi und dem blau­en Jeans­hemd ein biss­chen wie ein lebens­gro­ßer Super Mario daher­kommt. Er und sei­ne Kol­le­gen haben in Vio­me die Pro­duk­ti­on am Lau­fen gehal­ten, auch nach­dem die grie­chi­sche Wirt­schaft in den Kri­sen­jah­ren so kata­stro­phal zusam­men­ge­bro­chen war. Doch noch immer ist die Beset­zung der Fabrik ille­gal. Noch immer ist es mög­lich, dass der Insol­venz­ver­wal­ter sich Zutritt ver­schafft und die Hal­le mit den Maschi­nen zwangs­ver­stei­gert…” Repor­ta­ge von Sil­ke Weber vom 10. Janu­ar 2018 bei der Zeit online externer Link
  • VIO​.ME vor Ent­schei­dung: Fort­be­stehen durch Zwangs­ver­stei­ge­rung bedroht! Soli­da­ri­täts­er­klä­rung unter­zeich­nen! 
    Der in Eigen­re­gie und Selbst­ver­wal­tung pro­du- zie­ren­de Betrieb VIO​.ME, seit dem letz­ten Jahr als Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve aner­kannt, ist erneut in aku­ter Gefahr. Seit dem 29. Mai ist ein Kon­kurs­ver­wal­ter durch Gerichts­ent­scheid berech­tigt, im Auf­trag der Eigen­tü­mer­fa­mi­lie alle beweg­li­chen Ver­mö­gens- gegen­stän­de auf dem Betriebs­ge­län­de zu erfas­sen und unmit­tel­bar an belie­bi­ge Inter­es­sen­ten zu ver­äu­ßern. [Wir berich­te­ten, sie­he unten] (…) Wir [GSKK] rufen nun auf zur Soli­da­ri­tät mit der Erklä­rung der VIO.ME-Kollegen und zum Ein­ste­hen für ihre For­de­run­gen, damit sie sich in der jet­zi­gen bedroh­li­chen Situa­ti­on auf die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät stüt­zen und Druck auf die Par­la­ments­frak­ti­on von Syri­za und die Regie­rung aus­üben kön­nen. (…) Wir [Die Arbei­te­rIn­nen von VIO​.ME] brau­chen eure prak­ti­sche Unter­stüt­zung, um die Fabrik am Leben zu hal­ten und unse­re Fami­li­en vor Armut und Angst zu schüt­zen. Wir brau­chen Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen, um unse­re Kraft zu bewei­sen: die Kraft der Soli­da­ri­tät, die stär­ker ist als jeg­li­che Unter­drü­ckung vom Kapi­tal, stär­ker als jeg­li­cher Zusam­men­bruch des kapi­ta­lis­ti­schen Wirt­schafts­sys­tem…” Auf­ruf zur Soli­da­ri­täts­er­klä­rung “Hän­de weg von VIO​.ME” von und beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) vom 26.6.2017 externer Link – wir rufen auch zum Mit­zeich­nen auf! Sie­he dazu:
    • GSKK hat am 20. Novem­ber 2017 die Erklä­rung an die Kol­le­gen der besetz­ten und selbst­ver­wal­te­ten Fabrik Vio­Me in Thes­sa­lo­ni­ki mit mehr als 700 Unter­schrif­ten aus Deutsch­land, eini­gen aus Öster­reich und der Schweiz, über­sen­det – sie­he die Mel­dung dazu externer Link
    • Hän­de weg von Vio­Me: Abschluss für Unter­schrif­ten und Erklä­run­gen zum 30.09. 
      In Abspra­che mit den Kol­le­gen von Vio­Me wol­len wir die Unter­schrif­ten­samm­lung und die Abga­be von Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen zum 30.09.2017 been­den. Bis­her ist es den Kol­le­gen gelun­gen, den Antritt des Zwangs­ver­stei­ge­rers abzu­wen­den. Dazu haben in ers­ter Linie die über 80 Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen von Betriebs­ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen in Grie­chen­land bei­getra­gen, aber auch die brei­te inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät mit Unter­schrif­ten und Erklä­run­gen. So war die Arbei­ter­de­le­ga­ti­on von Vio­Me Ehren­gast des Anfang Sep­tem­ber in Argen­ti­ni­en abge­hal­te­nen 6. Welt­kon­gres­ses der besetz­ten, selbst­ver­wal­te­ten Betrie­be. Die­se Reso­nanz und Unter­stüt­zung wur­den in die grie­chi­sche Öffent­lich­keit getra­gen, aber auch Abge­ord­ne­te der SYRI­ZA-Frak­ti­on und Regie­rungs­mit­glie­der konn­ten beein­druckt wer­den. Wir sam­meln noch bis Ende des Monats Unter­schrif­ten und Erklä­run­gen, dann wer­den wir alles noch­mals kom­plett an Vio­Me in Thes­sa­lo­ni­ki abschi­cken und eine Soli­da­ri­täts­er­klä­rung des Köl­ner Grie­chen­land Soli­da­ri­tät Komi­tee dazu über­rei­chen…” Mel­dung des Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) vom 10.9.2017 externer Link – wir erin­nern daher an die Soli­da­ri­täts­er­klä­rung: Hän­de weg von Vio­me! externer Link
    • Kampf gegen Insol­venz­ver­wal­ter: Die grie­chi­sche Koope­ra­ti­ve Vio​.Me for­dert Unter­stüt­zung durch den Staat
      “»Die Mana­ger woll­ten uns los­wer­den«, meint Spi­ros Sgou­ras, Mit­glied der Koope­ra­ti­ve Vio​.Me. »Als der Insol­venz­ver­wal­ter den Gläu­bi­gern – mehr­heit­lich die Arbei­ter von Vio​.Me – mit­teil­te, wir sol­len alles Stück für Stück ver­äu­ßern oder das Geschäft ganz auf­ge­ben, haben wir nicht mit­ge­macht.« Die kämp­fe­ri­schen Beschäf­tig­ten, die weder bezahlt noch ent­las­sen wur­den, ver­su­chen sich seit­her dem Pro­zess der Zwangs­auf­lö­sung zu ent­zie­hen. In der besetz­ten und selbst­ver­wal­te­ten Fabrik im nord­grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki wird die Vio.Me-Bioseife her­ge­stellt, die sich mitt­ler­wei­le einen Namen gemacht hat. Sie ist als Aus­druck der Soli­da­ri­tät gegen­über dem kri­sen­ge­beu­tel­ten Grie­chen­land bekannt und im Aus­land oft nur schwer zu bekom­men. Im nd-Shop ist sie jetzt wie­der erhält­lich. (…)Doch im Insol­venz­ver­fah­ren soll­te die erfolg­rei­che Toch­ter in die Abwick­lung des Unter­neh­mens hin­ein­ge­zo­gen wer­den. Im Zuge der dro­hen­den Ver­stei­ge­rung hat sich der Insol­venz­ver­wal­ter auf juris­ti­schem Weg Zutritt zum Gelän­de erstrit­ten und kann theo­re­tisch alle beweg­li­chen Gegen­stän­de ver­äu­ßern. Dies wür­de auch gespen­de­te Mate­ria­li­en und Hilfs­gü­ter für Flücht­lin­ge und einer auf dem Gelän­de ein­ge­rich­te­ten Sozi­al­kli­nik betref­fen, in der nicht kran­ken­ver­si­cher­te Arbei­ter behan­delt wer­den. Doch es gibt Wider­stand in Thes­sa­lo­ni­ki: Ein Zutritts­ver­such des Insol­venz­ver­wal­ters konn­te ver­hin­dert wer­den. »Aus recht­li­cher Sicht und aus poli­ti­schen Grün­den wer­den wir ihm kei­nen Ein­tritt erlau­ben«, meint Sgou­ras und fügt hin­zu: »Uns ist klar, dass wir als Arbei­ter, die sich auf das Gesetz beru­fen, nicht unbe­dingt eine Garan­tie haben.« Aus die­sem Grund hat die Vio.Me-Kooperative erneut eine Online­pe­ti­ti­on gestar­tet mit dem Anlie­gen, das voll­stän­di­ge Nut­zungs­recht der Fabrik­an­la­ge zu erwir­ken und so sei­nen Fort­be­stand zu sichern…” Bei­trag von Eli­sa­beth Hein­ze bei neu­es Deutsch­land vom 21. August 2017 externer Link mit Bezugs­mög­lich­keit der Vio-Me-Sei­fe (im Raum Bochum über die Redak­ti­on)
  • Mei­ne Fabrik, mei­ne Mit­be­stim­mung. Zukunft In einer besetz­ten Che­mie-Fabrik in Thes­sa­lo­ni­ki erpro­ben Arbei­ter und Anwoh­ner ein Leben jen­seits des Kapi­ta­lis­mus
    Man könn­te die Frau­en und Män­ner der Vio­me-Fabrik Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter nen­nen – das wür­de es aber noch nicht ein­mal annä­hernd beschrei­ben. Ver­su­chen wir es statt­des­sen mit: eini­ge der mutigs­ten Men­schen, die ich je ken­nen­ge­lernt habe. Oder: Orga­ni­sa­to­ren eines der erstaun­lichs­ten sozia­len Expe­ri­men­te, die es gegen­wär­tig in Euro­pa gibt. (…) Zunächst ein­mal ist nie­mand hier der Boss. Es gibt kei­ne Hier­ar­chie, jeder ver­dient das Glei­che. Tra­di­tio­nell wird in Fabri­ken nach dem Modell der Fließ­band­fer­ti­gung gear­bei­tet, bei dem jeder jeden Tag aus­schließ­lich die glei­chen, ein- oder zwei­mi­nü­ti­gen Hand­grif­fe ver­rich­tet: Einer fügt das Dis­play ein, eine bringt die Schutz­hül­le an, einer ver­packt das Smart­pho­ne. In Thes­sa­lo­ni­ki kom­men alle um sie­ben Uhr mor­gens auf einen schlamm­schwar­zen grie­chi­schen Kaf­fee zusam­men und bespre­chen, was für den Tag ansteht. Erst dann wer­den die Auf­ga­ben ver­teilt. Und ja: Alle sind mal dran mit Toi­let­ten­put­zen. (…) Eine Grup­pe Män­ner im mitt­le­ren Alter, die über ihr gesam­tes Berufs­le­ben hin­weg Anwei­sun­gen erhal­ten haben, was sie wann zu tun haben, ergrei­fen Besitz von ihrem Arbeits­platz, von ihrem eige­nen Arbeits­le­ben. Sie wer­den ihre eige­nen Chefs und ver­schrei­ben sich sofort Prin­zi­pi­en größt­mög­li­cher Gleich­heit. (…) Die ande­re mas­si­ve Ver­än­de­rung ist die zwi­schen der Fabrik und ihrem Umfeld: Die Arbei­ter konn­ten ihre Arbeits­stät­te nur „zurück­ge­win­nen“, so sagen sie vor Ort, weil ihnen die Ein­woh­ner Thes­sa­lo­nikis dabei hal­fen. Immer, wenn Ver­tre­ter der ehe­ma­li­gen Besit­zer kamen, um Gerä­te und Maschi­nen zu beschlag­nah­men, was ihnen von Gerichts wegen erlaubt wor­den war, bil­de­ten hun­der­te Men­schen eine Ket­te um die Fabrik. Ich habe Anwäl­te von Vio­me ver­ge­bens um einen Kom­men­tar gebe­ten. (…) Die Mit­ar­bei­ter nut­zen das Gebäu­de auch als Anlauf­stel­le für Geflüch­te­te. Ein­mal pro Woche wan­deln sie die Büros in eine kos­ten­freie Zweig­stel­le der Sozi­al­kli­nik für Men­schen um. Das grie­chi­sche Gesund­heits­sys­tem wur­de völ­lig kaputt­ge­spart, sein Umgang mit Geflüch­te­ten ist mit­un­ter grau­sam – bei­des ver­su­chen die Vio­me-Leu­te zu kom­pen­sie­ren. Dort, wo der Staat zusam­men­ge­bro­chen ist, der Markt ihre Arbeits­kraft nicht mehr nach­fragt und die Klas­se der Bos­se das Wei­te gesucht hat, ver­su­chen die­se 26 Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter die Lücken zu schlie­ßen. Der Kapi­ta­lis­mus hat die­se Men­schen fal­len gelas­sen. Jetzt betrach­ten sie ihn selbst als geschei­ter­tes Modell...” Bericht vom 25.09.2017 bei Der Frei­tag online von Adit­ya Cha­kra­b­ort­ty externer Link (Wirt­schafts­kom­men­ta­tor des Guar­di­an)
  • Dro­hen­de Gefahr für VIO​.ME und die Zweig­stel­le der Sozi­al­kli­nik der Soli­da­ri­tät von Thes­sa­lo­ni­ki 
    Ab heu­te, dem 29. Mai 2017, kann der Kon­kurs­ver­wal­ter der geg­ne­ri­schen Par­tei, Theo­charis Megas, auf­grund der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen die Fabrik betre­ten und alle beweg­li­chen Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de der VIO​.ME und der Zweig­stel­le der Sozi­al­kli­nik (Sozi­al­kli­nik der Soli­da­ri­tät von Thes­sa­lo­ni­ki) erfas­sen und kata­lo­gi­sie­ren, das heißt, Maschi­nen­park, medi­zi­ni­sche Appa­ra­te und Gerä­te, Medi­ka­men­te, Fahr­zeu­ge, Klei­dung und lebens­not­wen­di­ge Bedarfs­gü­ter für Flücht­lin­ge und VIO.ME-Produkte, mit dem Ziel, eine schritt­wei­se Zwangs­ver­stei­ge­rung durch­zu­set­zen. Es ist damit zu rech­nen, dass die Pro­jek­te VIO​.ME und ihre Zweig­stel­le der Sozi­al­kli­nik unter Beschuss genom­men wer­den und dass bei­de vor einer unmit­tel­ba­ren Gefahr ste­hen. Die akti­ve Soli­da­ri­tät aller ist drin­gend gefragt. Aus die­sem Grund rufen wir alle Soli­da­ri­täts­struk­tu­ren auf, an einer gemein­sa­men Ver­samm­lung am Mitt­woch, den 31. Mai 2017 um 19:00 Uhr im Sozi­al­zen­trum Mikro­po­lis (Thes­sa­lo­ni­ki) teil­zu­neh­men. Auf die­ser Ver­samm­lung wird aus­führ­lich über die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen berich­tet, und anschlie­ßend wer­den kon­kre­te Aktio­nen beschlos­sen. Die Ver­samm­lung der VIO.ME-Zweigstelle der Sozi­al­kli­nik der Soli­da­ri­tät von Thes­sa­lo­ni­ki” Über­set­zung des Auf­rufs vom 29. Mai 2017 – Die Ver­samm­lung hat zwei Tex­te ver­ab­schie­det: einen kur­zen Auf­ruf und den Ent­wurf einer Pro­test­erklä­rung. Bei­de Tex­te müs­sen noch über­setzt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und eine Peti­ti­on fol­gen dem­nächst
  • Infor­ma­ti­on über die For­de­rung der Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve von VIOME nach einer recht­li­chen Aner­ken­nung des unein­ge­schränk­ten Nut­zungs­rechts der Fabrik­an­la­gen der VIOME AG
    Wir for­dern, uns das lega­le und unein­ge­schränk­te Nut­zungs­recht der Fabrik­an­la­gen der VIOME AG zu über­ant­wor­ten, die im Mai 2011 klamm­heim­lich und wider­recht­lich von ihren Eigen­tü­mern auf­ge­ge­ben wur­de und sich heu­te for­mell im Insol­venz­ver­fah­ren befin­det. Die­ses Ziel läßt sich nur rea­li­sie­ren, wenn die unten auf­ge­führ­ten Immo­bi­li­en aus der Zwangs­ver­stei­ge­rung des Grund­be­sit­zes der Unter­neh­mens­grup­pe FILKERAM aus­ge­son­dert wer­den…” Doku­men­ta­ti­on von und bei VIOME externer Link
  • Thes­sa­lo­ni­ki: Arbei­ter­be­trieb vio​.me wehrt sich gegen Ver­stei­ge­rung. Mit­ar­bei­ter Dimi­tris Kout­ama­tio­lis über die Zukunfts­aus­sich­ten und anste­hen­den Kämp­fe der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik
    viome: not for sale, it belongs to the workers and to societyBeson­ders wich­tig im Inter­view von Ulri­ke Kum­pe mit Dimi­tris Kout­ama­tio­lis vom 16. Novem­ber 2016 in neu­es Deutsch­land online externer Link“Die Pro­duk­ti­on ist jetzt viel grö­ßer gewor­den. Zu die­ser Ent­wick­lung hat der Online-Shop bei­getra­gen. Alle 22 Arbei­ter kön­nen jetzt hier arbei­ten und es gibt eini­ge exter­ne Mit­ar­bei­ter. Die­se sind aber nicht Mit­glie­der des Kol­lek­tivs. Sie lie­fern mit dem Fahr­rad vio​.me Pro­duk­te aus. Zu die­ser Ver­grö­ße­rung der Pro­duk­ti­on hat außer­dem die Aus­wei­tung unse­res Netz­wer­kes bei­getra­gen. Dazu gehört auch die Unter­stüt­zung aus dem Aus­land, wie Deutsch­land sowie das Soli­da­ri­täts­netz­werk in Grie­chen­land. Außer­dem pro­du­zie­ren wir jetzt wie­der Kle­ber und einen orga­ni­schen Putz. (…) Die Ver­stei­ge­rung wur­de gericht­lich beschlos­sen. Es liegt auch nicht an zu gerin­gem Inter­es­se. Bis­lang konn­te die Ver­stei­ge­rung zwei Mal ver­hin­dert wer­den. Es gibt eine soli­da­ri­sche Bewe­gung, die zusam­men mit den Arbei­tern von vio​.me den Raum, in dem die Ver­stei­ge­rung statt­fin­den soll­te, blo­ckiert hat­te. Wir sind opti­mis­tisch, aber die Gefahr einer Ver­stei­ge­rung ist nicht weg. (…) Es gibt kei­nen neu­en Ver­stei­ge­rungs­ter­min. Der Insol­venz­ver­wal­ter muss erst wie­der ein neu­es Ver­fah­ren eröff­nen. Das dau­ert viel­leicht zwei oder drei Mona­te. Wäre das Kol­lek­tiv nicht hier, wür­de es gar kei­ne Ver­stei­ge­rung geben. Es ist mehr ein ideo­lo­gi­scher und poli­ti­scher Kampf. Es soll ver­hin­dert wer­den, dass es Nach­ah­mer gibt. Sie wol­len ver­hin­dern, dass es Arbei­ter sich dar­an ein Vor­bild neh­men und sich bei einer Insol­venz ein­fach den Betrieb neh­men und wei­ter pro­du­zie­ren.”
  • Zwangs­ver­stei­ge­rung erneut geschei­tert – Ver­schnauf­pau­se für Bio​.Me
    Nie­mand wagt es, die von den Arbeiter_​innen besetz­te Fabrik Bio​.Me zu erstei­gern. Erneut erfolg­los abge­bro­chen wer­den muss­te die für den 20. Okto­ber ange­setz­te Zwangs­ver­stei­ge­rung des Betriebs­ge­län­des des insol­ven­ten Kon­zerns Fil­ke­rem & John­son in Thes­sa­loní­ki, zu dem auch die selbst­ver­wal­te­te, besetz­te Fabrik Bio​.Me gehört. Es war der inzwi­schen vier­te Ver­such die ins­ge­samt 14 Grund­stü­cke des Kon­zerns mit einer Gesamt­grö­ße von 158.000 Qua­drat­me­tern für 31 Mil­lio­nen Euro zu ver­stei­gern. (…) Ab den frü­hen Mor­gen­stun­den waren nicht nur star­ke Poli­zei­kräf­te und die Bio.Me-Arbeiter samt Soli­da­ri­täts­be­we­gung in den Gän­gen des Gerichts prä­sent, son­dern auch ehe­ma­li­ge Fil­ke­rem & John­son Arbei­ter, die eine Durch­füh­rung der Zwangs­ver­stei­ge­rung begrü­ßen um so in den Genuss der Aus­zah­lung einer Ent­schä­di­gung zu kom­men. (…) Das Fabrik­ge­län­de von Bio​.Me macht nur ca. 1/​7 des aus 14 Grund­stü­cken bestehen­den Kon­zern­ge­län­des von File­rem & John­son aus, wes­halb die Soli­da­ri­täts­be­we­gung die Aus­glie­de­rung der besetz­ten Fabrik aus der Ver­stei­ge­rungs­mas­se for­dert. Eine mehr als ange­brach­te For­de­rung, hat­te doch der grie­chi­sche Staat meh­re­re der betrof­fe­nen 14 Grund­stü­cke den dama­li­gen Besit­zern von Fil­ke­rem & John­son umsonst über­las­sen, da der Kon­zern „Arbeits­plät­ze schaf­fe“…” Bericht von Ralf Dreis, Thes­sa­loní­ki, vom 24.10.16 bei der FAU externer Link
  • Update Vio​.Me
    Neu­es­te Mel­dung (20.10.2016) : „Guten Tag lie­be Leu­te, ich habe jetzt eben mit Makis (dem Spre­cher der Beleg­schaft von Vio​.Me; GB) gespro­chen. Bei dem heu­ti­gen Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­min wur­de kein Ange­bot abge­ge­ben. Damit ist die ers­te Run­de der Zwangs­ver­stei­ge­rung (offi­zi­ell) abge­schlos­sen. Der ein­ge­setz­te Kon­kurs­ver­wal­ter besteht wei­ter­hin auf der Liqui­die­rung der FILKERAM AG. Das Gericht wird dem­nächst (??) einen neu­en Ver­stei­ge­rungs­preis fest­set­zen und die zwei­te Run­de ein­lei­ten. … Kon­stan­tin“ (mehr Infos dar­über auf Eng­lisch externer Link).” Update bei Grie­chen­landso­li externer Link
  • VIO​.ME – immer neue Gerichts­ter­mi­ne, aber kei­ne Gerech­tig­keit in Sicht. Ein aktu­el­ler Kurz­be­richt über die Situa­ti­on der inzwi­schen legen­dä­ren selbst­ver­wal­te­ten Fabrik in Thes­sa­lo­ni­ki
    “… Nach einer vor­läu­fi­gen Abwen­dung der Zwangs­ver­stei­ge­rung von PHILKERAM (Mut­ter­ge­sell­schaft) hat­te die Soli­da­ri­täts­be­we­gung um Vio​.Me (Kara­wa­ne des Kamp­fes und der Soli­da­ri­tät) Ende Juni/​Anfang Juli einen drit­ten Marsch nach Athen orga­ni­siert. Dort hat­ten die Kol­le­ge­In­nen von VIO​.ME ein Tref­fen mit der Admi­nis­tra­ti­on des Arbeits­mi­nis­te­ri­ums gehabt, wo ihnen wie­der ein­mal zuge­si­chert wur­de, dass die Regie­rung Tsi­pras ihre exis­ten­ti­el­len Inter­es­sen berück­sich­ti­gen wür­de. Nach Ende des Tref­fens wur­de die Soli­da­ri­täts­de­mons­tra­ti­on von Son­der­ein­hei­ten der Bereit­schafts­po­li­zei kalt­blü­tig ohne jeg­li­che Vor­war­nung ange­grif­fen. Zwei VIO.ME-Kollegen muss­ten in einem Kran­ken­haus ärt­z­lich behan­delt wer­den. Doch der Angriff der Poli­zei blieb erfolg­los. Es kam zu spon­ta­nen, mas­si­ven Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen. Drei Tage lang haben vie­le Men­schen die ver­schie­de­nen poli­ti­schen Info- und Pro­test­ver­an­stal­tun­gen besucht. Doch die Rache der Insti­tu­tio­nen ließ nicht lan­ge auf sich war­ten. Zur­zeit läuft eine behörd­li­che Vor­un­ter­su­chung gegen die VIO.ME-KollegInnen, weil sie angeb­lich meh­re­re Poli­zei­be­am­te wäh­rend des bereits erwähn­ten Ein­sat­zes tät­lich ange­grif­fen und ver­letzt hät­ten. Die Absur­di­tät die­ser Unter­stel­lung wird deut­lich, wenn mensch die mar­tia­li­schen Kampf­mon­tu­ren der Son­der­ein­hei­ten betrach­tet! Damit nicht genug: Auch die Staats­an­walt­schaft in Thes­sa­lo­ni­ki hat ein neu­es Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen VIO​.ME ein­ge­lei­tet. Den Kol­le­gen­In­nen wird vor­ge­wor­fen, dass sie im Mai 2015 dem Kon­kurs­ver­wal­ter der frü­he­ren Fir­men­ei­gen­tü­me­rin den Zutritt zum Fabrik­ge­län­de ver­wei­gert hät­ten. Das Ermitt­lungs­ver­fah­ren wird von Amts wegen gegen die Basis­ge­werk­schaft von VIO​.ME wegen des Ver­dachts der „rechts­wid­ri­gen Gewalt­an­wen­dung“ durch­ge­führt. (…) Die Jus­tiz hat für den 20.10.2016 einen neu­en Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­min ange­setzt. Angeb­lich ist die­ser Ter­min der letz­te der ers­ten Run­de, der aus irgend­wel­chen Grün­den bis­her nicht zustan­de kom­men konn­te. Seit Wochen mobi­li­siert VIO​.ME zu neu­em Wider­stand. Ver­schie­de Soli­da­ri­täts­struk­tu­ren, Selbst­hil­fe­pro­jek­te, sozia­le Netz­wer­ke, Basis­ge­werk­schaf­ten und lin­ke poli­ti­schen Bünd­nis­se sol­len in die Kam­pa­gne ein­ge­bun­den wer­den…” Bericht von Kon­stan­tin Kous­tas vom 19. Okto­ber 2016 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Prak­ti­sche Soli­da­ri­tät: Die Beleg­schaft von Vio​.Me und Per’volarides („Gärt­ner von Thes­sa­lo­ni­ki“)
    An einem Frei­tag­mor­gen im Juni über­gibt ein Ver­tre­ter der Initia­ti­ve Per’volarides (links im Bild) fri­schen Fisch an die Vio​.Me Kol­le­gen. Im Aus­tausch erhält Per’volarides Pro­duk­te von Vio​.me für die von den „Gärt­nern“ unter­stütz­ten Fami­li­en und Flücht­lin­ge, z.B. Sei­fe…” Bil­der-Bericht vom 18. August 2016 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung in Grie­chen­land: Besetzt, geret­tet – Zukunft unge­wiss
    “Seit fünf Jah­ren hal­ten Arbei­ter den klei­nen Betrieb Vio­me in Thes­sa­lo­ni­ki besetzt. Der Besit­zer hat­te 2011 Kon­kurs ange­mel­det und woll­te den Betrieb dicht­ma­chen. Doch die Arbei­ter bil­de­ten eine Koope­ra­ti­ve und set­zen Tei­le der Pro­duk­ti­on fort. Recht­lich steht ihr Erfolg aber wei­ter auf schwa­chen Füßen. (…) “Wir bekom­men alle das glei­che Geld. Und zwar ent­spre­chend dem Arbeits­lo­sen­geld in unse­rem Land zwi­schen 300 und 400 Euro im Monat. Man­che schaf­fen es, hier und da mal zusätz­lich woan­ders für einen Tages­lohn anzu­heu­ern… ” (…) Jeden Mor­gen ver­sam­meln sich die Vio­me-Arbei­ter und bespre­chen, was zu tun ist. Alle haben die glei­chen Rech­te – Chefs gibt es nicht. (…) “Wir hat­ten uns für 2015 das Ziel gesetzt, einen Umsatz von 70.000 Euro zu machen – und haben sogar 100.000 Euro Umsatz erzielt. Die­ses Jahr wol­len wir einen Umsatz von 300.000 Euro errei­chen. Das scheint rea­lis­tisch, weil das neu ein­ge­rich­te­te Inter­net­ge­schäft gut läuft.” (…) “Wir for­dern, dass der Staat das Betriebs­ge­län­de beschlag­nahmt, weil die Fir­ma Schul­den hat­te und dass er uns einen Teil davon für die Pro­duk­ti­on zur Ver­fü­gung stellt. Dann könn­ten wir ganz legal wei­ter­hin selbst­be­stimmt pro­du­zie­ren und alle not­wen­di­gen arbeits­recht­li­chen und Qua­li­täts-Zer­ti­fi­ka­te erhal­ten.” (…) Der Betrieb soll auf jeden Fall besetzt blei­ben und die Pro­duk­ti­on fort­ge­setzt wer­den – ganz egal, wie sich die recht­li­che Situa­ti­on ent­wi­ckelt.”  Bericht von Jer­ry Som­mer vom 9. August 2016 beim Deutsch­land­funk online externer Link
  • Die Poli­zei atta­ckier­te die (mitt­ler­wei­le 3.) ‚Kara­wa­ne des Kamp­fes und der Soli­da­ri­tät‚ von VIOME nach einem ergeb­nis­lo­sen Tref­fen mit dem Vize­mi­nis­ter
    Vier Mal hat die Beleg­schaft von Vio​.me seit Dezem­ber 2015 die beschlos­se­ne Auk­ti­on des Betriebs ver­hin­dert – mit ent­schlos­se­ner Akti­on. Ende Juni lief das erkämpf­te Mora­to­ri­um für sechs Mona­te ab – und es wur­de ein Soli­da­ri­täts­marsch beschlos­sen. Aber die Syri­za-Regie­rung ist längst EU-kom­pa­ti­bel, also gewerk­schafts­feind­lich. Poli­zei­über­fall, als die Arbei­ter der besetz­ten selbst­ver­wal­te­ten Fabri­ken von VIOME, Thes­sa­lo­ni­ki und ROBEN, Ver­ia (einem holz­ver­ar­bei­ten­den Betrieb) gemein­sam mit Unter­stüt­ze­rIn­nen aus ganz Grie­chen­land am 31. Juni nach Athen kamen, um gegen die Regie­rung, die sich nach wie vor wei­gert, den Betrieb der bei­den Fabri­ken zu lega­li­sie­ren, zu pro­tes­tie­ren… In dem Bericht „Poli­ce attacks Viome’s “Cara­van of Strugg­le and Soli­da­ri­ty” after a fruit­less mee­ting with vice-minis­ter“ am 02. Juli 2016 externer Link auf der Sei­te des selbst­ver­wal­te­ten Unter­neh­mens wird deut­lich, dass die Beleg­schaft, und jene, die mit ihr soli­da­risch aktiv sind, bei ihrem Zelt­la­ger vor dem Arbeits­mi­nis­te­ri­um – zehn Minu­ten, nach­dem der stell­ver­tre­ten­de Arbeits­mi­nis­ter sei­ne nicht näher defi­nier­te „Soli­da­ri­tät“ bekun­det hat­te, von der Poli­zei über­fal­len wur­den, was mit zahl­rei­chen Fotos und Vide­os doku­men­tiert wird
  • Vio­me: Ein Bericht von Katha­ri­na Schwa­be­dis­sen
    Gut ver­schlos­sen ist das Tor zu Vio­me im Süden Thes­sa­lo­nikis. Die Fabrik ist besetzt. Doch Gäs­te sind nicht unge­be­ten, son­dern herz­lich will­kom­men. Die Men­schen arbei­ten im selbst­ver­wal­te­ten Betrieb: gemein­sam orga­ni­sie­ren sie die Pro­duk­ti­on und ent­schei­den über das was und wie. Frü­her wur­den hier Bau­stof­fe hergestellt.Viome_Seife_Regale Heu­te sind es Bio­rei­ni­ger für den Haus­halt. 15 Euro am Tag ver­die­nen die Kol­le­gen. Das ist seit der Kri­se 2008 das Durch­schnitt­sein-kom­men in den unte­ren Lohn­schich­ten…” Rei­se­be­richt und Bil­der von Katha­ri­na Schwa­be­dis­sen vom 1. Juni 2016 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • EIN TRANSPORTER FÜR VIO​.ME!
    Spendenaufruf: EIN TRANSPORTER FÜR VIO.ME!Seit über fünf Jah­ren hat die Beleg­schaft von VIO​.ME in Thes­sa­lo­ni­ki nach der Flucht der Eigen­tü­mer­fa­mi­lie den Bau­stoff­be­trieb Vio​.Me besetzt. Seit drei Jah­ren pro­du­ziert sie in Selbst­ver­wal­tung umwelt­freund­li­che Sei­fen und Rei­ni­gungs­mit­tel ohne che­mi­sche Zusät­ze. Ihre Pro­duk­te ver­treibt sie in Grie­chen­land ohne Zwi­schen­händ­ler auf Märk­ten, Fes­ten, in sym­pa­thi­sie­ren­den Ein­rich­tun­gen und in sozia­len Zen­tren. Eben­so unter­stützt eine brei­te inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­be­we­gung das Pro­jekt durch Spen­den und Abnah­me der Pro­duk­te. Für ihre Ver­mark­tung wird drin­gend ein Trans­por­ter benö­tigt. Dar­um wen­den sich die Kolleg*innen jetzt an die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­be­we­gung mit der Bit­te, dafür Spen­den zu sam­meln. Für ca. 6 000 Euro bekom­men sie in Grie­chen­land einen guten gebrauch­ten Trans­por­ter…” Auf­ruf vom 14. April 2016 beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Grie­chen­land Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Köln (GSKK) im August 2016: “Spen­den­samm­lung erfolg­reich!
      Am 17. Juli haben wir unse­re Spen­den­kam­pa­gne “Ein Trans­por­ter für Vio​.Me” been­det und mit 6850,66 € das gesteck­te Ziel ( von 6000 €) noch deut­lich über­trof­fen. Das Geld für den drin­gend not­wen­di­gen Kauf eines gebrauch­ten Trans­por­ters steht der von uns unter­stütz­ten Vio​.Me Beleg­schaft damit zur Ver­fü­gung und wur­de bereits Ende Juli durch eine Ver­tre­te­rin des GSKK in Athen über­ge­ben. (…) Bei allen Spen­dern möch­ten wir uns herz­lich bedan­ken, die teils durch Über­wei­sun­gen, teils bei Samm­lun­gen auf Ver­an­stal­tun­gen und Fes­ten (1. Mai, Edel­weiß­pi­ra­ten­fest, Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tun­gen, Par­tys) zum Erfolg der Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne bei­getra­gen haben
      …”
    • Spen­den­kon­to: Man­fred Neu­gro­da, San­tan­der Con­su­mer­bank, IBAN: DE65 500 333 00 2173854100, BIC: SCFEDE33XXX, Kenn­wort: vio­me
    • Am 1. Mai kön­nen nicht nur die Sei­fen ver­kauft wer­den (s.u.), son­dern auch der Fly­er mit dem Spen­den­auf­ruf für den Trans­por­ter ver­teilt…
  • Very last minu­te zum 1. Mai: Vio­me-Sei­fe im Ruhr­ge­biet!
    Wir erin­nern: Von einer bochu­mer Sam­mel­be­stel­lung sind 80 Sei­fen über – Selbst­ab­ho­ler aus der Umge­bung kön­nen Antei­le davon (oder alle) z.B. für den Soli-Ver­kauf am 1. Mai bekom­men, wenn sie sich bei mag.​wompel@​labournet.​de mel­den!
  • Neue Rezep­tu­ren und neue Preis­lis­te
    Die Ber­li­ner Soli­grup­pe externer Link ver­öf­fent­lich­te im April 2016: “… hat Vio​.Me Pro­dukt­pa­let­te und Rezep­tu­ren über­ar­bei­tet – so gibt es jetzt Flüs­sigs­ei­fe mit äthe­ri­schen Ölen in den Geschmacks­rich­tun­gen, Min­ze, Kie­fern­na­del und Euka­lyp­tus. (Huch, hat­te ich erst nach mei­nem Ser­mon über die schwie­ri­ge Arbeit in der Sei­fen­her­stel­lung gele­sen!) mit einer Lis­te, der man evtl. inter­pre­tie­rend eini­ge Bedin­gun­gen ent­neh­men kann“: Lis­te der ver­füg­ba­ren Pro­duk­te mit Inhalts­stof­fen und vorraus­sicht­li­chen Prei­sen externer Link
  • Mit­tel­meer 4: Die selbst­ver­wal­te­te Fabrik vio​.me in Thes­sa­lo­ni­ki
    Als Anar­chis­ti­sches Radio Ber­lin hat­ten wir die Gele­gen­heit, mit Arbei­te­rIn­nen der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik vio​.me im grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki zu spre­chen. In dem Inter­view erzäh­len sie uns von den Ursprün­gen die­ser Fabri­k­über­nah­me, was das mit Erfah­run­gen in Argen­ti­ni­en zu tun hat­te und wie sie finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten über­wun­den haben. Hört euch das Audio an, um zu erfah­ren, wie ihr Soli­da­ri­tät zei­gen könnt, denn vio​.me ist von eine Räu­mung bedroht, da ein Teil des Werks­ge­län­des zwangs­ver­stei­gert wer­den soll.” Audio-Datei (Län­ge: 9:13 min) beim Anar­chis­ti­schen Radio Ber­lin externer LinkAudio Datei, sie ist Teil einer län­ge­ren Rei­he von Audi­os zum Anar­chis­mus und den sozia­len Bewe­gun­gen im Mit­tel­meer­raum – die bis­he­ri­gen Bei­trä­ge sind dort zu fin­den!
  • Drei Jah­re betrieb­li­che Selbst­ver­wal­tung – VIO​.ME macht wei­ter
    Mit­te Febru­ar (13./14.2.) fei­er­te VIO​.ME sein drei­jäh­ri­ges Bestehen als selbst­ver­wal­te­ter Betrieb – mit Work­shops und Musik. Seit 2013 pro­du­ziert die Beleg­schaft in eige­ner Regie umwelt­freund­li­che Sei­fen und Rei­ni­gungs­mit­tel ohne che­mi­sche Zusät­ze. Inzwi­schen hat der Betrieb offi­zi­ell den Sta­tus einer Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve mit eige­ner Steu­er­num­mer erlangt. Die Pro­duk­te wer­den ohne Zwi­schen­händ­ler auf infor­mel­len Märk­ten und in sozia­len Zen­tren in Grie­chen­land ver­trie­ben. Eine brei­te inter­na­tio­na­le Soli­dar­täts­be­we­gung unter­stützt das Pro­jekt durch Spen­den und durch die Abnah­me der Produkte…Am 14.12.2015 hat­te die Regie­rung SYRIZA eine Geset­zes­in­itia­ti­ve zur Bekämp­fung der huma­ni­tä­ren Kri­se vor­ge­legt. Weni­ge Tage spä­ter wur­de er auf Druck der Troi­ka wie­der zurück­ge­zo­gen. Das Paket sah vor, dass u.a. auch VIO​.ME von der Zwangs­ver­stei­ge­rung ver­schont blei­ben soll­te. Trotz­dem wur­de das Ver­fah­ren der Zwangs­li­qui­da­ti­on vor­läu­fig durch einen Gesetz­ge­bungs­akt gestoppt wor­den. Er gilt für drei Mona­te, bis auch das Par­la­ment ihn geneh­migt…Bei­trag von Hans Bür­ger (Grie­chen­landso­li Köln) in der Soz Nr. 03/​2016 externer Link. Aus dem Text: “… Bemer­kens­wert an VIO​.ME ist, dass die­ser Betrieb mit einer so klei­nen Beleg­schaft (21 Per­so­nen) es geschafft hat, trotz gro­ßer Hin­der­nis­se eine alter­na­ti­ve Pro­duk­ti­on zu ent­wi­ckeln, und dar­über hin­aus natio­na­le und inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit zu wecken. Der Name VIO​.ME steht für fol­gen­de Prin­zi­pi­en: hori­zon­ta­le und direk­te Demo­kra­tie – alle Ent­schei­dun­gen wer­den aus­schließ­lich von der Betriebs­ver­samm­lung gefällt. Die­ser Grund­satz ist Kern­stück der Selbst­ver­wal­tung. Außer­dem bekom­men alle Kol­le­gen den glei­chen Lohn, der Arbeits­ab­lauf funk­tio­niert auch ohne Boss rei­bungs­los. Dar­über hin­aus unter­stützt die Beleg­schaft aktiv ande­re gewerk­schaft­li­che und sozia­le Pro­jek­te: betrieb­li­che Abwehr­kämp­fe, die Kam­pa­gne gegen die Sonn­tags­ar­beit, den Kampf gegen den Gold­ab­bau auf Chal­ki­di­ki, die Flücht­lings­hil­fe und den Kampf gegen Ras­sis­mus sowie die Sozi­al­kli­nik in Thes­sa­lo­ni­ki…
  • Vio.me-Arbeiter*innen ver­ur­tei­len Syri­za
    Die Fabrik Vio​.me in Thes­sa­lo­ni­ki befin­det sich schon seit drei Jah­ren unter Arbeiter*innenkontrolle. Nun soll das Gelän­de, auf dem sich die Fabrik befin­det, ver­stei­gert wer­den. Die Arbeiter*innen von Vio​.me ver­ur­tei­len dies und rufen zu einer inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne auf. Bei­trag von Jose­fi­na Mar­ti­nez bei RIO vom 17. Novem­ber 2015 externer Link. Dar­in:
    • … In einem Video, wel­ches die Arbeiter*innen in die­sen Tagen ver­brei­ten, betont ein Arbei­ter von Vio​.me die Bedeu­tung der inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­tät, die sie von besetz­ten Fabri­ken in Argen­ti­ni­en erhal­ten haben – zum Bei­spiel von der Kera­mik­fa­brik Zanon, die unter Arbeiter*innenkontrolle geführt wird. Von den Erfah­run­gen in Argen­ti­ni­en haben die Arbeiter*innen von Vio​.me viel gelernt…” – die Doku­men­ta­ti­on bei You­Tube externer Link
    • Inter­view mit Theo­do­ros Karyo­tis vom Vio.me-Solidaritätskomitee in Thes­sa­lo­ni­ki über die aktu­el­le Situa­ti­on in der Fabrik und die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne: “… Das Gericht hat im März einen Preis für den Ver­kauf fest­ge­setzt. Er liegt bei 30 Mil­lio­nen Euro für das gesam­te Gelän­de von Phil­ke­ram. Das ist sehr viel, des­halb den­ken wir, dass es bei den ers­ten drei Ver­stei­ge­run­gen viel­leicht kei­ne Interessent*innen geben wird. Wenn es kei­ne Käufer*innen gibt, wird in einem neu­en Gerichts­ver­fah­ren ein nied­ri­ge­rer Preis fest­ge­setzt und es gibt drei wei­te­re Ver­stei­ge­run­gen. Dies geht so lan­ge wei­ter, bis ein*e Käufer*in gefun­den ist. Des­halb kann der Ver­kaufs­pro­zess sehr lan­ge dau­ern; wir rech­nen mit eini­gen Mona­ten. Trotz­dem ist es sehr wich­tig für uns, gegen die­sen Pro­zess zu demons­trie­ren und die Ver­stei­ge­rung zu blo­ckie­ren…
  • Kund­ge­bung in Soli­da­ri­tät mit den Strei­ken­den in Grie­chen­land und mit den von Räu­mung bedroh­ten Vio.Me-Arbeitern
    Am Don­ners­tag, dem 12.11.2015 fand vor der grie­chi­schen Bot­schaft in Ber­lin eine Soli­da­ri­täts-Kund­ge­bung mit den Streiks in Grie­chen­land statt. Drei Reso­lu­tio­nen wur­den ver­le­sen:
    – eine Reso­lu­ti­on der grie­chi­schen Gemein­de in Ber­lin, in der es in ers­ter Linie um For­de­run­gen geht, die die grie­chi­sche Gemein­de selbst betref­fen,
    – eine Reso­lu­ti­on zur Unter­stüt­zung der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki
    – eine Reso­lu­ti­on des Bünd­nis­ses “Nein bis zum Schluss”, das auch die Kund­ge­bung orga­ni­siert hat­te (s.u.) Anschlie­ßend wur­den die Reso­lu­tio­nen der grie­chi­schen Bot­schaft über­ge­ben
    …” Bericht vom 12. Novem­ber 2015 samt der Reso­lu­tio­nen bei Grei­chen­landso­li externer Link
  • Hän­de weg von VIO​.ME – die Fabrik bleibt in den Hän­den der Beleg­schaft! VIO​.ME steht nicht zum Ver­kauf – Sofor­ti­ge Ein­stel­lung der Zwangs­ver­stei­ge­rung” – Erneu­ter Soli­da­ri­täts­auf­ruf
    Anläss­lich der ers­te Run­de der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen am 26.11., 3.12. und 10.12. und der inter­na­tio­na­len Woche der Aktio­nen vom 17.11. bis zum 24.11. die erneu­te bit­te: Sen­det bit­te Soli­da­ri­täts­bot­schaf­ten bis zum 24. Novem­ber per Email an: protbiometal@​gmail.​com. Die Bot­schaf­ten kön­nen ein Foto mit kur­zem Text oder auch eine Soli­da­ri­täts­er­klä­rung ent­hal­ten.
    Ein Text­vor­schlag: Hän­de weg von VIO​.ME – VIO​.ME steht nicht zum Ver­kauf – Ein­stel­lung der Zwangs­ver­stei­ge­rung
    Ich/​wir (Name der Grup­pie­rung) erklä­re mich soli­da­risch mit dem Kampf der Vio­met Beleg­schaft für eine Fort­set­zung der selbst­ver­wal­te­ten Pro­duk­ti­on. Ich/​wir ver­ur­tei­le die Zwangs­ver­stei­ge­rung des Fabrik­ge­län­des und for­dern das Gericht in Thes­sa­lo­ni­ki auf, die Ver­stei­ge­rung zu stop­pen. Betriebs­flä­che und Fabrik sol­len dau­er­haft in die Hän­de der Beleg­schaft über­ge­hen, damit eine Fort­set­zung der Pro­duk­ti­on unter der Regie und im Inter­es­se der Kol­le­gen und ihrer Fami­li­en mög­lich ist. Ort, Datum
  • Hän­de weg von VIO​.ME – die Fabrik bleibt in den Hän­den der Beleg­schaft! VIO​.ME steht nicht zum Ver­kauf – Sofor­ti­ge Ein­stel­lung der Zwangs­ver­stei­ge­rung”
    Nach dem ers­ten Auf­ruf der Arbei­ter­voll­ver­samm­lung von VIO​.ME vom 13.10.2015 (ver­öf­fent­licht auf der Web­sei­te grie​chen​landso​li​.com) haben sie einen zwei­ten Auf­ruf am 15.10. zusam­men mit der Soli­da­ri­täts­ka­ra­wa­ne ver­fasst (im Anhang). Dar­in wird zu viel­fäl­ti­gen Aktio­nen gegen die ers­te Run­de der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen am 26.11., 3.12. und 10.12. auf­ge­ru­fen, unter ande­rem zu einer inter­na­tio­na­len Woche der Aktio­nen vom 17.11. bis zum 24.11. (…) Die Zwangs­ver­stei­ge­rung des Grund­stücks wird durch­ge­führt, um die Gläu­bi­ger von PHILKERAM JOHNSON, der Mut­ter­ge­sell­schaft von VIO:ME zu „befrie­di­gen“: Finanz­amt, Sozi­al­ver­si­che­run­gen, Ban­ken, Lie­fe­ran­ten und Beschäf­tig­te der PHIL­KE­RAM-Toch­ter­ge­sell­schaf­ten. Die VIO​.ME Beleg­schaft gehört aber nicht dazu.Das Betriebs­ge­län­de von VIO​.ME macht ca. 1/​7 des Grund­stücks aus. Eine Abtren­nung vom Rest des Grund­stü­ckes wäre juris­tisch und fak­tisch sehr wohl mög­lich. Bei sei­nem Besuch im April 2014 hat­te Alexis Tsi­pras dazu sei­ne Unter­stüt­zung zuge­sagt, jetzt lehnt die Regie­rung das als „Ein­mi­schung in Pri­vat­an­ge­le­gen­hei­ten“ ab. Übri­gens wur­den Tei­le des Grund­stücks von einer frü­he­ren grie­chi­schen Regie­rung an die vor­he­ri­ge Besit­ze­rin, Fami­lie Filip­pou, ver­schenkt in „Aner­ken­nung des Sozi­al­bei­tra­ges für die Schaf­fung von Arbeits­plät­zen“. Bei einem Ver­kauf des Grund­stücks droht VIO​.Me die Zwangs­räu­mung…” Mit­tei­lung des Grie­chen­land Soli­da­ri­tät Komi­tee Köln vom 27.10.2015 samt dem Auf­ruf der VIO.ME-Belegschaft
    Aus dem Auf­ruf der VIO.ME-Belegschaft: “… dies­mal ist die Lage von zen­tra­ler Bedeu­tung und ent­schei­dend für die Zukunft unse­res Kamp­fes. Am 26. Novem­ber star­tet im Gericht von Thes­sa­lo­ni­ki das Ver­fah­ren der Zwangs­ver­stei­ge­rung zur Ver­äu­ße­rung der Immo­bi­lie. Doch der Aus­gang die­ses Ver­fah­rens hät­te ver­hee­ren­de Fol­gen für den Ver­lauf unse­res Kamp­fes, denn die­ser ist eng mit der Betriebs­flä­che der Fabrik ver­bun­den, zum einen ist sie lebens­wich­tig für die Fort­füh­rung der Pro­duk­ti­on, zum ande­ren geht es auch um einen ideo­lo­gi­schen Grund­satz von VIO​.ME (…) Wir rufen alle Soli­da­ri­täts­un­ter­stüt­ze­rIn­nen, die gesam­te Arbei­ter­klas­se, alle die, die den Kampf von VIOME als ihren Kampf ver­ste­hen, auf, uns bei­zu­ste­hen. Wir sagen in aller Deut­lich­keit: wir wer­den kei­nem erlau­ben, uns die Fabrik weg­zu­neh­men, denn sie gehört den Arbei­tern und der Gesell­schaft. Wir wer­den bis zum Ende kämp­fen. Wir wer­den sie besie­gen, denn das Recht steht auf unse­rer Sei­te…” Es fol­gen Mobi­li­sie­rungs- und Gerichts­ter­mi­ne, u.a.:
    • Am Don­ners­tag, den 26.11.2015 wer­den wir den ers­ten Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­min blo­ckie­ren! Treff­punkt um 11:00 Uhr vor dem Gerichts­ge­bäu­de in Thes­sa­lo­ni­ki
    • Die nächs­ten Ter­mi­ne der Zwangs­ver­stei­ge­rung am 03.12. und 10.12.2015 – wir wer­den da sein!
    • Inter­na­tio­nal rele­vant: Orga­ni­sie­rung einer inter­na­tio­na­len Woche der Aktio­nen vom 17.11 bis zum 24.11.2015. Es wird gebe­ten um schnel­le und direk­te Soli­da­ri­tät durch Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen und doku­men­tier­te Aktio­nen an die Adres­se der Kol­le­gIn­nen: protbiometal@​gmail.​com
  • Wirt­schaft und Umwelt: Soli­da­ri­tät auf Oli­ven­öl­ba­sis
    Die Arbei­ter der Fabrik Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki hof­fen wei­ter auf inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung. Voll­ver­samm­lun­gen, Kol­lek­tiv­ent­schei­dun­gen und feh­len­de Betriebs­hier­ar­chie: Vio​.Me ist eine etwas ande­re Fabrik in Grie­chen­land. Und ist auch des­halb auch inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung ange­wie­sen. Arti­kel von Ulri­ke Kum­pe beim neu­en deutsch­land online vom 10. Okto­ber 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Bei Vio​.Me hat sich, seit die Eigen­tü­mer­fa­mi­lie Fili­pou 2011 die Fabrik in die Insol­venz schick­te, fast alles geän­dert, für die ver­blie­be­nen 22 Arbei­ter viel­leicht am meis­ten: »Auch wenn sie uns den alten Lohn von über 1000 Euro im Monat zah­len wür­den – wenn der Preis dafür die alte Betriebs­hier­ar­chie ist, wür­de ich das Geld nicht neh­men«, sagt Gior­gos Deli­gi­an­nis. Und sein Kol­le­ge Alex­an­dros Xider­i­dis betont: »Heu­te arbei­ten wir für ein gemein­sa­mes Inter­es­se.« (…) Ihr aktu­el­ler Lohn ist mit 15 Euro am Tag nied­rig, doch im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Grie­chen haben sie einen. Aller­dings ist der recht­li­che Sta­tus der Fabrik wei­ter unge­klärt. Den Insol­venz­ver­wal­ter las­sen die Arbei­ter nicht auf das Gelän­de – die hier lagern­den Bau­stof­fe und Maschi­nen sind ihr Kapi­tal und Druck­mit­tel. (…) Als Kol­lek­tiv, unab­hän­gig von den Gebäu­den, in denen sie pro­du­zie­ren, konn­ten die Arbei­ter inzwi­schen eine Genos­sen­schaft grün­den. Dies erlaubt den Export ihrer Arti­kel…
  • Soli­da­ri­täts­rei­se nach Grie­chen­land im Sep­tem­ber 2015: Besuch bei Vio​.Me
    “… Vor kur­zem gab es einen klei­nen Poli­zei­ein­satz, weil der Kon­kurs­ver­wal­ter nicht auf das Werks­ge­län­de gelas­sen wur­de. Der Kon­kurs­ver­wal­ter hat noch bis Novem­ber Zeit um eine Bestands­auf­nah­me der Waren und der Maschi­nen und Anla­gen zu machen. In den (fin­gier­ten) Büchern ste­hen noch 120 Tau­send € Schul­den an die Mut­ter­ge­sell­schaft Lafar­ge. Die­se sol­len jetzt über eine Zwangs­ver­stei­ge­rung bei­ge­trie­ben wer­den. Lafar­ge hat vor kur­zem sei­nen letz­ten Betrieb in Grie­chen­land geschlos­sen und alle Arbei­ter ent­las­sen.
    Der Ver­kauf der Sei­fe, die die neue Genos­sen­schaft auf der Basis von natür­li­chen Roh­stof­fen wie Oli­ven­öl, äthe­ri­schen Ölen aus Pini­en und ein­hei­mi­schen Kräu­tern usw. her­stellt, läuft sehr gut. Manch­mal kommt die Pro­duk­ti­on der Nach­fra­ge gar nicht hin­ter­her. Der manu­el­le Pro­duk­ti­ons­pro­zess ist sehr auf­wen­dig und die Sei­fe braucht zwei Mona­te zu rei­fen. Mit den ande­ren Pro­duk­ten, Flüs­sigs­ei­fe, Rei­ni­ger und Wasch­mit­tel, ist die Genos­sen­schaft aller­dings weni­ger erfolg­reich. Es gibt Qua­li­täts­pro­ble­me, die gelöst wer­den müs­sen. Zur­zeit sind nur noch 10 Leu­te in der Pro­duk­ti­on beschäf­tigt. 12 wei­te­re sind noch Mit­glied der Genos­sen­schaft. Die Arbeits­zeit ist von Mon­tag bis Frei­tag von 7 bis 15 Uhr. Dazu kom­men noch Schich­ten um das Gelän­de zu bewa­chen. Die Arbei­ter erhal­ten 30 € am Tag. Das ist soviel/​wenig, wie das Arbeits­lo­sen­geld sein wür­de. Die Arbei­ter von Vio​.Me heben immer wie­der ihre demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­struk­tur her­vor…” Sie­he Teil X des Rei­se­ta­ge­buchs der Soli-Rei­se­grup­pe aus dem Dos­sier Gegen Spar­dik­ta­te und Natio­na­lis­mus – Soli­da­ri­täts­rei­se nach Grie­chen­land im Sep­tem­ber 2015
  • Außer­or­dent­li­che Bekannt­ma­chung von VIOME vom 25. August 2015
    VioMe: Besetzte Fabrik in Griechenland beginnt mit der Produktion unter Arbeiterkontrolle: Besetzen. Widerstand leisten. Produzieren!Zusam­men­fas­sung der Lage: Vio​.Me: Selbst­ver­wal­tung unter Arbei­ter­kon­trol­le bedroht! Die Kol­le­gen Bio­putz­mit­tel-Fabrik in Selbst­ver­wal­tung in Thes­sa­lo­ni­ki sahen sich am 25. August 2015 zu einer außer­or­dent­li­che Bekannt­ma­chung gezwun­gen, inder sie ihre Sor­ge um die Sicher­heit der kämp­fen­den Arbei­ter in der Fabrik Vio​.ME äußer­ten. Die aku­te Bedro­hung des Pro­jek­tes basiert auf einem Gerichts­be­schluss, der Vio​.me – die Bau­stoff­e­fa­brik, die im Mai 2011 von ihren Besit­zern ver­las­sen wur­de – als bank­rot­tes Unter­neh­men mit einem bestell­ten Insol­venz­ver­wal­ter defi­niert. Eine Lega­li­sie­rung der Selbst­ver­wal­tung durch die Arbei­ter, die zuvor über ein Jahr lang unent­lohnt waren und die Fabrik dann besetz­ten, ist bis­lang nicht gelun­gen. Akti­vi­tä­ten der Staats­an­walt­schaft Thes­sa­lo­ni­ki gegen­über dem Insol­venz­ver­wal­ter deu­ten nun dar­auf hin, dass eine Inspek­ti­on geplant ist. Die­se könn­te in Poli­zei­be­glei­tung erfol­gen und die Beleg­schaft als ille­ga­le Haus­be­set­zer raus­schmeis­sen und evtl. ver­haf­ten! Die Kol­le­gen rufen daher “alle Kol­lek­ti­ve und alle Akti­vis­ten, die sich seit der ers­ten Sekun­de an der Sei­te von VIO​.ME befin­den, zur sofor­ti­gen Bereit­schaft zur Ver­tei­di­gung des Pro­jekts auf“. Inter­na­tio­nal bedeu­tet das kurz­fris­ti­ge Not­wen­dig­keit von Pro­tes­ten und Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen bedeu­ten!
    • Ant­wort zur Außer­or­dent­li­chen Bekannt­ma­chung von VIOME vom 25. August 2015
      Die Tat­sa­che, dass es einen Gerichts­be­schluss gibt, der Vio​.me als bank­rot­tes Unter­neh­men beur­teilt, bedeu­tet auch, dass es einen bestell­ten Insol­venz­ver­wal­ter gibt. Die ursprüng­lich von Syri­za gemach­ten Ver­spre­chun­gen bezüg­lich der Lega­li­sie­rung der Selbst­ver­wal­tung sind nicht ein­ge­hal­ten wor­den, bzw. es ist nichts pas­siert.
      Nun hat­te am Vor­tag die Staats­an­walt­schaft Thes­sa­lo­ni­ki eben die­sen Insol­venz­ver­wal­ter ange­fragt, wie­vie­le Men­schen sie wohl im Werk antref­fen wür­de, wenn sie eine Inspek­ti­on mache. Der beteu­er­te wahr­heits­wid­rig, das wis­se er nicht, und ver­stän­dig­te dann einen Syri­za-Anwalt, der wie­der­um die Beleg­schaft über den Vor­gang infor­mier­te.
      Die Situa­ti­on bedeu­tet, dass die Staats­an­walt­schaft jeder­zeit im Werk auf­tau­chen kann, in Poli­zei­be­glei­tung, und fest­stel­len, dass die Anwe­sen­den – eben auf­grund der Aus­kunft des Insol­venz­ver­wal­ters – ille­ga­le Haus­be­set­zer sei­en, mit den ent­spre­chen­den poli­zei­li­chen Hand­lungs­mög­lich­kei­ten. Des­halb der Auf­ruf, bereit zu sein (zum Wider­stand) und Soli­da­ri­tät zu üben. Bis jetzt ist nichts pas­siert, aber dies ist noch ohne die Ergeb­nis­se der wöchent­li­chen Ver­samm­lung am Mitt­woch­abend
      …” Über­setz­te Ant­wort der vio.me-Kollegen auf unse­re Anfra­ge, wir bemü­hen uns um den neu­es­ten Stand!
    • Außer­or­dent­li­che Bekannt­ma­chung von VIOME vom 25. August 2015
      In den letz­ten Stun­den haben wir Bewe­gun­gen beob­ach­tet und Nach­rich­ten dar­über, die uns in Sor­ge um die Sicher­heit der kämp­fen­den Arbei­ter in der Fabrik Vio​.ME ver­set­zen.
      Wir war­nen jeden der dar­an Betei­lig­ten davor, zu irgend­wel­chen Akti­vi­tä­ten mit dem Ziel der Schä­di­gung des Kamp­fes über­zu­ge­hen.
      Wir rufen alle Kol­lek­ti­ve und alle Akti­vis­ten, die sich seit der ers­ten Sekun­de an der Sei­te von VIO​.ME befin­den, zur sofor­ti­gen Bereit­schaft zur Ver­tei­di­gung des Pro­jekts auf.
      Έκτακτη ανακοίνωση
      Τις τελευταίες ώρες έχουμε δει κινήσεις και έχουμε πληροφορίες που μας κάνουν να ανησυχούμε για την ασφάλεια των αγωνιζόμενων εργαζομένων μέσα στο εργοστάσιο της ΒΙΟ.ΜΕ.
      Προειδοποιούμε κάθε εμπλεκόμενο να μην προχωρήσει σε καμία ενέργεια που σκοπό θα έχει να βλάψει τον αγώνα. Καλούμε όλες τις συλλογικότητες και όλους τους αγωνιστές που βρίσκονται από την πρώτη στιγμή στο πλάι των εργαζομένων της ΒΙΟΜΕ, να είναι σε άμεση επιφυλακή για την υπεράσπιση του εγχειρήματος
      .”
  • VIOME: Kara­wa­ne des Kamp­fes und der Soli­da­ri­tät und Nach­rich­ten von der recht­li­chen Front
    Plakat zum VIOME-Fest am 21.6.2015Nach der über­wäl­ti­gen­den Reso­nanz der inter­na­tio­na­len Unter­stüt­ze­rIn­nen auf unse­re Kam­pa­gne gegen die Liqui­die­rung des Betrie­bes orga­ni­sier­ten die Arbei­ter gemein­sam mit den Mit­glie­dern des Soli­da­ri­täts­netz­wer­kes eine “Kara­wa­ne des Kamp­fes und der Soli­da­ri­tät” Die­Ka­ra­wa­ne umfass­te meh­re­re Arbeits­kämp­fe, die für Beschäf­ti­gung und Wür­de kämp­fen. Zu den Teil­neh­me­rIn­nen zähl­ten die Ange­stell­ten des selbst­ver­wal­te­ten, ehe­mals öffent­li­chen Rund­funk­sen­ders ERT, die ent­las­sen Rei­ni­gungs­kräf­te des Finanz­mi­nis­te­ri­ums (bei­de wur­den vor kur­zem von der Regie­rung wie­der­ein­ge­stellt), die ent­las­se­nen Arbei­te­rIn­nen der Hal­ki­da Zement­fa­brik (eine Toch­ter­ge­sell­schaft der fran­zö­si­schen Lafar­gue) sowie der grie­chi­schen Alu­mi­ni­um­fa­brik in Vio­tia und ent­las­se­ne Leh­rer Innen und Schul­war­te…” Bei­trag vom Juni 2015 an die Unter­stüt­ze­rIn­nen
    • Es ist die Über­set­zung vom eng­li­schen Text auf ihrer web­sei­te externer Link: “Cara­van of Strugg­le and Soli­da­ri­ty and the news from the legal front”, dort auch ein Video
    • Dar­in wich­tig: “… In der Zwi­schen­zeit sind zwei wich­ti­ge Gerichts­ent­schei­dun­gen getrof­fen wor­den, bei­de nega­tiv für den Kampf der Arbei­ter von VIOME . Einer­seits wur­de der Antrag gegen den Bank­rott von VIOME zurück­ge­wie­sen. Das Urteil basiert auf der Fest­stel­lung, dass die Arbei­ter recht­lich nicht befugt sind eine sol­che For­de­rung zu stel­len. Das ist eine klar par­tei­ische Geset­zes­in­ter­pre­ta­ti­on und eine poli­ti­sche Inter­ven­ti­on zuguns­ten des Ver­wal­tungs­ge­richts­ho­fes.
      Auf der ande­ren Sei­te bil­lig­te ein ande­res Ver­wal­tungs­ge­richt den Antrag des Ver­mö­gens­ver­wal­ters, d.h. des Kon­kurs­voll­stre­ckers von Phil­ke­ram – der Mut­ter­ge­sell­schaft von VIOME- das Fir­men­ge­län­de zu liqui­die­ren. Eine mög­li­che Über­nah­me des Gelän­des wür­de einen lega­len Grund für die Zwangs­räu­mung der Arbei­ter lie­fern, obwohl das kei­ne aktu­el­le Bedro­hung dar­stellt. Die Arbei­ter und die Mit­glie­der des Soli­da­ri­täts­netz­wer­kes von VIOME haben ver­si­chert, in der Fabrik zu blei­ben, Wider­stand zu leis­ten, zu pro­du­zie­ren und das unter Arbei­ter­kon­trol­le ste­hen­de Unter­neh­men zu ver­tei­di­gen ohne Rück­sicht auf irgend­wel­che gesetz­li­chen Aktio­nen
      …”
  • Vio​.meTeil einer sozia­len Revo­lu­ti­on
    So sieht es in dem Rei­se- und Begeg­nungs­be­richt “GRIECHENLAND: Vio​.Me, eine Fabrik in Arbeiter_​innenhand” von Rai­ner Tho­mann bereits am 18. Janu­ar 2015 im Forum Civi­que aus der Schweiz der Autor, lang­jäh­ri­ger Unia-Akti­vist und Teil­neh­mer der Soli­da­ri­täts­rei­se von Ende Sep­tem­ber 2014, der dazu unter ande­rem schreibt “Vio​.Me ist Teil einer sozia­len Revo­lu­ti­on, die damit begon­nen hat, dass die Men­schen ihr Leben in die eige­ne Hand nah­men. Das revo­lu­tio­närs­te an Vio​.Me ist wahr­schein­lich, dass die­se zwei­und­zwan­zig Arbeiter_​innen die Logik des Markt- und Kon­kur­renz­den­kens, das unser gan­zes Leben beherrscht, durch­bro­chen haben. In der frei­en Markt­wirt­schaft besteht die Frei­heit haupt­säch­lich dar­in, dass die Men­schen aus einem kaum über­schau­ba­ren Ange­bot an Waren – sofern sie das Geld dazu haben – aus­wäh­len kön­nen, wel­che sie kau­fen wol­len. Und die­se Frei­heit bezah­len sie mit ihrem Leben: damit, dass sie sich den Zwän­gen der Lohn­ar­beit unter­wer­fen und einen schö­nen Teil der Frei­zeit mit Pen­deln und Ein­kau­fen ver­brin­gen
  • Soli­da­ri­täts­er­klä­rung des Netz­werks Arbeits­kämp­fe an die Beleg­schaft von Vio​.Me
    Seifen von Vio.MeMit Wut und Empö­rung haben wir ver­nom­men, dass die alten Besit­zer ver­su­chen, mit juris­ti­schen Tricks den Betrieb zu liqui­die­ren und damit ihr Werk der Zer­stö­rung zu voll­enden. Was auch immer die Rich­ter am 23. März ent­schei­den wer­den, lasst Euch nicht ver­trei­ben und ver­tei­digt die Fabrik! Als prak­ti­sches Zei­chen unse­rer Soli­da­ri­tät wer­den wir hier in der Schweiz wei­ter­hin die Sei­fen von Vio​.Me ver­kau­fen. Jedes Stück Sei­fe steht als Sym­bol für eine künf­ti­ge Art von Pro­duk­ti­on und Aus­tausch, die der gan­zen Gesell­schaft dient, ohne Aus­beu­tung und ohne Chefs. Es ist die­se Bot­schaft, die mit dem Ver­trieb der Sei­fen von Vio​.Me ver­brei­tet wird.
    Das ist die Form der Unter­stüt­zung, die wir aus der Fer­ne leis­ten kön­nen – nebst der Erklä­rung unse­rer unein­ge­schränk­ten Soli­da­ri­tät mit Eurem Kampf. Wir bedau­ern, dass wir nicht vor Ort sein kön­nen, wenn es gilt, Vio​.Me auch mit unse­rer phy­si­schen Prä­senz zu ver­tei­di­gen. Doch wir sind über­zeugt, dass es Tau­sen­de aus ganz Grie­chen­land sind, die her­bei­strö­men wer­den, um Vio​.Me zu schüt­zen. Denn Vio​.Me gehört der gan­zen Gesell­schaft. Und die Gesell­schaft wird Vio​.Me gegen alle Angrif­fe ver­tei­di­gen, weil die Men­schen wis­sen, dass Vio​.Me für ein Leben in Wür­de steht.
    Ihr habt bewie­sen, dass es nicht zu Ende ist, wenn der Eigen­tü­mer nicht mehr will und die Arbeiter_​innen nach Hau­se schickt. Ihr habt gezeigt, dass es eine Alter­na­ti­ve zu Ent­las­sun­gen, Betriebs­schlies­sun­gen und Arbeits­lo­sig­keit gibt: Wenn die Arbeiter_​innen ihr Leben in die eige­nen Hän­de neh­men, brau­chen sie kei­ne Chefs, um die Pro­duk­ti­on zu orga­ni­sie­ren. Das ist der Aus­weg aus der Kri­se der kapi­ta­lis­ti­schen Aus­beu­tung. Ihre Kri­se ist unse­re Chan­ce! Schaf­fen wir zwei, drei, vie­le Vio​.Me! Euer Kampf ist auch unser Kampf! Hän­de weg von den Fabri­ken
    !”
  • Soli­da­ri­tät mit dem selbst­ver­wal­te­ten Vio – Me: Kei­ne Chan­ce den Agrif­fen der kapi­ta­lis­ti­schen Die­be
    Das Gelände der selbstverwalteten Fabrik VIOME Der Kampf um VIOME steht wie­der ein­mal an einem Wen­de­punkt. Nach­dem Lafar­ge, das fran­zö­si­sche Unter­neh­men, es letz­ten Som­mer geschafft hat, VIOME bank­rott erklä­ren zu las­sen, haben sich die Ex- Eigen­tü­mer mit dem neu­en Admi­nis­tra­tor zusam­men­ge­tan, um den Betrieb zu liqui­die­ren. Am 23. März ist ein wich­ti­ges Gerichts­ver­fah­ren, bei der es um die Zukunft des Kamp­fes bei VIOME geht. Natür­lich sind wir ent­schlos­sen, unab­hän­gig vom Urteil, in der Fabrik zu blei­ben, aber da es hier auch um einen wich­ti­gen recht­li­chen Kampf geht, müs­sen wir all unse­re Kräf­te mobi­li­sie­ren. Wie kannst du hel­fen?
    1.
    Lies die fol­gen­de Erklä­rung und lei­te sie wei­ter. Unter­zeich­ne sie mit Name der Per­son oder des Kol­lek­tivs und dem Ort.
    2.
    Schi­cke eine kur­ze Soli­da­ri­täts­mit­tei­lung an die VIO­ME­ar­bei­ter. Sie wird über­setzt und am 20. und 23.3. wäh­rend der Kund­ge­bun­gen ver­le­sen.
    3.
    Schick ein Foto dei­nes Kol­lek­tivs mit einem SOLI­trans­pa­rent mit dem Namen des Kol­lek­tivs und des Orts. Die Fotos wer­den auf der Web­sei­te ver­öf­fent­licht.
    Du kannst einen oder alle drei Vor­schlä­ge umset­zen, ahän­gig von dei­ner Zeit und Ener­gie! Bit­te schi­cke alle Unter­schrif­ten, Nach­rich­ten und Fotos bis zum 19. März an die­se mail­adres­se protbiometal@​gmail.​com
    ” Sie­he dazu den Soli­da­ri­täts­auf­ruf der vio.me-Solidaritätsinitiative vom 16.3.2015 . Aus dem Text: “… Die Arbei­ter von VIOME und die natio­na­le und inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­be­we­gung sind ent­schlos­sen, sich gegen einen mög­li­chen Aus­ver­kauf mit allen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln zu weh­ren. Am 20. März wer­den wir eine Pro­test­kund­ge­bung im Stadt­zen­trum von Thes­sa­lo­ni­ki abhal­ten, gemein­sam mit einem öffent­li­chen Bau­ern­markt und dem Ver­kauf unse­rer Pro­duk­te. Am Mon­tag, den 23.März ver­sam­meln wir uns vor dem Gerichts­ge­bäu­de, um gegen die Absicht der Admi­nis­tra­to­ren und der Rich­ter zu pro­tes­tie­ren, die Fir­ma und das Gelän­de zu ver­kau­fen, die Arbei­ter und ihre Fami­li­en zu Arbeits­lo­sig­keit und Elend zu ver­ur­tei­len, um den Inter­es­sen der Mäch­ti­gen zu die­nen…”
  • Vio.Me-Arbeiter begin­nen mit dem inter­na­tio­na­len Ver­trieb soli­da­ri­scher Pro­duk­te! Für eine ande­re Öko­no­mie, für eine ande­re Gesell­schaft!
    Vio.Me-Arbeiter beginnen mit dem internationalen Vertrieb solidarischer Produkte: SeifeWir, die Arbei­ter von Vio​.Me, haben unse­re Fabrik besetzt, nach­dem sie 2011 von den Ex-Arbeit­ge­bern ver­las­sen wur­de, und pro­du­zie­ren seit über ein­ein­halb Jah­ren selbst­ver­wal­tet und unter Arbei­ter­kon­trol­le. Waren es ursprüng­lich Bau­ma­te­ria­li­en, so pro­du­zie­ren wir jetzt soli­da­ri­sche‹ Pro­duk­te, wie z.B. natür­li­che Rei­ni­gungs­mit­tel. Die Pro­duk­ti­on hält nicht nur die Fabrik am Lau­fen, son­dern sie ermög­licht es uns und unse­ren Fami­li­en, phy­sisch und psy­chisch durch­zu­hal­ten. Sie hilft uns, leben­dig zu blei­ben, unse­re Wür­de zu behal­ten und nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit wie Angst, das Gefühl der Nutz­lo­sig­keit und Depres­si­on zu ver­mei­den. Wir ver­trei­ben unse­re Pro­duk­te kos­ten­güns­tig an Ein­zel­per­so­nen und Kol­lek­ti­ve, die sich unse­rem Selbst­ver­wal­tungs­pro­jekt ver­bun­den füh­len. So kön­nen wir über­le­ben UND den Kampf um die Wie­der­eröff­nung der Fabrik auf sta­bi­len recht­li­chen Grund­la­gen wei­ter­füh­ren. (…) Unter unse­ren Pro­duk­ten sind natür­li­che Sei­fen aus Oli­ven­öl, ange­rei­chert mit Kokos- und Man­del­öl, die eine beson­de­re Pfle­ge für den gan­zen Kör­per gewähr­leis­ten. Da die Sei­fen hin­sicht­lich Grö­ße und Volu­men kom­pakt sind, kön­nen wir sie in Kar­tons (zu je 104 Stück, das Stück zu 1,70 Euro incl. Ver­sand) durch inter­na­tio­na­le Spe­di­tio­nen ver­schi­cken. Der Ver­kaufs­preis soll 2,50 Euro nicht über­schrei­ten, die Dif­fe­renz kann an Vio​.me gespen­det oder z.B. zur Deckung eige­ner Kos­ten ver­wen­det wer­den…” Mit­tei­lung der Arbei­ter und Ver­triebs-Ange­stell­ten von Vio​.me , im Bestre­ben, eine grö­ße­re Gemein­schaft zu mobi­li­sie­ren und die Visi­on zu ver­wirk­li­chen, dass »die Pro­duk­ti­on von den­je­ni­gen betrie­ben wird, die den eigent­li­chen gesell­schaft­li­chen Reich­tum schaf­fen!«
  • Peti­ti­on – Hän­de weg von VIO-ME!
    „Seit Mai 2011 hal­ten die Kol­le­gen von VIO​.ME ihren Betrieb besetzt, nach­dem die Eigen­tü­mer Kon­kurs ange­mel­det hat­ten. Vor über einem Jahr haben sie die Pro­duk­ti­on und den Ver­kauf von umwelt­freund­li­chen Rei­ni­gungs­mit­teln für den Haus­ge­brauch auf­ge­nom­men. Ihr Kampf wird von einer gro­ßen Wel­le der Soli­da­ri­tät in Grie­chen­land, Euro­pa und dar­über hin­aus unter­stützt. Seit­her hat sich VIO​.ME zu einem Sym­bol von Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung im Kampf gegen die Aus­teri­täts­po­li­tik der Troi­ka und der grie­chi­schen Regie­rung ent­wi­ckelt. (…) Wir erklä­ren uns mit den Kol­le­gen von VIO​.ME soli­da­risch und unter­stüt­zen ihren Kampf um die Arbeits­plät­ze und für den Wei­ter­be­trieb ihrer Fabrik in Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Arbei­ter­selbst­ver­wal­tung. Eine gegen­tei­li­ge Gerichts­ent­schei­dung wer­den wir mit euro­pa­wei­tem kämp­fe­ri­schen Pro­test beant­wor­ten. (Wei­te­re Infos auf www​.gskk​.eu und vio​me​.org) Bit­te unter­zeich­nen Sie unse­re Peti­ti­on. Die Pei­ti­on läuft bis zum 29. Sep­tem­ber…“ Die Peti­ti­on auf der Sei­te des Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
  • Selbst­ver­wal­tung soll blei­ben – Gericht ver­tagt Ent­schei­dung zur Über­gangs­ge­schäfts­füh­rung bei VIO​.ME
    Die Zukunft der selbst­or­ga­ni­sier­ten Fir­ma VIO​.ME in Thes­sa­lo­ni­ki wird momen­tan vor Gericht ver­han­delt. Es geht um die Fra­ge, wer bei der insol­ven­ten Mut­ter­ge­sell­schaft das Sagen hat. Arti­kel von John Mal­a­ma­ti­nas im Neu­es Deutsch­land vom 09.07.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Über die Fra­ge einer Über­gangs­füh­rung wird seit Diens­tag vor Gericht gestrit­ten. Die Basis­ge­werk­schaft von VIO​.ME prä­sen­tier­te dort einen Gegen­vor­schlag. Er beinhal­tet die Instal­lie­rung einer tem­po­rä­ren Lei­tung mit fol­gen­den Auf­ga­ben: Abwen­dung der Betriebs­schlie­ßung, Erfor­schung der Ursa­chen von Miss­wirt­schaft bei Fil­ke­ram und Rea­li­sie­rung eines Plans zur vol­len Wie­der­auf­nah­me der Fabrik­ar­beit. Die Gewerk­schaf­ter war­fen den alten Besit­zern zudem vor, die Schul­den des Mut­ter­kon­zerns auf VIO​.ME umge­lei­tet zu haben, wes­halb die­se Fabrik auch nicht dafür gera­de ste­hen müs­se. Außer­dem hät­ten die Arbei­te­rIn­nen mit per­sön­li­chem Ein­satz die Aus­rüs­tung, Maschi­nen und Roh­stof­fe vor ihrer Ent­wer­tung schüt­zen müs­sen. Die Ent­schei­dung des Gerichts wird in etwa drei Mona­ten erwar­tet. Bis Frei­tag die­ser Woche haben die Anwäl­te bei­der Par­tei­en noch Zeit, zusätz­li­che Bewei­se zu vor­zu­le­gen…“
  • Skan­dal in der Ange­le­gen­heit von VIO​.ME!
    Mit unge­wöhn­li­cher Schnel­lig­keit für die Ver­hält­nis­se der grie­chi­schen Gerich­te wur­de für Mor­gen, 5.6.2014 außer­re­gu­lär ein Gerichts­ter­min ange­setzt, um eine vor­läu­fi­ge Geschäfts­lei­tung der VIO​.ME AG zu bestim­men. Die als Syn­di­kus der insol­ven­ten Mut­ter­ge­sell­schaft Fil­ke­ram ein­ge­setz­te A. Semert­z­idou ver­langt mit einem Antrag an das Amts­ge­richt von Thes­sa­lo­ni­ki im Wesent­li­chen. Dass die frü­he­re Geschäfts­lei­tung in das Unter­neh­men wie­der ein­ge­setzt wird. Die­ser ver­rück­te Vor­schlag ver­langt vom Gericht, als vor­läu­fi­ge Geschäfts­lei­tung Chris­ti­na Fil­li­pou ein­zu­set­zen, die in ers­ter Instanz zu 23 und 123 Mona­ten jeweils mit zwei Gerichts­ent­schei­dun­gen zu Haft ver­ur­teilt wor­den ist auf­grund von Schul­den gegen­über den Arbeit­neh­mern. Das heißt, es wird ver­langt, dass die­je­ni­ge Per­son als Geschäfts­lei­tung ein­ge­setzt wird, die bis zum Hals in Schul­den das Unter­neh­men und die Arbeit­neh­mer mit unbe­zahl­ten Löh­nen zurück­ge­las­sen hat. Wie in dem­sel­ben Antrag scham­los ver­langt wird, ist ihr Zweck das Unter­neh­men in die Insol­venz zu füh­ren, also die Arbeit­neh­mer in die Ent­las­sung ohne Ent­schä­di­gung. Es ist klar, dass sie sich nicht für die Arbeit­neh­mer sowohl von VIO​.ME als auch von Fil­ke­ram inter­es­sie­ren, son­dern scham­los nur für ihren Geld­beu­tel. Ihr Bestre­ben ist, krum­me Wege zu fin­den, ihre Schul­den gegen­über den Arbeit­neh­mern, gegen­über der Sozi­al­ver­si­che­rung IKA, gegen­über dem Staat und gegen­über Drit­ten zu ver­mei­den und nicht zah­len zu müs­sen. Wenn die frü­he­re Geschäfts­lei­tung wie­der das Steu­er des Unter­neh­mens über­nimmt, dann ist sicher, dass ihr ers­tes Bestre­ben sein wird, die kämp­fen­den Arbei­ter raus­zu­schmei­ßen und die Fabrik leer zu machen…” Auf­ruf der Arbei­ter von VIO​.ME vom 4. Juni 2014, über­setzt und doku­men­tier­te durch das Grie­chen­land-Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Köln (GSKK) externer Link. Die Ver­hand­lung ist am 5.6.2014 ver­scho­ben wor­den, wird aber sicher­lich kurz­fris­tig neu ange­setzt!
    Sie­he dazu den Auf­ruf von und bei Grie­chen­land-Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Köln (GSKK): “… Die Kol­le­gen bewei­sen nun seit über einem Jahr, dass sie den Betrieb ohne Kapi­ta­lis­ten füh­ren kön­nen! Und plötz­lich mel­den sich die Eigen­tü­mer wie­der und wol­len eine Geschäfts­lei­tung ein­set­zen, die den Betrieb “geord­net” in die Insol­venz über­füh­ren soll. Als neu­er Chef soll aus­ge­rech­net ein Mana­ger fun­gie­ren, der in zwei Gerichts­ver­fah­ren bereits zu mehr­jäh­ri­gen Haft­stra­fen ver­ur­teilt wor­den war. Die Kol­le­gen mobi­li­sie­ren zu ihrer Ver­tei­di­gung und jetzt sind wir alle in Deutsch­land und dar­über­hin­aus gefor­dert, akti­ve Soli­da­ri­tät mit den Kol­le­gen zu orga­ni­sie­ren. Der Ernst­fall ist für VIO​.ME mög­li­cher­wei­se ein­ge­tre­ten. Wer­det vor Ort aktiv! Orga­ni­siert Unter­schrif­ten­ak­tio­nen, Pro­test­schrei­ben und Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen! Sen­det an die Pro­tes­te an Web­sei­te VIO​.Me oder zu uns an manfred.​48@​gmx.​net
  • VIO​.ME ‑Akti­ons­ta­ge
    Nati­on­wi­de two days of strugg­le and soli­da­ri­ty: Sunday, May 11 at the VIOME fac­to­ry
    *10.00 **to** 15.00*, Nati­on­wi­de Assem­bly of the employees and the soli­da­ri­ty sup­por­ters of the VIOME Social Coope­ra­ti­ve: The pro­spects of the strugg­le.
    *17.00 **to** 21.00*: Event with par­ti­ci­pants from other stri­ving sec­tions of socie­ty (e,g., Move­ment against the gold­mi­nes of Chal­ki­di­ki, Move­ment against the water pri­va­tiz­a­ti­on, etc.
    *21.30:* Con­cert for eco­no­mic assi­s­tance
    *Mon­day, May 12 at 09:00:*
    Gathe­ring out­side the courts of Thes­sa­lo­ni­ki
    *The char­ges must be dis­mis­sed and the struggling workers of VIOME must be vin­di­ca­ted.* Wei­te­re Infos im kom­plet­ten Auf­ruf
  • Gemein­sam kön­nen wir es schaf­fen – Solidaritätsunterstützer_​innen gesucht!
    Wir, die Arbei­ter von VIO.ME- im Stich gelas­sen von einem Arbeit­ge­ber, der rie­si­ge längst über­fäl­li­ge Schul­den bei uns hat- haben beschlos­sen, den Betrieb auf­recht­zu­er­hal­ten, um zu über­le­ben, gegen die Regeln die uns die kapi­ta­lis­ti­sche Kri­se und die damit ver­bun­de­nen arbei­ter­feind­li­chen Maß­nah­men auf­ge­zwun­gen haben…” Neu­er Bei­trag auf der deut­schen Sei­te der Vio.me-Homepage externer Link
    • vio.me-ProduktionDie Neu­ig­keit im Text: “… Heu­te wen­den wir uns erneut an unse­re Mitstreiter_​innen, die uns von Anfang an zur Sei­te stan­den und uns den Mut zum Wei­ter­ma­chen gaben. Wir bit­ten euch den gemein­sa­men Kampf zu unter­stüt­zen, indem ihr uns erlaubt, eure Unter­schrif­ten als ´Soli­da­ri­täts­mit­glie­der‚ unter unse­re Sta­tu­ten zu set­zen und so einer Mehr­heit der Gesell­schaft die Gele­gen­heit zu geben, an den demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen der Fabrik teil­zu­neh­men. Wir bit­ten euch, dar­an mit­zu­wir­ken den Weg für die Über­ga­be der Fabri­ken in die Hän­de der Arbeiter_​innen, für eine Gesell­schaft ohne Bos­se und Aus­beu­tung, frei­zu­ma­chen. (…) Die Solidaritätsfreund_​innen/​Unterstützer_​innen des Pro­jekts Vio​.Me unter­stüt­zen die Akti­vi­tä­ten der Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve, indem sie Wis­sen, Infor­ma­ti­on, finan­zi­el­le Bei­trä­ge oder ande­re Akti­vi­tä­ten oder Mate­ri­al, die zur Umset­zung der Zie­le bei­tra­gen kön­nen, anbie­ten. Es gibt eine ver­pflich­ten­de Bestim­mung einen monat­li­chen Bei­trag wie folgt zu ent­rich­ten: ins­ge­samt 3 Euro bzw. einen redu­zier­ten Bei­trag von 1,50 für Arbeits­lo­se, Men­schen mit 3 oder mehr Kin­dern und Stu­die­ren­den. Der Bei­trag ent­spricht den Pro­duk­ten der Vio. Me Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve…”
    • Solidaritätsunterstützer_​in wer­den Sie durch eine schrift­li­che oder elek­tro­ni­sche Anfra­ge an das Ver­wal­tungs­kom­mi­tee (protbiometal@​gmail.​com), das dann von der Gene­ral­ver­samm­lung ent­ge­gen­ge­nom­men wird. Dem­nächst wird es ein elek­tro­ni­sches Mit­glieds­for­mu­lar geben, wi wer­den es mel­den!
    • Auf­grund tech­ni­scher Ein­schrän­kun­gen kön­nen der­zeit nur in Grie­chen­land leben­de Solidaritätsunterstützer_​innen ihren finan­zi­el­len Bei­trag mit den Pro­duk­ten tau­schen. Für die Unterstützer_​innen aus ande­ren Län­dern wird dies bald mög­lich sein (sobald die end­gül­ti­ge gesetz­li­che For­ma­li­sie­rung als Sozi­al­ko­ope­ra­ti­ve fest­steht und damit auch die Mög­lich­keit der erfor­der­li­chen Rech­nungs­le­gung gege­ben ist)
  • Ein­la­dung zum Auf­bau eines Netz­werks der Soli­da­ri­tät – Sams­tag 18. Janu­ar 2014 in Düs­sel­dorf
    vio.me-Unterstützung
    Auf der inter­na­tio­na­len Akti­ons­kon­fe­renz zu Block­u­py in Frank­furt am Main vom 22.–24. Novem­ber ent­stand in dem Work­shop “Per­spek­ti­ven der Selbst­or­ga­ni­sie­rung. Work­shop mit Arbei­tern von der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik VIO​.ME und Genos­sIn­nen aus Grie­chen­land und ande­ren Regio­nen” mit Freun­dIn­nen von VIO​.ME und der anti­au­to­ri­tä­ren Bewe­gung aus Grie­chen­land die Idee, ein Netz­werk der prak­ti­schen Soli­da­ri­tät zu VIO​.ME und dar­über hin­aus ent­ste­hen zu las­sen. Ers­te Ideen für die­se Initia­ti­ve die zur Dis­kus­si­on gestellt wer­den sind: Die besetz­ten Fabri­ken und selbst­or­ga­ni­sier­ten Initia­ti­ven, ihre Erfah­run­gen und Kämp­fe, Bedürf­nis­se und Pro­duk­tio­nen in Nord- und Mit­tel­eu­ro­pa bekannt zu machen. Ver­öf­fent­li­chung einer gemein­sa­men Erklä­rung aus Deutsch­land zur direk­ten Unter­stüt­zung der selbst­ver­wal­te­ten Fabrik VIO​.ME. Eine ähn­li­che Initia­ti­ve hat schon in Ita­li­en von 39 Kol­lek­ti­ve und sozia­le Zen­tren statt­ge­fun­den. Auf­bau eines Netz­werks zum Ver­trieb von Pro­duk­ten von selbst­or­ga­ni­sier­ten Struk­tu­ren. Wir wol­len euch hier­mit ein­la­den, an dem Netz­werk der Soli­da­ri­tät für VIO​.ME und dar­über hin­aus mit­zu­wir­ken. Das Tref­fen fin­det in Düs­sel­dorf am Sams­tag den 18. Janu­ar um 12:00 statt. Wir bit­ten bis zum 10. Janu­ar um kon­kre­te Zusa­gen mit­tels einer email Nach­richt an den Vor­be­rei­tungs­kreis: friendsofviome@​riseup.​net. Die Adres­se des Tref­fens: Lin­kes Zen­trum Hin­ter­hof, Cor­ne­li­us­str. 108, Düs­sel­dorf.
  • Ver­net­zungs­tref­fen in Ber­lin am 6. Juli zum The­ma: “Soli­da­ri­tät mit VIO​.ME – der ers­ten besetz­ten und selbt­ver­wal­te­ten Fabrik in Grie­chen­land”
    Im Rah­men des …ums Gan­ze! Kon­gres­ses in Ber­lin vom 5.–7. Juli wer­den Genoss*innen aus Thes­sa­lo­ni­ki und Athen (Alpha Kap­pa http://​www​.ak2003​.gr/ externer Link und Zei­tung Dra­si http://​efi​me​rid​adra​si​.blog​spot​.de/ externer Link ) an Work­shops und Dis­kus­sio­nen teil­neh­men. Sie alle sind in ihren Städ­ten (Thes­sa­lo­ni­ki und Athen) in den Soli­da­ri­täts­ver­samm­lun­gen für VIO​.ME aktiv und ver­su­chen wei­te­re Ver­net­zung (auch inter­na­tio­nal) vor­an­zu­trei­ben. Die­ses ers­te Tref­fen ent­steht aus zwei Grün­den: Ein­mal weil es die Chan­ce gibt uns direkt mit den Genoss*innen zu tref­fen und kon­kre­te­re Plä­ne zu schmie­den. Ander­seits sind eini­ge von uns die Inter­es­se an einer Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne haben an dem Wochen­en­de in Ber­lin. Falls ihr Inter­es­se an einer Teil­nah­me an die­sem Tref­fen habt (oder falls ihr es nicht schafft und wei­ter infor­miert blei­ben wollt) bit­ten wir um eine kur­ze Rück­mel­dung an friedsofviome@​riseup.​net . Sams­tag 6. Juli 2013 – 13 Uhr – TU Ber­lin – Treff­punkt am Info­punkt des Kon­gres­ses (bzw. ach­tet auf einen Aus­hang mit Raum­an­ga­be – Stich­wort “VIO​.ME”)” Aus dem Rund­brief
  • 26 June: Inter­na­tio­nal day of soli­da­ri­ty with the strugg­le of the workers of Vio​.Me.26 June: International day of solidarity with the struggle of the workers of Vio.Me.
    Auf­ruf zum inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­täts­tag am 26. Juni 2013 bei Vio​.Me. externer Link. Aus dem Text: ” … On Wed­nes­day, 26 June the workers of Vio​.Me. are cal­ling for an inter­na­tio­nal day of soli­da­ri­ty. They dis­tri­bu­te the pro­ducts pro­du­ced under workers con­trol in a cen­tral event in Thes­sa­lo­ni­ki. And they urge the who­le of socie­ty to stand by them, orga­ni­zing soli­da­ri­ty events in Greece and abroad. We demand the unres­trai­ned ope­ra­ti­on of the Vio​.Me. fac­to­ry under self-manage­ment and full workers’ con­trol. We demand the immedia­te lega­liz­a­ti­on of its ope­ra­ti­on. Pro­duc­tion in the hands of the pro­du­cers and fac­to­ries in the hands of the workers! Workers self-manage­ment and grass­roots direct demo­cra­cy!…” Sie­he dazu:
    • 26. Juni Inter­na­tio­na­ler Tag zur Soli­da­ri­tät mit dem Kampf der Arbei­te­rI­in­nen von VIO​.ME.
      Der Kampf der Arbei­te­rI­in­nen von VIO​.ME hat eine lan­ge Geschich­te aber zur glei­chen Zeit ist er ein Kampf der aus der Zukunft kommt. Es ist die Geschich­te einer Fabrik auf­ge­ge­ben von den Arbeit­ge­bern, ver­ges­sen durch Regie­rung und igno­riert durch die büro­kra­ti­sche Gewerk­schaf­ten. Es ist die Geschich­te einer Fabrik, wo, wie in vie­le ande­ren Orten auch, die Arbei­te­rI­in­nen im Kon­text die­ses Desas­ters, was die Herr­scher als wirt­schaft­li­che Umstruk­tu­rie­rung und wir glo­ba­le kapi­ta­lis­ti­sche Kri­se und Zusam­men­bruch nen­nen, arbeits­los wur­den. Es ist eine Geschich­te der Ver­wüs­tung und Zer­stö­rung, wie so vie­le ande­re Geschich­ten um uns her­um. (…) Heu­te, vier Mona­te nach der Wie­der­eröff­nung der Fabrik von VIO​.ME von den Arbei­te­rI­in­nen selbst, unter voll­stän­di­ger Selbst­ver­wal­tung und Arbei­ter­kon­trol­le, ver­su­chen der Staat und die Regie­rung wei­ter­hin Hin­der­nis­se zu plat­zie­ren und den unein­ge­schränk­ten Betrieb der Fabrik zu ver­hin­dern. Vier Mona­te spä­ter, ver­sucht die Regie­rung den Kampf finan­zi­ell zu erwür­gen, indem sie bis zum heu­ti­gen Tag den Arbei­te­rI­in­nen, unbe­zahlt schon für zwei Jah­re, das außer­ge­wöhn­li­che Arbeits­lo­sen­geld ver­wehrt, dass in vie­len ande­ren Fäl­len eige­räumt wird. Aber die Arbei­te­rI­in­nen und ihre Gewerk­schaft wer­den nicht Ein­len­ken gegen­über der finan­zi­el­len Erpres­sung. Wir appel­lie­ren an jeden arbei­ten­den Men­schen, der den Angriff der besit­zen­den Klas­se auf unse­re Leben und unse­re Mit­tel zur Bestrei­tung des Lebens­un­ter­halts wahr­nimmt, an jede Erwerbs­lo­se die in Selbst­or­ga­ni­sie­rung der Pro­duk­ti­ons­mit­tel einen Weg aus der Mise­re und Armut sieht, an jede Gewerk­schaft, Kol­lek­tiv und sozia­len Raum der Be- wegung, dem Kampf der Arbei­te­rI­in­nen von VIO​.ME bei­zu­ste­hen…” Der Auf­ruf in deut­scher Über­set­zung beim Grie­chen­land Soli­da­ri­täts Komi­tee Köln (GSKK) externer Link
    • Zum Akti­ons­tag für die sich in Arbei­te­rIn­nen­hand befind­li­che Fabrik Vio​.me wird es in Ber­lin vom Grie­chen­land-Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee eine Soli­da­ri­täts­kund­ge­bung am 26. Juni, um 18:00 Uhr am Kott­bus­ser Tor geben
  • Spen­den­auf­ruf
    Ger­ne ver­brei­ten wir den Spen­den­auf­ruf der Vio.Me-KollegInnen, “um einen grie­chi­schen Beschäf­tig­ten von vio​.me zu einer Kon­fe­renz von selbst­ver­wal­te­ten und besetz­ten Betrie­ben nach Bra­si­li­en zu flie­gen. Dafür wer­den 4000 Euro benö­tigt. In einem Monat ist in Bra­si­li­en eine inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz von Unter­neh­men unter Arbei­ter­kon­trol­le (in die unse­re bra­si­lia­ni­schen Part­ner aus workers​con​trol​.net invol­viert sind) und ich ver­su­che Geld auf­zu­trei­ben, um einen Arbei­ter von Vio​.Me dort­hin zu flie­gen und einen Grie­chen aus dem Soli-Kreis, der auch über­set­zen kann.” Es geht um die Kon­fe­renz “The workers’ eco­no­my”. Self-manage­ment and Work as Alter­na­ti­ves to the Glo­bal Eco­no­mic Cri­sis. (July 9–12, 2013, João Pes­soa, Bra­zil) – sie­he Infos zur Kon­fe­renz externer Link (engl.). Die inter­na­tio­na­le Kon­to­num­mer: FALELAKIS KYRIAKOS, IBAN: GR57 0172 2330 0052 3306 1915 055, BIC: PIRBGRAA
  • Fabri­ken ohne Chefs
    vio.me-BelegschaftAn die­sem Mitt­woch rufen Arbei­ter des grie­chi­schen Betriebs Vio​.Me zu einem inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag auf. Seit über vier Mona­ten pro­du­zie­ren sie unter eige­ner Regie. Arti­kel von Wla­dek Flakin in jun­ge Welt vom 24.06.2013 externer Link. Aus dem Text: ” … Da Bau­ma­te­ria­li­en, die Vio​.Me seit Jahr­zehn­ten pro­du­zier­te, zur Zeit auf dem kri­sen­ge­schüt­tel­ten grie­chi­schen Markt wenig gefragt sind, ent­schie­den sich die Arbei­ter für die Her­stel­lung von Bio­putz­mit­tel.
    Am kom­men­den Mitt­woch, dem 26. Juni, wer­den Gewerk­schaft und Soli­da­ri­täts­in­itia­ti­ve an die Öffent­lich­keit gehen: Seit Mona­ten ver­kau­fen sie die Pro­duk­te in ganz Grie­chen­land über soli­da­ri­sche Netz­wer­ke, aber nie ganz offi­zi­ell (mit Logo, jedoch immer ohne Namen). Auf einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung im sozia­len Zen­trum »Sxoleio« im Zen­trum von Thes­sa­lo­ni­ki (in einer ehe­ma­li­gen reli­giö­sen Schu­le) wer­den sie die Vio.Me-Produkte nun erst­mals der brei­ten Öffent­lich­keit vor­stel­len. Am sel­ben Tag sol­len welt­weit Soli­da­ri­täts­kund­ge­bun­gen statt­fin­den, dar­un­ter auch in Ber­lin. (…) Erst wenn Vio​.Me lega­li­siert wird, wer­den sie die Mög­lich­keit haben, die her­ge­stell­ten Pro­duk­te zu expor­tie­ren. Aber man kann jetzt schon den Kampf mit Spen­den unter­stüt­zen, und vor allem auch poli­ti­schen Druck dafür erhö­hen hel­fen, damit die Fabrik nicht nur de fac­to, son­dern auch de jure den Pro­du­zen­ten gehört
    .”
  • Video bei Vimeo externer Link : The Vio​.Me. self-mana­ged fac­to­ry in pro­duc­tion!

  • Die besetz­te Fabrik Vio​.Me
    In Thes­sa­lo­ni­ki wird seit dem 12. Febru­ar die­ses Jah­res die Pro­duk­ti­on der Fabrik Vio​.Me unter Kon­trol­le der Arbei­te­rIn­nen wei­ter­ge­führt. Anstel­le von Bos­sen ent­schei­det nun die Arbei­te­rIn­nen­voll­ver­samm­lung in direk­ter Demo­kra­tie über die Pro­duk­ti­on und die Ver­tei­lung der Res­sour­cen. Ein Mit­glied des Grie­chen­land-Komi­tees war nun in Thes­sa­lo­ni­ki zu Besuch und dreh­te ein Video dar­über.Video vom 4. April 2013 beim Grie­chen­land-Komi­tee Ber­lin externer Link
  • Vio​.Me. Film über die Situa­ti­on bei der Bau­stoff­fa­brik Vio​.Me drei Wochen vor der Wie­der­auf­nah­me der Pro­duk­ti­on unter Arbeiter_​innenkontrolle bei labour​net​.tv
  • VIO​.ME unter Arbei­ter­kon­trol­le. Nach 17 Mona­ten ohne Lohn­zah­lun­gen haben die Arbei­ter der Fabrik VIO​.ME jetzt das Recht in ihrer Fabrik selbst­be­stimmt zu pro­du­zie­ren. Video bei labour​net​.tv
  • Inter­na­tio­na­ler Soli­da­ri­täts­brief in 3 Spra­chen und wei­te­re Unter­stüt­zung
    • Besetz­te Fabrik in Grie­chen­land beginnt mit der Pro­duk­ti­on unter Arbei­ter­kon­trol­le: Beset­zen. Wider­stand leis­ten. Pro­du­zie­ren!
      Soli­da­ri­täts­brief Deutsch
    • Occu­p­ied Greek Fac­to­ry Begins Pro­duc­tion Under Workers Con­trol: Occu­py, Resist, Pro­du­ce!
      Soli­da­ri­täts­brief Eng­lisch
    • Fábri­ca ocup­a­da en Gre­cia comi­en­za la pro­duc­ción bajo con­trol obre­ro: Ocup­ar, resistir, pro­du­cir!
      Soli­da­ri­täts­brief Spa­nisch
    • VioMe: Besetzte Fabrik in Griechenland beginnt mit der Produktion unter Arbeiterkontrolle: Besetzen. Widerstand leisten. Produzieren!Aus dem Text: “Wir for­dern alle Arbei­te­rIn­nen, alle Arbeits­lo­sen und all die­je­ni­gen, die am eige­nen Leib die Kri­se erfah­ren haben, dazu auf, die Arbei­ter von Vio­Me zu unter­stüt­zen. Jetzt, da sie dar­an gehen, in der Pra­xis zu bewei­sen, dass wir, die Arbei­te­rIn­nen, es auch ohne Bos­se schaf­fen! Wir for­dern sie auf, am Kampf teil­zu­neh­men und den Kampf zu orga­ni­sie­ren, wo immer sie arbei­ten, mit Ver­samm­lun­gen, direk­ter Demo­kra­tie – ohne Büro­kra­ten!” (…) Die ers­ten Mona­te wer­den aus­schlag­ge­bend sein. Finan­zel­le Unter­stüt­zung kann dabei viel aus­ma­chen und jeder Bei­trag ist hilf­reich. Direk­te finan­zi­el­le Unter­stüt­zung kann an die Arbei­ter­ge­werk­schaft von Vio​.Me in Thes­sa­lo­ni­ki über die Inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­web­sei­te geschickt wer­den: www​.vio​me​.org…)
    • Unter­zeich­net: Soli­da­ri­täts­in­itia­ti­ve Thes­sa­lo­ni­ki, Bren­dan Mar­tin (Working World), Dario Azzel­li­ni and Mari­na Sitrin
      Vor­läu­fi­ge Unter­stüt­ze­rIn­nen der Initia­ti­ve: David Har­vey, Nao­mi Klein, Avi Lewis, John Hol­lo­way, Sil­via Fede­ri­ci, Geor­ge Caff­ent­zis, David Gra­eber, Mag Wom­pel (labour​net​.de) and The Coope­ra­ti­va de Tra­ba­jo lava­ca, Bue­nos Aires, Argen­ti­na
    • Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen und Fra­gen an: protbiometal@​gmail.​com
    • Sie­he die Soli­da­ri­täts­sei­te externer Link

Zum Hin­ter­grund:

  • “Workers at Mining Indus­try fac­to­ry in Nort­hern Greece vote for fac­to­ry self-manage­ment”
    Nach­dem die Toch­ter­fir­ma von Fil­ke­ram-John­son die Berg­bau-Zulie­fer­fir­ma fak­tisch seit Mai 2011 brach lie­gen liess hat die Beleg­schaft bis jetzt vor allem dafür gesorgt, dass kei­ne aus­rüs­tung abtrans­por­tiert wur­de, nun hat sie beschlos­sen, den Betrieb selbst als Genos­sen­schaft wei­ter zu betrei­ben. Der Bericht bei lib­com ist vom 10. Juli 2012 externer Link
  • Vio­mi­ha­ni­ki Metal­leu­ti­ki
    In Thes­sa­lo­ni­ki hat eine Voll­ver­samm­lung einer seit einem Jahr still­ge­leg­ten Fabrik beschlos­sen, den Betrieb zu beset­zen und in Selbst­ver­wal­tung die Pro­duk­ti­on auf­zu­neh­men.
    Ihr könnt nicht? Wir kön­nen!!!
    Wir, die Beschäf­tig­ten der Vio­mic­ha­ni­ki Metal­lev­ti­ki, kämp­fen dafür, dass die Fabrik von den Hän­den des Kapi­tals in die Hän­de der Arbei­ter über­geht! Unbe­zahlt seit Mai 2011 und in Ver­wei­ge­rung wei­te­rer Arbeits­leis­tun­gen, unter enor­men Schwie­rig­kei­ten des täg­li­chen Über­le­bens, kämp­fen wir, um ein sehr dyna­mi­sches Unter­neh­men der Bau­ma­te­ri­al-Pro­duk­ti­on am Leben zu erhal­ten, um Wür­de und Kampf­geist der Arbei­ter gegen die Flut­wel­le der Über­fäl­le von ein­hei­mi­schem und frem­dem Kapi­tal auf­recht zu erhal­ten! Wir kämp­fen, um in die Tat umzu­set­zen, dass wir Arbei­ter es ohne Bos­se schaf­fen! Wir kämp­fen um zu bewei­sen, dass wenn sie nicht kön­nen, wir ohne sie kön­nen und es schaf­fen wer­den!- Fabrik­syn­di­kat der Arbei­ter und AngesDas Video bei labour​net​.tv externer Link (Grie­chisch | 08 min | 2012 | unter­ti­tel: dt) externer Link

Der Bei­trag If they can’t do it, we can – Selbst­ver­wal­tung bei Vio­mi­ha­ni­ki Metal­leu­ti­ki (Vio​.Me) erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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