[labournet:] 29, 30, … Polizei-Beamte in NRW suspendiert – endlich Schluss mit den “Einzellfällen”?

Dossier

VVN: Den Naziklüngel zerschlagen!“… Adolf Hit­ler, Haken­kreu­ze, Reichs­kriegs­flag­gen und ein Flücht­ling in der Gas­kam­mer: Der nord­rhein-west­fä­li­sche Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU) und sei­ne Mit­ar­bei­ter wer­den sehr deut­lich bei der Bewer­tung des­sen, was in fünf Chat-Grup­pen von fast 30 nord­rhein-west­fä­li­schen Poli­zis­ten ent­deckt wur­de: Da hät­ten sich „Abgrün­de auf­ge­tan“, es sei „eine Schan­de“ und tref­fe die Poli­zei „ins Mark“. Nun sind alle 29 Beam­te vom Dienst sus­pen­diert, müs­sen Aus­wei­se und Waf­fen abge­ben, dür­fen ihre Uni­for­men nicht mehr tra­gen und ihre Dienst­stel­len nicht mehr betre­ten. Es war eher ein Zufall, der den Skan­dal ans Licht brach­te. Gegen einen 32-jäh­ri­gen Poli­zis­ten war ermit­telt wor­den, weil er Dienst­ge­heim­nis­se an einen Jour­na­lis­ten ver­ra­ten haben soll. Als die Ermitt­ler sich sein Han­dy ansa­hen, stie­ßen sie auf Whats­App-Grup­pen mit einem Sam­mel­su­ri­um neo­na­zis­ti­scher, ras­sis­ti­scher, rechts­ex­tre­mer Datei­en. (…) 14 Beam­te, die als Absen­der auf­tau­chen, sol­len nun aus dem Poli­zei­dienst ent­fernt wer­den. 15 Emp­fän­ger der brau­nen Post, die dazu schwie­gen, müs­sen sich in Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ver­ant­wor­ten. Gegen meh­re­re Beam­te wird auch straf­recht­lich ermit­telt: wegen Ver­brei­tung ver­fas­sungs­feind­li­cher Sym­bo­le und Volks­ver­het­zung. Fast alle Ver­däch­ti­gen sei­en Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten in Mülheim/​Ruhr, unter ihnen ist auch ein Dienst­grup­pen­lei­ter. Bei einer gro­ßen Durch­su­chungs­ak­ti­on am Mitt­woch wur­den wei­te­re, noch nicht aus­ge­wer­te­te Mobil­te­le­fo­ne sicher­ge­stellt…” Agen­tur­mel­dung vom 16. Sep­tem­ber 2020 bei den Ruhr Nach­rich­ten online externer Link: “Rechts­ex­tre­mes Netz­werk bei der NRW-Poli­zei auf­ge­deckt – Reul: Kei­ne Ein­zel­fäl­le” – sie­he dazu unser neu­es Dos­sier:

  • Stu­die zu Rechts­ex­tre­mis­mus bei der Poli­zei: See­hofer bleibt beim Nein
    Auch nach dem Auf­de­cken von rechts­ex­tre­men Chat-Grup­pen von Poli­zis­ten aus Nord­rhein-West­fa­len lehnt Innen­mi­nis­ter Horst See­hofer eine Stu­die zu Rechts­ex­tre­mis­mus bei der Poli­zei ab. Grü­ne und SPD for­dern Bewe­gung in der Sache. Im Netz ern­tet See­hofer für sein erneu­tes Nein schar­fe Kri­tik…” Arti­kel vom 18.09.2020 beim RND externer Link
  • Empö­rung über neu­en Poli­zei­skan­dal: Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ker wer­fen der nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­re­gie­rung Ver­säum­nis­se vor
    “… Deut­li­cher wur­de Vere­na Schäf­fer von den Grü­nen. Sie zähl­te zahl­rei­che rech­te Vor­fäl­le bei der Poli­zei in die­sem Jahr auf. Dabei ging es etwa um Poli­zis­ten aus Aachen, die wäh­rend sie eine Syn­ago­ge bewach­ten, Nazi-Paro­len aus einer Fern­seh­se­rie über den Poli­zei­funk abspiel­ten, und einen Beschäf­tig­ten der Poli­zei in Hamm, dem vor­ge­wor­fen wird, Mit­glied der unter Ter­ror­ver­dacht ste­hen­den »Grup­pe S« zu sein. Schäf­fer warf dem Innen­mi­nis­ter außer­dem vor, das Pro­blem nicht rich­tig zu ver­ste­hen. Es gin­ge nicht nur um Rechts­ex­tre­mis­mus, son­dern auch um ras­sis­ti­sche und dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen, die bis in die Mit­te der Gesell­schaft ver­brei­tet sei­en. Sol­che Ein­stel­lun­gen mach­ten »nicht an der Behör­den­tür halt«. Die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin for­der­te, dass unter­sucht wird, ob die Poli­zis­ten an Ein­sät­zen betei­ligt waren, die in den ver­gan­ge­nen Mona­ten und Jah­ren als ras­sis­tisch kri­ti­siert wur­den. Sie for­der­te eine Stu­die zu Ein­stel­lungs­mus­tern in der Poli­zei sowie eine unab­hän­gi­ge Beschwer­de­stel­le. (…)Am Ende der Debat­te mel­de­te sich Innen­mi­nis­ter Reul noch ein­mal zu Wort. Eine wis­sen­schaft­li­che Auf­klä­rung begrüß­te er grund­sätz­lich. Gegen eine unab­hän­gi­ge Stu­die sprach er sich aller­dings aus: »Eine gro­ße, welt­um­fas­sen­de Stu­die, am bes­ten von einem Pro­fes­sor, der vor­her schon weiß, was hin­ter­her raus­kommt und nur eine Finan­zie­rung braucht, die brau­chen wir nicht.« Reul setzt auf Auf­klä­rung durch eine Wis­sen­schaft­le­rin aus dem Innen­mi­nis­te­ri­um…” Arti­kel von Sebas­ti­an Wei­er­mann vom 17.09.2020 beim ND online externer Link
  • Was Reul gegen Rechts­ex­tre­me in der Poli­zei tun will
    Laut Innen­mi­nis­ter Reul, sind nicht nur 29, son­dern 30 Beam­te und Beam­tin­nen vom Dienst sus­pen­diert wor­den. Es soll ein Lage­bild zu Rechts­ex­tre­mis­mus in der Poli­zei geben. Die am Mitt­woch von NRW-Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU) öffent­lich gemach­te, neue Dimen­si­on von Rechts­ex­tre­mis­mus in der Poli­zei hat am Don­ners­tag auch den NRW-Land­tag beschäf­tigt. In einer kurz­fris­tig anbe­raum­ten Unter­rich­tung des Land­tags sag­te Reul: “Wer extre­mis­tisch han­delt, ver­wirkt sein Recht, die­se Uni­form zu tra­gen.”…” Bei­trag von Sabi­ne Ten­ta 17.09.2020 vom beim WDR externer Link, sie­he:
  • Rechts­ex­tre­mis­mus bei der Poli­zei NRW
    Bei der Poli­zei NRW ste­hen 30 Beam­te unter Ver­dacht, an rechts­ex­tre­men Chat­grup­pen betei­ligt gewe­sen zu sein. Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul will nun ein Lage­bild zu Rechts­ex­tre­mis­mus in der Poli­zei erstel­len. Mel­dun­gen über Poli­zis­ten, die sich als Ras­sis­ten oder Reichs­bür­ger ent­pupp­ten, gab es schon öfter…” Dos­sier beim WDR externer Link
  • Nur die Spit­ze des Eis­bergs?
    “In der Poli­zei Nord­rhein-West­fa­len ist eine rechts­ex­tre­me Chat­grup­pe auf­ge­flo­gen. (…) Inter­es­sant ist der Aus­lö­ser die­ser Akti­on. Denn der hat­te mit Sor­ge um rechts­ex­tre­me Machen­schaf­ten in der Poli­zei Nord­rhein-West­fa­len gar nichts zu tun: Viel­mehr war der Ver­dacht auf­ge­kom­men, dass ein Poli­zei­be­am­ter geheim­hal­tungs­be­dürf­ti­ge Infor­ma­tio­nen an einen Jour­na­lis­ten durch­ge­sto­chen haben soll. Auf dem Han­dy die­ses ver­däch­ti­gen Kol­le­gen fan­den sich dann Kon­tak­te zu meh­re­ren Whats­app-Chat­grup­pen. Und dar­in min­des­tens 129 Bild­da­tei­en und ande­re Inhal­te: Dabei soll es sich um Abbil­dun­gen von Hit­ler han­deln von Haken­kreu­zen und Reichs­kriegs­flag­gen und fik­ti­ve Dar­stel­lun­gen von (anders­far­bi­gen) Zuwan­de­rern, mal in einer KZ-Gas­kam­mer und mal in einer Erschie­ßungs­sze­ne. Die­se Inhal­te wie­der­um führ­ten zu ins­ge­samt 29 Beam­ten gegen die jetzt straf- und dis­zi­pli­nar­recht­li­che Ermitt­lun­gen anhän­gig sind. Unge­fähr die Hälf­te davon hat aktiv sol­che Inhal­te ein­ge­stellt, die ande­re Hälf­te hat nach­weis­lich die­se Inhal­te zumin­dest zur Kennt­nis genom­men. (…) Es hat mehr als nur ein „Geschmäck­le“, dass die­se Raz­zia drei Tage NACH der Kom­mu­nal­wahl in NRW statt­fand. Einem poli­ti­schen Ereig­nis, das für den Landes“vater“ und Kanz­ler­kan­di­dats­aspi­ran­ten Laschet und sei­ne CDU von erheb­li­cher poli­ti­scher Bedeu­tung war. Der eigent­li­che Aus­lö­ser – ein des Geheim­nis­ver­rats ver­däch­tig­ter Poli­zist und sein Han­dy – waren bei den Ermitt­lern in NRW seit Wochen bekannt. Es muss span­nend gewe­sen sein für die Ver­ant­wort­li­chen, die­se Raz­zia in meh­re­ren Poli­zei­dienst­stel­len und Pri­vat­woh­nun­gen vor­zu­be­rei­ten unter der Betei­li­gung von 200 Poli­zei­voll­zugs­be­am­ten UND dar­auf zu hof­fen, dass jeder­mann dicht hält bis nach der Wahl. Das zumin­dest scheint ja gelun­gen zu sein. (…) Soll­te es Herr Reul ernst mei­nen, mit sei­nen Absich­ten vom Aus­mis­ten „sei­ner“ Poli­zei von Rechts­ex­tre­mis­mus, Demo­kra­tie­feind­lich­keit und Ras­sis­mus, gäbe es ein gutes Betä­ti­gungs­feld: End­lich für Trans­pa­renz in den Ermitt­lun­gen und der Auf­klä­rung der unrecht­mä­ßi­gen Ver­haf­tung des Syrers Amed Amed (Amad Ahmad) zu sor­gen. (…) Heu­te vor zwei Jah­ren, am 17.9.2018, kam es zu einem Brand in des­sen Zel­le. Zwölf Tage spä­ter ver­starb der Amad Ahmad, kurz nach sei­nem 26. Geburts­tag, an den Fol­gen die­ses Bran­des. (…)@Herr Reul: Auch hier könn­ten Sie anset­zen mit Ihren Ankün­di­gun­gen, aus Ver­gan­ge­nem zu ler­nen und etwas bes­ser zu machen …” Bei­trag von Abbe vom 17. Sep­tem­ber 2020 beim Poli­ce-IT-Blog externer Link
  • Nazi-Cops sind kei­ne Aus­nah­me
    Es ist gut, dass sich Nord­rhein-West­fa­lens Innen­mi­nis­ter Reul und die Füh­rung der Poli­zei des Lan­des vor die Kame­ras gestellt haben und ihre Empö­rung über 29 Neo­na­zi-Cops geäu­ßert haben. Das wirk­te ehr­lich und ernst gemeint. Man hat volks­ver­het­zen­de Bild­chen und Nazi­sym­bo­le nicht her­un­ter­ge­spielt. Das Pro­blem wur­de von den Behör­den selbst ange­gan­gen, die ange­droh­ten Kon­se­quen­zen sind hart: Die rech­ten Beam­ten sol­len ihren Job ver­lie­ren. Doch wird sich damit das Pro­blem mit rech­ten und ras­sis­ti­schen Poli­zis­ten lösen? Nein. Der von Reul ein­ge­setz­te Chef­auf­klä­rer kommt aus dem Ver­fas­sungs­schutz. Dass er kein Freund gro­ßer Trans­pa­renz ist, hat er gezeigt, als es um die Auf­klä­rung des NSU-Ter­rors ging. Auch dass die Bochu­mer Poli­zei ermit­teln soll, ist nicht hilf­reich. Denn ihr heu­ti­ger Prä­si­dent hat beim NSU-Kom­plex eben­so ver­sagt und bei der Auf­klä­rung gemau­ert. Und nicht nur die­se Per­so­nen sind pro­ble­ma­tisch, son­dern vor allem ist es die Tat­sa­che, dass wie­der Poli­zis­ten gegen Poli­zis­ten ermit­teln…” Kom­men­tar von Sebas­ti­an Wei­er­mann vom 16.09.2020 beim ND online externer Link
  • Ich recher­chie­re seit über einem Jahr zu ras­sis­ti­scher Poli­zei­ge­walt in Essen. Vor eini­gen Wochen habe ich Mit­glie­der des Poli­zei­bei­ra­tes Essen/​Mülheim ange­schrie­ben, um mir ein umfang­rei­che­res Bild von der Esse­ner Poli­zei zu ver­schaf­fen. #Poli­zei­pro­blem“… Twit­ter-Thread von Den­nis Pesch vom 16.9.2020 externer Link
  • NRW: Horst Mah­ler, Rechts­an­walt und Ver­tei­di­ger der sus­pen­dier­ten 29 Ein­zel­fäl­le, sag­te gegen­über der Pres­se, dass sich die Kol­le­gen als Teil einer ver­deck­ten Ermitt­lung auf die Gedan­ken­welt ihrer Ziel­per­so­nen ein­stel­len woll­ten.” Tweet von René Arns­burg vom 16.9.2020 externer Link
  • “Tau­sen­de Poli­zis­ten gera­de damit beschäf­tigt, ihre Chat­ver­läu­fe zu löschen”
    Pos­til­lon am 16. Sep­tem­ber 2020 externer Link
  • 29 neue Ein­zel­fäl­le. Ein Poli­zei­re­vier vol­ler Neo­na­zis: Rech­tes Netz­werk in NRW auf­ge­flo­gen. Ber­li­ner Beam­te drang­sa­lie­ren unter­des­sen Lin­ke
    “… Auf die Idee, gegen die 29 Poli­zis­ten wegen der »Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung« gemäß Para­graph 129 Straf­ge­setz­buch vor­zu­ge­hen, kam wohl kei­ner. In Ber­lin war die­ser Para­graph hin­ge­gen am Mitt­woch mor­gen erneut die Grund­la­ge für Raz­zi­en gegen Lin­ke. Die Karls­ru­her Bun­des­an­walt­schaft ließ die Räum­lich­kei­ten von fünf Beschul­dig­ten in Ber­lin und der grie­chi­schen Haupt­stadt Athen durch­su­chen, wie Mar­kus Schmitt, Spre­cher der Behör­de, gegen­über jW bestä­tig­te. Erst vor gut zwei Wochen hat­te die Staats­an­walt­schaft Ham­burg mut­maß­li­che Objek­te der Grup­pe »Roter Auf­bau Ham­burg« wegen des­sel­ben Vor­wurfs durch­su­chen las­sen. In Ber­lin sei­en auch Woh­nun­gen von drei Per­so­nen durch­sucht wor­den, die »nicht tat­ver­däch­tig« sind, zudem zwei wei­te­re Objek­te in Athen, so Schmitt. Die Fra­ge, ob der Poli­zei­ein­satz am Mitt­woch mit den Raz­zi­en beim »Roten Auf­bau« zusam­men­hän­ge, woll­te der Spre­cher nicht beant­wor­ten. Zu den durch­such­ten Objek­ten in Ber­lin gehör­te nach jW-Infor­ma­tio­nen die anar­chis­ti­sche Biblio­thek Kala­ba­lik in Kreuz­berg. Der Spie­gel berich­te­te, ein Brü­der­paar aus Ber­lin ste­he im Zen­trum der Ermitt­lun­gen. Die Ermitt­ler ver­mu­te­ten Ver­bin­dun­gen zu den Pro­tes­ten gegen den G‑20-Gip­fel in Ham­burg im Juli 2017. Für Ulla Jel­pke, innen­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Lin­ke-Bun­des­tags­frak­ti­on, liegt der Ver­dacht nahe, dass die Raz­zi­en in Ber­lin und in Ham­burg zusam­men­hän­gen. Sie dien­ten offen­bar der »Stim­mungs­ma­che« im Vor­feld der bald in der Han­se­stadt begin­nen­den »Ron­den­barg-Pro­zes­se« gegen mehr als 80 G‑20-Geg­ner. Was die Anschlags­se­rie von Neo­nazis in Ber­lin-Neu­kölln und die »NSU 2.0«-Affäre ange­he, trä­ten die Behör­den auf der Stel­le – »aber hier wird wie­der mun­ter die Keu­le des Para­gra­phen 129 gegen Lin­ke geschwun­gen«…” Arti­kel von Kris­ti­an Stemm­ler in der jun­gen Welt vom 17.09.2020 externer Link
  • Essen: Nazi-Skan­dal bei der Poli­zei – 29 Beam­te sus­pen­diert! DAS wur­de in gehei­mer Whats­App-Grup­pe ver­schickt
    “… Innen­mi­nis­ter Reul ver­ur­teil­te die­se Fäl­le zutiefst. Es gebe unter den 50.000 Beschäf­ti­gen schein­bar eini­ge, die nicht die Wer­te der Demo­kra­tie teil­ten. Die­se hät­ten in der Poli­zei „nichts zu suchen“, es han­de­le sich um einen „fun­da­men­ta­len Wider­spruch“ zu die­sen Wer­ten. Es han­de­le sich um „übels­te neo­na­zis­ti­sche Het­ze“, die in den Chat-Grup­pen ver­brei­tet wur­de. Für die Beschul­dig­ten dürf­te es „kein Mit­leid“ und kei­ne „falsch ver­stan­de­ne Kame­rad­schaft“ geben. Reul wei­ter: „Ich habe lan­ge gedacht, habe gehofft, es sind Ein­zel­fäl­le. Aber inzwi­schen ist mit klar: es sind kei­ne Ein­zel­fäl­le. Wir müs­sen damit rech­nen, dass wei­te­re Fäl­le dazu kom­men.“ Es sei­en defi­ni­tiv zu vie­le Fäl­le, um von Ein­zel­fäl­len zu spre­chen, aber defi­ni­tiv zu weni­ge, um von einem struk­tu­rel­len Pro­blem zu spre­chen. (…) Für die Poli­zei­in­spek­ti­on in Essen wer­de zudem eine Son­der­inspek­ti­on ein­ge­rich­tet, die die Fäl­le unter­su­chen soll. Essens Poli­zei­prä­si­dent Frank Rich­ter sag­te: „Ich bin zutiefst bestürzt über das unent­schuld­ba­re Fehl­ver­hal­ten und kann nur mit aller Deut­lich­keit sagen, dass im Poli­zei­prä­si­di­um Essen kein Platz für Per­so­nen ist, die sich mit sol­chen rech­ten Inhal­ten iden­ti­fi­zie­ren. Wer Dienst­ge­heim­nis­se ver­rät und/​oder rech­tes Gedan­ken­gut ver­brei­tet, hat in der Poli­zei nichts zu suchen!“ Es gebe bis­lang aber kei­ne Anhalts­punk­te, dass die rech­ten Gesin­nun­gen Aus­wir­kun­gen auf das Han­deln der Beam­ten im Dienst hat­ten. (…) Erich Ret­ting­haus, Lan­des­vor­sit­zen­der der deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft, sag­te: „Die DPolG NRW distan­ziert sich klar gegen rech­tes Gedan­ken­gut inner­halb der Poli­zei – wie auch gegen jedes ande­re extre­mis­ti­sche Gedan­ken­gut. Die Poli­zei muss neu­tral sein und sich stets auf dem Boden der frei­heit­li­chen demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung bewe­gen. Zudem ist die Poli­zei auch ein Spie­gel der Gesell­schaft; der abso­lu­te Groß­teil der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen lebt und ver­kör­pert die­se Wer­te.“ Er betont, dass bis zum Abschluss der Ermitt­lun­gen die Unschulds­ver­mu­tung gel­te…” Bei­trag vom 16. Sep­tem­ber 2020 bei Der Wes­ten online externer Link

Der Bei­trag 29, 30, … Poli­zei-Beam­te in NRW sus­pen­diert – end­lich Schluss mit den “Ein­zell­fäl­len”? erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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