[perspektive:] Mehr Schutz für jüdische Einrichtungen

22 Millionen Euro werden vom Bund den jüdischen Gemeinden in Deutschland bereitgestellt, um den Schutz ihrer Einrichtungen zu verbessern.

Das Geld des Finanz­pa­ke­tes ist für die Ver­bes­se­rung und Neu­an­schaf­fung von bau­li­chen Schutz­maß­nah­men vor­ge­se­hen. Laut Horst See­hofer (CDU) sei es Staats­rä­son jüdi­sches Leben in Deutsch­land zu schüt­zen und man sei sich der Ver­ant­wor­tung bewusst. Der Anschlag auf eine jüdi­sche Ein­rich­tung in Hal­le jährt sich in drei Wochen. Von Sei­ten des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutsch­land wird das Finanz­pa­ket begrüßt.

Schutz ist Ländersache

Die jewei­li­gen Bun­des­län­der sind für den Objekt­schutz jüdi­scher Ein­rich­tun­gen wie Syn­ago­gen, Gemein­de­zen­tren, Schu­len und Kin­der­gär­ten ver­ant­wort­lich und ört­li­che Poli­zei­kräf­te wer­den dafür bereit­ge­stellt. Je nach Gefähr­dungs­la­ge oder Bekannt­heits­grad einer Ein­rich­tung fäl­len die Lan­des­kri­mi­nal­äm­ter und das Bun­des­kri­mi­nal­amt Lage­ein­schät­zun­gen.

Daher ist es üblich, dass eini­ge Objek­te rund um die Uhr, ande­re nur ein zeit­li­chen Inter­val­len bewacht wer­den. Laut dem Vor­sit­zen­den der jüdi­schen Gemein­de in Hal­le, Max Pri­vor­ozki, habe es in der Ver­gan­gen­heit nie Kon­trol­len gege­ben. Zusätz­lich geben die Gemein­den eige­nes Geld für den Objekt­schutz aus.

Je nach Pro­mi­nenz der Ein­rich­tung kann die­ser sehr gering oder sehr hoch aus­fal­len. Es wer­den für den zusätz­li­chen Schutz Pol­ler auf­ge­stellt, mas­si­ve Sicher­heits­tü­ren ein­ge­baut, Schleu­se ein­ge­rich­tet oder pri­va­te Sicher­heits­diens­te enga­giert.

Der Bei­trag Mehr Schutz für jüdi­sche Ein­rich­tun­gen erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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