[EMRAWI:] BVT ermittelt wegen antifaschistischen Demonstrationen in Favoriten

Es wur­den eini­ge Antifaschist_​innen wegen des Vor­wurfs des Rauf­han­dels vom BVT² als Beschul­dig­te gela­den. Die ver­meint­li­chen Täter_​innen soll das BVT über den Ein­satz von Gesichts­er­ken­nungs­soft­ware ermit­telt haben. Rauf­han­del ist ein Delikt mit sehr gerin­ger Straf­dro­hung, daher ist es umso absur­der, dass die umstrit­te­ne Ermitt­lungs­maß­nah­me der Gesichts­er­ken­nung für so ein Delikt ein­ge­setzt wur­de. Der Vor­wurf betrifft eine Situa­ti­on am Haupt­bahn­hof, die eben­falls von der Poli­zei her­bei­ge­führt wur­de. Nach einer gro­ßen anti­fa­schis­ti­schen Demo ließ die Poli­zei Demonstrationsteilnehmer_​innen nur in klei­nen Grüpp­chen den End­punkt der Ver­samm­lung ver­las­sen. Das wur­de sofort scharf kri­ti­siert, weil die­se Grüpp­chen ein leich­tes Ziel für die Faschis­ten waren. Die­se Tat­sa­che ließ die Poli­zei aber unbe­ein­druckt. Die weg­ge­hen­den Demonstrant_​innen wur­den schließ­lich, wie vor­her­ge­se­hen, von Faschis­ten atta­ckiert und mit einer Soft­gun bedroht. Nun wird gegen die lin­ken Aktivist_​innen, die Ziel des Angriffs waren, ermit­telt und sie wer­den als Beschul­dig­te geführt. Egal wie das Ver­fah­ren aus­ge­hen wird, bedeu­ten schon die Ermitt­lun­gen eine Belas­tung für die­se Per­so­nen: Es wur­de und wird in ihre Pri­vat­sphä­re ein­ge­drun­gen, es fal­len Ver­tei­di­gungs­kos­ten an und ein Straf­ver­fah­ren bedeu­tet immer eine zeit­li­che und emo­tio­na­le Belas­tung.

Soll­tet ihr auch wegen den Ereig­nis­sen in Favo­ri­ten von Ermitt­lun­gen betrof­fen sein, mel­det euch bit­te unter rechtsinfokollektiv@​riseup.​net oder bei der Roten Hil­fe Wien!

Soll­tet ihr gera­de etwas Geld übrig haben, spen­det bit­te hier.

Mit dem Geld sol­len die Ver­fah­rens­kos­ten der Beschul­dig­ten gedeckt wer­den, soll­te etwas übrig blei­ben, wird es ande­ren Repres­si­ons­fäl­len zur Ver­fü­gung gestellt. Bit­te denkt auch dar­an, dass der­zeit coro­nabe­dingt kei­ne Soli­par­tys statt­fin­den kön­nen und daher Spen­den die ein­zi­ge Mög­lich­keit sind, Ver­fah­rens­kos­ten abzu­de­cken.

Gemein­sam gegen Faschis­mus! Gemein­sam gegen Repres­si­on! Gemeint sind wir alle!

Zum Wei­ter­le­sen:

„Graue Wöl­fe“:

https://​kvin​fo​la​den​wels​.wor​d​press​.com/​t​a​g​/​g​r​a​u​e​-​w​o​l​fe/

https://​www​.bon​va​lot​.net/​i​n​-​d​i​e​s​e​n​-​s​t​a​e​d​t​e​n​-​h​a​b​e​n​-​d​i​e​-​g​r​a​u​e​n​-​w​o​e​l​f​e​-​i​n​-​o​e​s​t​e​r​r​e​i​c​h​-​i​h​r​e​-​t​r​e​f​f​p​u​n​k​t​e​-​8​42/

Gesichts­er­ken­nung:

Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge zur Gesichts­er­ken­nung

https://​netz​po​li​tik​.org/​2​0​2​0​/​p​o​l​i​z​e​i​-​n​u​t​z​t​-​g​e​s​i​c​h​t​s​e​r​k​e​n​n​u​n​g​-​f​u​e​r​-​d​e​m​o​n​s​t​r​a​t​i​o​n​e​n​/​#​v​o​r​s​c​h​a​l​t​b​a​n​ner

https://​www​.der​stan​dard​.de/​s​t​o​r​y​/​2​0​0​0​1​1​9​9​9​6​3​2​9​/​p​o​l​i​z​e​i​-​n​u​t​z​t​-​n​e​u​e​-​g​e​s​i​c​h​t​s​e​r​k​e​n​n​u​n​g​-​u​m​-​d​e​m​o​n​s​t​r​a​n​t​e​n​-​z​u​-​i​d​e​n​t​i​f​i​z​i​e​ren

¹ Es sam­mel­ten sich an besag­tem Abend hun­der­te Faschis­ten in sehr auf­ge­heiz­ter Stim­mung im Wie­land­park, die Poli­zei zog aus der Gegend ab und mach­te so den Faschis­ten den Weg frei. Klar war, dass die Faschis­ten das Ernst Kirch­we­ger Haus angrei­fen wür­den, sobald sie freie Bahn hat­ten: Sie grif­fen es mit Wurf­ge­schos­sen an und ver­such­ten die Türen auf­zu­bre­chen und mit Schlag­stö­cken ins Gebäu­de zu gelan­gen.

² Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz und Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung

https://​at​.rechts​in​fo​kol​lek​tiv​.org

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