[GAM:] Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften aufbauen!

Gegen­wehr! Betriebs- und Gewerk­schafts­in­to der Grup­pe Arbei­ter­In­nen­macht, Sep­tem­ber 2020

Die Ver­net­zung für kämp­fe­ri­sche Gewerk­schaf­ten (VKG) wur­de im Janu­ar in Frank­furt auf einer Kon­fe­renz von über 150 Kol­le­gIn­nen gegrün­det. Ziel ist es, über Bran­chen und regio­na­le Gren­zen hin­weg Kämp­fe zu unter­stüt­zen und zöger­li­ches Vor­ge­hen und Blo­cka­den sei­tens der Gewerk­schafts­füh­run­gen zu bekämp­fen.

Die Kri­se hat sich seit­her ver­schärft und zugleich sind die Füh­run­gen noch näher an Unter­neh­men und Regie­run­gen her­an­ge­rückt. Eine Ver­net­zung aller, die ver­ste­hen, dass die­ser Kurs neue und ver­hee­ren­de Nie­der­la­gen brin­gen wird, ist noch wich­ti­ger!

Im Anti­kri­sen­pro­gramm der VKG heißt es: „Die Angrif­fe auf Kolleg*innen häu­fen sich, aber zunächst sind es ver­ein­zel­te Angrif­fe – auf Arbeits­plät­ze, Arbeits­be­din­gun­gen, Ein­kom­men. Damit die Kolleg*innen sehen, dass sie nicht allein sind, ist es auch schon jetzt nötig, gemein­sa­me Mobi­li­sie­run­gen zu orga­ni­sie­ren. Dafür bie­ten die anste­hen­den Tarif­run­den eine wich­ti­ge Chan­ce. Sie dür­fen nicht als wie­der­keh­ren­des Ritu­al ver­stan­den wer­den – ange­sichts der his­to­ri­schen Kri­se, soll­ten sie genutzt wer­den, um eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Bewe­gung zu ent­fa­chen, die deut­lich macht: die Gewerk­schaf­ten wer­den nicht hin­neh­men, dass die Mas­se der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung für die Las­ten der Kri­se zur Kas­se gebe­ten wird und ihr Lebens­stan­dard gesenkt wird, wäh­rend das obe­re Pro­zent wei­ter Mil­li­ar­den schef­felt. Eine bun­des­wei­te Demons­tra­ti­on oder ein bun­des­wei­ter Pro­test- und Akti­ons­tag der DGB-Gewerk­schaf­ten und sozia­ler Bewe­gun­gen und Orga­ni­sa­tio­nen soll­te schon jetzt im Herbst geplant wer­den. Das gemein­sa­me Mot­to soll­te lau­ten: Wir zah­len nicht für die­se Kri­se.

Vernetzung in Gewerkschaften

Es stimmt, dass das nicht von allei­ne pas­sie­ren wird. Doch auch, wenn es nach einer schwie­ri­gen Auf­ga­be klingt, ist doch eines klar: wenn ein sol­cher Kurs­wech­sel nicht pas­siert, wenn kei­ne kon­se­quen­te Gegen­wehr gegen die dro­hen­den Angrif­fe orga­ni­siert wird, dann sind die Aus­sich­ten für die Mas­se der Beschäf­tig­ten mehr als düs­ter.

Des­halb müs­sen alle, die heu­te von den Angrif­fen der Unter­neh­men betrof­fen sind, begin­nen, sich mit ihren Kolleg*innen zusam­men­zu­tun und zu weh­ren. Wir müs­sen gemein­sam eine Wen­de in den Gewerk­schaf­ten ein­for­dern. Alle, die unse­re Ansicht tei­len, kön­nen mit uns gemein­sam aktiv wer­den – in den Gewerk­schaf­ten und in kon­kre­ten betrieb­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen!“

https://​www​.ver​net​zung​.org/​a​n​t​i​k​r​i​s​e​n​p​r​o​g​r​a​m​m​-​d​e​r​-​v​kg/

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