[GAM:] Wir zahlen nicht für Corona und Krise! Volle Mobilisierung in den Tarifrunden!

Gegen­wehr! Betriebs- und Gewerk­schafts­in­to der Grup­pe Arbei­ter­In­nen­macht, Sep­tem­ber 2020

Coro­na wur­de zum Anlass genom­men, alle Tarif­run­den zu ver­schie­ben. Drin­gend nöti­ge Lohn­er­hö­hun­gen wur­den ver­tagt.

Die gro­ße Mehr­heit von uns hat Ein­kom­mens­ver­lus­te hin­neh­men müs­sen: Durch Kurz­ar­beit, Ver­lust von Jobs oder auch durch Stun­den­kür­zun­gen und Lohn­sen­kun­gen. Zugleich sind Prei­se und Mie­ten wei­ter gestie­gen. Wir brau­chen also mehr Geld und das ziem­lich drin­gend!

Wie immer erklä­ren die Unter­neh­men und die öffent­li­chen Arbeit„geber“Innen, dass jede For­de­rung unse­rer­seits unan­ge­bracht und über­zo­gen ist. Alle schö­nen Wor­te von den „Hel­dIn­nen“, von Auf­op­fe­rung und Arbeit unter erschwer­ten und gefähr­li­chen Bedin­gun­gen ver­flie­gen, sobald es ums Geld geht. Sehr deut­lich wird das im Gesund­heits­we­sen, wo z. B. den Beschäf­tig­ten von CFM an der Cha­ri­té ein Tarif­ver­trag ver­wei­gert und ihr Streik mit Kün­di­gungs­dro­hun­gen und Streik­bruch beant­wor­tet wird. Und die­se Beleg­schaft ist nicht die ein­zi­ge.

Drei Din­ge fol­gen dar­aus für alle Tarif­run­den, die jetzt anste­hen:

  • Wir wer­den kämp­fen müs­sen! Streiks und Urab­stim­mun­gen müs­sen schon jetzt vor­be­rei­tet wer­den. Weil wir über­all mit der glei­chen Pro­pa­gan­da und der glei­chen Poli­tik kon­fron­tiert wer­den, müs­sen alle Mobi­li­sie­run­gen von allen Gewerk­schaf­ten und Bran­chen koor­di­niert und die Kraft gebün­delt wer­den! Aktio­nen, Demons­tra­tio­nen und Streiks müs­sen koor­di­niert wer­den! Dafür müs­sen wir in unse­ren Gewerk­schaf­ten kämp­fen. Mit den übli­chen Ritua­len kön­nen wir nichts rei­ßen und ver­lie­ren alle!
  • Wir brau­chen eine Ant­wort auf die Kri­se. Denn auch, wenn die Unter­neh­men, die Poli­tik und die Medi­en immer die glei­che Melo­die in der Tarif­run­de sin­gen, es gibt eine Kri­se. Vie­le Fir­men haben ent­las­sen oder haben das vor, vie­le ste­hen vor der Insol­venz. Wir müs­sen also sagen, wo das Geld her­kom­men soll. Aber vor allem müs­sen wir sagen, wie Ent­las­sun­gen, Per­so­nal­ab­bau und Arbeits­lo­sig­keit bekämpft wer­den kön­nen. Wir brau­chen eine Bewe­gung von allen, die nicht wol­len, dass wie­der die Beschäf­tig­ten und dar­über hin­aus die gan­ze arbei­ten­de Bevöl­ke­rung und die sozi­al Schwa­chen für die Kri­se bezah­len, wäh­rend das Kapi­tal und die Rei­chen noch mehr an sich rei­ßen. Wir zah­len nicht für eure Kri­se!
  • Wir brau­chen eine Bewe­gung in unse­ren Gewerk­schaf­ten, die Schluss macht mit dem Kuschel­kurs mit der Regie­rung und dem Bet­teln bei den Unter­neh­mens­lei­tun­gen. Wir müs­sen uns auf unse­re eige­ne Kraft besin­nen! Wir brau­chen Initia­ti­ven von unten, wir müs­sen selbst aktiv wer­den!

Wir brau­chen also ein gemein­sa­mes Akti­ons­pro­gramm, das alle not­wen­di­gen For­de­run­gen ver­eint und auf­ein­an­der abstimmt und das Vor­schlä­ge macht, wie die Kraft der Gewerk­schaf­ten und dar­über hin­aus aller Beschäf­tig­ten mobi­li­siert wer­den kann. Dabei dür­fen wir uns auf den Appa­rat nicht ver­las­sen. Wir müs­sen selbst den Auf­bau einer klas­sen­kämp­fe­ri­schen Basis­be­we­gung, einer orga­ni­sier­ten Oppo­si­ti­on und poli­ti­schen Alter­na­ti­ve zum Appa­rat in Betrieb und Gewerk­schaft ange­hen.

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