[labournet:] [Asgaard] Deutsche Sicherheitsfirma: Rechtes Netzwerk mit Behördenkontakten? Leitete Polizist geheime Daten weiter?

get out of controlEine Fir­ma, die Per­so­nen­schüt­zer in den Irak ent­sen­det, steht unter dem Ver­dacht, von Rechts­ra­di­ka­len beein­flusst zu sein. Sie soll ein Netz­werk unter­hal­ten, das weit in die Behör­den hin­ein­reicht. Meh­re­re deut­sche Sicher­heits­be­hör­den beschäf­ti­gen sich der­zeit mit der in Hamm ansäs­si­gen Fir­ma Asgaard – dies erge­ben Recher­chen des ARD-Poli­tik­ma­ga­zins Kon­tras­te in Koope­ra­ti­on mit dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin “Der Spie­gel”. Die Behör­den treibt die Sor­ge um, dass Asgaard enge Kon­tak­te in die Bun­des­wehr sowie in meh­re­re deut­sche Sicher­heits­be­hör­den auf Bun­des- und Län­der­ebe­ne hin­ein unter­hält. Offen­bar ist die Fir­ma rechts­ra­di­kal beein­flusst. Das Geschäft von Asgaard besteht haupt­säch­lich aus dem Rekru­tie­ren und Ver­mit­teln von Sicher­heits­per­so­nal, meist ehe­ma­li­gen Spe­zi­al­kräf­ten aus Bun­des­wehr und Poli­zei – für einen Auf­trag, bei dem es um Objekt- und Per­so­nen­schutz in der ira­ki­schen Haupt­stadt Bag­dad geht. Auf Fotos posie­ren die Asgaard-Mit­ar­bei­ter schwer bewaff­net mit Sturm­ge­weh­ren und deut­scher Fah­ne auf der Brust – optisch sehen sie aus wie eine mili­tä­ri­sche Spe­zi­al­ein­heit. (…) Geführt wird das Unter­neh­men aus Hamm von Dirk G., einem ehe­ma­li­gen Fall­schirm­jä­ger der Bun­des­wehr. G., so bezeu­gen es meh­re­re Quel­len gegen­über Kon­tras­te, soll sich wie­der­holt ras­sis­tisch geäu­ßert haben. Ein Foto, das Kon­tras­te vor­liegt, zeigt G. mit einer Büs­te eines Wehr­machts­sol­da­ten, lachend zeigt er mit dem Fin­ger auf ein Eiser­nes Kreuz auf der Büs­te. (…) Immer wie­der, so berich­ten es ehe­ma­li­ge und akti­ve Mit­ar­bei­ter der Fir­ma, soll G. in sei­ner Fir­ma auch poli­tisch agi­tiert haben. So soll er die Legi­ti­mi­tät der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Fra­ge gestellt haben…” Bei­trag von Georg Heil und Lisa Wandt vom 17.09.2020 bei tages​schau​.de externer Link, sie­he dazu wei­te­re Infor­ma­tio­nen:

  • Rech­tes Netz­werk? Umstrit­te­ne deut­sche Sicher­heits­fir­ma
    Eine pri­va­te Sicher­heits­fir­ma aus Deutsch­land wirbt hoch­spe­zia­li­sier­te Män­ner aus Poli­zei und Bun­des­wehr für den Per­so­nen­schutz im Irak an. Kon­tras­te-Recher­chen zei­gen: unter ihnen sind auch Män­ner, die aktu­ell noch im Dienst von Poli­zei und Bun­des­wehr ste­hen. Einem akti­ven Poli­zei­be­am­ten wird nun vor­ge­wor­fen, er habe sich bestechen las­sen und Daten aus Poli­zei­sys­te­men wei­ter­ge­ge­ben. Gegen einen Sol­da­ten aus dem Umfeld der Fir­ma wird ermit­telt wegen Ter­ror­ver­dachts. Womit haben wir es hier zu tun? Und wel­che Rol­le spielt die rechts­ra­di­ka­le Gesin­nung eines Geschäfts­füh­rers der Fir­ma?…” Text und Video des Bei­trags von Georg Heil und Lisa Wandt am 17.9.2020 in der Sen­dung Kon­tras­te beim rbb externer Link
  • Ver­bin­dung zu Sicher­heits­fir­ma: Lei­te­te Poli­zist gehei­me Daten wei­ter?
    Einem Poli­zis­ten aus Hes­sen wird vor­ge­wor­fen, Dienst­ge­heim­nis­se an eine pri­va­te Sicher­heits­fir­ma ver­ra­ten zu haben. Der 41-Jäh­ri­ge soll zudem ohne Geneh­mi­gung für das Unter­neh­men gear­bei­tet haben. In Bag­dad sta­tio­nier­te Mit­ar­bei­ter der Fir­ma sind laut einem Bericht mehr­fach rechts­ex­trem auf­ge­fal­len. Gegen einen 41 Jah­re alten hes­si­schen Poli­zis­ten läuft ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen der Ver­let­zung von Dienst­ge­heim­nis­sen und der Bestech­lich­keit. Der Beam­te des Poli­zei­prä­si­di­ums Frank­furt soll für eine pri­va­te Sicher­heits­fir­ma aus Nord­rhein-West­fa­len gear­bei­tet haben, ohne sich die­se Neben­tä­tig­keit geneh­mi­gen zu las­sen, teil­ten die Staats­an­walt­schaft Frank­furt und das hes­si­sche Lan­des­kri­mi­nal­amt (LKA) in einer gemein­sa­men Erklä­rung mit. Zuvor hat­ten das ARD-Poli­tik­ma­ga­zin “Kon­tras­te” und das Nach­rich­ten­ma­ga­zin “Spie­gel” dar­über berich­tet. Nach Anga­ben der Ermitt­ler besteht zudem der Ver­dacht, dass der 41-Jäh­ri­ge unrecht­mä­ßi­ge Abfra­gen aus poli­zei­li­chen Daten­ban­ken durch­ge­führt hat, um sich mit die­sen Infor­ma­tio­nen bei sei­ner nicht geneh­mig­ten Neben­tä­tig­keit per­sön­lich zu berei­chern. Dem Poli­zei­be­am­ten sei als Kon­se­quenz ver­bo­ten wor­den, sei­ne Dienst­ge­schäf­te wei­ter durch­zu­füh­ren. Außer­dem sei ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen ihn ein­ge­lei­tet wor­den. (…) Video­auf­nah­men aus dem Jahr 2017, die dem “Spie­gel” vor­lie­gen, sol­len bele­gen, wie die Mit­ar­bei­ter im Irak die Nazi­zeit ver­herr­lich­ten. Dem­nach hängt in einem Auf­ent­halts­raum eine Reichs­kriegs­flag­ge, wäh­rend im Flur der Wehr­machts­spruch “Klagt nicht, kämpft” prangt. Zudem sol­len Mit­ar­bei­ter der Fir­ma mehr­fach rechts­ex­tre­me Sprü­che geäu­ßert haben. Auch der nun beschul­dig­te Poli­zist aus Hes­sen soll für Asgaard in Bag­dad gear­bei­tet haben.” Mel­dung vom 17. Sep­tem­ber 2020 bei n‑tv.de externer Link

Der Bei­trag [Asgaard] Deut­sche Sicher­heits­fir­ma: Rech­tes Netz­werk mit Behör­den­kon­tak­ten? Lei­te­te Poli­zist gehei­me Daten wei­ter? erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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