[perspektive:] FFF und Ende Gelände: Corona kann Umweltbewegung nicht stoppen

In den kommenden Tagen werden erneut in ganz Deutschland große Demonstrationen und Aktionen des „zivilen Ungehorsam“ stattfinden. Die Protesttage von Ende Gelände und der globale Klimastreik der Fridays for Future-Bewegung werden dieses mal zusammen begangen.

Auch wenn in den letz­ten Mona­ten die meis­ten Groß­ver­an­stal­tun­gen abge­sagt wur­den, die Aktio­nen der Kli­ma- und Umwelt­be­we­gung Ende die­ser Woche wer­den es nicht.

Die Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung Fri­days For Future kün­digt für den 25. Sep­tem­ber einen glo­ba­len Kli­ma­ak­ti­ons­tag an. Bun­des­weit wer­den in hun­der­ten Städ­ten Pro­test­ak­tio­nen statt­fin­den, um auf die Dring­lich­keit und glo­ba­le Ungleich­heit der Kli­ma­kri­se auf­merk­sam zu machen. Zudem wird es welt­weit Aktio­nen und Streiks zur Ein­hal­tung der 1,5‑Grad-Grenze geben.

„Die Pan­de­mie zeigt uns umso deut­li­cher wie sozi­al unge­recht unse­re Gesell­schaft ist. Die Kli­ma­kri­se wird kei­nen Halt vor pre­kä­ren Leben­s­i­tua­tio­nen machen – son­dern die­se ver­schlim­mern. Wir müs­sen end­lich Kli­ma­schutz mit sozia­ler Gerech­tig­keit zusam­men den­ken“, so Fri­days For Future-Spre­cher Quang Anh Paasch.

Par­al­lel zu den Aktio­nen von FFF kün­digt auch das Akti­ons­bünd­nis Ende Gelän­de vom 25.–27. Sep­tem­ber Aktio­nen des zivi­len Unge­hor­sams und Blo­cka­den von Koh­le- und Gas-Infra­struk­tur im Rhein­land an.

Dazu Ron­ja Weil, Pres­se­spre­che­rin von Ende Gelän­de: „Ein Koh­le­aus­stieg 2038 ist ein Kli­ma­ver­bre­chen! Noch 18 wei­te­re Jah­re Koh­le machen es unmög­lich, die Erd­er­hit­zung auf 1,5 Grad zu begren­zen. Jetzt wird ent­schie­den, was vom Pari­ser Abkom­men noch übrig bleibt: Wir leis­ten zivi­len Unge­hor­sam gegen die wahn­sin­ni­ge Koh­le­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung.“

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben sich jeweils meh­re­re tau­send Men­schen aus ganz Deutsch­land und zum Teil dem euro­päi­schen Aus­land an den Aktio­nen von Ende Gelän­de betei­ligt.

Sowohl Ende Gelän­de als auch Fri­days for Futur haben für ihre Aktio­nen eige­ne Hygie­nekon­zep­te erar­bei­tet, um eine mög­lichst siche­re Teil­nah­me an den Aktio­nen zu gewähr­leis­ten.

Der Bei­trag FFF und Ende Gelän­de: Coro­na kann Umwelt­be­we­gung nicht stop­pen erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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