[KgK:] Doppelpunkt für Barrierefreiheit: Warum wir das Gendersternchen nicht mehr benutzen

Vie­le Benutzer:innen ver­wen­den einen Screen­rea­der, also eine Assis­tenz­soft­ware, die einen Text vor­liest und einem so hilft, wenn man den Text nicht sehen kann. Vor allem Blin­de benut­zen die­se Soft­ware. Screen­rea­der lesen die meis­ten Son­der­zei­chen mit ihrem Namen vor, wäh­rend der Dop­pel­punkt ein­fach mit einer Pau­se vor­ge­le­sen wird. Also “Arbei­ter Unter­strich Innen” vs “Arbei­ter Innen”.

Die Vari­an­te mit dem Dop­pel­punkt ist also deut­lich ange­neh­mer anzu­hö­ren. Inhalt­lich gibt es kei­nen Unter­schied zwi­schen Gen­der­stern­chen, Unter­strich und Dop­pel­punkt: In allen drei Vari­an­ten geht es um “Men­schen aller Geschlech­ter” (auch im Gegen­satz zum Binnen‑I, das nor­ma­ler­wei­se nur Män­ner und Frau­en mit ein­schließt.)

Wir haben Leser:innen aus den unter­schied­lichs­ten Situa­tio­nen und mit den unter­schied­lichs­ten Bedin­gun­gen, und immer­hin ist ein guter Teil der Klas­se von Behin­de­run­gen und chro­ni­schen Krank­hei­ten betrof­fen!

Wir ver­su­chen ste­tig unse­re Arbeit zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Aktu­ell arbei­ten wir des­halb an eini­gen Ver­bes­se­run­gen, und ver­su­chen unse­re Sei­te bar­rie­re­frei­er zu machen. Bis alles umge­setzt ist, dau­ert es noch etwas, aber das Gen­der-Zei­chen zu ändern geht schnell, des­we­gen machen wir das auch jetzt schon. Das Archiv mit über 5.000 Arti­keln wird selbst­ver­ständ­lich auch fol­gen.

In die­sem Sin­ne: Viel Spaß, Freu­de, Anre­gun­gen und poli­ti­sche Wei­ter­ent­wick­lung mit unse­ren Arti­keln, lie­be Leser:innen!

Klas­se Gegen Klas­se