[perspektive:] Türkische Geheimdienstagenten planten Anschläge auf PolitikerInnen in Österreich

Der Skandal um die Aktivitäten des türkischen Geheimdienstes MIT in Österreich zieht noch weitere Kreise. Offenbar waren Mordanschläge auf mehrere österreichische PolitikerInnen geplant worden.

Schon im August war bekannt gewor­den, dass Agen­tIn­nen des MIT in Öster­reich Demons­tra­tio­nen von Kri­ti­ke­rIn­nen des tür­ki­schen Regimes aus­ge­späht hat­ten und ver­mut­lich auch Angrif­fe gegen tür­ki­sche und kur­di­sche oppo­si­tio­nel­le Ver­ei­ne in Wien koor­di­niert hat­ten.

Wel­che Rol­le spielt der tür­ki­sche Geheim­dienst bei den faschis­ti­schen Angrif­fen in Wien?

An der Auf­de­ckung die­ser Vor­gän­ge betei­ligt waren unter ande­rem die Grü­nen Abge­ord­ne­te Beri­van Aslan und der Jour­na­list Peter Pilz. Gegen eben jene gab es allem Anschein nach kon­kre­te Anschlags­plä­ne.

Das zumin­dest behaup­tet Feyyaz Ö. Der Mann tür­ki­scher Staats­bür­ger­schaft hat sich den öster­rei­chi­schen Sicher­heits­be­hör­den gestellt, weil er offen­bar befürch­te­te, nach der Tat vom MIT fal­len gelas­sen zu wer­den und als gewöhn­li­cher Kri­mi­nel­ler in Öster­reich ver­ur­teilt zu wer­den. Er selbst ist pen­sio­nier­ter Agent des MIT.

Bei den Behör­den sag­te er aus, dass noch wei­te­re Agen­ten in Öster­reich in die Plä­ne ver­wi­ckelt sei­en. Er selbst habe für die Tat auf ein Signal aus Inns­bruck war­ten sol­len und sei selbst in Bel­grad ange­wor­ben wor­den.

Gefun­den wur­den bei ihm vom BVT zwei ita­lie­ni­sche Han­dys und ein Daten­stick mit Kon­takt­da­ten wei­te­rer MIT-Agen­ten. Den­noch infor­mier­te der Ver­fas­sungs­schutz in Öster­reich ein drit­tes poten­ti­el­les Opfer, den SPÖ-Abge­ord­ne­ten Andre­as Schnie­der, zunächst nicht.

Auch in Deutsch­land sind Schät­zun­gen zufol­ge 6.000 Kon­takt­per­so­nen und Agen­ten des MIT aktiv.

Der Bei­trag Tür­ki­sche Geheim­dienst­agen­ten plan­ten Anschlä­ge auf Poli­ti­ke­rIn­nen in Öster­reich erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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