[labournet:] Erfolg beim Runden Tisch: Bus- und Bahnpersonal wird nicht zur Maskenpolizei

Coronavirus, die Hetze und der Ausnahmezustand: China im Shitstorm“Die Zustän­dig­kei­ten beim The­ma Mas­ken­pflicht ste­hen fest. Nicht die Beschäf­tig­ten sind ver­ant­wort­lich, son­dern die staat­li­chen Behör­den. Dar­auf hat sich ein Run­der Tisch geei­nigt. (…) Einig­keit herrsch­te von Anfang an dar­über, dass mit der ein­ge­führ­ten Mas­ken­pflicht ein unver­zicht­ba­rer Bei­trag geleis­tet wird, das Covid-19-Infek­ti­ons­ri­si­ko zu mini­mie­ren. Für die defi­nier­ten Zustän­dig­kei­ten bei Sank­tio­nen brauch­te es etwas län­ger. So ist eine ins Spiel gebrach­te Ände­rung der Beför­de­rungs­be­din­gun­gen vom Tisch. Somit läge sonst das Ver­hän­gen von Buß­gel­dern für Mas­ken­muf­fel, bzw. deren Durch­set­zung bei Bus- und Bahn­un­ter­neh­men. (…) Ver­ein­bart wur­de wei­ter­hin, dass ab Anfang Okto­ber das Tra­gen einer Mas­ke bun­des­weit an soge­nann­ten Schwer­punkt­kon­troll­ta­gen über­prüft wird. Betei­ligt sind dar­an die Ver­kehrs­un­ter­neh­men, Ord­nungs- und Gesund­heits­äm­ter, die Poli­zei der Län­der und die Bun­des­po­li­zei. Beschlos­sen wur­de der Run­de Tisch auf der jüngs­ten Minis­ter­prä­si­den­ten- und der Ver­kehrs­mi­nis­ter­kon­fe­renz vor weni­gen Wochen. Zu oft und zu lan­ge herrsch­te Streit dar­über, wer die getrof­fe­nen Rege­lun­gen der Län­der und des Bun­des effek­tiv durch­set­zen soll, kann oder darf.“ Mel­dung vom 23.09.2020 bei der EVG externer Link, sie­he dazu auch die GDL und die Gemein­sa­me Erklä­rung zur Mas­ken­pflicht:

  • Mas­ken­pflicht in Bah­nen – Durch­set­zung nicht Sache der Zug­be­glei­ter
    “Wie bekannt, hat die Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz und Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel ein ein­heit­li­ches Buß­geld von 50 Euro bei Ver­stö­ßen gegen die Mas­ken­pflicht in Zügen beschlos­sen und woll­te die­ses von den Zug­be­glei­tern durch­set­zen las­sen. Die Gewerk­schaft Deut­scher Loko­mo­tiv­füh­rer (GDL) hat von Anfang an dage­gen­ge­hal­ten und davor gewarnt, die vor Ort arbei­ten­den Kol­le­gen sehen­den Auges ins Kreuz­feu­er zu schi­cken. Einen Tag vor dem Run­den Tisch hat­te die GDL sich mit einem offe­nen Brief an die Län­der­ver­kehrs­mi­nis­ter und das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um gewandt und gefor­dert, die­se ver­fehl­te Vor­ge­hens­wei­se zu revi­die­ren. „Wir sind davon über­zeugt, dass es gemein­sa­mes Ziel sein muss, unse­re Mit­glie­der vor Ort in den Zügen zu schüt­zen und sie nicht zum Prell­bock für Aggres­sio­nen wer­den zu las­sen“, so der GDL-Bun­des­vor­sit­zen­de Claus Weselsky. „Des­halb haben wir die­se Posi­ti­on auch im Rah­men des vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um ein­be­ru­fe­nen Run­den Tisches zur Mas­ken­pflicht im öffent­li­chen Per­so­nen­ver­kehr ver­tre­ten.“ Dem nun vor­lie­gen­den Beschluss des Run­den Tischs zufol­ge muss das Zug­be­gleit­per­so­nal die Mas­ken­pflicht in den Zügen zwar kon­trol­lie­ren, nicht aber durch­set­zen. Etwai­ge Maß­nah­men gegen Mas­ken­ver­wei­ge­rer tref­fen die Zug­be­glei­ter aus­schließ­lich in Abwä­gung der Gesamt­si­tua­ti­on und unter Wah­rung der eige­nen Unver­sehrt­heit. Auch das Erhe­ben von Buß­gel­dern erfolgt nicht durch das Zug­be­gleit­per­so­nal, son­dern liegt aus­schließ­lich bei den zustän­di­gen Behör­den, also der Bun­des­po­li­zei, der Lan­des­po­li­zei und den Ord­nungs­äm­tern. „Das ist eine gute Nach­richt für unse­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen“, so Weselsky. „Damit ist die Gefahr, durch das Ein­for­dern von Buß­gel­dern zur Ziel­schei­be wei­te­rer Aggres­sio­nen in einer ohne­hin gereiz­ten Atmo­sphä­re zu wer­den, abge­wen­det. Die nun getrof­fe­ne Ent­schei­dung ist das Ergeb­nis unse­res kon­se­quen­ten Ein­sat­zes für das gesam­te Zug­per­so­nal“.“ GDL-Pres­se­mit­tei­lung vom 23.09.2020 externer Link und Run­der Tisch: Gemein­sa­me Erklä­rung zur Mas­ken­pflicht externer Link

Der Bei­trag Erfolg beim Run­den Tisch: Bus- und Bahn­per­so­nal wird nicht zur Mas­ken­po­li­zei erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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