[de.indymedia:] (Tübingen) Gegendarstellung zu den Vorwürfen in der Gartensia /​Gartenstraße 7

Den Akti­ven (v.a. Frau­en) in der Gar­ten­stra­ße 7 wird Dul­dung sexis­ti­schen Ver­hal­tens und Täter­schutz durch die „Awa­reness-Crew Tübin­gen“ vor­ge­wor­fen (https://​de​.indy​m​e​dia​.org/​n​o​d​e​/​1​0​9​857). Damit steigt die Awa­reness-Crew voll auf die Ins­tra­gram-Kam­pa­gne „Kon­se­quen­zia“ ein, die von zwei Per­so­nen, die aus der G7 flo­gen, betrie­ben wird. Dass Kon­se­quen­zia aller­dings selbst 7 Per­so­nen aus dem Haus G7 gemobbt (durch Anschrei­hen, Beschimp­fen, emo­tio­nal Ver­let­zen, teil­wei­se auch hand­greif­lich Pro­vo­zie­ren) hat, 6 Media­ti­ons­an­ge­bo­te von den Akti­ven im Haus abge­lehnt hat und dann am Ende selbst wegen Ver­stoß gegen den Haus­kon­sens aus dem Haus flog, bleibt ver­deckt. Die Awa­reness-Crew deckt und ent­schul­digt mit die­sem ein­sei­ti­gen Pos­ting das Mob­bing und ras­sis­ti­sche und chau­vi­nis­ti­sche Aus­sa­gen („der soll sich quä­len bis er sich umbringt“) und For­de­run­gen („die scheiß Aus­län­der sol­len raus“) von Kon­se­quen­zia in die­sem Zusam­men­hang. Alles was Kon­se­quen­zia nach dem sexua­li­sier­ten Über­griff durch­ge­zo­gen hat, auch wenn der zwi­schen­zeit­lich auch nach Kon­se­quen­zi­as Aus­sa­ge als geklärt galt, weil die Täter­per­son (ein min­der­jäh­ri­ger obdach­lo­ser Bett­ler) raus­ge­wor­fen wur­de, sei okay. Weil: Defi­ni­ti­ons­macht.
Die­ses Vor­ge­hen durch die Awa­reness-Crew ist fatal. Es zieht das Kon­zept der Awa­reness durch den Cacao. Wenn Defi­ni­ti­ons­macht so aus­ge­wei­tet und ent­stellt wird, gibt es einer jeden Per­son schier unbe­grenz­te Macht in die Hand, die sich traut eine Situa­ti­on als Über­griff zu defi­nie­ren. In die­sem Fall war der Über­griff ein län­ge­res Angaf­fen. Sicher kann das als Über­griff wahr­ge­nom­men wer­den, und auf kei­nen Fall soll dann dar­über dis­ku­tiert wer­den müs­sen! Aber mehr als die Täter­per­son kann mit die­sem Argu­ment nicht raus­ge­wor­fen wer­den, es darf nicht eine ent­grenz­te Macht raus­zu­wer­fen und zu mob­ben ver­lei­hen. In einem Pro­jekt wie die Gar­ten­stra­ße 7, wel­ches als ein­zi­ges der sonst ten­den­zi­all weiß-deutsch-aka­de­mi­schen Tübin­ger Haus­pro­jek­te auch obdach­lo­sen Bett­lern, meist aus Ost­eu­ro­pa, offen steht, kann nicht jede*R die*der nach so einem Über­griff nicht sofort ein­sich­tig ist als Täter­schüt­zer raus­ge­wor­fen wer­den!
Das kann und wird im Epp­le­haus gemacht, was auch gut ist, dass es sol­che Räu­me gibt. Aber es ist auch wich­tig, dass es end­lich mal ein Haus­pro­jekt schafft den gesell­schaft­li­chen ras­sis­ti­schen Sozi­al-Chau­vi­nis­mus nicht zu repro­du­zie­ren, und eben auch bet­teln­den Men­schen Wohn­raum ver­schafft. Die Gar­ten­sia hat trotz­dem immer ver­sucht den femi­nis­ti­schen Grund­kon­sens so gut wie mög­lich umzu­set­zen: die Über­grif­fe wur­den sofort auf dem Ple­num the­ma­ti­siert, der Kon­se­quen­zia wur­de sofort unter­stützt, nur die For­de­rung nach 100 Euro von der Täter­per­son wur­de kri­ti­siert. Als es dann zum Wunsch nach Raus­wurf der Täter­per­son kam, wur­de die­se auch rela­tiv schnell umge­setzt.
Was die Awa­reness-Crew hier betreibt ist Vic­tim-Shaming gegen­über den Akti­ven (vor allem Frau­en) in der G7, wel­che jetzt trotz aller Bemü­hun­gen, trotz Orga­ni­sie­rung von 6 Mode­ra­tio­nen, die alle­samt von Kon­se­quen­zia abge­lehnt wur­den, zu den „bösen Sexis­ten“ sti­li­siert wer­den. Daher folgt hier nun die Gegen­dar­stel­lung der Gar­ten­stra­ße 7.

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