[FRN:] ‚Agrarpolitik ist eine zentrale Größe der Umweltpolitik’ (Serie 998: CX – Corax – Umwelt – Grünes)

Aktu­ell wird in der Euro­päi­schen Uni­on eine Reform der EU-Land­wirt­schafts­po­li­tik ver­han­delt. Die Euro­päi­schen Staa­ten haben sich bereits geei­nigt. Jetzt muss die Reform noch vom EU-Par­la­ment abge­seg­net wer­den. In den wesent­li­chen Punk­ten hat das EU-Par­la­ment auch eine ähn­li­che Posi­ti­on. Kern der Reform ist die Teil­wei­se-Bin­dung von Direkt­zah­lun­gen an Umwelt­leis­tun­gen. Bis­lang wird ein­fach für die bewirt­schaf­te­te Flä­che ein gewis­ser Betrag gezahlt. Davon pro­fi­tie­ren vor allem gro­ße Betrie­be. Unter ande­rem Umwelt­schutz­ver­bän­de kri­ti­sie­ren das als Fehl­ge­lei­te­te Poli­tik. In Zukunft sol­len 20% der Sub­ven­tio­nen an Umwelt­schutz­auf­la­gen gekop­pelt wer­den. Wie die genau Aus­se­hen sol­len ent­schei­den die Mit­glied­staa­ten dann selbst. Das hat einen Kom­pro­miss zwi­schen den EU-Staa­ten ermög­licht. Die Bewer­tung der Reform fällt erwart­bar aus. Die deut­sche Agrar­mi­nis­te­rin Julia Klöck­ner hält die Reform für einen Sys­tem­wech­sel, der kon­ser­va­ti­ve Bau­ern­ver­band für eine deut­li­che Ver­än­de­rung und Umwelt­schutz­ver­bän­de wie der NABU oder Green­peace hal­ten die Reform für unzu­rei­chend. Wir haben mit Phil­lip Bränd­le von der Agrar­ge­mein­schaft bäu­er­li­che Land­wirt­schaft gespro­chen. Er ist dort Refe­rent für Agrar­po­li­tik. Read More