[FRN:] ‚Ein historischer Wahlsieg der Bürgerrechtsbewegung’ (Serie 1005: CX – Corax – Politik – Makro)

Am Wochen­en­de ist in Chi­le über ein Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum abge­stimmt wor­den. Das Refe­ren­dum ist die Fol­ge einer Pro­test­be­we­gung die seit einem Jahr in Chi­le für gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen kämpft. Aus­lö­ser der Pro­test­be­we­gung war der Kampf gegen eine Erhö­hung der Fahr­prei­se in der U‑Bahn der Haupt­stadt Sant­ia­go de Chi­le. Weil die Lebens­hal­tungs­kos­ten hoch und die Ein­kom­men nied­rig sind hät­te die Erhöh­nung für vie­le Chilen*innen einen kras­sen Ein­schnitt bedeu­tet. Aus den Pro­tes­ten hat sich dann eine Bewe­gung ent­wi­ckelt. Gegen die extre­me sozia­le Ungleich­heit und auch gegen eine Gesell­schaft die immer noch stark von der wirt­schafts­li­be­ra­len Pino­chet-Dik­ta­tur geprägt ist. Das äußert sich auch in der Ver­fas­sung, die als Erbe der Pino­chet-Dik­ta­tur gilt. Als Reak­ti­on auf die Pro­test­be­we­gung hat die Regie­rung ein Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum durch­ge­führt. Rund 78 % der Chilen*innen haben am Sams­tag nun für eine neue Ver­fas­sung gestimmt. Die­se soll von einer gewähl­ten ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung aus­ge­ar­bei­tet wer­den. Radio Corax hat mit Ingrid Wehr über das Refe­ren­dum gespro­chen. Sie ist Direk­to­rin der Hein­rich Böll-Stif­tung in Chi­le. Read More