[labournet:] Keineswegs nur in der CDU (und schon gar nicht „nur“ in Sachsen Anhalt) hat die Uniter-Bande ihre Leute

Dossier

Uniter„… Im Uniter e.V. haben sich vor allem akti­ve und ehe­ma­li­ge Sol­da­ten, Poli­zis­ten und pri­va­te Sicher­heits­leu­te zusam­men­ge­schlos­sen. Der Selbst­dar­stel­lung zufol­ge ist es ledig­lich ein kari­ta­ti­ves Berufs­netz­werk. Bereits vor einem Jahr hat die taz aber über Akti­vi­tä­ten des Ver­eins berich­tet, die der harm­lo­sen Selbst­dar­stel­lung wider­spre­chen: Über ein vom Bun­des­wehr­sol­da­ten André S. ali­as „Han­ni­bal“ ange­lei­te­tes para­mi­li­tä­ri­sches Trai­ning, über sek­ten­ar­ti­ge Struk­tu­ren und Kopf­gel­der auf Ver­rä­ter. Es ist auch lan­ge bekannt, dass es in Süd­deutsch­land gro­ße Über­schnei­dun­gen von Uniter und einer Prep­per-Chat­grup­pe gab, die Han­ni­bal als Admi­nis­tra­tor ver­wal­te­te. Der rechts­ex­tre­me Bun­des­wehr­of­fi­zier Fran­co A., der sich wegen Ter­ror­vor­wür­fen vor Gericht ver­ant­wor­ten muss, war damals bei Ver­eins­tref­fen dabei, bei ihm wur­de auch ein Uniter-Patch gefun­den. Uniter e.V. wird zwar nicht vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet, die Sicher­heits­be­hör­den gehen aber „Hin­wei­sen auf extre­mis­ti­sche Bestre­bun­gen“ nach…“ – aus dem Bericht „Ein obsku­rer Ver­ein“ von Sebas­ti­an Erb am 18. Dezem­ber 2019 in der taz online externer Link über die jüngs­ten Wei­te­run­gen in- und außer­halb der CDU. Sie­he dazu wei­te­re Berich­te – über Poli­zei­aus­bil­der und ihre Ver­eins­mit­glied­schaft…

  • Die Ver­net­zer: Poli­ti­ker und Sol­da­ten distan­zie­ren sich kaum von Uniter New
    “Die ein­lei­ten­den Wor­te, die der dama­li­ge Major Mar­cel B. zur Vor­stel­lung sei­nes Buches »Die unsicht­ba­ren Vete­ra­nen« an der Bun­des­wehr­uni­ver­si­tät in Ham­burg fand, wir­ken knapp vier Jah­re spä­ter aktu­el­ler denn je: »Wenn ich so hier in das Ple­num gucke: Hier mischen sich akti­ve Sol­da­ten, Reser­vis­ten, zivil Inter­es­sier­te, Medi­en­ver­tre­ter, Indus­trie­ver­tre­ter… Das freut mich wirk­lich.« Die rund zwan­zig­mi­nü­ti­ge Rede, die auf You­tube zu fin­den ist, dien­te der Wer­bung. Mar­cel B. beschreibt die Ver­net­zungs­ar­beit, die er gemein­sam mit sei­nem Ein­satz­ka­me­ra­den Björn S. geleis­tet hat. (…) In den vier Jah­ren danach ver­netzt Mar­cel B., mitt­ler­wei­le zum Oberst­leut­nant beför­dert, haupt­be­ruf­lich und bevor­zugt online. Er nutzt den Titel »Lei­ter Social Media im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung« (BMVg), den er sich offen­bar selbst ver­lie­hen hat. Als das NDR-Recher­che­ma­ga­zin »Pan­ora­ma« im Som­mer sei­ne Nähe zu rech­ten Bur­schen­schaf­ten auf­deckt, nimmt man eilig Abstand vom Mus­ter­of­fi­zier. Sei­ne Kar­rie­re in der Öffent­lich­keits­ar­beit gilt als been­det, heißt es aus BMVg-Krei­sen. Aus Vete­ra­nen­grup­pen jedoch erhält er wei­ter Rücken­de­ckung. Sei­ne Anhän­ger über­zie­hen den NDR mit einem Pro­test­sturm. Noch vor der Aus­strah­lung des Bei­trags gilt Mar­cel B. als Opfer eines angeb­li­chen Kam­pa­gnen­jour­na­lis­mus. (…) Das Anti­fa-Recher­che­team »Affeu« hat in den sozia­len Netz­wer­ken die Ver­bin­dun­gen rund um Mar­cel B. unter­sucht. Dabei wur­den Inhal­te offen­kun­dig, die mit der Vor­bild­funk­ti­on eines Bun­des­wehr­of­fi­ziers nicht ver­ein­bar sind. Immer wie­der tau­chen dabei Bezü­ge zum Ver­ein Uniter auf. Die­ser steht unter Beob­ach­tung des Ver­fas­sungs­schut­zes, nach­dem sowohl gegen den Grün­der André »Han­ni­bal« S. als auch gegen den Bun­des­wehr­of­fi­zier Fran­co A. wegen Ter­ror­ver­dachts ermit­telt wur­de, der Mit­glied in Uniter-Chat­grup­pen war. (…) Bis­lang scheint gegen die­se For­men der Online­ver­net­zung wohl auf­grund man­geln­der oder schwer her­zu­lei­ten­der Straf­tat­be­stän­de nichts unter­nom­men zu wer­den. Beson­ders irri­tie­rend ist die Uniter-Nähe aber dort, wo sie im rea­len Leben statt­fin­det. Fotos, die auf Twit­ter zu fin­den sind, zei­gen den Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tär Peter Tau­ber (CDU). Der schei­den­de BMVg-Beam­te ist auch Reser­vist und ver­fass­te offen­bar einen Dan­kes­brief an Leif S., der damals bei Uniter Mit­glied war. Ein Bild von Tau­ber in Uni­form zeigt ihn mit einen Ärmel­auf­nä­her eines Sol­da­ten­pro­jek­tes von Leif S. Auf nd-Anfra­ge teil­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um mit, es kön­ne »weder bestä­tigt noch aus­ge­schlos­sen wer­den, dass es sich um ein Schrei­ben aus der Hand des Staats­se­kre­tärs han­delt«…” Bei­trag von Dani­el Lücking bei neu­es Deutsch­land vom 24. Okto­ber 2020 externer Link
  • „Aus­bil­der war bei Uniter aktiv“ von Caren Ste­gel­mann und Mar­tin Krö­ger am 18. Dezem­ber 2019 in neu­es deutsch­land online externer Link zum „nächs­ten Fall“ unter ande­rem: „… Zu dem Fall des Dozen­ten an der Hoch­schu­le der Poli­zei hat­te der Prä­si­dent der Hoch­schu­le, Rai­ner Grie­ger, zunächst im «Tages­spie­gel» erklärt, dass der Dozent im Som­mer die­ses Jah­res beam­ten­recht­lich und straf­recht­lich über­prüft wor­den sei. Am Mitt­woch schob Grie­ger nach: «Ich habe nach inten­si­ven Prü­fun­gen und per­sön­li­chen Gesprä­chen mit dem Dozen­ten bis­her kei­ne Ver­an­las­sung gese­hen, ihn von sei­ner Auf­ga­be zu ent­bin­den.» Aber: «Gleich­wohl hat der Dozent selbst erkannt, dass die Dis­kus­sio­nen zu sei­ner Per­son in der Öffent­lich­keit das Anse­hen der im In- und Aus­land hoch aner­kann­ten Poli­zei­aus­bil­dung im Land Bran­den­burg beschä­di­gen und wird sei­ne Funk­ti­on und die Mit­glied­schaft im Uniter e.V. auf­ge­ben.» Außer­dem wur­de bekannt, dass der Dozent vor sei­nem Poli­zei­dienst in Bran­den­burg vom Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit der DDR zum Stu­di­um an die Sek­ti­on Kri­mi­na­lis­tik an die Hum­boldt-Uni­ver­si­tät ent­sandt wor­den war. Dass ein Aus­bil­der der Poli­zei der «Ost-Chef» beim Ver­ein Uniter ist, hat­te die Links­frak­ti­on im Bran­den­bur­ger Land­tag zuvor scharf kri­ti­siert...“

Siehe unter vielen Beiträgen im LabourNet Germany:

Der Bei­trag Kei­nes­wegs nur in der CDU (und schon gar nicht „nur“ in Sach­sen Anhalt) hat die Uniter-Ban­de ihre Leu­te erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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