[FRN:] ‚Egal was wir machen sie töten uns ja doch’ (Serie 999: CX – Corax – AntifaAntira)

Zehn Mor­de, vie­le Schwer­ver­letz­te durch Bom­ben­an­schlä­ge und 14 Bank­über­fäl­le – das ist die blu­ti­ge Spur der neo­na­zis­ti­schen Ter­ror­grup­pe Natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Unter­grund (NSU). Die Ver­bre­chen des NSU und das sich dar­an anschlie­ßen­de staat­li­che Ver­sa­gen bei der Auf­klä­rung der Ver­bre­chen ist wenig auf­ge­ar­bei­tet. Der media­le Umgang mit den Mor­den in den meis­ten deutsch­spra­chi­gen Medi­en war lan­ge geprägt von Igno­ranz, Dethe­ma­ti­sie­rung und Täter*innen-Opfer-Umkehr. Nach der Auf­de­ckung des NSU hat sich die Bericht­erstat­tung teil­wei­se geän­dert – über­wun­den ist die Igno­ranz aber noch nicht. Für den tür­kisch­spra­chi­gen Teil der Öffent­lich­keit in der Bun­des­re­pu­blik waren auch des­halb tür­kisch­spra­chi­ge Medi­en eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­ons­quel­le. Radio Corax hat mit Mel­tem Kula­ça­tan gespro­chen. Sie ist Poli­tik- und Erzie­hungs­wis­sen­schaft­le­rin an der Uni­ver­si­tät in Frank­furt und sie hat sich damit beschäf­tigt, wie der NSU-Kom­plex in der tür­kisch­spra­chi­gen Tei­löf­fent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird. Read More