[perspektive:] Erdbeben: Mindestens 43 Tote nach Erdbeben vor der Küste der Türkei

Ein starkes Erdbeben in der Ägäis hat am Freitag für Tote in der Türkei und in Griechenland gesorgt. Auf das Beben folgten kleinere Tsunamis, die die Situation noch einmal verschlimmerten. Bisher sind 43 Tote und rund ein tausend Verletzte gemeldet worden, doch die Bergungsarbeiten gehen weiter.

Das Beben wur­de mit einer Stär­ke zwi­schen 6,6 und 7,0 gemes­sen, was eine gro­ße Zer­stö­rungs­kraft das Bebens bedeu­tet. Das letz­te Beben die­ser Stär­ke hat­te es in der Regi­on in den 50ern gege­ben. Beson­ders schwer wur­den die Städ­te in der West­tür­kei von dem Beben getrof­fen.

Im tür­ki­schen Staats­fern­se­hen sind Bil­der und Vide­os von ein­ge­stürz­ten Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern und Staub­wol­ken über der Stadt Izmir zu sehen. Dort lau­fen aktu­ell die Ber­gungs­ar­bei­ten wei­ter. Es wird damit gerech­net, dass die Ber­gungs­teams meh­re­re Tage brau­chen wer­den, um die letz­ten Men­schen, die von Trüm­mern ver­schüt­tet wur­den, zu ber­gen.

Auf den Vide­os sind auch Ein­satz­kräf­te bei der Suche nach Ver­schüt­te­ten zu sehen. Sie suchen mit Hun­den, Taschen­lam­pen und teil­wei­se auch mit schwe­rem Gerät die Ein­sturz­stel­len ab. Die tür­ki­schen Behör­den rie­fen dazu auf, Stra­ßen nicht zu blo­ckie­ren und das Mobil­funkt­netz mög­lichst zu ent­las­ten.

In Grie­chen­land wur­den auf der Insel Samos zwei Men­schen durch das Erd­bee­ben getö­tet. Wei­te­re acht sei­en zur Behand­lung ins Kran­ken­haus gekom­men. Die Anwohner:innen wur­den nach dem ers­ten Beben gewarnt sich nicht in Gebäu­den und nicht an der Küs­te auf­zu­hal­ten. Nach einem Beben kön­nen wei­te­re Nach­be­ben fol­gen, von denen immer noch eine gro­ße Gefahr aus­ge­hen kann.

Die Mes­sun­gen erga­ben, dass meh­re­re Nach­be­ben mit Stär­ken über 4,0 wei­ter west­lich des Haupt­be­bens statt­ge­fun­den haben. Das Grie­chi­sche Fern­se­hen zeig­te Bil­der von über­flu­te­ten Küs­ten­pro­me­na­den, an denen das Was­ser Autos weg­s­pül­te. Für eine Zeit fiel auch der Strom aus.

Auf das Beben folg­ten klei­ne Tsu­na­mis

Ein Erd­be­ben in einer Küs­ten­re­gi­on bringt das Risi­ko eines Tsu­na­mis mit sich. Da es sich bei die­sem Beben um ein star­kes han­delt, waren die Befürch­tun­gen groß, dass schwe­re Über­flu­tun­gen fol­gen könn­ten.

Das Deut­sche Geo­for­schungs­zen­trum (GFZ) in Pots­dam mel­de­te sich am Frei­tag­mit­tag eben­falls zu Wort. Nach GFZ-Berech­nun­gen erreich­ten die Wel­len Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könn­ten an der Küs­te womög­lich bis zu drei Meter hoch auf­lau­fen.

Der Bei­trag Erd­be­ben: Min­des­tens 43 Tote nach Erd­be­ben vor der Küs­te der Tür­kei erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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