[KgK:] Die 10 reichsten Deutschen machten seit Corona 40 Milliarden neues Vermögen

Min­des­tens 600.000 Men­schen wur­den in Deutsch­land bis­her durch die Coro­na-Kri­se arbeits­los. Zwi­schen­zeit­lich muss­ten über 7 Mil­lio­nen Men­schen mit Kurz­ar­bei­ter­geld her­be Gehalts­ein­bu­ßen hin­neh­men. Doch wäh­rend vie­le Beschäf­tig­te und klei­ne Selbst­stän­di­ge um ihre Exis­tenz ban­gen, geht die Par­ty bei den Super­rei­chen wei­ter. Das Ver­mö­gen der zehn reichs­ten Deut­schen stieg seit Beginn der Pan­de­mie um über 40 Mil­li­ar­den auf 230 Mil­li­ar­den Euro, eine Stei­ge­rung von fast 18 Pro­zent.

Wann gab es zum letz­ten Mal einen Tarif­ab­schluss mit 18 Pro­zent Gehalts­stei­ge­rung? Im Öffent­li­chen Dienst haben sich Arbeit­ge­ber­ver­bän­de und Gewerk­schaf­ten gera­de auf 4,5 Pro­zent geei­nigt – ver­teilt über 28 Mona­te, was gera­de mal einem Infla­ti­ons­aus­gleich ent­spricht. Über die anste­hen­den Ver­hand­lun­gen in der Metall­bran­che sagt der künf­ti­ge Arbeit­ge­ber­prä­si­dent Rai­ner Dul­ger:

„Über Lohn­stei­ge­run­gen reden wir, wenn es etwas zu ver­tei­len gibt. Momen­tan steht alles im Minus. Es gibt nichts zu ver­tei­len. Alle müs­sen einen Bei­trag zur Bewäl­ti­gung der Kri­se leis­ten, auch die Beschäf­tig­ten.“

Ver­tei­lungs­spiel­raum gibt es anschei­nend nur, wenn die Ver­mö­gen­den noch rei­cher wer­den sol­len. In einem Face­book-Post hat der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Vic­tor Per­li von der Lin­ken die Ver­mö­gens­ent­wick­lung der acht Reichs­ten auf­ge­zeigt:

Unzäh­li­ge Men­schen lei­den wirt­schaft­lich unter der Coro­na-Kri­se: Sie haben weni­ger oder gar kein Ein­kom­men, sind…

Gepos­tet von Vic­tor Per­li am Frei­tag, 30. Okto­ber 2020

Wie kommt der Reichtum zustande?

Dis­coun­ter wie Aldi oder Lidl, deren Eigentümer:innen zu den reichs­ten Deut­schen gehö­ren, machen wäh­rend Coro­na wie gewohnt ihre Umsät­ze, teil­wei­se sogar mehr. Aber die Gehäl­ter blei­ben auf dem glei­chen nied­ri­gen Niveau. Ein:e Kassierer:in bei Lidl erhält in Voll­zeit je nach Regi­on gera­de mal etwa über 2.000 Euro brut­to. Eine Fami­lie lässt sich dadurch kaum ernäh­ren.

Aber auch in Bran­chen, in denen der Absatz zurück­ge­gan­gen ist, müs­sen die Eigentümer:innen nicht um ihren Reich­tum ban­gen. Bei­spiel BMW: Die­ses Jahr ließ der Kon­zern sei­ne 40.000 Beschäf­tig­ten teil­wei­se vom Staat über Kurz­ar­bei­ter­geld bezah­len. Im Som­mer kün­dig­te er an, 6.000 Stel­len strei­chen zu wol­len. Doch für die Aktionär:innen gab es sat­te Divi­den­den: 1,64 Mil­li­ar­den beka­men sie, davon pro­fi­tier­ten vor allem die Mehr­heits­eig­ner Susan­ne Klat­ten und Ste­fan Quandt.

Ähn­lich ging auch René Ben­ko vor, Mehr­heits­eig­ner bei Gale­ria Kar­stadt Kauf­hof und mit einem Ver­mö­gen von 5 Mil­li­ar­den einer der reichs­ten Men­schen Öster­reichs. Nach­dem die Waren­häu­ser im April im Lock­down vor­über­ge­hend schlie­ßen muss­ten, mel­de­te Ben­ko Insol­venz an. Die Bun­des­agen­tur für Arbeit zahl­te dut­zen­de Mil­lio­nen an Löh­nen über das Kurz­ar­bei­ter­geld und das Insol­venz­geld. Davon pro­fi­tier­te Ben­ko, der bis zu 5.000 Beschäf­tig­te feu­er­te und sich im Sep­tem­ber 100 Mil­lio­nen Divi­den­de gönn­te.

Die Reichen sollen für die Krise zahlen!

Die Ver­mö­gen­den bekämp­fen die Coro­na-Kri­se nicht, im Gegen­teil machen sie die Situa­ti­on noch schlim­mer. Sie müs­sen mas­siv besteu­ert wer­den, damit das Per­so­nal in den Kran­ken­häu­sern gut bezahlt wird und Per­so­nen, die in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten kom­men, aus­rei­chend Unter­stüt­zung bekom­men. Es braucht ein Ent­las­sungs­ver­bot, schlie­ßen­de Betrie­be müs­sen unter Kon­trol­le der Beschäf­tig­ten ver­staat­licht wer­den.

Dies muss Teil eines Kampf­pla­nes der Gewerk­schaf­ten sein, damit nicht wir, son­dern die Super­rei­chen in Deutsch­land für die Kri­se zah­len.

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