[gG:] Entweder du gehst mit der Zeit, oder du gehst mit der Zeit

(eng­lish below)

„Ent­we­der du gehst mit der Zeit, oder du gehst mit der Zeit“
Trig­ger Warning: Trans­feind­li­che Zita­te
Eine Stadt wie Ber­lin, die sich mit Diver­si­tät schmückt, darf trans­feind­li­chen Men­schen wie Ali­ce Schwar­zer kei­ne Büh­ne geben. Am 6.11.2020 woll­te Ali­ce Schwar­zer ihre Auto­bio­gra­fie im Baby­lon Ber­lin vor­stel­len. Die Ver­an­stal­tung wur­de ver­scho­ben. Ver­scho­ben bedeu­tet aber lei­der nicht abge­sagt! Zu der Sexarbeiter:innen feind­li­chen Posi­ti­on Schwarzer’s haben Grup­pen wie „Sex Worker Action Group“ genug gesagt (hier mehr dazu: https://​swac​tion​week​.wix​si​te​.com/​w​e​b​s​ite )
Als queer­fe­mi­nis­ti­sche Grup­pe ist es uns jedoch wich­tig, noch­mal genau­er auf das The­ma ihrer Trans­feind­lich­keit ein­zu­ge­hen.
Ali­ce im binä­ren Wun­der­land:
Schwar­zer akzep­tiert Men­schen die eines der Geschlech­ter „Mann“ oder „Frau“ haben. Sie respek­tiert auch Men­schen, die sich mit dem ihnen bei Geburt zuge­ord­ne­tem Geschlecht nicht wohl füh­len und sich in dem ande­ren binä­ren Geschlecht defi­nie­ren. Über jede ande­re Form der Geschlechts­iden­ti­tät macht sie sich jedoch lächer­lich.
„Queer­sze­ne leug­nen heu­te die Exis­tenz von „Frau­en“ und „Män­nern“ und spal­ten sie auf in X Iden­ti­tä­ten. Frau oder Mann soll sich ent­schei­den, was sie oder er nun ist: „cis-sexu­ell, trans­se­xu­ell, trans­gen­der, agen­der, demi­gen­der, non-bina­ry, pan­se­xu­ell, endo­ge­schlecht­lich (= nicht inter­se­xu­ell), gen­der­flu­id, inter­gen­der oder pan­gen­der. Ich scher­ze? Kei­nes­wegs. Die­se „geschlecht­li­chen Iden­ti­tä­ten“ sind im „Queer­le­xi­kon“ online im Ange­bot. Und das ist noch längst nicht alles. Auch das „sexu­el­le Ver­hal­ten“ wird klas­si­fi­ziert in: „ace-flu­id“ oder „gyno­se­xu­ell“, „cup­i­o­se­xu­ell“ etc. etc.
Wer nun glaubt, die­se so sek­tie­re­ri­schen Absur­di­tä­ten sei­en das Frei­zeit­ver­gnü­gen einer Min­der­heit, hat recht, aber: Die­ser Geist ist – zusam­men mit Unter­stri­chen, Stern­chen und LGBTIQA – längst Main­stream gewor­den, er steht in Amts­richt­li­ni­en und Feuil­le­tons.„
(Zitat: EMMA Januar/​Februar 2020, Arti­kel von Ali­ce Schwar­zer)
Wäh­rend sie Men­schen mit ande­ren Geschlech­tern ver­höhnt und als Frei­zeit­ver­gnü­gen dif­fa­miert (ver­leum­det), zeigt sich ihre Abnei­gung zu bio­lo­gi­scher Wis­sen­schaft­lich­keit, deren Ver­ständ­nis weit über zwei Geschlech­ter hin­aus geht.
(https://​sozio​lo​gieb​log​.hypo​the​ses​.org/​4​557)
Ali­ce Schwar­zer nimmt es sich her­aus, die Deu­tungs­ho­heit über das Geschlecht ande­rer Men­schen zu ergrei­fen und unter­schei­det zwi­schen „unech­ten“ und „ech­ten“ Trans­se­xu­el­len. Für sie sind Trans­se­xu­el­le nur dann Trans­se­xu­el­le, wenn sie aus einer aus­ge­präg­ten Abnei­gung her­aus ihren Kör­per ver­än­dern wol­len, was ein abso­lu­tes Abspre­chen indi­vi­du­el­ler selbst­be­stimm­ter Iden­ti­fi­ka­ti­on dar­stellt und stark über­grif­fig ist.
„Doch es ist gekippt: vom Ver­ständ­nis in Pro­pa­gan­da. Es ist heu­te wie im Mär­chen vom Aschen­put­tel, deren Schwes­tern sich die Zehen abge­hackt haben, um in den rich­ti­gen Schuh, die Rol­le der Braut zu pas­sen. Statt der stei­gen­den Zahl der Neo-Trans­se­xu­el­len, zuneh­mend Frau­en, zu sagen, dass sie auch ohne Hor­mo­ne und Ope­ra­tio­nen aus der Geschlech­ter­rol­le aus­bre­chen kön­nen, passt man ihren Kör­per der gewünsch­ten Rol­le an.
Und die Min­der­heit der ech­ten Trans­se­xu­el­len, deren tie­fer Kon­flikt nur durch Anpas­sung zu hei­len ist?“
(Zitat: EMMA Januar/​Februar 2020, Arti­kel von Ali­ce Schwar­zer)
Aus anti­fa­schis­ti­scher Per­spek­ti­ve ist es für uns noch ein­mal wich­tig kurz Schwarzer’s anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus zu beleuch­ten.
Denn wäh­rend sie der Mei­nung ist, dass Femi­nis­mus „von Anbe­ginn an gleich­zei­tig klas­sen- und rassenbewusst“(Zitat: EMMA Januar/​Februar 2020, Arti­kel von Ali­ce Schwar­zer) gewe­sen ist, (womit sie die his­to­risch nega­ti­ven Aspek­te des Femi­nis­mus in z. B. Ame­ri­ka leug­net), respek­tiert sie in ver­schie­de­nen Dis­kus­sio­nen die Gren­zen von Mus­li­ma nicht, macht sich über den Islam lus­tig, bedient dis­kri­mi­nie­ren­de Stig­ma­ta und setzt sich für ein Ver­bot des Kopf­tuchs ein. Aus unse­rer Sicht ist es eine Beschnei­dung der Reli­gi­ons­frei­heit und vor­al­lem eine Abb­spre­chung der indi­vi­du­el­len Selbst­be­stim­muns­g­rech­te von Frau­en.
Ali­ce Schwar­zer spiel­te in Deutsch­land eine zen­tra­le Rol­le in dem Femi­nis­mus der 2. Wel­le und hat viel für Frau­en in Deutsch­land erreicht. Ihre Posi­tio­nen sind aus unse­rer Sicht, aber nicht mehr bestän­dig, sie sind Sexarbeiter:innen exklu­siv, trans­feind­lich und ras­sis­tisch. Femi­nis­mus hin­ge­gen ist queer und inter­sek­tio­nal! Von daher:
Ent­we­der du gehst mit der zeit, oder du gehst mit der Zeit!

„Eit­her you go with time, or you go over time“
Trig­ger­warning: trans­pho­bic quo­tes
A city like Ber­lin, which pri­des its­elf with diver­si­ty, must not pro­vi­de a show­ca­se to trans­pho­bic peop­le like Ali­ce Schwar­zer.
On 6th Novem­ber 2020, Ali­ce Schwar­zer wan­ted to pro­mo­te her auto­bio­gra­phy at the Baby­lon Ber­lin. The event got delay­ed, but delay­ed does not mean can­ce­led! Groups like the „Sex Worker Action Group“ alrea­dy said enough about her anti-Sex­wor­ker posi­ti­on, but as a queer­fe­mi­nist group, it is of immense impor­t­ance to us, to have a clo­ser look at the topic of Trans­pho­bia.
Alice’s Adven­tures in bina­ry Won­der­land:
Schwar­zer accepts peop­le, who iden­ti­fy as eit­her one of the gen­ders „male“ or „fema­le“. She also respects peop­le, who do not feel com­for­ta­ble with their gen­der assi­gned after birth and ins­tead iden­ti­fy them­sel­ves with the other bina­ry gen­der. Howe­ver, any other kind of gen­der­iden­ti­ty is an object of redi­cu­lous­ness to her.
„The queer-sze­ne dem­ents­the exis­tence of «women» and «men» and split them up into X iden­ti­ties. Woman or Man needs to deci­de whe­ther they are: «cis-sexu­al, trans­se­xu­al, trans­gen­der, agen­der, demi­gen­der, non-bina­ry, pan­se­xu­ell, endo­gen­der (= not inter­se­xu­al), gen­der­flu­id, inter­gen­der or pan­gen­der. You think I’m joking? By no means. The­se «gen­der­iden­ti­ties» are found in the «que­er­dic­tion­a­ry» online. And that’s by no means all the­re is. Even the «sexu­al beha­viour» is clas­si­fied in: «ace-flu­id» or «gyno­se­xu­al», «cup­i­o­se­xu­al» etc. etc.
If you were to think now, that the­se sec­ta­ri­an absur­di­ties are the free­time enjoy­ment of a mino­ri­ty, you would be cor­rect, but: This Spi­rit has – tog­e­ther with unders­cores, aste­risks and LGBTIQA – alrea­dy beco­me main­stream. It is found in offi­cial docu­ments and Feuil­le­tons.“
(Quo­te: EMMA January/​February 2020, arti­cle by Ali­ce Schwa­rer)
While ridi­cu­ling and defa­ming peop­le with other gen­ders, her reluc­tance to bio­lo­gi­cal sci­ence comes to show. A sci­ence whichs under­stan­ding goes far bey­ond sim­ply 2 gen­ders. (https://​sozio​lo​gieb​log​.hypo​the​ses​.org/​4​557)
Ali­ce Schwar­zer claims the right to deter­mi­ne a per­sons gen­der for herself and dif­fe­ren­tia­tes bet­ween „true“ and „fake“ trans­se­xu­als. For her, a tran­se­xu­al is only ever a true tran­se­xu­al, if they want to chan­ge their body out of a pro­found aver­si­on. This results in a com­ple­te depri­va­ti­on of indi­vi­du­al and self-deter­mi­ned iden­ti­fi­ca­ti­on and con­sti­tu­tes in strong infrin­ge­ment.
„But it has shifted: from under­stan­ding to pro­pa­gan­da. It is just like in the fai­ry­ta­les of Cin­de­rel­la, who­se sis­ters chop­ped off their toes, ot fit the right shoe, the role of the bri­de. Ins­tead of tel­ling the rising num­bers of Neo-trans­se­xu­als, most­ly women, that they can break out of their gen­der­ro­le without hor­mons and sur­ge­ries, their bodys get adap­ted to fit the desi­red role.
And the mino­ri­ty of true Trans­se­xu­als, who­se deep con­flict is only cura­ble by adap­t­ati­on?“
(Quo­te: EMMA January/​February 2020, arti­cle by Ali­ce Schwar­zer)
From an anti­fa­scists point of view, it is also important to take a look at Schwarzer’s anti-Mus­lim racism.
Becau­se while she is con­vin­ced that femi­nism was „class- and race-con­cious from the begin­ning on“ (Quo­te: EMMA anuary/​February 2020, arti­cle by ali­ce Schwar­zer) (which is a clear deni­al of the his­to­ri­cal­ly nega­ti­ve aspects of femi­nism eg. in ame­ri­ca), she dis­re­spects the limits of mus­lims, ridi­cu­les the Islam, sup­ports discri­mi­na­ting stig­ma­tas and advo­ca­tes for a ban on headscar­ves. We say this is a clear infrin­ge­ment to the free­dom of reli­gi­on and most import­ant­ly a deni­al of the right of self-deter­mi­na­ti­on of women.
Ali­ce Schwar­zer is an important figu­re in the second wave of femi­nism and has achie­ved a lot for women in ger­ma­ny. Howe­ver, her posi­ti­ons are from our point of view no lon­ger accep­ta­ble; they are exlu­ding Sex­wor­kers and trans­pho­bic as well as racist. But femi­nism is queer and inter­sec­tio­n­al!
And thus we say: Eit­her you got with time or you go over time!

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