[IL:] From Kobanê to Nürnberg – Rise up against fascism and militarism!

Im Rah­men der Kam­pa­gne „Rise up for Roja­va“ fin­det vom 02.–08.11.20 eine Akti­ons­wo­che statt, an der sich auch die IL Nürn­berg betei­ligt. Wel­che Rol­le Nürn­berg bei Rüs­tungs­pro­duk­ti­on u. Waf­fen­ex­por­ten spielt, könnt ihr in unse­rem neu­en Fly­er nach­le­sen!
Akti­on zur anti­mi­li­ta­ris­ti­schen Kaf­fee­fahrt vor dem Haupt­sitz der Fa. Diehl, Nürn­berg 2019

Wer Kriege produziert, den lassen wir nicht in Frieden!

Die seit 2012 in den Wirren des syrischen Bürgerkrieges aufgebaute, multiethnische und demokratische Gesellschaftsstruktur in Rojava, Nord-Ost-Syrien, wurde bereits im Oktober 2019 in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des faschistoiden AKP-Regimes Erdoğans attackiert. Mit Unterstützung islamistischer Milizen versucht die türkische Armee, die dortige basisdemokratische, feministische und ökologische Revolution zu nichte zu machen.

Hundertausende Menschen mussten erneut fliehen und sind wieder den Schrecken des Krieges ausgesetzt. Momentan wird erneut eine große Offensive durch das türkische Regime in vielen anderen Regionen Kurdistans befürchtet. Durch die Bestrebungen Erdoğans ein neo-osmanisches Reich zu errichten, entstanden mittlerweile militärische Konfliktherde in Aserbaidschan und Armenien, erneut im Şengal, Nordirak und im östlichen Mittelmeer. All dies geschieht unter dem Deckmantel der vermeintlichen Terrorbekämpfung, wobei ganz klar ist, dass der Terror vom türkischen Regime und nicht von den selbstorganisierten, basisdemokratischen Gesellschaftsstrukturen Kurdistans ausgeht.

In Nürnberg, der vermeintlichen „Stadt der Menschenrechte“ haben diverse Rüstungskonzerne ihre Firmensitze. Hier werden Waffen und Rüstungstechnologien konzipiert und produziert die in alle Welt exportiert werden und dort Tod und Verderben bringen. 

Von hier geht Krieg aus!

MAN
Die MAN Truck & Bus AG ist das größte Unternehmen des deutschen MAN-Konzerns und einer der führenden Nutzfahrzeughersteller mit einem Firmensitz in Nürnberg. Allerdings scheinen die Nutzfahrzeuge nur ein nettes Nebengeschäft zu sein um dem Konzern ein harmloses Image zu gewähren.
MAN hat seit 2010 einen Zusammenschluss mit Rheinmetall, das sogenannte Joint-Venture Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH zur Herstellung von militärischen Radfahrzeugen. Durch diese Kooperation entstand ein Komplettanbieter für Militärradfahrzeuge, der die ganze Palette der Transport‑, Führungs- und Funktionsfahrzeuge für Kriegseinsätze abdeckt. An der Gesellschaft sind Rheinmetall mit 51% und MAN mit 49% beteiligt. Diese GmbH hat ihren Hauptsitz in München und beliefert über 150 Streitkräfte auf allen Kontinenten. MAN hat außerdem in Zusammenarbeit mit Krauss-Maffei Wegmann einen Militär-LKW entwickelt, der u.a. als Tanktransporter und Trägerfahrzeug für das Patriot Luftabwehrraketensystem, der bereits durch die Bundeswehr im Kosovo getestet wurde.
Das Fahrzeug wird an mehrere europäische Armeen in großer Stückzahl ausgeliefert, u.a. nach Großbritannien, Luxemburg, Österreich, Estland und Griechenland.

Rheinmetall
Rheinmetall stellt sich gerne als Automobilzulieferer dar, produziert aber hauptsächlich Heereswaffen. Der Düsseldorfer Konzern entwickelt, produziert und exportiert militärische Radfahrzeuge, gepanzerte Fahrzeuge und Panzer wie den Leopard 2 A6 und andere. Der Konzern beliefert die Bundeswehr auch mit Munition diverser Typen, eingesetzt wird diese u.a. im Krieg in Afghanistan. Rheinmetall war 2017 auf Platz 25 der größten Rüstungsunternehmen weltweit. Der Rüstungsgesamtumsatz von Rheinmetall lag im Jahr 2018 bei ca. 3.2 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte davon entfiel auf Panzer aller Art und Militärfahrzeuge.
Beim Angriff der Türkei auf Rojava setzte die Türkei auch Waffen aus deutscher Produktion ein, wie den Rheinmetall Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.

Diehl
Dieser Name steht für ein ganzes Arsenal an Militärausrüstung: Der Konzern mit Hauptsitz in Nürnberg stellt Panzerketten her, aber auch Munition, Granaten, Minen und Raketen aller Art. Also alles, was richtig kracht und fetzt und das, was Militärs so brauchen, wenn sie einmal was anderes aufführen wollen als Paraden und Zapfenstreiche.
Diehl hat für Reichswehr und Wehrmacht, für den Kaiser und für das Naziregime gearbeitet, und, nach kurzer Pause, für die Wiederaufrüstung der BRD gesorgt. Von der ursprünglichen Metallgießerei in Nürnberg hat sich Diehl zu einem weltweit tätigen High-Tech-Konzern entwickelt, der gleichwohl in Familienbesitz und damit in deutscher Hand ist. Heute bietet Diehl die rüstungstechnische und industrielle Basis in einem wichtigen Teilbereich der Militärtechnik für eine künftige Militärmacht Europa unter deutscher Führung.
Diehl liefert seine Waffen u.a. an Saudi Arabien, die USA und die Türkei. Bereits 2010 hatte ein Pressesprecher der Firma in einem Zeitungsinterview bekannt gegeben: „Die Türkei ist für uns ein wichtiges Zukunftsland.“ Der Konzern hat also frühzeitig seine Chancen für eine Zusammenarbeit mit dem faschistischen Erdoğan-Regime erkannt und gewinnbringend genutzt.

Wir for­dern:
Die sofor­ti­ge Been­di­gung des Angriffs­krie­ges der Tür­kei in Nord­sy­ri­en und aller mili­tä­ri­scher Aktio­nen in Kur­di­stan!
Sämt­li­che deut­sche Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Tür­kei sofort stop­pen!
Eine Flug­ver­bots­zo­ne über Roja­va um wei­te­re Luft­an­grif­fe zu ver­hin­dern!
Kei­ne wirt­schaft­li­che und mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit Deutsch­lands mit der Tür­kei!

Wei­te­re Infos unter:
https://​riseu​p4ro​ja​va​.org/
https://​nuern​berg​.inter​ven​tio​nis​ti​sche​-lin​ke​.org/

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