[de.indymedia:] RBB Kontraste und ihre Hetze gegen Friedrichshainer Hausprojekte – Eine nachbarschaftliche Perspektive

Am 29.09. erschien im RBB eine „Repor­ta­ge“ zur Situa­ti­on rund um Kon­flik­te in der Riga­er Stra­ße im For­mat „Kon­tras­te – Die Repor­ter“. Der rei­ße­ri­sche Titel „Wir sind die Macht – Auto­no­me in der Riga­er Stra­ße“ [1] ist mit dra­ma­ti­schen Bil­dern, fal­schen Inhal­ten sowie Namen und Adres­sen ein­zel­ner Men­schen ohne deren Ein­wil­li­gung gefüllt. Alles in allem erin­nert das Werk an rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­gan­da von unse­riö­sen Medi­en wie Com­pact oder der Jun­gen Frei­heit. Am 8.10., einen Tag vor der Räu­mung der Liebig34, erschien eine auf 9 min gekürz­te Ver­si­on zur bes­ten Sen­de­zeit in der ARD Sen­dung „Kon­tras­te“ [2], die dem Ori­gi­nal in Nichts nach­steht.

Es ist offen­sicht­lich, dass es den drei Jour­na­lis­ten (Sascha Ada­mek, Jo Goll und Nor­bert Sieg­mund) nicht um eine neu­tra­le Bericht­erstat­tung ging. Und, dass der Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung nicht unglück­lich gewählt, son­dern poli­ti­sches Kal­kül war. Die „Repor­ta­ge“ soll­te kurz vor der Lie­bi­g34-Räu­mung die Het­ze gegen die Haus­pro­jek­te im Fried­richs­hai­ner Nord­kiez befeu­ern. Dass Medi­en wie der Spie­gel oder die B.Z., die poli­tisch ver­or­tet und von Ver­kaufs­quo­ten abhän­gig sind, zu die­sen Mit­teln grei­fen, wun­dert uns nicht. Dass sich aber öffent­lich-recht­li­che Medi­en nicht zu scha­de sind, bei der Het­ze mit­zu­ma­chen, fin­den wir höchst bedenk­lich.

Wir haben uns dazu ent­schie­den, uns in Form die­ses Tex­tes zu den dreis­ten Lügen, der sys­te­ma­ti­schen Het­ze und nicht zuletzt der Stim­mungs­ma­che in die­ser „Repor­ta­ge“ zu äußern, die gegen unse­ren Kiez und ins­be­son­de­re gegen die Haus­pro­jek­te gerich­tet ist. Der Bei­trag ist kein Ein­zel­fall, aber wir haben nicht die Kraft regel­mä­ßig media­le Auf­räum­ar­beit zu betrei­ben. Des­halb machen wir das nun anhand die­ses beson­ders kras­sen Bei­spiels. Wir, das sind Anwohner*innen und Freund*innen der Haus­pro­jek­te im Fried­richs­hai­ner Nord­kiez. Men­schen, die in die­sem Kiez auf­ge­wach­sen sind, leben und arbei­ten.

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