[de.indymedia:] Was tun gegen sexualisierte Gewalt? – Was tun!

Dass es auch in eman­zi­pa­to­ri­sche­ren Räu­men und Grup­pen sexua­li­sier­te Gewalt gibt, wur­de schon oft the­ma­ti­siert und soll­te eigent­lich lei­der kei­ne Über­ra­schung mehr sein. Auch die­ses Jahr wur­den unzäh­li­ge Male Über­grif­fe in Bars, auf Fes­ti­vals und in Wohn­pro­jek­ten ver­öf­fent­licht. Sehr vie­le wei­te­re Über­grif­fe wur­den nicht ver­öf­fent­licht und Unter­stüt­zungs­ar­beit und ein Ver­such der Auf­ar­bei­tung fan­den (rela­tiv) unsicht­bar statt. Frei­burg i.B. ist dabei natür­lich kei­ne Aus­nah­me. In den letz­ten Jah­ren gab es immer wie­der Ver­su­che mit bekannt gewor­de­nen Über­grif­fen einen Umgang zu fin­den. Das fand jedoch abseits der Öffent­lich­keit statt und dafür gibt es auch gute Grün­de, wie Schutz der betrof­fe­nen Per­so­nen, Ver­mei­dung von Gerüch­ten, etc.

Gleich­zei­tig kann es natür­lich auch Aus­tausch und Ver­net­zung sowie Sicht­bar­ma­chung der herr­schen­den Gewalt erschwe­ren. Daher wol­len wir mit die­sem Text trans­pa­rent machen, dass der­zeit ein Ver­such statt­fin­det, mit gesche­he­ner sexua­li­sier­ter Gewalt in unse­ren Zusam­men­hän­gen bzw. unse­rer Com­mu­ni­ty mit dem Kon­zept Trans­for­ma­ti­ver Gerech­tig­keit umzu­ge­hen. Was pas­siert ist, wer betei­ligt ist, etc. soll nicht an die Öffent­lich­keit drin­gen. Also streut kei­ne Gerüch­te, macht kei­ne Mut­ma­ßun­gen. Über­legt euch eige­ne Kon­zep­te, wie ihr mit zwi­schen­mensch­li­cher Gewalt in euren Zusam­men­hän­gen umgeht und umge­hen wollt. Das ist kei­ne Kri­tik an ande­ren, die statt­fin­den­de Pro­zes­se nicht ver­öf­fent­li­chen, es soll erklä­ren, war­um wir die­sen Schritt hier wäh­len.

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