[gG:] [S] Sponti nach Festnahme – Antifa bleibt notwendig!

Ges­tern wur­de erneut ein Akti­vist fest­ge­nom­men, dem vor­ge­wor­fen wird, an einer Aus­ein­an­der­set­zung mit Mit­glie­dern der faschis­ti­schen Schein­ge­werk­schaft „Zen­trum Auto­mo­bil“ am Ran­de einer Coro­na-Demo im Mai betei­ligt gewe­sen zu sein. Nach den Raz­zi­en anfang Juli und der Inhaf­tie­rung von Jo ist das nun der zwei­te grö­ße­re Repres­si­ons­schlag gegen die anti­fa­schis­ti­sche Bewe­gung in Baden-Würt­tem­berg, Den­noch ist auch noch wei­te­re erwart­bar – so gab es neben den Haus­durch­su­chun­gen und Inhaf­tie­run­gen eine Viel­zahl von wei­te­rer Repres­si­on: Anquatsch­ver­su­che, Gefähr­der­an­spra­chen, Obser­va­tio­nen, Zeu­gIn­nen­vor­la­dun­gen usw. Die Ermitt­lungs­ar­beit scheint noch nicht abge­schlos­sen sein und der nächs­te Schlag ist ein­zig eine Fra­ge der Zeit.

Um dem allen nicht pas­siv gegen­über­zu­ste­hen, fand heu­te Abend eine Spon­tan­de­mons­tra­ti­on in Stutt­gart auf der Wein­stei­ge Rich­tung Innen­stadt statt. MIt Paro­len und Pyro mach­ten wir auf uns auf­merk­sam und zeig­ten, dass wir uns von der Repres­si­on nicht ein­schüch­tern las­sen und wei­ter­hin aktiv blei­ben. Zwar muss­te die Spon­ti früh­zei­tig been­det wer­den, weil Bul­len auf sie auf­merk­sam wur­den und im Anschluss wur­den in der Umge­bung Per­so­nen kon­trol­liert, denen eine Betei­li­gung vor­ge­wor­fen wird. Doch wir las­sen uns davon nicht ein­schüch­tern – das Ende der Geschich­te ist noch nicht geschrie­ben.

Einer­seits natür­lich in Bezug auf wei­te­re Repres­si­on. Ande­rer­seits aber auch dahin­ge­hend, dass wir als anti­fa­schis­ti­sche Bewe­gung uns nicht ein­schüch­tern las­sen und im Ange­sicht der Repres­si­on wei­ter­hin aktiv blei­ben. Repres­si­on hat neben der direk­ten Bestra­fung Ein­zel­ner (was auch fort­lau­fend pas­siert), immer auch zum Ziel, unse­ren Kampf zu ver­hin­dern und zu dele­gi­ti­mie­ren: durch andau­ern­de Schi­ka­nen, Ein­schüch­te­rung und Ver­fol­gung. Dem Wir­ken wir ent­ge­gen, indem wir wei­ter­hin dar­an arbei­ten, eine star­ke anti­fa­schis­ti­sche Bewe­gung auf­zu­bau­en. Gera­de jetzt ist das mehr als not­wen­dig. Im Zuge einer sich anbah­nen­den, kapi­ta­lis­ti­schen Kri­se spit­zen sich gesell­schaft­li­che Wider­sprü­che wei­ter zu und tre­ten offen zu Tage. Ers­te Anzei­chen las­sen sich bereits jetzt erken­nen und ent­spre­chen­de Ent­wick­lun­gen durch die Kri­sen­po­li­tik der Herr­schen­den wei­ter ver­schärft. In sol­chen Situa­tio­nen kön­nen Rech­te schnell an Basis gewin­nen und sind mit hoh­len Phra­sen und ein­fa­chen Sün­den­bö­cken schell anschluss­fä­hig. Hier Rech­ten ent­ge­gen­zu­tre­ten, so wo es nur geht zu kon­fron­tie­ren und gleich­zei­tig den Raum für fort­schritt­li­che Per­spek­ti­ven zu schaf­fen muss auch wei­ter­hin unse­re Auf­ga­be sein.

Frei­heit für alle poli­ti­sche Gefan­ge­ne!

Anti­fa­schis­mus bleibt not­wen­dig!

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