[labournet:] Vermögensabgabe für das oberste Prozent: DIW-Studie im Auftrag der Fraktion DIE LINKE und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ungleichheit“Das Deut­sche Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung (DIW) bestä­tigt in einer von der Frak­ti­on DIE LINKE im Bun­des­tag sowie der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung in Auf­trag gege­be­nen Stu­die die Ange­mes­sen­heit der Vor­schlä­ge für eine ein­ma­li­ge Ver­mö­gens­ab­ga­be auf die Ver­mö­gen von Mil­li­ar­dä­ren und Mul­ti-Mil­lio­nä­ren mit hohen Frei­gren­zen für Betriebs­ver­mö­gen zur Finan­zie­rung der Coro­na-Las­ten nach der Kri­se. (…) Das gesam­te Net­to­ver­mö­gen in Deutsch­land beträgt der Stu­die nach ca. 12 Bil­lio­nen Euro und ist extrem ungleich ver­teilt. Allein das reichs­te 1 Pro­zent der Bevöl­ke­rung besitzt davon 32 Pro­zent bzw. ca. 3,8 Bil­lio­nen Euro – Ten­denz: stei­gend. (…) Das von der Frak­ti­on DIE LINKE favo­ri­sier­te Modell wür­de die obe­ren 0,7 Pro­zent der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung mit einem pri­va­ten Net­to­ver­mö­gen (Ver­mö­gen abzüg­lich Ver­bind­lich­kei­ten) von zwei Mil­lio­nen Euro bzw. fünf Mil­lio­nen Euro bei Betriebs­ver­mö­gen mit einer ein­ma­li­gen Abga­be belas­ten. Die Abga­be soll line­ar pro­gres­siv auf 30 Pro­zent ab 100 Mil­lio­nen Euro auf­wach­sen. Die­se ein­ma­li­ge Abga­be wäre über einen Zeit­raum von 20 Jah­ren (ana­log zu den Til­gungs­fris­ten der Kre­di­te des Bun­des­haus­halts im Rah­men der Schul­den­brem­se) zu til­gen und mit zwei Pro­zent p.a. zu ver­zin­sen. Damit wür­de die jähr­li­che Belas­tung über­wie­gend kei­ne Sub­stanz­be­steue­rung bewir­ken und die Belas­tung von Immo­bi­li­en in guten Innen­stadt­la­gen ver­mie­den, die allei­ne auf­grund des Immo­bi­li­en­booms der letz­ten Jah­re Haus­hal­te „auf dem Papier“ zu Mil­lio­nä­ren mach­ten. (…) Die in dem von der Frak­ti­on DIE LINKE favo­ri­sier­ten Modell geschätz­ten Ein­nah­men von 310 Mil­li­ar­den Euro gin­gen an den Bund, könn­ten aber auch einen Bei­trag zur Ent­schul­dung und finan­zi­el­len Stär­kung von Län­dern und Kom­mu­nen leis­ten. In ande­ren Vari­an­ten könn­ten bis zu 560 Mil­li­ar­den Euro erzielt wer­den.” Pres­se­mit­tei­lung der Rosa Luxem­burg Stif­tung vom 4. Novem­ber 2020 externer Link zur DIW-Stu­die von Ste­fan Bach bei der Links-Par­tei externer Link vom 30.10.2020

Der Bei­trag Ver­mö­gens­ab­ga­be für das obers­te Pro­zent: DIW-Stu­die im Auf­trag der Frak­ti­on DIE LINKE und der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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