[EMRAWI:] Hartes Urteil im Hamburger Prozess gegen die „3 von der Parkbank“

Die Haft­be­feh­le wur­den auf­ge­ho­ben, sodass nun alle Ange­klag­ten vor­erst aus der Haft ent­las­sen wur­den.

Vor­aus­ge­gan­gen waren ein zehn­mo­na­ti­ger offen­sicht­lich poli­ti­scher Pro­zess mit rund 50 Ver­hand­lungs­ta­gen und die ein­ein­halb­jäh­ri­ge Unter­su­chungs­haft gegen zwei der drei ange­klag­ten Genoss*innen. Sie waren im Juli 2019 in einem Ham­bur­ger Park ver­haf­tet wor­den und wegen vier klei­nen PET-Fla­schen mit brenn­ba­rer Flüs­sig­keit, Grill­an­zün­dern und einer Lis­te von Adres­sen, die bei ihnen gefun­den wur­den, der Pla­nung von Brand­stif­tun­gen beschul­digt wor­den. Die Inhaf­tie­rung und gericht­li­che Ver­fol­gung der Aktivist*innen war von Anfang an von soli­da­ri­schen Unterstützer*innen beglei­tet wor­den, die sich auch wäh­rend der Urteils­ver­kün­dung zu einer Kund­ge­bung vor dem Gericht ver­sam­melt hat­ten.

„Mit dem har­ten Urteil auf denk­bar dün­ner Grund­la­ge hat das Ham­bur­ger Land­ge­richt ein­mal mehr den unbe­ding­ten staat­li­chen Ver­fol­gungs­ei­fer gegen miss­lie­bi­ge lin­ke Bewe­gun­gen offen­bart“, bemerk­te Anja Som­mer­feld vom Bun­des­vor­stand der Roten Hil­fe e. V. „Von Anfang an war das Ver­fah­ren gegen die 3 von der Park­bank ein poli­ti­scher Pro­zess wie aus dem Bil­der­buch. Dass die ange­klag­ten Aktivist*innen jede Koope­ra­ti­on mit den Repres­si­ons­or­ga­nen ver­wei­ger­ten und unge­bro­chen an ihrer Über­zeu­gung fest­hiel­ten, hat das Gericht offen­sicht­lich zur Weiß­glut getrie­ben.

Wir ste­hen soli­da­risch an der Sei­te der drei ver­ur­teil­ten Genoss*innen.“

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