[LCM:] Bergkarabach-Krieg: Russland übernimmt

Mit einem tri­la­te­ra­len Abkom­men zwi­schen Arme­ni­en, Aser­bai­dschan und Russ­land wur­de nach 44 Tagen der Krieg um die umstrit­te­ne Regi­on Berg-Kara­bach been­det. Ana­ly­se eines dra­ma­ti­schen Zer­falls Arme­ni­ens und einer neu­en poli­ti­schen Situa­ti­on in der Regi­on.

Seit dem 10. Novem­ber schwei­gen die Waf­fen. Rund 2.000 rus­si­sche Sol­da­ten über­wa­chen den Waf­fen­still­stand in der Regi­on, die die Armenier*innen Arzach nen­nen und das bis vor kur­zem die selbst erklär­te Repu­blik Arzach war. Der Krieg, der jetzt vor­erst vor­bei scheint, begann am 27. Sep­tem­ber mit einem groß ange­leg­ten Angriff sei­tens Aser­bai­dschans mit Hil­fe der Tür­kei. Obwohl die arme­ni­sche Armee­am Anfang eini­ge Abwehr­erfol­ge erzie­len konn­te, wur­de mit der Zeit die tür­kisch-aser­bai­dscha­ni­sche Über­le­gen­heit zu groß. Beson­ders mit­hil­fe der tür­ki­schen und israe­li­schen Droh­nen konn­te Aser­bai­dschan zusam­men mit den von der Tür­kei rekru­tier­ten isla­mis­ti­schen Dschi­ha­dis­ten an der Süd­front vor­rü­cken. Da das Gelän­de dort flach ist, kon­trol­lier­te Aser­bai­dschan nach rund vier Wochen die süd­li­che Gren­ze zum Iran, wäh­rend sich Arme­ni­en in die Ber­ge zurück­zog. Die Droh­nen erwie­sen sich als sehr effi­zi­ent und waren kriegs­ent­schei­dend: Obwohl die Ver­lus­te Aser­bai­dschans in die tau­sen­den gehen, konn­te damit regel­mä­ßig vor­ge­rückt wer­den.

Die ent­schei­den­de Schlacht begann um die Stadt Shu­shi, den die Aserbaidschaner*innen Shu­sha nen­nen und die im natio­na­len Mythos eine gro­ße Bedeu­tung hat, weil vie­le Schriftsteller*innen und Poet*innen aus erStadt kom­men, die nur vier Kilo­me­ter von der Haupt­stadt Azrachs,Stepanakert, ent­fernt liegt. Am 29. Okto­ber sag­te der Prä­si­dent der Repu­blik Arzach, Arayik Haru­tyun­y­an, dass die aser­bai­dscha­ni­schen Trup­pen nur fünf Kilo­me­ter vor der Stadt sei­en: “Wer Shu­shi kon­trol­liert, kon­trol­liert Arzach”, so die Aus­sa­ge, die auch zutref­fend beim letz­ten Krieg war, als die arme­ni­schen Partisan*innen die Stadt im Hand­streich erobern konn­ten und von da an einen stra­te­gi­schen Vor­teil hat­ten.

Doch Shu­shi wur­de de fac­to ohne Kampf auf­ge­ge­ben, am 8. Novem­ber die Eva­ku­ie­rung der Stadt ange­ord­net. Spä­tes­tens als dann der aser­bai­dscha­ni­sche Dik­ta­tor Ilham Ali­y­ev die Stadt für “befreit” erklär­te und das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Baku ent­spre­chen­de Bil­der ver­brei­te­te, kam es zu einem bei­spiel­lo­sen Zer­fall der arme­ni­schen Front, ja des arme­ni­schen Staa­tes inge­samt.

Was besagt das Abkom­men?

Bis zum Redak­ti­ons­schluss war nicht bekannt, wo sich der arme­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter Nikol Paschin­yan befin­det. Paschin­yans Ver­schwin­den hängt damit zusam­men, dass sich im Land eine enor­me Wut gegen ihn rich­tet, weil er nach eige­ner Aus­sa­ge das tri­la­te­ra­le Abkom­men, das den Krieg been­det hat, unter­zeich­net hat. Was besagt die­ses Abkom­men? Im Grun­de ist es eine Kapi­tu­la­ti­on Arme­ni­ens und eine natio­na­le Demü­ti­gung:

  • Ab dem 10. Novem­ber tritt ein Waf­fen­still­stand ein, bei­de Kriegs­par­tei­en blei­ben an ihren Posi­tio­nen; rus­si­sche „Frie­dens­trup­pen” sor­gen für die Ein­hal­tung des­sen
  • Arme­ni­en zieht sich in dei Pha­sen bis zum 1. Dezem­ber aus den sie­ben umlie­gen­den Pro­vin­zen zurück, Aser­bai­dschan über­nimmt
  • Kara­bach wird de fac­to auf­ge­teilt, Aser­bai­dschan behält die erober­ten Gebie­te, wie Had­rut und Shu­shi; der Sta­tus der Regi­on bleibt unklar
  • Der Rest von Azrach mit Ste­pa­na­kert bleibt arme­nisch, die Ver­sor­gung über den Lachin-Kor­ri­dor unter rus­si­scher Kon­trol­le sicher­ge­stellt
  • Die über 90.000 Geflüch­te­ten aus Azrach kön­nen in die Rest­ge­bie­te Kara­bachs zurück­keh­ren
  • Aus­tausch von Gefan­ge­nen und toten Sol­da­ten
  • Aser­bai­dschan bekommt über Süd­ar­me­ni­en eine direk­te Ver­bin­dung zu sei­ner Enkla­ve Nachit­sche­wan. Die­se Ver­bin­dung wird vom rus­si­schen Geheim­dienst FSB über­wacht.

Für Aser­bai­dschan bedeu­tet die­ses Abkom­men einen enor­men Gewinn, beson­ders hin­sicht­lich der sie­ben Pro­vin­zen und der Ein­nah­me Shushis. Das Land hat­te infol­ge der letz­ten Kriegs­nie­der­la­ge ein tie­fes natio­na­les Trau­ma erlit­ten und rund 700.000 Geflüch­te­te im eige­nen Land. Selbst heu­te noch bil­den die Geflüch­te­ten 7 Pro­zent der aser­bai­dscha­ni­schen Gesell­schaft. Eini­ge von ihnen sind zwar zum Bei­spiel nach Russ­land immi­griert, ande­re wie­der­um wer­den sicher­lich in die­se Pro­vin­zen zurück­keh­ren. Es bleibt aber frag­lich, wie ihre sozia­le Lage inmit­ten eines hoch­mi­li­ta­ri­sier­ten Gebiets sein wird, zumal sei­tens der Dik­ta­tur wenig Unter­stüt­zung kom­men wird. Die Regie­rung küm­mer­te sich schon in den 90er-Jah­ren kaum um die Geflüch­te­ten, sodass die­se sogar Jah­re spä­ter noch in Lagern leb­ten.

Kar­te: wiki­me­dia com­mons emre­culha, CC BY-SA 4.0,

Der letz­te Punkt wie­der­um ist viel­leicht der bri­san­tes­te, auch wenn er der­zeit nicht so im Ram­pen­licht steht: Es ist die Rea­li­sie­rung der pan­tur­kis­ti­schen Träu­me von Reçep Tayy­ip Erdo­gan, da die Tür­kei damit eine direk­te Ver­bin­dung bis nach Baku, zum ölrei­chen Kas­pi­schen Meer bekommt. Für die Tür­kei bedeu­tet das die Eta­blie­rung im Süd­kau­ka­sus, nach­dem sie im Krieg qua­si Kriegs­par­tei war und an den Pla­nun­gen und Durch­füh­run­gen der Mili­tär­ope­ra­tio­nen direkt betei­ligt war. Anfang Okto­ber schoss ein tür­ki­scher F‑16-Kampf­jet sogar einen arme­ni­schen Kampf­jet über arme­ni­sches Ter­ri­to­ri­um ab; immer wie­der heiz­te Anka­ra den Krieg unter dem pan­tur­kis­ti­schen Mot­to “Eine Nati­on, zwei Staa­ten” den Krieg an und droh­te offen mit einer direk­ten Inter­ven­ti­on.

Erdo­gan wird sich in dem Ein­satz der isla­mis­ti­schen Söld­ner bestä­tigt sehen und die­se als nächs­tes gegen Roja­va ein­set­zen, da sie zusam­men mit Aser­bai­dschan als kla­re Gewin­ner des Krie­ges raus­ge­hen. Zwi­schen­zeit­lich war sogar auch von tür­ki­schen “Frie­dens­trup­pen” die Rede, die eben­falls zusam­men mit den rus­si­schen Streit­kräf­ten das Abkom­men (das zunächst für fünf Jah­re gilt) über­wa­chen soll­ten, aber das wird nicht der Fall sein und wäre ange­sichts der tür­ki­schen Aggres­sio­nen blan­ker Zynis­mus. Nichts­des­to­trotz wird die Tür­kei ihren Ein­fluss auf Aser­bai­dschan aus­wei­ten und sehr wahr­schein­lich eine Mili­tär­ba­sis im Land auf­bau­en. Meh­re­re hun­dert Mili­tär­an­ge­hö­ri­ge waren die gesam­te Zeit über im Land: Der tür­ki­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Hulu­si Akar war bei der Lan­cie­rung des Angriffs sogar im Kom­man­do­st­ab dabei.

Die Tür­kei hat es damit trotz gro­ßer eige­ner wirt­schaft­li­cher Pro­ble­me geschafft, im Süd­kau­ka­sus einen Zwi­schen­er­folg zu errin­gen und das in einer Zeit, wo im Land selbst der Hun­ger wächst, wie der Kolum­nist Bülent Mumay für die FAZ schreibt: “Der Kon­sum roten Flei­sches ist im Lau­fe der ver­gan­ge­nen zwölf Mona­te um drei­ßig Pro­zent gesun­ken. Der Ver­kauf von Nudeln, einem der güns­tigs­ten Nah­rungs­mit­tel, stieg um 25 Pro­zent. Einer uni­ver­si­tä­ren Stu­die zufol­ge reicht in 38 Pro­zent der Haus­hal­te das Geld nicht mehr für den Lebens­mit­tel­be­darf aus. Sieb­zig Pro­zent der Bür­ger kom­men kaum über die Run­den. Aus Ver­zweif­lung häu­fen sich die Sui­zi­de. In den letz­ten fünf Jah­ren, die wir in der Wirt­schafts­kri­se ste­cken, setz­ten 1380 Per­so­nen ihrem Leben aus wirt­schaft­li­cher Not ein Ende.”

Hin­zu­kom­men 20.000 Ver­haf­tun­gen von HDP-Politiker*innen in den letz­ten vier Jah­ren, die letz­te gro­ße Wel­le gab es jüngst kurz vor Beginn des Krie­ges. Der Krieg der Tür­kei in Arzach war damit die Fort­set­zung des Krie­ges im Inne­ren, aber es wird zu sehen sein, wie lan­ge die­se fra­gi­le Balan­ce noch anhal­ten wird.

Die Bour­geoi­sie führt das Land in den Ruin

Auf der ande­ren Sei­te mutier­te Arme­ni­ens Pre­mier­mi­nis­ter Nikol Paschin­yan auf­grund der Unter­zeich­nung des Abkom­mens zur Hass­fi­gur.. In der Nacht zum 10. Novem­ber stürm­ten tau­sen­de Demonstrant*innen das Par­la­ment und das Regie­rungs­ge­bäu­de. Der Par­la­ments­spre­cher Ara­rat Mir­zoy­an wur­de fast zu Tode geprü­gelt und liegt im Kran­ken­haus. Stun­den­lang war von Paschin­yan selbst nichts zu hören, ehe er sich mit­ten in der Nacht per Live­vi­deo von sei­nem pri­va­ten Face­book-Account mel­de­te — allein die­se Tat­sa­che zeigt deut­lich den dra­ma­ti­schen Zer­fall der arme­ni­schen Staats­struk­tu­ren. Die Regie­rung ist abge­taucht, die Armee in Auf­lö­sung begrif­fen und die olig­ar­chi­sche Oppo­si­ti­on um den 2018 gestürz­ten Sersch Sargs­y­an in Lau­er­stel­lung für einen Putsch. Selbst der arme­ni­sche Prä­si­dent Armen Sar­ki­s­y­an erklär­te, dass er von dem Abkom­men durch die Pres­se erfah­ren habe.

Es herrscht eine desas­trö­se Situa­ti­on im Land, wo ein Teil den Kopf von Paschin­yan for­dert und in ihm den größ­ten Ver­rä­ter in der arme­ni­schen Geschich­te sieht. Die­ser wehrt sich und erklär­te in sei­nem Live­vi­deo, dass die kor­rup­te Olig­ar­chie um die ehe­ma­li­gen Macht­ha­ber Robert Kocha­ryan und Sersch Sargs­y­an die Ver­ant­wor­tung für die mili­tä­ri­sche Nie­der­la­ge tra­ge, da sie das Land 25 Jah­re aus­ge­plün­dert und die Armee unter­fi­nan­ziert habe. Bei­de Tat­sa­chen sind unbe­strit­ten rich­tig, aber das Pro­blem sind nicht ein­zel­ne Per­so­nen, die Olig­ar­chen, son­dern die Klas­sen­herr­schaft der Bour­geoi­sie ins­ge­samt. Arme­ni­en war im Krieg von Anfang gewal­tig im Nach­teil, nicht nur was die Aus­rüs­tung anging (Aser­bai­dschans Mili­tär­bud­get ist grö­ßer Arme­ni­ens gesam­ter Haus­halt), son­dern auch, was die Unter­stüt­zung von außen anging: Russ­land ver­hielt sich äußerst pas­siv und reagier­te selbst dann nicht, als kurz vor dem Abkom­men ein rus­si­scher Mili­tär­hub­schrau­ber über Arme­ni­en von Aser­bai­dschan abge­schos­sen wur­de und zwei rus­si­sche Sol­da­ten star­ben.

Zwar wur­den die mos­kau­hö­ri­gen Macht­ha­ber wie Kocha­ryan und Sargs­y­an nach der demo­kra­ti­schen Mas­sen­be­we­gung 2018 vor Gericht gebracht, aller­dings fand eine Ver­ur­tei­lung, geschwei­ge denn eine Ent­eig­nung ihrer rie­si­gen Ver­mö­gen nie statt. Wäh­rend es den Selbst­ver­tei­di­gungs­kräf­ten Arzachs, die zu Recht für ihr Selbst­be­stim­mungs­recht kämpf­ten, sogar Schutz­klei­dung man­gel­te, wur­de das Ver­mö­gen der rei­chen Bour­geoi­sie nicht ange­tas­tet. Wäh­rend in der Dia­spo­ra für Arme­ni­en gespen­det wur­de und allei­ne über den zen­tra­len Hilfs­fonds Him­nadram 160 Mil­lio­nen US-Dol­lar zusam­men­ka­men, wur­de zur glei­chen Zeit einer reichs­ten Men­schen des Lan­des, Gagik Tsar­uky­an, aus der Unter­su­chungs­haft ent­las­sen und plant zusam­men mit der alten Eli­te ein poli­ti­sches Come­back. Er unter­zeich­ne­te zusam­men mit 16 wei­te­ren (teil­wei­se sehr klei­nen) Par­tei­en noch vor der Unter­zeich­nung des Abkom­mens ein Doku­ment, das den Rück­tritt der Regie­rung for­der­te. Mit dabei ist auch die Par­tei von Sersch Sargs­y­an, der aber im Land wei­ter­hin sehr unpo­pu­lär ist.

Arme­ni­en konn­te im Zuge der soge­nann­ten Sam­te­nen Revo­lu­ti­on wirt­schaft­li­chen Fort­schritt und demo­kra­ti­sche Errun­gen­schaf­ten vor­wei­sen. Es bleibt nicht zu ver­ges­sen, dass das arme­ni­sche Pro­le­ta­ri­at nach jahr­zehn­te­lan­ger neo­li­be­ra­ler Indok­tri­na­ti­on am 2. Mai 2018 ein ful­mi­nan­tes Come­back hin­leg­te und mit einem spek­ta­ku­lä­ren Gene­ral­streik dafür sorg­te, dass letzt­end­lich Paschin­yan Pre­mier­mi­nis­ter wur­de. Anfang Dezem­ber 2018 fan­den in Arme­ni­en nach sehr lan­ger Zeit wie­der freie Wah­len statt, auch die Pres­se- und Ver­samm­lungs­frei­heit bes­ser­te sich. Nun aber ste­hen die­se Errun­gen­schaf­ten auf dem Spiel, weil nicht nur poli­ti­sches Cha­os herrscht, son­dern sogar ein Bür­ger­krieg droht.

Das Abkom­men zemen­tiert auch die poli­ti­sche Herr­schaft des Kremls über Arme­ni­en: Russ­land zwang die­ses Abkom­men Yer­e­van auf und ver­wan­delt das Land damit in sei­ne eige­ne Kolo­nie. Die Tat­sa­che, dass Arzach auf­ge­teilt und unter rus­si­scher Herr­schaft gestellt wird, ist eine Tat­sa­che, eine ande­re, dass der FSB die Rou­ten Arme­ni­ens mit Aser­bai­dschan und dem Iran über­wacht. Russ­land ist schon län­ger für die Über­wa­chung der Gren­zen zur Tür­kei und dem Iran zustän­dig und hat eine eige­ne, sou­ve­rä­ne Mili­tär­ba­sis im Land und wei­tet die­se Prä­senz nun wei­ter aus. Das Abkom­men ist auch eine Bestra­fungs­ak­ti­on dafür, dass die libe­ra­le Regie­rung es wag­te, sich mehr in Rich­tung Wes­ten zu bewe­gen, frei­lich ohne mit Mos­kau zu bre­chen (im Gegen­satz etwa zu den rein west­lich ori­en­tier­ten ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Michail Saa­ka­schwi­li in Geor­gi­en oder Petro Poro­schen­ko in der Ukrai­ne).

Die­ser Krieg hin­ter­lässt eine tie­fe Wun­de im natio­na­len Bewusst­sein der Armenier*innen, nicht nur weil es eine Nie­der­la­ge gab, son­dern wie die­se Nie­der­la­ge zustan­de kam. Tau­sen­de Sol­da­ten star­ben, mehr als 90.000 Men­schen sind geflüch­tet, sodass gleich­zei­tig eine eth­ni­sche Säu­be­rung statt­fand und die Bil­der der flüch­ten­den Kon­vois nur all­zu sehr an die Bil­der auf Afrin 2018 erin­nern, die eben­falls Opfer der tür­kisch geführ­ten Aggres­si­on wur­den. Zusam­men mit der hef­tig wüten­den Coro­na-Pan­de­mie im Land und einer kom­men­den poli­ti­schen Macht­pro­be befin­det sich das Land am Abgrund und so wie es aus­sieht, wird die nächs­te Regie­rung sowie­so unter der Kon­trol­le Russ­lands ste­hen.

Aber das ist die Geschich­te Arme­ni­ens über Jahr­zehn­te und Jahr­hun­der­te hin­weg, eine Geschich­te des Über­le­bens. Auch wenn die unmit­tel­ba­re Zukunft düs­ter aus­sieht und viel Unge­wiss­heit mit sich bringt, bleibt der Geist der Mas­sen­mo­bi­li­sie­run­gen und des Gene­ral­streiks im Gedächt­nis.

# Titel­bild: ANF, Ein zer­stör­tes Haus in Shuh­si

Der Bei­trag Berg­ka­ra­bach-Krieg: Russ­land über­nimmt erschien zuerst auf Lower Class Maga­zi­ne.

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