[labournet:] Wenn die kapitalistische Diktatur religiös daher kommt: Protestierender iranischer Autoarbeiter ausgepeitscht – wegen Beleidigung des Arbeitsministers (!)

Iran: Plakat zur Solidaritätskampagne der Busgewerkschaft Teheran Januar 2016Davoud Rafii arbei­te­te bis zum Jahr 2012 im ira­ni­schen Kodro-Werk – als er wegen sei­ner gewerk­schaft­li­chen Betä­ti­gung ent­las­sen wur­de. Seit­dem hat er, meist zusam­men mit Kol­le­gen, ver­schie­dens­te For­men des Pro­tes­tes orga­ni­siert, um sei­ne Wie­der­ein­stel­lung zu erkämp­fen. Am 01. Mai 2019 wur­de er bei der Ver­haf­tungs­wel­le des Regimes gegen Gewerk­schaf­te­rIn­nen mit vie­len ande­ren zusam­men fest­ge­nom­men. Und dann – wegen Belei­di­gung des Arbeits­mi­nis­ters (!) – von einem ört­li­chen Gericht ver­ur­teilt. In der Mel­dung „Davoud Rafii, auto worker, flog­ged 74 times for “insul­ting” Labour Minis­ter“ am 28. Novem­ber 2020 bei der SZAC externer Link wird berich­tet, dass das Urteil (obwohl Ein­spruch erho­ben und noch nicht ver­han­delt war) nun voll­streckt wur­de: 74 Peit­schen­hie­be. Und obwohl extrem stark zu ver­mu­ten steht, dass man die­sen bigot­ten Kapi­ta­lis­ten­knecht so wenig belei­di­gen kann wie Erdo­gan oder den König von Thai­land, zeigt die­ses erneu­te Will­kür-Urteil ein­mal mehr den absurd reak­tio­nä­ren Cha­rak­ter des kapi­ta­lis­ti­schen Mul­lah-Regimes im Iran.

Der Bei­trag Wenn die kapi­ta­lis­ti­sche Dik­ta­tur reli­gi­ös daher kommt: Pro­tes­tie­ren­der ira­ni­scher Auto­ar­bei­ter aus­ge­peitscht – wegen Belei­di­gung des Arbeits­mi­nis­ters (!) erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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