[labournet:] Wie ein guter Gedanke durch Manipulation zur Farce wurde: Lehren am 10. Jahrestag von Geißlers sogenannter „Schlichtung“ zu Stuttgart 21

I survived Stuttgart 21Am 30. Novem­ber jährt sich zum 10. Mal die soge­nann­te „Schlich­tung“ zum Pro­jekt Stutt­gart 21. Das Akti­ons­bünd­nis gegen Stutt­gart 21 stellt rück­bli­ckend fest: Hei­ner Geiß­ler hat damals mit rie­si­gem Auf­wand eine Blau­pau­se für künf­ti­ge Bemü­hun­gen gelie­fert, mit­tels simu­lier­ter Bür­ger­be­tei­li­gung den Wider­stand gegen Bau­pro­jek­te zu schwä­chen. Sein Vor­ge­hen wirk­te fak­tisch mani­pu­la­tiv: wie er zwar ver­meint­lich alle Fak­ten zur Spra­che kom­men ließ, aber doch wesent­li­che Punk­te abmo­de­rier­te und am Ende dann – los­ge­löst von die­sen Fak­ten – recht­lich unver­bind­li­che und vor allem unhalt­ba­re For­de­run­gen oder Ver­spre­chun­gen auf­stell­te, wie das Pro­jekt zu ver­bes­sern sei. Auf wel­che Wei­se die Bahn, ange­führt von Tech­nik-Vor­stand Dr. Vol­ker Kefer mit zig Falsch­aus­sa­gen und Täu­schun­gen arbei­te­te, hat erst im Nach­gang Ana­lyst Dr. Chris­toph Engel­hardt in einer lang­wie­ri­gen Detail­ana­ly­se externer Link auf­ge­deckt. Dass schließ­lich das Akti­ons­bünd­nis von den Bera­tun­gen im Ver­lauf des Pro­zes­ses zuneh­mend abge­kop­pelt wur­de, mag nicht Geiß­ler zu ver­ant­wor­ten haben, hat aber mit zu dem nur schein­bar „schlich­ten­den“ Abschluss des Fak­ten-Checks geführt...” In einem bilan­zie­ren­den Papier stel­len die Stutt­gart 21-Gegner*innen am 27. Novem­ber 2020 bei kopf​bahn​hof​-21​.de externer Link der soge­nann­ten Geiß­ler­schen Schlich­tung zu deren 10. Jah­res­tag ein ver­hee­ren­des Zeug­nis aus. Sie­he auch den SWR zu 10 Jah­re Schlich­tung Stutt­gart 21:

  • Stutt­gart 21 – 10 Jah­re Schlich­tung
    10 Jah­re Schlich­tung Stutt­gart 21 – 10 Jah­re Bau­stel­le Stutt­gart 21: Wel­che Leh­ren wur­den aus der Schlich­tung gezo­gen, was bringt der neue Stutt­gar­ter Bahn­kno­ten für den Deutsch­land­takt? Um die auf­ge­heiz­te Situa­ti­on wegen der Stutt­gart 21 Pro­tes­te zu befrie­den, wur­de vor zehn Jah­ren eine Schlich­tung unter dem bewähr­ten Schlich­ter Hei­ner Geiß­ler durch­ge­führt. Vor­aus­ge­gan­gen waren Mas­sen­de­mons­tra­tio­nen mit bis zu 100.000 Teil­neh­mern, die in dem als „Schwar­zen Don­ners­tag“ bekannt gewor­de­nen bru­ta­len Poli­zei­ein­satz im Stutt­gar­ter Schloss­gar­ten gip­fel­ten. Mehr als hun­dert Men­schen wur­den dabei ver­letzt. In der Doku­men­ta­ti­on wer­den noch ein­mal die Haupt­streit­punk­te der Pro­jekt­geg­ner und ‑befür­wor­ter auf­ge­zeigt. Eini­ge davon bestehen bis heu­te. Die dama­li­gen Schlich­tungs­teil­neh­mer Boris Pal­mer und Dr. Vol­ker Kefer kom­men dabei noch ein­mal aus­führ­lich zu Wort. Die Sen­dung schaut aber auch nach vorn und unter­sucht, wel­che Leh­ren aus der Schlich­tung gezo­gen wur­den und wie der neue Bahn­kno­ten Stutt­gart ab 2030 in den neu­en Deutsch­land­takt ein­ge­bun­den wer­den kann...” Video der Repor­ta­ge von Alex­an­der Schweit­zer vom 27.11.2020 beim SWR externer Link (in der Rei­he “Eisen­bahn­ro­man­tik”!)
  • Sie­he zur Schlich­tung vie­le Bei­trä­ge uns Stel­lung­nah­men im Labour­Net-Archiv: Pro­tes­te gegen das Bahn­pro­jekt Stutt­gart 21

Der Bei­trag Wie ein guter Gedan­ke durch Mani­pu­la­ti­on zur Far­ce wur­de: Leh­ren am 10. Jah­res­tag von Geiß­lers soge­nann­ter „Schlich­tung“ zu Stutt­gart 21 erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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