[perspektive:] Lockdown wird bis mindestens 10. Januar verlängert – Keine Einschränkung für Hotspot-Fabriken

Eigentlich sollte der aktuelle „Teil-Lockdown“ nur für den November gelten. Nach einer kürzlichen Verlängerung bis Mitte Dezember steht bereits jetzt fest, dass er bis mindestens zum 10. Januar gelten soll. Für Corona-Hotspots wie die Fabriken von Amazon und Tönnies gibt es keine Einschränkungen.

Die Bun­des­kanz­le­rin und die Minis­ter­prä­si­den­tin­nen und Minis­ter­prä­si­den­ten haben sich auf eine erneu­te Ver­län­ge­rung des Teil-Lock­downs geei­nigt.

Die poli­ti­sche Linie soll bei­be­hal­ten wer­den:

  • So soll die Frei­zeit-Gestal­tung der Bevöl­ke­rung durch Kon­takt­be­schrän­kun­gen wei­ter mas­siv bis zum 10.1.2021 ein­ge­schränkt blei­ben. Aus­nah­men gibt es zwi­schen dem 24. Dezem­ber und dem 1. Janu­ar, wo Fes­te mit bis zu 10 Per­so­nen über 14 Jah­ren erlaubt sind. In eini­gen Bun­des­län­dern wie Ber­lin und Bran­den­burg dür­fen nur 5 Per­so­nen zusam­men­kom­men.
  • Zudem blei­ben Kul­tur- und Gas­tro­no­mie-Ein­rich­tun­gen geschlos­sen. Hier sol­len die Über­brü­ckungs­hil­fen bis Ende Dezem­ber ver­län­gert wer­den. Mer­kel erklär­te auch, dass es im kom­men­den Jahr kei­ne so umfas­sen­de Hil­fe wie im Novem­ber und Dezem­ber mehr geben kön­ne. Ab Janu­ar soll es eine ande­re Über­brü­ckungs­hil­fe geben, die mehr an den Fix­kos­ten und weni­ger am Umsatz ansetzt.
  • Groß-Betrie­be dür­fen der­weil wei­ter offen blei­ben, obwohl auch hier immer wie­der mas­si­ve Coro­na-Aus­brü­che bekannt wer­den. Die Gewerk­schaft Ver­di wirft dem Ver­sand­händ­ler Ama­zon vor, einen Coro­na-Aus­bruch im Ver­teil­zen­trum Gra­ben zu ver­heim­li­chen. Die Gewerk­schaft geht von rund 300 Infi­zier­ten am Stand­ort Gra­ben aus. Auch beim Fleisch-Her­stel­ler Tön­nies sind 172 Coro­na-Infek­tio­nen am Stand­ort in Wei­ßen­fels in Sach­sen-Anhalt bekannt gewor­den.

Verschärfungen möglich

„Im Grund­satz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sag­te Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel. Ziel sei es wie­der eine Inzi­denz unter 50 Fäl­len pro 100.000 Ein­woh­ner zu bekom­men. „Davon sind wir sehr weit ent­fernt“, so Mer­kel in der Pres­se­kon­fe­renz im Anschluss an die Bera­tun­gen.

„Wir wer­den uns auch über­le­gen müs­sen, ob das reicht“, erklär­te der bay­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Söder. Zudem soll­ten Aus­gangs­be­schrän­kun­gen für Hot­spot-Städ­te dis­ku­tiert wer­den. Im bay­ri­schen Nürn­berg sind bei einem Inzi­denz­wert über 300 kürz­lich ver­stärk­te Kon­takt­be­schrän­kun­gen ver­hängt wor­den. Das Ver­las­sen der im Stadt­ge­biet Nürn­berg gele­ge­nen Woh­nung ist dem­nach nur bei Vor­lie­gen trif­ti­ger Grün­de erlaubt.

Der Bei­trag Lock­down wird bis min­des­tens 10. Janu­ar ver­län­gert – Kei­ne Ein­schrän­kung für Hot­spot-Fabri­ken erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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