[labournet:] Neue Strategien der Immobilienfirmen: „Mietendeckel ist Sand im Getriebe“

Plakat und Logo der Wiener Mietenkampagne: #mieten runterBör­sen­no­tier­te Immo­bi­li­en­kon­zer­ne ver­die­nen auch an Hartz-IV. War­um der Mie­ten­de­ckel ein Mit­tel dage­gen ist, erklärt Sozio­lo­ge Phil­ipp Metz­ger. (…) Die Kon­zer­ne ver­kau­fen in einem Gebiet Clus­ter, das sind zusam­men­hän­gen­de Gebie­te von Wohn­blö­cken. Dann kön­nen sie die Mie­te erhö­hen, was sich auf den Miet­spie­gel aus­wirkt. Dadurch steigt die Bemes­sungs­grund­la­ge für Hartz-IV-Emp­fän­ge­rIn­nen bei den Mie­ten. Gewin­ner sind aber die Finanz­kon­zer­ne. (…) [War­um beschäf­ti­gen Sie sich in einem Kapi­tel mit Arbeits­kämp­fen bei Vono­via?] Die Woh­nungs­bran­che hat­te lan­ge eine 100-pro­zen­ti­ge Tarif­an­bin­dung. Bei Vono­via arbei­ten heu­te noch knapp 15 Pro­zent der Beschäf­tig­ten nach Tarif­ver­trag. Anders als die Pri­va­te-Equi­ty-Fonds setz­ten die bör­sen­no­tier­ten Wohn­kon­zer­ne nicht auf Out­sour­cing, son­dern auf Insour­cing. Das bedeu­tet, dass vor­her aus­ge­glie­der­te Unter­neh­mens­tei­le wie­der inte­griert wer­den, aber ohne Tarif­ver­trag. Dabei spart man Steu­ern, und in einem Büro sit­zen Kol­le­gIn­nen mit einer Lohn­dif­fe­renz von 1.000 Euro. Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di schei­ter­te 2013 bei dem Ver­such, bei Vono­via wie­der einen Tarif­ver­trag zu erkämp­fen, weil es eine mas­si­ve Gegen­kam­pa­gne und Uni­onbus­ting von­sei­ten des Kon­zerns gab…” Inter­view von Peter Nowak vom 11.1.2021 in der taz online externer Link – wir erin­nern in die­sem Zusam­men­hang an einen älte­ren, aber aktu­el­len Bei­trag – exklu­siv im Labour­Net-Archiv: “Wenn Kap­pung der Miet­kos­ten bei Hartz IV – dann zu Las­ten der Ver­mie­ter!” Ein nicht unerns­ter Hin­weis auf Art. 14 Abs. 2 GG von Lutz Eisel, Rechts­an­walt, Bochum, vom 15.4.2006

Der Bei­trag Neue Stra­te­gien der Immo­bi­li­en­fir­men: „Mie­ten­de­ckel ist Sand im Getrie­be“ erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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