[FRN:] Der Kampf gegen den §219a geht vors Bundesverfassungsgericht (Serie 1006: CX – Corax – Feminismus – Gender)

Die Gie­ße­ner Ärz­tin Kris­ti­na Hänel kämpft seit Jah­ren gegen die Kri­mi­na­li­sie­rung von Ärz­tIn­nen, die über Schwan­ger­schafts­ab­brü­che infor­mie­ren. Die­se Woche ent­schied das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main, die Revi­si­on von Kris­ti­na Hänel gegen ein Frü­he­res Urteil nicht zuzu­las­sen. Kris­ti­na Hänel wur­de bereits 2017 zu einer Geld­stra­fe ver­ur­teilt, weil sie gegen den Para­graf 219a ver­sto­ßen haben soll, der das „wer­ben“ für Schwan­ger­schafts­ab­brü­che ver­bie­tet. Hänel infor­miert auf ihrer Inter­net­sei­te ledig­lich dar­über, dass sie Schwan­ger­schafts­ab­brü­che durch­führt und sie klärt dar­über auf, wel­che Metho­den sie dafür anwen­det. Das „wie“ muss sie nun von ihrer Web­site neh­men, sowie eine Geld­s­ta­fe von 2.500 Euro zah­len. Kris­ti­na Hänel kün­dig­te an, vor das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zie­hen zu wol­len. Ihr Ziel ist die Abschaf­fung des §219a. Doch das ist nicht der ein­zi­ge pro­ble­ma­ti­sche Para­graf im Straf­ge­setz­buch, der Schwan­ger­schafts­ab­brü­che zu einem gesell­schaft­li­chen Tabu­the­ma macht. Wir bli­cken auf die Dis­kus­si­on um den §218, §219a sowie auf die Infor­ma­ti­ons­la­ge zu Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen in Zei­ten von Coro­na. Read More