[perspektive:] Dritter Prozess gegen Rechtsterrorist:innen der „Gruppe Freital“

In der kommenden Woche startet der dritte Prozess gegen die Terrorgruppe „Gruppe Freital“. Die Angeklagten sollen unter anderem Sprengstoffanschläge durchgeführt oder unterstützt haben.

Am kom­men­den Diens­tag soll der nun drit­te Pro­zess gegen die rech­te Ter­ror­grup­pe „Grup­pe Frei­tal“ begin­nen. Auf der Ankla­ge­bank sit­zen zwei Män­ner und eine Frau. Für den Pro­zess sind neun Ver­hand­lungs­ta­ge ange­setzt, die bis Mit­te März statt­fin­den wer­den.

Vor­ge­wor­fen wird den Rechtsterrorist:innen eine Rei­he von schwe­ren Straf­ta­ten. Dabei geht es um ihre Betei­li­gung an einem Angriff auf ein alter­na­ti­ves Wohn­pro­jekt in Dres­den, das sich gegen Ras­sis­mus und für die Rech­te von Geflüch­te­ten enga­gier­te und wei­te­re Spreng­stoff­ex­plo­sio­nen, Sach­be­schä­di­gung und gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung.

Das Urteil im zwei­ten Pro­zess gegen die Grup­pe Frei­tal wird vor­aus­sicht­lich im Febru­ar gespro­chen. Die Urteils­ver­kün­dung ist für den 4. Febru­ar ange­setzt.

Wer ist die Gruppe Freital?

Die Grup­pe Frei­tal ist eine rech­te Ter­ror­grup­pe aus Frei­tal bei Dres­den. Sie ver­üb­te zahl­rei­che Spreng­stoff­an­schlä­ge auf Ausländer:innen, Asyl­un­ter­künf­te und auf Men­schen, die sich für Geflüch­te­te ein­set­zen.

Unter ande­rem wird ihnen der Anschlag auf das Auto eines Lin­ken-Stadt­rats und das Par­tei­bü­ro der Par­tei Die Lin­ke in Frei­tal zuge­rech­net.

Einen wei­te­ren Anschlag ver­üb­te die Grup­pe auf das lin­ke Wohn­pro­jekt „Man­gel­wirt­schaft“ in Dres­den. Dort schlu­gen sie die Fens­ter ein und war­fen klei­ne­re Spreng­stoff­kör­per in die Räu­me. Laut der Zei­tung die Zeit hät­ten die Täter erwar­tet, dass die Haus­be­woh­ner dar­auf­hin flie­hen wür­den. Daher plat­zier­ten die Rechtsterrorist:innen an der Hin­ter­tür zwei wei­te­re, mit But­ter­säu­re prä­pa­rier­te Spreng­sät­ze. Einer der Spreng­sät­ze explo­dier­te.

Laut den Behör­den han­del­te es sich bei dem Anschlag um eine mili­tä­risch geplan­te und vor­be­rei­te­te Tat. Neben zwei angrei­fen­den Grup­pen gab es ein Flucht­fahr­zeug mit Fah­rer und an der Tat nicht betei­lig­te Spreng­stoff­be­schaf­fer.

Bei den Ermitt­lun­gen gegen die Grup­pe Frei­tal gibt es Hin­wei­se, dass sie von Beam­ten der Bereit­schafts­po­li­zei Sach­sen über bevor­ste­hen­de Ein­sät­ze und Durch­su­chun­gen gewarnt wor­den sind. Dar­über hin­aus warf das Han­deln der Ermitt­lungs­be­hör­den eini­ge Fra­gen auf, die noch immer nicht geklärt wur­den.

Der Bei­trag Drit­ter Pro­zess gegen Rechtsterrorist:innen der „Grup­pe Frei­tal“ erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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