[labournet:] Ein Barrierebrecher: Was kann, was soll, was will der Klassismusbegriff? Eine Klarstellung

KIKK (»Klassismus ist keine Kunstepoche«)“… Antik­las­sis­ti­sche Akti­vis­tin­nen und Akti­vis­ten set­zen bei der eige­nen Klas­sen­po­si­ti­on in der hier­ar­chisch struk­tu­rier­ten Arbei­ter­klas­se an, bei kon­kre­ten Lebens­rea­li­tä­ten. Ihr Ziel ist, aus inter­sek­tio­na­ler Per­spek­ti­ve die zugrun­de­lie­gen­de Struk­tur und die eige­ne Posi­ti­on in die­ser kennt­lich zu machen. Damit nut­zen sie stra­te­gisch iden­ti­täts­po­li­ti­sche Kon­zep­te, um Klas­sen­be­wusst­sein zu schaf­fen. (…) Der Begriff der Klas­se wird auch im Klas­sis­mus­kon­zept ana­ly­tisch gefasst – zur Sicht­bar­ma­chung von Aus­beu­tung in der kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft. (…) Zudem ver­weist der Klas­sis­mus­be­griff auf die Dimen­si­on der inten­dier­ten und sozi­al inter­na­li­sier­ten Aus­beu­tung von Men­schen in der nicht besit­zen­den Klas­se mit­tels Lohn­ar­beit mit dem Ziel der Auf­recht­erhal­tung des hege­mo­nia­len Macht­ge­fü­ges – denn die herr­schen­de poli­ti­sche Klas­se führt einen Klas­sen­kampf von oben, wie auch Pape betont. Ein Gesetz, das Klas­sis­mus als Dis­kri­mi­nie­rungs­merk­mal aus­weist, wür­de Indi­vi­du­en nun ein Werk­zeug an die Hand geben, die struk­tu­rel­len Bar­rie­ren zu über­win­den. (…)Die Mate­ria­li­tät der Klas­sen­ge­sell­schaft weist den Men­schen ihren fes­ten Platz je nach Posi­ti­on im Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu. Die­ser Platz im gesell­schaft­li­chen Gefü­ge wird durch einen klas­sen­spe­zi­fi­schen Habi­tus mani­fes­tiert. Die Habi­tus- und Kapi­tal­theo­rie des fran­zö­si­schen Sozio­lo­gen Pierre Bour­dieu hat das Poten­ti­al, Mecha­nis­men auf­zu­de­cken, die dazu bei­tra­gen, das »Schei­tern der Armen« als im Sys­tem ange­legt zu ent­lar­ven…” Arti­kel von Frie­da und Caro (KIKK) für die Antik­las­sis­ti­sche Asso­zia­ti­on in der jun­gen Welt vom 23.01.2021 externer Link – die Antik­las­sis­ti­sche Asso­zia­ti­on ist ein bun­des­wei­ter Zusam­men­schluss antik­las­sis­ti­scher Pro­jek­te, KIKK ist die Abkür­zung für »Klas­sis­mus ist kei­ne Kunst­epo­che« externer Link

Der Bei­trag Ein Bar­rie­re­bre­cher: Was kann, was soll, was will der Klas­sis­mus­be­griff? Eine Klar­stel­lung erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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