[labournet:] Pflegenotstand: Volksbegehren für bessere Pflege in Berlin

Dossier

Pflegenotstand: Volksbegehren für bessere Pflege in Berlin“… Die Gewerk­schaft Ver­di und ein Bünd­nis von Bür­gern wol­len mit einem Volks­be­geh­ren bes­se­re Pfle­ge in Ber­lins Kran­ken­häu­sern durch­set­zen. Die Ber­li­ner sol­len sich mit ihrer Unter­schrift dafür stark­ma­chen, eine Min­dest­be­set­zung mit Pfle­gern im Lan­des­kran­ken­haus­ge­setz fest­zu­schrei­ben. Für ver­schie­de­ne Arbeits­be­rei­che, also die eigent­li­che Pfle­ge, aber auch für Rei­ni­gung oder Hygie­ne, sol­len kon­kre­te Per­so­nal­vor­ga­ben erlas­sen und die Finan­zie­rung der Inves­ti­tio­nen ver­bes­sert wer­den. In der kom­men­den Woche wol­len Ver­di und das “Bünd­nis für mehr Per­so­nal im Kran­ken­haus” die Kam­pa­gne vor­stel­len und mit dem Sam­meln von Unter­schrif­ten begin­nen. In der ers­ten Stu­fe sind 20.000 Unter­stüt­zer not­wen­dig…” Arti­kel von Joa­chim Fah­run vom 26.01.2018 bei der Ber­li­ner Mor­gen­post online externer Link: “Pfle­ge­not­stand: Volks­be­geh­ren für bes­se­re Pfle­ge geplant. Die Gewerk­schaft Ver­di und ein Bür­ger­bünd­nis wol­len Min­dest­be­leg­schaf­ten für Ber­li­ner Kran­ken­häu­ser durch­set­zen”. Sie­he auch:

  • Ver­fas­sungs­ge­richts­hof in Ber­lin: Volks­be­geh­ren zu Kran­ken­häu­sern unzu­läs­sig New
    “Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof in Ber­lin hat ein 2018 gestar­te­tes Volks­be­geh­ren für bes­se­re Kran­ken­häu­ser als unzu­läs­sig ein­ge­stuft. Die Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz zur Rege­lung der Min­dest­aus­stat­tung aller Kran­ken­haus­be­rei­che mit Per­so­nal lie­ge beim Bund und nicht beim Land Ber­lin, so das Gericht (VerfGH 105/​19). Es schloss sich damit der Hal­tung des Senats an, der einen von der Initia­ti­ve erar­bei­te­ten Gesetz­ent­wurf aus den glei­chen Grün­den als unver­ein­bar mit der Lan­des­ver­fas­sung und dem Grund­ge­setz betrach­tet hat­te…“ dpa-Mel­dung vom 21.01.2021 in der Ber­li­ner Zei­tung online externer Link
  • Für das Pfle­ge­per­so­nal tickt die Uhr – Initia­ti­ve für »Gesun­de Kran­ken­häu­ser« will Unter­schrif­ten­samm­lung für Volks­ent­scheid fort­set­zen
    “Auf dem Boden liegt Berufs­klei­dung von Pfle­gen­den. Ein gro­ßes Trans­pa­rent mit der Auf­schrift »Mehr Per­so­nal jetzt – Volks­ent­scheid für gesun­de Kran­ken­häu­ser« wird hoch­ge­hal­ten. Etwa 15 Aktivist*innen ste­hen vor dem Brun­nen der Völ­ker­freund­schaft am Ber­li­ner Alex­an­der­platz. Auf Pla­ka­ten steht: »Gesund­heit statt Pro­fi­te«. An die­sem Mitt­woch soll­te ursprüng­lich die münd­li­che Anhö­rung vor dem Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt statt­fin­den, in der über die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Volks­be­geh­rens »Volks­ent­scheid für gesun­de Kran­ken­häu­ser« befun­den wer­den soll­te. Doch wegen Coro­na wur­de der Ter­min ver­scho­ben. Jetzt war­ten die Initiator*innen auf die Ent­schei­dung des Gerichts, die nun pan­de­mie­be­dingt ohne die Anhö­rung getrof­fen wer­den muss. (…) Deren Haupt­an­lie­gen ist es, am Bedarf von Patient*innen ori­en­tier­te Per­so­nal­vor­ga­ben in Kran­ken­häu­sern zu berech­nen und gesetz­lich fest­zu­schrei­ben. Das Volks­be­geh­ren wur­de schon 2018 mit fast 50.000 Unter­schrif­ten beim Senat ein­ge­reicht, damit wäre die ers­te Stu­fe hin zu einem lan­des­wei­ten Volks­ent­scheid genom­men wor­den. (…) Seit Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie habe sich die schlech­te Situa­ti­on deut­lich zuge­spitzt. »Hät­te der Senat 2018 den ver­bind­li­chen Per­so­nal­vor­ga­ben zuge­stimmt, wären wir jetzt in der Pan­de­mie deut­lich bes­ser auf­ge­stellt«, sagt Sturms Kol­le­gin Gabi Hei­se. Die Arbeits­klei­dung auf dem Boden sei ein Zei­chen für das feh­len­de Per­so­nal und ein »Dan­ke an die Pfle­ge­kräf­te, wel­che tag­täg­lich in den Kran­ken­häu­sern Leben ret­ten«, erklärt Hei­se. Die Kran­ken­pfle­ge­rin appel­liert an Rot-Rot-Grün, die For­de­run­gen des Volks­be­geh­rens umzu­set­zen. Denn die auf Bun­des­ebe­ne beschlos­se­nen Per­so­nal­un­ter­gren­zen sei­en unzu­rei­chend, um Patient*innen gut ver­sor­gen zu kön­nen…“ Arti­kel von Lola Zel­ler vom 20.01.2021 in Neu­es Deutsch­land online externer Link
  • Akti­on zum Tag der Pfle­ge – 12. Mai: Pfle­ge schnappt nach Luft 
    Als Pfle­gen­de – zu Hau­se, im Kran­ken­haus, in Pfle­ge­hei­men und über­all, wol­len wir am Tag der Pfle­ge, dem 12. Mai, gemein­sam nach Luft schnap­pen und die Poli­tik dar­an erin­nern, wofür wir auch schon vor der Kri­se gekämpft haben: Mehr Zeit und Geld für Pfle­ge, Kei­ne Pro­fi­te mit der Gesund­heit, Glei­cher und unbü­ro­kra­ti­scher Zugang für alle, Gesund­heits­sys­tem unter demo­kra­ti­sche Kon­trol­le. Dafür wer­den wir im Rah­men der Infek­ti­ons­schutz­richt­li­ni­en auf die Stra­ße gehen und gemein­sam in einem Sprech-Chor mit einer Stim­me spre­chen. Denn Über­las­tung, feh­len­de Schutz­ma­te­ria­li­en und zu nied­ri­ge oder gar kei­ne Bezah­lung sind über­all in der Pfle­ge ein Pro­blem. Wir weh­ren uns dage­gen und for­dern ein ande­res Gesund­heits­sys­tem, in dem der Mensch im Mit­tel­punkt steht…” Auf­ruf beim Bünd­nis Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner für mehr Per­so­nal im Kran­ken­haus externer Link
  • Ber­li­ner Bünd­nis für mehr Per­so­nal im Kran­ken­haus über­gibt Unter­schrif­ten an die Gesund­heits­se­na­to­rin Kolat 
    „Eine Spre­che­rin des Bünd­nis­ses ver­si­cher­te, dass es mög­lich gewe­sen wäre, noch viel mehr Unter­schrif­ten zu sam­meln. Dort, wo mit den doch recht gerin­gen Kräf­ten sys­te­ma­tisch gesam­melt wur­de, sei­en manch­mal in weni­gen Stun­den meh­re­re hun­dert Unter­schrif­ten bei­sam­men gewe­sen. Dies zei­ge, dass die gro­ße Mehr­heit der Ber­li­ner hin­ter den For­de­run­gen des Bünd­nis­ses ste­he. Auch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn (CDU) habe gemerkt, dass in den »kran­ken Kran­ken­häu­sern« Ber­lins und ande­rer Städ­te etwas in Gang gekom­men sei. Sein jüngst vor­ge­stell­tes Eck­punk­te­pa­pier für ein Pfle­ge­sofort­pro­gramm sei nicht zuletzt ein Ver­such, den »auf­zie­hen­den Sturm« zu besänf­ti­gen. Aber der »Auf­stand der Pfle­ge« habe gera­de erst begon­nen. Illu­sio­nen habe man näm­lich kei­ne: Für Spahn ste­he am Ende genau­so wie für die Kran­ken­haus­kon­zer­ne und die Kran­ken­kas­sen der Wirt­schaft­lich­keits­aspekt im Mit­tel­punkt aller Über­le­gun­gen. In sei­nem Eck­punk­te­pa­pier sei des­halb kei­ne bedarfs­ge­rech­te Per­so­nal­be­mes­sung vor­ge­se­hen. Gabi Hei­se, Kran­ken­pfle­ge­rin seit 1983, zeig­te sich kämp­fe­risch. Ein am Wohl der Pati­en­ten und der Beschäf­tig­ten ori­en­tier­ter ver­bind­li­cher Per­so­nal­schlüs­sel müs­se end­lich her; es sei »untrag­bar«, wenn, wie es in den letz­ten Jah­ren mehr und mehr vor­ge­kom­men sei, eine ein­zi­ge exami­nier­te Pfle­ge­kraft auf ihrer Sta­ti­on 30 Pati­en­ten zu betreu­en habe. Der von dem Bünd­nis erar­bei­te­te Ent­wurf für eine Ände­rung des Ber­li­ner Lan­des­kran­ken­haus­ge­set­zes will sol­chen Zustän­den ein Ende machen. Durch einen ver­bind­li­chen Per­so­nal-Pati­en­ten-Schlüs­sel sol­len die Kran­ken­häu­ser gezwun­gen wer­den, den Stel­len­ab­bau der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te zu revi­die­ren. Gleich­zei­tig soll das Land Ber­lin deut­lich mehr Geld in die Kran­ken­häu­ser inves­tie­ren.“…“ Arti­kel von Nico Popp vom 20.06.2018 in der jun­gen Welt externer Link
  • Ber­li­ner Volks­be­geh­ren für gesun­de Kran­ken­häu­ser
    Nach­dem die Streiks an der Cha­ri­té 2015 und 2017 und die bun­des­wei­te Akti­on “Tarif­ver­trag Ent­las­tung” bis­her nicht den gewünsch­ten Erfolg gebracht haben, hat das “Ber­li­ner Bünd­nis für mehr Per­so­nal im Kran­ken­haus” nun einen Gesetz­ent­wurf geschrie­ben. In dem Ent­wurf wer­den für Ber­lin Min­dest­per­so­nal­gren­zen für die Pfle­ge und Min­dest­in­ves­ti­tio­nen für die Kran­ken­häu­ser fest­ge­schrie­ben. Der Gesetz­ent­wurf soll mit Hil­fe eines Volks­ent­schei­des durch­ge­setzt wer­den. Die nächs­te Unter­schrif­ten­samm­lung fin­det am 12.2. zwi­schen 17h und 18h am Her­mann­platz statt…” Video bei labour​net​.tv externer Link (deutsch |1 min | 2018)

Der Bei­trag Pfle­ge­not­stand: Volks­be­geh­ren für bes­se­re Pfle­ge in Ber­lin erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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