[FRN:] „Alle Jahre wieder wird die Prostitutionsbranche mit abstrusen Forderungen konfrontiert“ – CDU/​CSU will offenbar ein Sexkaufverbot (Serie 272: MoRa3X)

Am 9. Febru­ar ver­ab­schie­de­te die CDU/​CSU ein Posi­ti­ons­pa­pier ‚Pro­sti­tu­ier­te schüt­zen, Zwangs­pro­sti­tu­ti­on bekämp­fen, Aus­stiegs­an­ge­bo­te strä­ken’, wel­ches umfang­rei­che For­de­run­gen mit weit­rei­chen­den Rechts­ein­grif­fen und Maß­nah­men wie „Restrik­tio­nen, Ver­bo­te, geziel­te Kon­trol­len und Stra­fen für Frei­er“ beinhal­tet. U.a. sieht die­ses Posi­ti­ons­pa­pier ein Arbeits­ver­bot in der Pro­sti­tu­ti­on für unter 21-Jäh­ri­ge und Schwan­ge­re vor, sowie Sperr­be­zirks­ver­ord­nun­gen für den – in den Augen der Städ­te – „unlieb­sa­men Stra­ßen­strich“.

Wir spra­chen mit Elke Win­kel­mann, Vor­stän­din beim Bun­des­ver­band Sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen (BSD) und Bor­dell­be­trei­be­rin in Ber­lin. Sie ist seit über 30 Jah­ren im Bran­che und hat einen lan­gen Atem…

Aus der Pres­se­mit­tei­lung des BSD vom 17. Febru­ar: „Pro­sti­tu­ti­on lässt sich nicht ver­bie­ten. Die­se Leh­re kön­nen wir aus den Erfah­run­gen der letz­ten 20 Jah­re mit dem Sex­kauf­ver­bot in Schwe­den, aber auch mit den Coro­na-Schlie­ßun­gen hier in Deutsch­land seit einem Jahr zie­hen. Dafür ist Sexua­li­tät eine zu star­ke Macht. Doch ein Ver­bot der Pro­sti­tu­ti­on und zu restrik­ti­ve Geset­ze füh­ren zu einem Abwan­dern in unkon­trol­lier­ba­re Berei­che mit deut­lich höhe­ren Gefah­ren für die Sexarbeiter*innen13. Nur eine völ­li­ge Inte­gra­ti­on und glei­che Rech­te hel­fen wei­ter.“ Read More