[EMRAWI:] Take Back The Streets Demo und Kundgebung zum internationalen feministischen Kampftag

Ver­ein­ze­lung im Kapi­ta­lis­mus

Die Iso­la­ti­on durch die Pan­de­mie führt bei uns allen dazu, dass kapi­ta­lis­ti­sche Unter­drü­ckungs­me­cha­nis­men unse­re Unsi­cher­heit, etwa am Arbeits­platz, noch ver­stär­ken. Die Tren­nung zwi­schen öffent­li­chem und pri­va­tem Raum (zwi­schen Lohn- und Care-Arbeit) wird durch die Regie­rungs­maß­nah­men wei­ter ver­stärkt. Es ver­fes­tigt sich eine kon­ser­va­ti­ve Defi­ni­ti­on von Arbeit. An uns wird die kapi­ta­lis­ti­sche For­de­rung gestellt, sich den gesund­heit­li­chen Gefah­ren bei der Lohn­ar­beit aus­zu­set­zen, bei gleich­zei­ti­gen Ein­schrän­kun­gen im pri­va­ten Bereich und auch zum Bei­spiel bei der Sex­ar­beit.

Quee­re Gesund­heit

Gera­de für quee­re Per­so­nen spielt die Com­mu­ni­ty eine gro­ße Rol­le. Aus­tausch ist für die men­ta­le Gesund­heit wich­tig. Schon immer waren LGBTQIA+ Per­so­nen (les­bi­an, gay, bi, trans, queer, inter, asexual/​aromantic) dar­auf ange­wie­sen, sich ihre eige­ne Fami­lie abseits bio­lo­gi­scher Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis­se zu suchen. Auf Grund der Aus­gangs­be­schrän­kun­gen kön­nen wir die­se Fami­li­en jetzt nicht tref­fen.

Bezie­hun­gen

Rege­lun­gen in den Lock­downs ori­en­tie­ren sich ledig­lich am Ide­al der hete­ro­se­xu­el­len bür­ger­li­chen Klein­fa­mi­lie. Ande­re Bezie­hungs­for­men, wie etwa die gleich­ge­schlecht­li­cher Partner_​innen, poly­amo­rö­ser Per­so­nen und Ein-Eltern-Fami­li­en wer­den dadurch noch wei­ter mar­gi­na­li­siert und dis­kri­mi­niert.

Allein­er­zie­hen­de

Alleinerzieher_​innen waren und sind wäh­rend der Lock­downs iso­liert und von ihren Netz­wer­ken getrennt. Sie wer­den allein­ge­las­sen, was ihre psy­chi­sche Gesund­heit noch wei­ter belas­tet. Auch die Ver­ein­bar­keit von Lohn‑, Care- und Repro­duk­ti­ons­ar­beit wird erschwert, da wir nicht auf erwei­ter­te Netz­wer­ke zurück­grei­fen kön­nen.

Netz­wer­ke

All­ge­mein hat die Coro­na Pan­de­mie dazu geführt, dass sozia­le und poli­ti­sche Räume/​Netzwerke/​Gruppen nicht nur schwe­rer zugäng­lich sind son­dern mit­un­ter völ­lig ver­schwin­den. Die­ses Feh­len von Netz­wer­ken führt zu einer Iso­la­ti­on, die lebens­ge­fähr­lich sein kann, da zum Bei­spiel Aus­we­ge aus Gewalt­dy­na­mi­ken feh­len. Zudem wer­den Frei­zeit­an­ge­bo­te und ohne­hin schon spär­li­che Ein­rich­tun­gen zur psy­chi­schen Ver­sor­gung ein­ge­schränkt, gera­de dann wenn wir es am drin­gends­ten brau­chen wür­den.

Gewalt

Nach wie vor pas­siert die meis­te Gewalt gegen FLINT-Per­so­nen (Frau­en, Les­ben, inter, nicht-binär und trans) in den eige­nen vier Wän­den. Durch eine Poli­tik die sowie­so kei­nen Wert auf unse­re Sicher­heit legt, und ver­schärft durch die Coro­na-Pan­de­mie, gibt es für Betrof­fe­ne auch kei­ne oder viel zu wenig Schutz­räu­me.

Dis­kri­mi­nie­rung von asia­ti­schen Per­so­nen

Asia­tisch gele­se­ne Per­so­nen wer­den seit Beginn der Pan­de­mie ver­mehrt ras­sis­tisch ange­grif­fen und unter Gene­ral­ver­dacht gestellt, was zu noch mehr Iso­la­ti­on führt. Das zeigt sich bei­spiels­wei­se durch groß­räu­mi­ges Aus­wei­chen, ver­ba­le Über­grif­fe oder auch tät­li­che Angrif­fe. Auch ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sche Ideo­lo­gien tra­gen maß­geb­lich zur Aus­gren­zung bei.

Du bist nicht allein! Hal­ten wir zusam­men! Gemein­sam in der Iso­la­ti­on! Gemein­sam in die Revo­lu­ti­on!

Hygie­nekon­zept

Bit­te hal­tet alle 2 Meter Abstand zu ande­ren Per­so­nen und tragt einen Mund-Nasen-Schutz (am bes­ten FFP2).

Pro­gramm

17:00 Kund­ge­bung mit Rede­bei­trä­gen am Ste­phans­platz 18:00 Start Demo­zug 19:30 Abschluss­kund­ge­bung mit Rede­bei­trä­gen im Sig­mund-Freud-Park

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