[SAV:] Üble Attacke auf Sozialist*innen in Moskau

Unter­stützt die Pro­tes­te zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag in Russ­land!

Am 27. Febru­ar traf das Niku­lins­kij-Bezirks­ge­richt in Mos­kau die empö­ren­de Ent­schei­dung, Mat­wej Alex­an­d­row für 25 Tage ins Gefäng­nis zu schi­cken – sein Ver­bre­chen, so der Rich­ter, war die „Teil­nah­me an einer nicht erlaub­ten Mas­sen­ak­ti­vi­tät“. Er und zwei ande­re Genoss*innen hat­ten sich gera­de dar­auf vor­be­rei­tet, an der Mos­kau­er Staats­uni­ver­si­tät Flug­blät­ter zu ver­tei­len, die zur Unter­stüt­zung des Frauen*streiks am 5. März auf­rie­fen. Sie hat­ten noch nicht ein­mal mit dem Ver­tei­len der Flug­blät­ter begon­nen, als schon die Poli­zei auf­tauch­te und sie ver­haf­te­te. Die bei­den ande­ren ver­haf­te­ten Genoss*innen müs­sen mit hohen Geld­stra­fen rech­nen.

von Sot­sia­listi­ches­ka­ya Alter­na­ti­va /​Социалистическая Альтернатива und Sot­sia­listi­ches­ka­ya Femi­nist­ka Alter­na­ti­va /​Социалистическая феминистка Альтернатива

(ISA und ROSA in Russ­land)

Der Auf­ruf zur Teil­nah­me an den Pro­tes­ten am 5. März – dem letz­ten Arbeits­tag vor dem 8. März – durch die Orga­ni­sa­ti­on von Aktio­nen an Arbeits­plät­zen, Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten erfolgt durch die Sot­sia­listi­ches­ka­ya Alter­na­ti­va und die Sot­sia­listi­ches­ka­ya Femi­nist­ka Alter­na­ti­va und knüpft an die erfolg­rei­chen Aktio­nen des letz­ten Jah­res zu einer brei­ten Palet­te von For­de­run­gen an, dar­un­ter:

  • Für ein neu­es Gesetz gegen häus­li­che Gewalt mit staat­lich finan­zier­ten Kri­sen­zen­tren in jeder Regi­on;
  • Für einen Lohn von min­des­tens 300 Rubel pro Stun­de und ein Ende der pre­kä­ren Arbeits­ver­hält­nis­se;
  • Für ein Min­dest­sti­pen­di­um von 15.000 Rubel pro Monat für Student*innen mit ange­mes­se­nen Unter­künf­ten und Ver­pfle­gung;
  • Für die Frei­heit der Schwes­tern Chat­scha­tur­jan, Julia Swet­ko­was und aller poli­ti­schen Gefangen*innen;
  • Sturz des Putin-Regimes durch eine sozia­le Bewe­gung

Als er vor dem Gerichts­saal war­te­te, schick­te uns Mat­vey eine Nach­richt:

„Hal­lo zusam­men, hier ist Mat­vey! Ich sit­ze im Kor­ri­dor des Bezirks­ge­richts Niku­lin­sky und war­te auf den Beginn der Ver­hand­lung. Im Gro­ßen und Gan­zen geht es mir gut, obwohl ich natür­lich nicht geplant hat­te, wegen des Ver­tei­lens von Flug­blät­tern ver­haf­tet zu wer­den. Im Gro­ßen und Gan­zen ist die Poli­zei­sta­ti­on in Ord­nung, obwohl es in der Zel­le ziem­lich kalt ist, ich muss­te mich in meh­re­re Decken ein­wi­ckeln. In den letz­ten zwei Tagen habe ich geschla­fen und die Zei­tung gele­sen, die sie mir freund­li­cher­wei­se gege­ben haben, ich habe eine Men­ge Essen und ande­re Din­ge erhal­ten, die von Unterstützer*innen wei­ter­ge­ge­ben wur­den, vie­len Dank an alle, die sie geschickt haben.

Ich habe wenig Zwei­fel, dass ich inhaf­tiert wer­de. Die Zel­le in der Haft­an­stalt soll kom­for­ta­bler sein, als die in der Poli­zei­sta­ti­on. Nehmt an dem Streik am 5. März teil, orga­ni­siert euch an Arbeits­plät­zen und Bil­dungs­stät­ten, um gegen das repres­si­ve Regime zu kämp­fen. Ich lie­be euch alle, ich umar­me euch alle, Russ­land wird frei sein, wir sehen uns in ein paar Wochen!“

Die Sot­sia­listi­ches­ka­ya Alter­na­ti­va in Russ­land unter­stützt die­sen Auf­ruf voll und ganz. Die bes­te Unter­stüt­zung, die man Mat­vey im Moment geben kann, ist, sei­nen Fall zu nut­zen, um für den 5. März zu wer­ben. Bit­te macht Fotos der Soli­da­ri­tät mit den Pla­ka­ten, die hier her­un­ter­ge­la­den wer­den kön­nen, und schickt sie an intsocaltrussia@​gmail.​com.

Sie lau­ten der Rei­he nach: „Für ein neu­es Gesetz gegen häus­li­che Gewalt“, „Für Arbeits­plät­ze und Uni­ver­si­tä­ten ohne Sexis­mus und Beläs­ti­gung“, „Löh­ne nicht unter 300 Rubel pro Stun­de, Sti­pen­di­en nicht unter 15.000 Rubel pro Monat“, „Frei­heit für die Schwes­tern Chat­scha­tur­jan und Julia Swet­ko­wa“, „Nie­der mit Putins Gift­re­gime“, „Für staat­lich finan­zier­te Kri­sen­zen­tren in jeder Regi­on“, „Ich bin soli­da­risch mit dem Frau­en­streik“ und „Ich unter­stüt­ze den Frau­en­streik“.

Die Sot­sia­listi­ches­ka­ya Alter­na­ti­va hat einen Fonds ein­ge­rich­tet, um Buß­gel­der zu bezah­len und die­se wich­ti­ge Arbeit zu unter­stüt­zen. Spen­den kön­nen hier gemacht wer­den.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel auf Eng­lisch lesen.

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