[labournet:] Zur konkreten Lebenssituation armer Menschen in der Großstadt: Opfer der „reibungslosen Zusammenarbeit von Jobcentern und Sozialunternehmen zur Förderung erwerbloser Menschen“

Illustration zu Hartz IV: Ten Years after - Sechsteilige Bilanz von Rudolf Stumberger bei telepolis“Grund­sätz­lich wird den erwerbs­lo­sen Men­schen von den Job­cen­tern unter­stellt, dass sie an „indi­vi­du­el­len Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen“ – von „fami­liä­ren Pro­ble­men über Fett­lei­big­keit bis hin zur Sucht“ lei­den und die Sekun­där­tu­gen­den wie frü­hes Auf­ste­hen, Pünkt­lich­keit und regel­mä­ßi­ge Arbeits­ab­läu­fe ein­hal­ten, erst wie­der trai­nie­ren müs­sen. Dafür hat die Arbeits­ver­wal­tung immer schon eige­ne Maß­nah­men ent­wi­ckelt. (…) So gibt es Men­schen, die in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren des Hartz-IV-Sys­tems nur in Maß­nah­men beschäf­tigt waren, wegen ihrer „Ver­mitt­lungs­hemm­nis­se“. (…) Das ist der Hebel, mit dem man die Beschäf­tig­ten mit staat­li­chem Zwang in den Nied­rig­lohn­sek­tor drängt. Damit das auch funk­tio­niert, wird beson­de­rer Wert auf eine rei­bungs­lo­se Zusam­men­ar­beit von Job­cen­tern und Sozi­al­un­ter­neh­men zur För­de­rung erwer­b­lo­ser Men­schen gelegt. (…) Die Berich­te, die zu einer umfas­sen­den Psych­ia­tri­sie­rung der Men­schen füh­ren, haben den Zweck, die Beschäf­tig­ten mög­lichst lan­ge in den Maß­nah­men und vom ers­ten Arbeits­markt fern zu hal­ten. (…) Damit alles so wei­ter­ge­hen kann, haben sich in vie­len Städ­ten die Wohl­fahrts­ver­bän­de bzw. Sozi­al­un­ter­neh­men zu Inter­es­sen­ver­ei­nen zusam­men­ge­schlos­sen. Die Mit­glie­der so einer Gemein­schaft haben ver­ein­bart, dass sie sich der „Koop-kur­renz“, (bezeich­net die Dua­li­tät von Kon­kur­renz und Koope­ra­ti­on auf Märk­ten) in einer für alle Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen zufrie­den­stel­len­den Wei­se wid­men und sich schon in der Pla­nungs­pha­se bei neu­en Maß­nah­men der Arbeits­ver­wal­tung abstim­men. Die ört­li­chen insti­tu­tio­nel­len Hartz-IV-Betei­lig­ten sind zu einem geschlos­se­nen Sys­tem gewor­den mit mafia­ähn­li­chen Struk­tu­ren und beschäf­tig­ten Men­schen die aus­ge­beu­tet und oben­drein noch psych­ia­triert wer­den.” Bei­trag vom 1. März 2021 vom und beim gewerk​schafts​fo​rum​.de externer Link

Der Bei­trag Zur kon­kre­ten Lebens­si­tua­ti­on armer Men­schen in der Groß­stadt: Opfer der „rei­bungs­lo­sen Zusam­men­ar­beit von Job­cen­tern und Sozi­al­un­ter­neh­men zur För­de­rung erwer­b­lo­ser Men­schen“ erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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