[ak:] Geh bitte! Die Zeit

Neu­lich wur­de die Wochen­zei­tung Die Zeit, die Bra­vo für pen­sio­nier­te Pro­fes­so­ren, bekannt aus gele­der­ten Zei­tungs­stän­dern in Wil­mers­dor­fer Alt­bau­woh­nun­gen, 75 Jah­re alt.

Aus einem schmie­ri­gen Geburts­tags-Wer­be­film­chen erfuh­ren wir, dass man bei der Zeit für gute Arbeit vom Chef ein Stück Bra­ten im Dru­cker­raum zuge­steckt bekommt. Außer­dem stell­te der Bra­ten­ver­tei­ler, Gio­van­ni di Loren­zo, zum Jubi­lä­um in einem Leit­ar­ti­kel (»Pres­se­frei­heit: Wofür ste­hen wir?«) ein­mal so rich­tig klar, wofür das Zen­tral­or­gan »der Mit­te« steht. Näm­lich – Ach­tung, Ach­tung – für die Pres­se­frei­heit. Die­se sieht di Loren­zo bedroht: von rechts wie von links. Man las, dass sein Amts­kol­le­ge von der Bild, Juli­an Rei­chelt, wegen Dro­hun­gen »von links« in einer gepan­zer­ten Limou­si­ne her­um­kut­schiert wer­den müs­se. Eine unbe­leg­te Behaup­tung, die noch ein wenig zwie­lich­ti­ger anmu­tet, da di Loren­zo gänz­lich dar­auf ver­zich­te­te zu erwäh­nen, dass die Bild regel­mä­ßig Men­schen durch ihre scham­lo­se Het­ze das Leben zur Höl­le macht (und Rei­chelt hims­elf – wie pünkt­lich zum 8. März publik wur­de – mut­maß­lich auch eini­gen Frau­en bei der Bild).

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