[labournet:] LEG Konzern verweigert trotz hoher Gewinne Aufnahme von Tarifverhandlungen für Tochter TSP

Dossier

FB Besondere Dienste bei ver.di NRW: Tarifverhandlungen für Tochter TSP bei LEGMor­gen (6.11.) tre­ten erst­ma­lig Beschäf­tig­te der Hand­wer­ker­ge­sell­schaft im LEG Kon­zern am Stand­ort Ost (Dort­mund) in den Streik. Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) hat­te bereits im Juni 2020 die Geschäfts­füh­rung der in 2017 gegrün­de­ten Gesell­schaft TSP (Tech­nik Ser­vice Plus), einer Toch­ter­ge­sell­schaft im LEG Kon­zern, zu Tarif­ver­hand­lun­gen auf­ge­for­dert. Die Gewerk­schaft kri­ti­siert die feh­len­de Gesprächs­be­reit­schaft sowie die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der Arbeit­ge­ber zur Auf­nah­me von Tarif­ver­hand­lun­gen. Mit dem mor­gi­gen Streik­auf­takt soll nun der Druck erhöht wer­den. Was sonst durch den im LEG bestehen­den Haus­ta­rif­ver­trag für die meis­ten Beschäf­tig­ten im Kon­zern gere­gelt sei, wie bei­spiels­wei­se regel­mä­ßi­ge Lohn­er­hö­hun­gen, sol­le den Beschäf­tig­ten in der TSP ver­wei­gert wer­den. Seit Bestehen der TSP gäbe es unre­gel­mä­ßi­ge frei­wil­li­ge Leis­tun­gen des Arbeit­ge­bers, aber kei­ne kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung der Löh­ne. (…) Im Jahr 2019 konn­te der Gewinn des Kon­zerns im Jah­res­ver­gleich um 7,1 Pro­zent auf 341,3 Mil­lio­nen Euro gestei­gert wer­den. Für 2020 wer­den noch höhe­re Gewin­ne erwar­tet. Die TSP ist eine Gesell­schaft mit über 400 Beschäf­tig­ten, die über­wie­gend in den Gewer­ken Maler, Elek­tri­ker, Tisch­ler, Dach­de­cker sowie Hei­zung und Sani­tär tätig sind…” Pres­se­mit­tei­lung vom 05.11.2020 des Fach­be­rei­ches Beson­de­re Diens­te bei ver.di NRW externer Link – sie­he dazu:

  • [Mon­tag, den 22.03.2021 bis Frei­tag, den 26.03.2021] Wir strei­ken wei­ter für einen Tarif­ver­trag! /​ver.di erhöht den Druck bei der TSP: Stra­ßen-Akti­on der Strei­ken­den New
    • [Mon­tag, den 22.03.2021 bis Frei­tag, den 26.03.2021] Wir strei­ken wei­ter für einen Tarif­ver­trag! – Tarif­ver­trag muss sein!
      Vie­le Beschäf­tig­te der TSP an allen Stand­or­ten haben sich in ver.di-organisiert, um einen Tarif­ver­trag durch­zu­set­zen. Sie wol­len das, was in den meis­ten Gesell­schaf­ten des LEG Kon­zerns schon lan­ge gilt: die Sicher­heit, regel­mä­ßig an der all­ge­mei­nen Lohn­ent­wick­lung teil­ha­ben zu kön­nen. Und das geht nur mit Tarif­ver­trag! Über 50% der Beschäf­tig­ten haben für den Tarif­ver­trag gestimmt. Am 04.06.2020 haben wir die Geschäfts­füh­rung der TSP zu Tarif­ver­hand­lun­gen auf­ge­for­dert und sie­ben Ver­hand­lungs­ter­mi­ne ange­bo­ten. Die Arbeit­ge­ber­sei­te lehnt Tarif­ver­hand­lun­gen ab mit der Begrün­dung (Zitat) …… „dass ein Tarif­ver­trag kei­ne Mehr­wer­te für bei­de Sei­ten schaf­fen wür­de.“ Eine unglaub­li­che The­se fin­den wir. Wir akzep­tie­ren die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der Arbeit­ge­ber nicht!!! Uns bleibt in die­ser Situa­ti­on nichts Ande­res übrig als zur Durch­set­zung der For­de­run­gen zu strei­ken. Wert­schät­zung sieht anders aus! Und das in einem Kon­zern, der Jahr für Jahr Rekord­ge­win­ne zu ver­mel­den hat. Unse­re ers­ten Streiks waren erfolg­reich, haben aber noch nicht dazu geführt, dass wir einen Ver­hand­lungs­ter­min von der Geschäfts­füh­rung erhal­ten haben. Des­halb müs­sen wir jetzt wei­ter strei­ken. Wir las­sen nicht locker und hal­ten an unse­rem Ziel fest, auch wenn der Arbeit­ge­ber noch so vie­le frei­wil­li­ge Prä­mi­en zahlt. Wir for­dern des­halb: Eine Erhö­hung der Ver­gü­tun­gen aller Beschäf­tig­ten um 170 €/​Monat, eine Erhö­hung der Aus­zu­bil­den­den­ver­gü­tun­gen um 100 €/​Monat und eine Anpas­sung der Rela­tio­nen der Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen…” Mel­dung und Streik­auf­ruf vom 21.03.2021 des Fach­be­rei­ches Beson­de­re Diens­te bei ver.di NRW externer Link
    • ver.di erhöht den Druck bei der TSP: Stra­ßen-Akti­on der Strei­ken­den
      Straßenaktion im Arbeitskampf verdi ./. gegen TSP/ LEG in Münster (Foto: Frank Biermann)

      Stra­ßen­ak­ti­on im Arbeits­kampf ver­di ./​. gegen TSP/​LEG in Müns­ter (Foto: Frank Bier­mann)

      Die Gewerk­schaft ver.di dehnt die Streiks der Hand­wer­ker­ge­sell­schaft TSP (Tech­nik Ser­vice Plus) im LEG Kon­zern aus.
      Am Frei­tag fan­den am 40. Streik­tag Aktio­nen der Strei­ken­den an der LEG-Zen­tra­le in Müns­ter und par­al­lel an der NRW-Zen­tra­le in Düs­sel­dorf statt, wo es auch eine Streik­kon­fe­renz gab. Die Strei­ken­den stan­den von 10.00 – 11:00 Uhr immer­hin bei schöns­tem Son­nen­schein mit Pla­ka­ten in wei­ten Abstän­den am Rand der Ham­mer Stra­ße und ver­such­ten so die Öffent­lich­keit auf ihren Arbeits­kampf auf­merk­sam zu machen und zu infor­mie­ren.
      Björn Cer­ny, Mit­glied der Tarif­kom­mis­si­on und Streik­lei­ter in Müns­ter sag­te, die Stim­mung sei auch am 40. Streik­tag noch sehr gut. Was aller­dings ziem­lich auf die Ner­ven gehe und frus­trie­re, sei, dass die LEG jed­we­de Gesprä­che blo­ckie­re und ver­su­che das Pro­blem aus­zu­sit­zen. Statt­des­sen wer­de ver­sucht, mit Geld­prä­mi­en Streik­bre­cher zu gewin­nen. Das ände­re aber nichts an der hohen Streik­be­reit­schaft der Beschäf­tig­ten: „Wir hal­ten bis zum Ende durch”. hieß es. „sind aber auch jeder­zeit zu Gesprä­chen bereit”. In der TSP sind etwa 400 Mit­ar­bei­ter an vier Stand­or­ten beschäf­tigt.
      Andrea Becker, Fach­be­reichs­lei­te­rin Beson­de­re Dienst­leis­tun­gen NRW erklär­te: „Es ist wei­ter­hin nicht nach­voll­zieh­bar, dass sich die LEG hier prin­zi­pi­ell jeg­li­cher Gesprä­che ent­zieht. Jüngst sind wie­der Rekord­ge­win­ne ver­öf­fent­licht wor­den. Der Gewinn der LEG konn­te im Coro­na ahr 2020 um 12,3% auf 383,2 Mio. gestei­gert wer­den. Davon sol­len 70% (also 268 Mio.) an die Aktio­nä­re gehen die ohne­hin schon bis­her 44 Cent von je-dem Euro Mie­te bekom­men haben. Die Aktio­nä­re stei­gern ihren bis­he­ri­gen Gewinn damit also um 5%.“ Die Wut der Beschäf­tig­ten über die­se star­re Hal­tung der Unter­neh­mens­lei­tung wach­se täg­lich und die Streiks wür­den auch zukünf­tig fort­ge­setzt.
      Was sonst durch den im LEG bestehen­den Haus­ta­rif­ver­trag für die meis­ten Beschäf­tig­ten im Kon­zern gere­gelt ist, wie bei­spiels­wei­se regel­mä­ßi­ge Lohn­er­hö­hun­gen, blei­be den Beschäf­tig­ten in der TSP ver­wei­gert. „Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­k­erwer­den auf dem Arbeits­markt stark nach­ge­fragt. Das spie­ge­le sich aber nicht in der Bezah­lung der TSP Beschäf­tig­ten wider, so Becker. (fb)” Arti­kel von Frank Bier­mann vom 19.3.2021 – wir dan­ken!

  • LEG ver­mel­det Rekord­ge­win­ne: „Dop­pel­ter Schlag ins Gesicht der Beschäf­tig­ten im Hand­wer­ker­be­trieb TSP“
    “„Wir sind empört und füh­len uns in unse­rer Wahr­neh­mung bestä­tigt“, erklär­te Andrea Becker, Fach­be­reichs­lei­te­rin Beson­de­re Diens­te NRW und zustän­dig für die TSP im LEG Kon­zern. „Die­se Rekord­ergeb­nis­se wur­den unter ande­rem auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten erzielt, denen ein Tarif­ver­trag ver­wei­gert wird. Die Geschäfts­füh­rung der TSP zeigt uns bereits seit Juni die kal­te Schul­ter und ver­wei­gert kon­se­quent Tarif­ver­hand­lun­gen. Der Arbeit­ge­ber ist nicht ein­mal bereit, sich mit uns an einen Tisch zu set­zen. Das ist mit Blick auf die Zah­len ein dop­pel­ter Schlag ins Gesicht. Die Ergeb­nis­se des Kon­zerns über­tref­fen sogar noch die Pro­gno­sen.“ Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) NRW ruft Beschäf­tig­te der TSP (Tech­nik­Ser­vicePlus) bereits am 35. Tag in Fol­ge zu Streiks auf. Vor der Kon­zern­zen­tra­le in Düs­sel­dorf füh­ren Beschäf­tig­te Mahn­wa­chen durch. Die nun ver­öf­fent­lich­ten Kon­zern­er­geb­nis­se der LEG AG lie­gen noch über den abge­ge­be­nen Pro­gno­sen des Jah­res 2020. ver.di kri­ti­siert des­halb erneut die andau­ern­de Ver­wei­ge­rungs­hal­tung, den Beschäf­tig­ten der TSP über einen Tarif­ver­trag regel­mä­ßi­ge Tarif­er­hö­hun­gen zu ermög­li­chen. „Statt­des­sen geht das Geld in die Taschen der Aktio­nä­rin­nen und Aktio­nä­re“, so Becker wei­ter. „Es ist unan­stän­dig, Beschäf­tig­ten einen Tarif­ver­trag und damit regel­mä­ßi­ge Lohn­er­hö­hun­gen zu ver­wei­gern und gleich­zei­tig die Divi­den­den der Aktio­nä­rin­nen und Aktio­nä­re zu erhö­hen…” Pres­se­mit­tei­lung vom 11.03.2021 des Fach­be­rei­ches Beson­de­re Diens­te bei ver.di NRW externer Link
  • Arbeits­ge­richt Ber­lin gibt ver.di Recht: Antrag auf einst­wei­li­ge Ver­fü­gung des LEG Kon­zerns abge­wie­sen
    Der bör­sen­no­tier­te LEG Kon­zern war per einst­wei­li­ger Ver­fü­gung gegen den von ver.di orga­ni­sier­ten Streik von Mit­ar­bei­tern der Tech­nik-Ser­vice-Plus GmbH (TSP) vor­ge­gan­gen. Die LEG stell­te infra­ge, ob ver.di für die TSP als Hand­werks­un­ter­neh­men zustän­dig ist. Das Arbeits­ge­richt Ber­lin gab ver.di nun am heu­ti­gen Frei­tag Recht und wies den Antrag auf einst­wei­li­ge Ver­fü­gung ab. Die Gewerk­schaft ver.di hat­te die Geschäfts­füh­rung der TSP bereits im Juni letz­ten Jah­res zu Tarif­ver­hand­lun­gen auf­ge­for­dert. Die Geschäfts­füh­rung ver­wei­gert seit­dem im Auf­trag der LEG-Kon­zern­spit­ze nach wie vor die Auf­nah­me von Tarif­ver­hand­lun­gen, obwohl die meis­ten Beschäf­tig­ten im LEG Kon­zern bereits von dem mit ver.di ver­han­del­ten Tarif­ver­trag pro­fi­tie­ren…” Pres­se­mit­tei­lung vom 05.02.2021 des Fach­be­rei­ches Beson­de­re Diens­te bei ver.di NRW externer Link
  • ver.di wei­tet Streiks bei TSP aus: alle vier Stand­or­te betrof­fen
    Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) ruft ab mor­gen (25.01.) erst­ma­lig an fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen Beschäf­tig­te der Hand­wer­ker­ge­sell­schaft TSP im LEG Kon­zern zu ganz­tä­gi­gen Arbeits­nie­der­le­gun­gen auf. Die Gewerk­schaft rech­net des­halb ver­mehrt mit Beein­träch­ti­gun­gen für Mie­te­rin­nen und Mie­ter. Die Streik­ak­ti­vi­tä­ten hat­ten im Novem­ber begon­nen und wur­den im Dezem­ber und Janu­ar fort­ge­setzt. Bereits im Juni 2020 hat­te ver.di die Geschäfts­füh­rung zu Tarif­ver­hand­lun­gen für die rund 400 Beschäf­tig­ten der TSP auf­ge­for­dert. Die­se ver­wei­gert wei­ter­hin die Auf­nah­me, obwohl die meis­ten Beschäf­tig­ten im Kon­zern bereits von dem mit ver.di ver­han­del­ten Haus­ta­rif­ver­trag pro­fi­tie­ren. (…) „Es herrscht Unver­ständ­nis und Wut dar­über, dass die aktu­el­le Bezah­lung nicht wider­spie­gelt, wie nach­ge­fragt die Leis­tun­gen von Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker auf dem aktu­el­len Arbeits­markt sind. Die gene­rel­le Blo­cka­de­hal­tung des LEG-Vor­stan­des und der Geschäfts­füh­rung sorgt dafür, dass die­ser Kon­flikt wei­ter­hin mit Ter­min­ab­sa­gen und Unzu­frie­den­heit bei den Mie­te­rin­nen und Mie­tern ver­bun­den ist“, so Becker wei­ter.”Pres­se­mit­tei­lung vom 24.01.2021 des Fach­be­rei­ches Beson­de­re Diens­te bei ver.di NRW externer Link

Der Bei­trag LEG Kon­zern ver­wei­gert trotz hoher Gewin­ne Auf­nah­me von Tarif­ver­hand­lun­gen für Toch­ter TSP erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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