[FRN:] Erster Bundesdeutscher Antirassistischer Dönerimbiss Kongress (Serie 999: CX – Corax – AntifaAntira)

„Döner Mor­de“ – unter die­sem Begriff wur­den die ras­sis­ti­schen NSU-Mor­de jah­re­lang geführt. Zwei der NSU-Opfer waren Besit­zer eines Döner-Imbiss. Die Poli­zei ging zunächst davon aus, dass die Täter der Mord­se­rie aus dem tür­ki­schen Dro­gen­mi­lieu kämen. Die Medi­en spe­ku­lier­ten wild und kre­ierten den ras­sis­ti­schen Begriff Döner-Mor­de. Erst die Selbstent­tar­nung des NSU mach­te öffent­lich, was längst hät­te offen­bar sein müs­sen: Neo­na­zis haben die Mor­de aus ras­sis­ti­schen Grün­den began­gen. Der Begriff „Döner Mor­de“ wur­de dar­auf­hin als ras­sis­ti­scher Begriff kri­ti­siert und zum Unwort des Jah­res gewählt. Ras­sis­mus trieb auch den Atten­tä­ter von Hal­le an, als er am 9. Okto­ber 2019 nach dem geschei­ter­ten Ver­such in die Syn­ago­ge zu gelan­gen, zum Kiez Döner fuhr, um dort Men­schen umzu­brin­gen. Ismet Tekin hat den Anschlag über­lebt – er ist der Betrei­ber des Kiez Döners in Hal­le. Er und Ali Tulaß­oğlu aus Chem­nitz wer­den am kom­men­den Sonn­tag über ihre Erfah­run­gen als Klein­un­ter­neh­mer und Gas­tro­no­men spre­chen, die bei­de ras­sis­ti­sche Anschlä­ge auf ihre Restau­rants erlebt und über­lebt haben. Die Ver­an­stal­tung ist beti­telt mit „Ers­ter Bun­des­deut­scher Anti­ras­sis­ti­scher Döne­r­im­biss-Kon­gress“. Sie fin­det im Rah­men der Bil­dungs­wo­chen gegen Ras­sis­mus statt und ist als Mul­ti­me­dia­le lec­tu­re Per­for­mance der Künst­le­rin Bol Acılı Olsun geplant. Über die­se Per­for­mance und den Anti­ras­sis­ti­schen Döne­r­im­biss-Kon­gress spra­chen wir mit der Künst­le­rin.

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