[perspektive:] Klagen wegen der Monopolstellung von E.ON

Konkurrenten beklagen die dominante Marktstellung von E.ON und versuchen gerichtlich bei der EU gegen einen Deal, der die Monopolstellung zementiert hatte, vorzugehen. Die Strompreise sind unterdessen massiv gestiegen.

Seit­dem 2019 RWE und E.ON einen mil­li­ar­den­schwe­ren Deal abge­schlos­sen hat­ten, hat E.ON die unan­ge­foch­te­ne Vor­machts­stel­lung auf dem deut­schen Strom­markt. Damals hat­te RWE sei­ne Toch­ter Inno­gy an E.ON abge­ge­ben, und damit das Ver­triebs­netz wei­ter aus­ge­baut; RWE erhielt dafür die Kraft­wer­ke von E.ON.

RWE kon­zen­triert sich nun auf die Strom­erzeu­gung, E.on hin­ge­gen auf den Strom­ver­trieb und belie­fert 14 Mil­lio­nen der 40 Mil­lio­nen Strom­kun­den in Deutsch­land. Die nächst­grö­ße­ren Kon­kur­ren­ten EnBW und Vat­ten­fall kom­men mit je 5 Mil­lio­nen Kun­den deut­lich dahin­ter.

Gegen die­sen Deal wol­len nun zehn regio­na­le Strom­ver­sor­ger beim Gericht der EU kla­gen und die­sen für nich­tig erklä­ren las­sen. E.ON und RWE aber sehen der Kla­ge gelas­sen ent­ge­gen, nach ihren Anga­ben sei grund­sätz­lich mehr als genug Kon­kur­renz auf dem Markt vor­han­den.

Kon­kur­renz hin oder her: Die Strom­prei­se jeden­falls sind für fast alle Verbraucher:innen in den letz­ten Jah­ren mas­siv gestie­gen in den letz­ten vier Jah­ren um durch­schnitt­lich 3 Cent (also um etwa 10 Pro­zent) pro Kilo­watt­stun­de. Die Strom­an­bie­ter jedoch schie­ben den schwar­zen Peter hier­für der Poli­tik zu, die Prei­se sei­en nur wegen der EEG-Umla­ge und dem CO2-Emis­si­ons­han­del gestie­gen.

Der Bei­trag Kla­gen wegen der Mono­pol­stel­lung von E.ON erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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