[perspektive:] Deutschlands Schulden steigen um fast 15% – innerhalb eines Jahres

Die Schulden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und der Sozialversicherungen in Deutschland haben erneut die 2‑Billionen-Euro-Marke geknackt. Sie belaufen sich auf 2,2 Billionen Euro. Das ist eine Zahl mit zwölf Nullen. Allein im Jahr 2020 wurden von staatlichen Stellen Neuschulden in Höhe von 273 Milliarden € aufgenommen.

Mit dem Jah­res­en­de 2020 stie­gen die Schul­den laut dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes auf rund 2171,8 Mil­li­ar­den Euro. Umge­rech­net auf jede Bundesbürger:in wären das 26.128 Euro pro Kopf. Im Vor­jahr lag die­se Zahl noch bei 22.857 Euro. Das ent­spricht einem Anstieg von 14,4 Pro­zent.

Bund mit Rekordschulden

Laut Bun­des­amt sei die­se Neu­ver­schul­dung auf die Coro­na- und Wirt­schafts­kri­se zurück­zu­füh­ren. Die Schul­den des Bun­des sei­en am stärks­ten gestie­gen: Um 18,1 Pro­zent auf über 1,4034 Bil­lio­nen Euro. Die Län­der hat­ten um 9,4 Pro­zent zuge­legt. Deren Schul­den belau­fen sich auf ins­ge­samt rund 635,8 Mil­li­ar­den Euro. Sach­sen leg­te mit 344 Pro­zent am meis­ten zu, da ein Zusatz­haus­halt ver­ab­schie­det wer­den muss­te. In Sach­sen-Anhalt hin­ge­gen stie­gen die Zah­len um nur 1,6 Pro­zent.

Auf Gemein­de­ebe­ne ver­tei­len sich die Schul­den sehr unter­schied­lich. In den Gemein­den Baden-Würt­tem­bergs, Bay­erns und Hes­sen stie­gen sie an, im Saar­land, Sach­sen und Bran­den­burg san­ken sie hin­ge­gen ab. Ins­ge­samt blie­ben die Schul­den aber auf kon­stant hohen Niveau von 132,5 Mil­li­ar­den Euro (Vor­jahr 131,4 Mil­li­ar­den Euro).

Kommende Jahre bringen keine Entlastung

Auch in abseh­ba­rer Zeit wird der Schul­den­berg Der Bun­des­re­pu­blik wei­ter anstei­gen. Für das Jahr 2021 sieht der Bund eine Neu­ver­schul­dung von 240 Mil­li­ar­den Euro vor. Für das Jahr 2022 sind bis­her 81,5 Mil­li­ar­den Euro geplant und durch eine Schul­den­brem­se soll das Finanz­jahr 2023 nur 8,3 Mil­li­ar­den Euro aus­ma­chen. Inwie­weit die­se Finanz­pla­nun­gen durch kom­men­de wirt­schaft­li­che Höhen und Tie­fen erreich­bar sein sol­len, bleibt abzu­war­ten.

Der Bei­trag Deutsch­lands Schul­den stei­gen um fast 15% – inner­halb eines Jah­res erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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