[GWR:] Und falls er putscht…?

Seit dem ein­deu­ti­gen Sieg des neu­ge­wähl­ten Prä­si­den­ten Joe Biden im Novem­ber 2020 waren vie­le Men­schen ver­ständ­li­cher­wei­se bestürzt über die Bemü­hun­gen von Prä­si­dent Trump und sei­nen Anhänger*innen, die Wahl zu steh­len. War­um aber blie­ben sei­ne Ver­su­che trotz der jüngs­ten Gewalt in Washing­ton [6.1.2021 – d. Übers.] erfolg­los?
In den Mona­ten vor den Wah­len am 3. Novem­ber warn­ten vie­le von uns, dass Trump und die Repu­bli­ka­ner, selbst ange­sichts eines kla­ren Sie­ges von Biden, einen Putsch ver­su­chen könn­ten. Wir warn­ten, dass Trump sich in der Wahl­nacht zum Sie­ger erklä­ren könn­te, noch bevor alle Stim­men aus­ge­zählt wur­den, dass er und sei­ne Anhänger*innen fal­sche Anschul­di­gun­gen wegen Wahl­be­trugs erhe­ben wür­den und dass er sich wei­gern wür­de zuzu­ge­ben, dass Biden der Gewin­ner sei, selbst wenn dies ganz klar wäre. Wir äußer­ten auch Befürch­tun­gen, dass sei­ne Wahl­kampf­kam­pa­gne einen Rechts­streit füh­ren wür­de, um die legi­ti­men Ergeb­nis­se in Fra­ge zu stel­len, um die repu­bli­ka­ni­schen Wahl­be­am­ten zu über­zeu­gen, die Ergeb­nis­se nicht zu bestä­ti­gen und um die staat­li­chen Gesetz­ge­ber zu ermu­ti­gen, repu­bli­ka­ni­sche Wahl­män­ner unab­hän­gig von der Stim­men­zahl im Staat zu ernen­nen und die von den Repu­bli­ka­nern domi­nier­te Bun­des­jus­tiz zu über­zeu­gen, die­se ille­ga­len Maß­nah­men auf­recht­zu­er­hal­ten.
Genau dies geschah dann auch: Nach den Wah­len tele­fo­nier­te Trump mit repu­bli­ka­ni­schen Beam­ten in fünf Swing-Staa­ten, in denen Biden mit rela­tiv gerin­gem Vor­sprung gewon­nen hat­te, um sie unter Druck zu set­zen, die Wahl­er­geb­nis­se in ihren Bun­des­län­dern zu kip­pen. Er reich­te Kla­gen wegen mas­si­ven Wahl­be­trugs ein, die auf fal­schen Anschul­di­gun­gen beruh­ten, ver­such­te, die Gesetz­ge­ber unter Druck zu set­zen, um repu­bli­ka­ni­sche Wahl­män­ner in Staa­ten zu ernen­nen, in denen Biden gewon­nen hat­te und unter­nahm ande­re Anstren­gun­gen, um die Wahl­er­geb­nis­se umzu­keh­ren. Wenn ihm dies gelun­gen wäre, obwohl er bei der natio­na­len Volks­ab­stim­mung 7 Mil­lio­nen Stim­men weni­ger hat­te als sein Her­aus­for­de­rer, hät­te dies Biden bei der Sit­zung des Wahl­kol­le­gi­ums am 14. Dezem­ber den Sieg gekos­tet und Trump auf den Weg gebracht, wei­te­re vier Jah­re zu regie­ren.
Die­se Bemü­hun­gen schei­ter­ten jedoch, eben­so wie die Ver­su­che eini­ger Ver­bün­de­ter, die Stim­men des Wahl­kol­le­gi­ums ver­schie­de­ner Schlüs­sel­staa­ten zu strei­chen, als der Kon­gress am 6. Janu­ar zusam­men­traf, um die Ergeb­nis­se offi­zi­ell zu akzep­tie­ren. Der von Trump ange­stif­te­te rech­te Mob, der an die­sem Tag das US-Kapi­tol stürm­te, um die Zer­ti­fi­zie­rung von Bidens Wahl zu ver­hin­dern, erschüt­ter­te die Nati­on, änder­te aber nichts an den Ergeb­nis­sen.
Viel Auf­merk­sam­keit rich­te­te sich dar­auf, wie die Regie­rungs­in­sti­tu­tio­nen ange­sichts solch bei­spiel­lo­ser Bedro­hun­gen stand­hiel­ten und wie sich eine Rei­he pro­mi­nen­ter Repu­bli­ka­ner unter dem enor­men Druck Trumps und sei­ner Anhänger*innen ent­schlos­sen, ihre mora­li­sche und recht­li­che Ver­ant­wor­tung zu erfül­len.
Aber selbst wenn die Din­ge anders gelau­fen wären, ist es unwahr­schein­lich, dass Trump die Wahl erfolg­reich hät­te steh­len kön­nen. Der Grund war, dass Mil­lio­nen von Amerikaner*innen mas­si­ven, gewalt­frei­en Wider­stand geleis­tet hät­ten, um die Demo­kra­tie zu ver­tei­di­gen. Und dies war wahr­schein­lich der ent­schei­den­de Fak­tor.

Zivi­ler Unge­hor­sam zur
Ver­tei­di­gung der Demo­kra­tie

Auf den Phil­ip­pi­nen im Jahr 1985, in Ser­bi­en im Jahr 2000, in der Ukrai­ne 2004 und in Gam­bia 2016 gelang es durch gewalt­freie Aktio­nen in gro­ßem Maß­stab ((1)), die Aner­ken­nung der Wahl­er­geb­nis­se zu erzwin­gen, als die amtie­ren­den Regime ver­such­ten, die Wah­len zu steh­len. Kon­ven­tio­nel­le­re Putsch­ver­su­che in Deutsch­land (1920), Frank­reich (1961), Boli­vi­en (1978), Argen­ti­ni­en (1987), der Sowjet­uni­on (1991) und Bur­ki­na Faso (2015) wur­den auf ähn­li­che Wei­se rück­gän­gig gemacht, und zwar infol­ge des zivi­len Wider­stands der Bevöl­ke­rung, durch schnel­le Mobi­li­sie­rung, mas­si­ve Nicht­zu­sam­men­ar­beit, Auf­bau brei­ter Bünd­nis­se demo­kra­ti­scher Kräf­te und Auf­recht­erhal­tung gewalt­frei­er Dis­zi­plin.
Auf Grund die­ses Wis­sens begann eine Rei­he von Grup­pen im Som­mer 2020, für einen mas­si­ven, gewalt­frei­en Wider­stands gegen gestoh­le­ne Wah­len in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu orga­ni­sie­ren und zu trai­nie­ren.
Eine die­ser Grup­pen war Choo­se Demo­cra­cy (https://​choo​se​de​mo​cra​cy​.us), gegrün­det von Geor­ge Lakey und ande­ren erfah­re­nen gewalt­frei­en Akti­vis­ten. Teil ihrer Kam­pa­gne war die Selbst­ver­pflich­tung, das Land, falls nötig, zu einem völ­li­gen Lock­down zu brin­gen, um die Demo­kra­tie zu beschüt­zen. 40.000 Men­schen, dar­un­ter Wirt­schafts- und Gewerk­schafts­füh­rer, die ihre Mit­glie­der auf die Teil­nah­me an solch mas­si­vem Wider­stand vor­be­rei­te­ten, unter­zeich­ne­ten die­ses Ver­spre­chen ((2)). Die Grup­pe führ­te 17 Trai­nings mit mehr als 10.000 Teilnehmer*innen durch. Die Trai­nings­ko­or­di­na­to­rin, Eile­en Flana­gan, bemerk­te: „Wir konn­ten die For­schung über gewalt­frei­en Putsch-Wider­stand in prak­ti­sche Lek­tio­nen über­set­zen, die jeder anwen­den konn­te. Dies hat dazu bei­getra­gen, dass sich die Men­schen ange­sichts einer unge­wohn­ten Bedro­hung gestärkt füh­len – eines unse­rer Zie­le, da wir wis­sen, dass Men­schen, die sich ihrer Stär­ke bewusst sind, mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit effek­tiv han­deln.“
Par­al­lel dazu stell­ten vier gewalt­freie Orga­ni­sa­to­ren eine 55-sei­ti­ge Bro­schü­re mit dem Titel „Hold the Line: Ein Leit­fa­den zur Ver­tei­di­gung der Demo­kra­tie“ ((3)) [Hold the Line = „dran blei­ben“, oder: bei der Sache blei­ben, d. Übers.] zusam­men. Dar­in wur­den Aktio­nen unter­sucht, die Men­schen vor den Wah­len am 3. Novem­ber ergrei­fen könn­ten, ein vier­stu­fi­ger Plan zur Grün­dung eige­ner Wahl­schutz­grup­pen ange­bo­ten, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu mög­li­chen Sze­na­ri­en nach den Wah­len gelie­fert und Erkennt­nis­se auf die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ange­wandt, „wie gewalt­freie zivi­le Wider­stands­be­we­gun­gen Demo­kra­tie und Rechen­schafts­pflicht gegen­über auto­ri­tä­ren Herr­schern in ande­ren Tei­len der Welt vor­an­ge­bracht haben“.
Der Leit­fa­den wur­de mehr als 75.000-mal her­un­ter­ge­la­den oder ange­se­hen, und die zuge­hö­ri­gen Social-Media-Kon­ten gewan­nen über 14.000 Fol­lower. Auf­grund sei­ner Beliebt­heit began­nen die Co-Autoren des Leit­fa­dens, Online-Schu­lun­gen zu orga­ni­sie­ren, die fast 1.000 Per­so­nen erreich­ten. Es bil­de­ten sich Hold the Line-Teams in ver­schie­de­nen Tei­len des Lan­des. Ich sprach mit dem Co-Autor Har­dy Merri­man, der in sei­ner pri­va­ten Zeit an die­sem Pro­jekt arbei­te­te. Er sag­te mir, dass Hold the Line dar­auf abzie­le, ansprech­bar und öffent­lich zugäng­lich zu sein und alle, denen Demo­kra­tie wich­tig sei, zu einem Orga­ni­sa­ti­ons­pro­zess ein­zu­la­den.
„Hold the Line kon­zen­triert sich dar­auf, wie Ein­zel­per­so­nen und Gemein­schaf­ten etwas aus eige­ner Kraft auf­bau­en und mäch­ti­ge, auf die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten bezo­ge­ne gewalt­freie Aktio­nen orga­ni­sie­ren kön­nen.“, sag­te er. „Es wur­de ent­wi­ckelt, um sowohl für ganz neue als auch für erfah­re­ne Aktivist*innen nütz­lich zu sein. Wir woll­ten die Men­schen mit Werk­zeu­gen aus­stat­ten, um die sich ent­wi­ckeln­de poli­ti­sche Situa­ti­on in der Nati­on und in ihrem Bun­des­staat zu ana­ly­sie­ren, einen Rah­men anbie­ten, um zu ver­ste­hen, wie die Demo­kra­tie geschützt wer­den kann und eine Struk­tur, die es ihnen ermög­licht, star­ke Aktio­nen auf der Grund­la­ge ihrer beson­de­ren Umstän­de durch­zu­füh­ren.“
Wie bei den vor­he­ri­gen Fäl­len erfolg­reich ver­hin­der­ter Putsch­ver­su­che in ande­ren Län­dern muss­ten Lin­ke mit Erfah­rung in gewalt­frei­en direk­ten Aktio­nen und dem Orga­ni­sie­ren auf Gras­wur­ze­le­be­ne bereit sein, mit eta­blier­ten poli­ti­schen Per­sön­lich­kei­ten und Insti­tu­tio­nen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Dies bot eine wert­vol­le Gele­gen­heit, Ver­bin­dun­gen zwi­schen die­ser Akti­vis­ten­ba­sis und eta­blier­ten Insti­tu­tio­nen bzw. Journalist*innen her­zu­stel­len. Choo­se Democracy‘s Trai­nings­ko­or­di­na­to­rin, Eile­en Flana­gan, dazu: „Vie­le erfah­re­ne Aktivist*innen gewan­nen neue Kom­pe­ten­zen dadurch, dass sie lern­ten, sich auf Men­schen im poli­ti­schen Zen­trum ein­zu­stel­len.“ Wäh­rend es unter gewalt­frei­en Aktivist*innen lan­ge Zeit gro­ße Ent­täu­schung über die mili­ta­ris­ti­sche außen­po­li­ti­sche Agen­da und die neo­li­be­ra­le Wirt­schafts­po­li­tik von Joe Biden gab, bestand doch eine Art Ein­ver­ständ­nis, dass es in die­ser Aus­ein­an­der­set­zung letzt­end­lich nicht dar­um ging, den Kan­di­da­ten der Demo­kra­ti­schen Par­tei zu unter­stüt­zen, son­dern die Demo­kra­tie zu ver­tei­di­gen.
Die am brei­tes­ten ange­leg­ten Anstren­gun­gen zur Orga­ni­sie­rung von even­tu­el­len mas­si­ven Aktio­nen zivi­len Unge­hor­sams gin­gen von der Koali­ti­on „Pro­tect the Results“ [Schützt die Wahl­er­geb­nis­se] aus. Die­se Koali­ti­on besteht aus fast 200 fort­schritt­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, Gewerk­schaf­ten und Grup­pen für Frie­den, Umwelt, Femi­nis­mus, Anti­ras­sis­mus und sozia­le Gerech­tig­keit, die als Reak­ti­on auf jeden ernst­haf­ten Ver­such, die Wahl zu steh­len, bereit waren, Mil­lio­nen von Amerikaner*innen zu Mas­sen­pro­tes­ten zu mobi­li­sie­ren. Gewerk­schafts­ver­bän­de in Seat­tle, Roches­ter, New York und im Bun­des­staat Mas­sa­chu­setts for­der­ten einen Gene­ral­streik ((4)) im Fal­le eines ver­such­ten Wahl­dieb­stahls – eine Idee, die vom AFL-CIO-Prä­si­den­ten Richard Trumka gebil­ligt wur­de. ((5))
Zahl­rei­che ande­re bereits bestehen­de loka­le und bun­des­wei­te Grup­pen haben ihre eige­nen Anstren­gun­gen unter­nom­men, um das Bewusst­sein für die Bedro­hung zu schär­fen, poten­zi­el­le Reak­tio­nen zu mobi­li­sie­ren und gewalt­freie Schu­lun­gen durch­zu­füh­ren.

Aus­wir­kung der Mobi­li­sie­rung

Umfang­rei­che Bericht­erstat­tung über die­se Bemü­hun­gen in den Main­stream-Medi­en hat zum ers­ten Mal die Idee der gewalt­lo­sen Revo­lu­ti­on in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu Mil­lio­nen von Ame­ri­ka­nern gebracht – durch Arti­kel u.a. in fol­gen­den Medi­en: The New Yor­ker, The Atlan­tic, The Guar­di­an, News­week, Mother Jones, CNN, The Bos­ton Glo­be und die Washing­ton Post.
Es ist kaum vor­stell­bar, dass die Aus­sich­ten auf solch mas­si­ven Wider­stand kei­ne abschre­cken­de Wir­kung auf repu­bli­ka­ni­sche Gesetz­ge­ber, Rich­ter und ande­re hat­ten, die sonst ver­sucht gewe­sen wären, Bidens Sieg auf­zu­he­ben. Ganz ähn­lich; auch wenn mäch­ti­ge Unter­neh­mens­in­ter­es­sen Steu­er­sen­kun­gen und ande­re Unter­stüt­zung, die sie von der Trump-Admi­nis­tra­ti­on erhal­ten haben, begrüßt haben mögen, wer­den sie auch erkannt haben, dass die weit ver­brei­te­te Insta­bi­li­tät und Stö­rung, die unver­meid­lich aus einem Dieb­stahl der Wahl – und das für Mona­te – resul­tie­ren wür­den, schlecht wäre fürs Geschäft.
Das Ergeb­nis all des­sen war, dass Trump und sei­ne Ver­bün­de­ten auf wider­sprüch­li­chen und ama­teur­haf­ten Ein­ga­ben vor Gerich­ten, die von letz­te­ren wie­der­holt zurück­ge­wie­sen wur­den, auf weit­ge­hend ober­fläch­li­cher Unter­stüt­zung durch repu­bli­ka­ni­sche Politiker*innen und rela­tiv klei­nen Pro-Trump-Kund­ge­bun­gen, die von der äußers­ten Rech­ten domi­niert wur­den, sit­zen blie­ben. Noch vor dem Sturm auf das Kapi­tol war Trump ein zuneh­mend iso­lier­ter und ver­zwei­fel­ter „Lahme-Ente“-Präsident gewor­den.
Obwohl sich die Umset­zung mas­si­ver zivi­ler Wider­stands­stra­te­gien zur Wah­rung der Demo­kra­tie als unnö­tig erwie­sen hat, wur­den Zehn­tau­sen­de Ame­ri­ka­ner zum ers­ten Mal in gewalt­frei­en direk­ten Aktio­nen geschult. Mil­lio­nen haben die Mög­lich­keit einer Teil­nah­me an einer sol­chen Bewe­gung in Betracht gezo­gen. Dies erhöht die Aus­sich­ten auf eine bei­spiel­lo­se Mobi­li­sie­rung der Bevöl­ke­rung für künf­ti­ge poten­zi­el­le Kri­sen, ein­schließ­lich der Bedro­hung durch den Kli­ma­wan­del.
Die Vor­be­rei­tung durch Akti-vist*innen im gan­zen Land unter­strich auch die weit ver­brei­te­te Bereit­schaft, die demo­kra­ti­sche reprä­sen­ta­ti­ve Regie­rung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu bewah­ren, wie schwer­wie­gend ihre Wider­sprü­che und Gren­zen auch sind. Wäh­rend die Bedro­hung durch anti­de­mo­kra­ti­sche, rech­te Ele­men­te des Ter­ro­ris­mus und ande­re Gewalt­ak­te real ist und wei­ter­hin besteht, ist das Risi­ko eines erfolg­rei­chen Staats­streichs gering, ins­be­son­de­re wenn das ame­ri­ka­ni­sche Volk bereit ist, gewalt­frei für die Wah­rung unse­rer Frei­hei­ten zu kämp­fen.
Ste­phen Zunes
20. Janu­ar 2021
Über­set­zung: Hel­ga Weber

Read More