[LCM:] Print: Die Kommune – Kommunaler Widerstand gegen die Krise

Ein Jahr welt­wei­ter Coro­na-Pan­de­mie liegt hin­ter uns. Ein Jahr, bestimmt durch „Lock­down“ und Unsi­cher­heit. Ein Jahr, dass immense Gewin­ne für weni­ge und Ver­zweif­lung für Mil­li­ar­den, rasan­te Umwelt­zer­stö­rung, wei­te­re Krie­ge und Unter­drü­ckung brach­te. Ein Jahr, dass die Gewalt und Mor­de an Frau­en welt­weit wei­ter stei­gen ließ. Als Gast­bei­trag ver­öf­fent­li­chen wir die ers­te Aus­ga­be der neu­en Print­zei­tung “Die Kom­mu­ne”.

An die­sem Punkt set­zen wir an und wol­len in unse­rer Zei­tung die Fra­ge auf­wer­fen, wie eine poli­ti­sche Stra­te­gie von links und unten in die­ser Zeit aus­se­hen kann. Wir wol­len die wich­ti­ge Basis­ar­beit in Stadt­tei­len und in Betrie­ben vor­stel­len, inter­na­tio­na­lis­ti­sche Grup­pen zu Wort kom­men las­sen, die prak­tisch gegen den glo­ba­len Kapi­ta­lis­mus vie­le Brü­cken quer durch die Welt schla­gen. Wir stel­len den Kampf von Frau­en gegen Gewalt und Femi­ni­zi­de vor. Und wir berich­ten über den Auf­bau von Gegen­macht, also der Macht der Vie­len gegen­über der Macht der Weni­gen. 

Das Früh­jahr 2021 gibt uns auch die Mög­lich­keit an gro­ße Kämp­fe gegen die bür­ger­lich-kapi­ta­lis­ti­sche Gesell­schaft zu erin­nern und Kraft und Ideen aus ihren Erfah­run­gen zu schöp­fen. Die­ses Jahr jährt sich nicht nur die gro­ße Pari­ser Com­mu­ne zum 150. mal, son­dern auch der mit­tel­deut­sche Auf­stand von 1921. Wir wol­len als Sozialist*innen dar­an erin­nern, dass wir alle auch heu­te noch in der Tra­di­ti­on der viel­fäl­ti­gen Erfah­run­gen der welt­wei­ten Arbeiter*innenbewegung, der anti-kolo­nia­len Kämp­fe und der Kämp­fe von Frau­en gegen das patri­ar­cha­li­sche Sys­tem ste­hen. Die­se Tra­di­ti­on ist zugleich Ver­ant­wor­tung und Rück­halt für die Klas­sen­kämp­fe die not­wen­di­ger­wei­se fol­gen wer­den.

Die Aus­wir­kun­gen der Coro­na- und Wirt­schafts­kri­se zah­len wir alle in unter­schied­li­chem Aus­maß bereits. Das bis zum Kol­laps über­las­te­te seit Jah­ren kaputt gespar­te Gesund­heits- und Pfle­ge­sys­tem. Nicht nur in den Städ­ten gera­de auch in der Pro­vinz. Der deut­li­che Anstieg von häus­li­cher Gewalt, die wie­der­keh­ren­de Mehr­fach­be­las­tung von Kin­der­er­zie­hung, Haus­halt und Lohn­ar­beit, die im letz­ten Jahr vor allem auf dem Rücken von Frau­en abge­la­den wur­de. Das täg­li­che Gesund­heits­ri­si­ko dem sich all die­je­ni­ge aus­set­zen müs­sen, die sich trotz Pan­de­mie seit mehr als einem Jahr jeden Tag in die vol­len Bah­nen zur Arbeit quet­schen müs­sen, aber ihre Ver­wand­ten und engen Freun­de nicht sehen dür­fen. Job­ver­lust, Kurz­ar­beit, wei­ter stei­gen­de Mie­ten in den Groß­städ­ten damit die Ren­di­ten der Immo­bi­li­en­kon­zer­ne stei­gen kön­nen. Die Lis­te lie­ße sich wei­ter fort­set­zen. Die­sem Klas­sen­kampf von oben sagen wir den Kampf an. 

Die­se Zei­tung soll auch zur Ver­än­de­rung anstif­ten. Der ein­zig frucht­ba­re Kampf gegen das patriacha­li­sche Sys­tem, die welt­wei­te Umwelt­ka­ta­stro­phe und den zer­stö­re­ri­schen Neo­li­be­ra­lis­mus ist der Kampf in und mit der Basis, unse­rer Klas­se, der Aus­ge­beu­te­ten und Unter­drück­ten. An die­sem Kampf müs­sen sich alle betei­li­gen, denn er ist alter­na­tiv­los. Mög­lich­kei­ten wie sich alle ein­brin­gen kön­nen gibt es unzäh­li­ge. 

Die­se Zei­tung soll auch auf­ru­fen in der Tra­di­ti­on des revo­lu­tio­nä­ren 1. Mai aktiv zu wer­den, nicht auf die holen Ver­spre­chun­gen der Regie­run­gen und ihrer selbst­er­nann­ten „Oppo­si­ti­on“ zu ver­trau­en. Sozia­lis­ti­sche glo­ba­le Ver­än­de­run­gen ent­schei­den sich nicht an der Wahl­ur­ne son­dern auf den Stra­ßen, Gas­sen, Pfa­den und Rou­ten der Kämp­fen­den für eine mensch­li­che Welt.

Der Bei­trag Print: Die Kom­mu­ne – Kom­mu­na­ler Wider­stand gegen die Kri­se erschien zuerst auf Lower Class Maga­zi­ne.

Read More