[KgK:] Sozialistisch, kämpferisch und selbstorganisiert – Werde Teil von KgK Campus München

Der Zick-Zack-Kurs der Bun­des­re­gie­rung und der baye­ri­schen Lan­des­re­gie­rung sorgt in der Pan­de­mie für viel Ver­wir­rung und Wut. Alle paar Tage gel­ten in Mün­chen neue Rege­lun­gen und die Maß­nah­men wir­ken alles ande­re als effek­tiv. Wir bewe­gen uns auf eine drit­te Wel­le zu. Auf stei­gen­de Inzi­den­zen fol­gen wie­der har­te Maß­nah­men … aller­dings nur im Pri­va­ten. Die Kon­zer­ne? Sie blei­ben bun­des­weit ver­schont. Es gibt kei­ne Test­pflicht und auch Home­of­fice-Pflicht. Die Auto­mo­bil­in­dus­trie hat nur im Rah­men des ers­ten Lock­downs die Pro­duk­ti­on her­un­ter­ge­fah­ren. Die­ser Zeit­raum beträgt nur 5 Wochen, von den 13 Mona­ten (1/​10 der Pan­de­mie).

Wir Stu­die­ren­de sind gleich­zei­tig seit mehr als einem Jahr im Lock­down, konn­ten ent­we­der gar nicht oder an der Belas­tungs­gren­ze arbei­ten, muss­ten unse­re sozia­len Kon­tak­te immer wei­ter mini­mie­ren. Die Pan­de­mie hat bereits exis­tie­ren­de Pro­ble­me krass ver­schlim­mert: unsi­che­re und pre­kä­re Beschäf­ti­gungs- oder Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen, Schwie­rig­kei­ten in der Schu­le und der Uni, pre­kä­re Woh­nungs­si­tua­tio­nen und finan­zi­el­le bis exis­ten­zi­el­le Sor­gen sind in einem enor­men Aus­maß her­vor­ge­tre­ten. Alles Pro­ble­me, die sich nicht durch ein blo­ßes Virus erklä­ren las­sen, son­dern durch unser öko­no­mi­sches Sys­tem. Die­se Pro­ble­me des Kapi­ta­lis­mus betref­fen uns alle: Azu­bis, Stu­die­ren­de und Arbeiter:innen. Die Pan­de­mie hat nicht nur für enorm vie­le Men­schen öko­no­mi­sche Fol­gen, die kras­sen Ein­schrän­kun­gen des pri­va­ten Lebens haben auch dras­ti­sche sozia­le und psy­chi­sche Fol­gen.

Doch wäh­rend sich ande­re mit Illu­sio­nen in den Wahl­kampf zur Mit­ver­wal­tung des Kapi­ta­lis­mus stür­zen, wol­len wir die­se Pro­ble­me nicht mit blo­ßer Hoff­nung, son­dern mit vom Kapi­tal und Büro­kra­tien unab­hän­gi­gen und selbst­or­ga­ni­sier­ten Kämp­fen ent­ge­gen­tre­ten. Des­halb haben wir nicht gewar­tet, bis die bür­ger­li­chen Par­tei­en im Land­tag einen Kom­pro­miss bezüg­lich der neo­li­be­ra­len Hoch­schul­re­form getrof­fen haben. Wir haben die Per­spek­ti­ve der Selbst­or­ga­ni­sie­rung auf­ge­wor­fen und uns mit Kommiliton:innen und Kolleg:innen im Mün­che­ner Komi­tee gegen die Hoch­schul­re­form zusam­men­ge­tan.

Die­se Per­spek­ti­ve umfasst die Ein­heit der Stu­die­ren­den und der Beschäf­tig­ten. Dafür haben wir im Okto­ber die Streiks der Beschäf­tig­ten der ers­ten Front gegen die Pan­de­mie, den Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten unter­stützt. Wir stan­den auch auf der Sei­te der Beschäf­tig­ten im ÖPNV, die zur glei­chen Zeit für ihre For­de­run­gen streik­ten. Mit Arti­keln, Inter­views und Kurz­re­por­ta­gen haben wir ver­sucht, der Dem­ago­gie von Poli­tik und Medi­en, die die essen­zi­el­len Arbeiter:innen im Streik ver­leum­de­ten, ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Mit Klas­se gegen Klas­se und unse­rem inter­na­tio­na­len Zei­tungs­netz­werk wol­len wir Unter­drück­ten und Aus­ge­beu­te­ten eine Stim­me geben, Kämp­fe an Uni­ver­si­tä­ten, Hoch­schu­len, Betrie­ben und auf der Stra­ße beglei­ten, unter­stüt­zen und in die Öffent­lich­keit tra­gen. Wir den­ken, dass die Unis, in denen wir stu­die­ren und arbei­ten, auch von uns basis­de­mo­kra­tisch kon­trol­liert wer­den soll­te. Dafür schla­gen wir die Selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen in Form von Komi­tees und Voll­ver­samm­lun­gen. Die­se kön­nen dazu die­nen, uns gegen die kon­kre­ten Angrif­fe der Regie­rung zu ver­tei­di­gen, aber auch um aus unse­ren Orten eine Stim­me in der Mit­ge­stal­tung der Gesell­schaft zu haben.

Du willst Teil unse­rer Zei­tung sein, dich an die­sen Kämp­fen betei­li­gen und dich mit uns für eine sozia­lis­ti­sche Per­spek­ti­ve orga­ni­sie­ren? Dann komm am Frei­tag, 23. April, um 18:30 Uhr zu unse­rem offe­nen KgK Cam­pus Mün­chen Tref­fen auf Zoom. Wenn du den Link willst, schreib uns ein­fach eine Nach­richt.

Klas­se Gegen Klas­se