[EMRAWI:] „Solidarität statt Krise“ – Aufruf zum revolutionären 1. Mai Innsbruck

Das Virus heisst Kapi­ta­lis­mus.

Ent­geg­nen wir ihm soli­da­risch! Als Arbei­ten­de und Arbeits­lo­se, als Migrant*innen, als Frau­en*, als kran­ke und beein­träch­tig­te Men­schen, als Jugend­li­che und Kin­der. In der Situa­ti­on der Pan­de­mie erken­nen wir unse­ren Feind kla­rer denn je!

For­dern wir also jetzt, was wirk­lich gebraucht wird: Frei­ga­be der Impf­stoff­pa­ten­te! Soli­da­ri­scher Lock­down! Erhö­hung der Löh­ne und des Arbeits­lo­sen­gelds! Sofor­ti­ger Miet- und Kün­di­gungs­stopp!

Erkämp­fen wir lang­fris­tig, was für ein gutes Leben nötig ist: Kol­lek­ti­vie­rung der Betrie­be, Ent­eig­nung der Rei­chen, selbst­or­ga­ni­sier­te und sinn­vol­le Pla­nung der Wirt­schaft, gemein­schaft­li­che Orga­ni­sie­rung der Haus- und Pfle­ge­ar­beit, kon­se­quent öko­lo­gi­sche Umstruk­tu­rie­rung des gesell­schaft­li­chen Lebens, Öff­nung der Gren­zen, Schutz und Gerech­tig­keit für Frau­en* die von Gewalt betrof­fen sind und Bil­dung für alle!

Wer Zie­le hat, muss sich orga­ni­sie­ren. Schau­en wir auf die Geschich­te zurück, kön­nen wir zahl­rei­che Ideen bekom­men, wie wir unse­ren For­de­run­gen Nach­druck ver­lei­hen und uns ihnen annä­hern kön­nen: Streiks, Beset­zun­gen, Demons­tra­tio­nen, Blo­cka­den, Aus­schrei­tun­gen, Direk­te Akti­on, Flug­blät­ter, Zeit­schrif­ten, Radio­sen­dun­gen, Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen…

Begin­nen wir jetzt!

Die Kri­se bestärkt faschis­ti­sche Ten­den­zen.

Anti­ka­pi­ta­lis­mus heisst immer Anti­fa­schis­mus. Das heisst wir müs­sen inter- und anti­na­tio­nal Soli­da­ri­tät zei­gen und kol­lek­tiv han­deln! Ver­eint sind wir stark, denn die Gren­ze ver­läuft nicht zwi­schen innen und außen son­dern zwi­schen unten und oben!

Bekämp­fen wir also, was uns teilt: Ras­sis­mus und Patri­ar­chat sind ideo­lo­gi­sche Kon­struk­te um Men­schen abzu­wer­ten, gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len und bes­ser aus­beu­ten zu kön­nen! Die Kri­se der Pan­de­mie ist eine Kri­se des Kapi­ta­lis­mus, wel­che vor allem pre­ka­ri­sier­te, nicht-Österreicher*innen und nicht-weis­se Men­schen, sowie Frau­en* tra­gen müs­sen. Die­sem Krieg gegen die pro­le­ta­ri­sche Klas­se kön­nen wir nur ant­wor­ten, wenn wir uns zusam­men­schlies­sen!

Rech­te Ideo­lo­gien wie Anti­se­mi­tis­mus ver­wi­schen, wer wirk­lich von der Kri­se pro­fi­tiert und spal­ten uns. Das dür­fen wir nicht zulas­sen! Orga­ni­sie­ren wir uns anti­fa­schis­tisch:

Nationalist*innen und Corona-Leugner*innen haben auf der Stra­ße nichts zu suchen, stel­len wir uns ihnen ent­schlos­sen ent­ge­gen. Faschis­ti­sche Angrif­fe müs­sen abge­wehrt und beant­wor­tet wer­den. Der zuneh­men­den Orga­ni­sie­rung rech­ter Kräf­te muss Ein­halt gebo­ten wer­den. Rech­ter Pro­pa­gan­da müs­sen lin­ke Idea­le und Fak­ten ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den.

Faschist*in zu sein muss heis­sen, Pro­ble­me zu krie­gen!

Am 1. Mai, Tag der Arbeiter*innen, heisst es nun wie­der: Her­aus!

Schliesst euch den revo­lu­tio­nä­ren Kräf­ten der Demons­tra­ti­on an.

Kommt zahl­reich und bringt Fah­nen, Ban­ner und Mas­ken mit.

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