[contraste:] »Ich trete an für Erneuerung«

Lie­be Leser*innen,

die grü­ne Kanz­ler­kan­di­da­tin Anna­le­na Baer­bock meint, sie ste­he für einen Neu­an­fang, wäh­rend ande­re für den Sta­tus quo stün­den. So sag­te sie es Mit­te April in ihrer Rede zur Bekannt­ma­chung ihrer Kan­di­da­tur. Das sag­te sie so beein­dru­ckend selbst­be­wusst, als wür­de sie es so mei­nen. Wie wir in der CONTRASTE führ­te sie Bei­spie­le für Neu­es im Alten an. Und die Tat­kraft dafür will sie ent­fes­seln: Die inno­va­ti­ven Aus­nah­men sol­len durch die grü­ne Kanz­ler­schaft zur Regel, zum Stan­dard wer­den.

Aber ihre Begeis­te­rung will nicht über­sprin­gen bei mir. Von der Mit­te aus – mit einem die­nen­den Staat – will sie Gesell­schaft ändern und ver­spricht Vie­len vie­les. Sie tre­te dafür an, dass Kli­ma­schutz das zukünf­ti­ge Fun­da­ment schaf­fe für Wohl­stand, Frei­heit und Sicher­heit. Das Bes­te soll mög­lich wer­den für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Indus­trie, beglei­tet von leben­di­ger Kul­tur. Inves­tiert wer­den soll in For­schung und sozia­len Zusam­men­halt und – mensch hal­te sich fest – in Poli­zei­wa­chen (!) und Gerichts­sä­le (!).

Wie heißt es doch: Alter Wein in neu­en Schläu­chen, schmeckt nicht. Wahr­schein­lich brau­chen die Grü­nen mehr Poli­zei und Gerichts­sä­le, um die ent­fes­sel­te Tat­kraft von Klimaschützer*innen à la Dan­nen­rö­der Forst in Schran­ken zu hal­ten, sonst könn­te noch die Wett­be­werbs­fä­hig­keit lei­den. Die Kanz­ler­kan­di­da­tin sag­te auch, dass Men­schen jeden Tag über sich hin­aus­wach­sen. Wohl dem, das soll­ten wir tun, aber nicht für eine grü­ne Poli­tik der Mit­te.

Unse­re Akti­on 2021 wächst, aber nicht mehr expo­nen­ti­ell, es ist ja auch schon vie­les geschafft. 212 Euro an Unter­stüt­zung stär­ken unser Pro­jekt. Vie­len Dank. Einen Schubs braucht es noch zum guten Ende.

Ober­was­ser bei den Abos. Einer Kün­di­gung ste­hen gleich fünf neue Abos ent­ge­gen. Eine neue Dau­er­le­se­rin lern­te die CONTRASTE über ein Geschenk-Pro­be­abo ken­nen – von einem enga­gier­ten Leser, der über die Mona­te 31 Pro­be­a­bos ver­schenk­te. Wow, einen beson­de­ren Dank dafür! Gleich 22 neue Pro­be­a­bos kön­nen wir so wie­der ver­mel­den.

Ger­ne wür­di­gen wir unse­re Spender*innen durch Namens­nen­nung. Schreibt dazu bit­te im Ver­wen­dungs­zweck »Name ja« oder sen­det eine E‑Mail an abos@​contraste.​org.

Aus der CON­TRAS­TE-Redak­ti­on grüßt
Heinz Wein­hau­sen

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