[IL:] Feminismus, Klimagerechtigkeit, Revolution!

3000 Men­schen auf der revo­lu­tio­nä­ren 1.Mai Demons­tra­ti­on 2021

Der dies­jäh­ri­ge 1.Mai stand wei­ter­hin ganz im Zei­chen der Cora­na-Pan­de­mie. Unter die­ser Vorraus­set­zung und trotz des Ver­suchs der Behör­den unse­re Ver­samm­lungs­frei­heit ein­zu­schrän­ken, waren tau­sen­de Men­schen auf der revo­lu­tio­nä­ren Demons­tra­ti­on des 1. Mai-Bünd­nis und dem anschlie­ßen­den dezen­tra­len Stra­ßen­fest unter­wegs.

Zusam­men mit dem FLINTA* Komi­tee für einen femi­nis­ti­schen Streik, Ende Gelän­de Nürn­berg und Fri­days for Future Nürn­berg, haben wir uns mit einem Grün­Li­la-Lau­ti und einem lila-grü­nen Block für Femi­nis­mus, Kli­ma­ge­rech­tig­keit und sozia­le Gerech­tig­keit betei­ligt.

Der kämp­fe­ri­sche FLINTA* only Block, hat laut­stark eines ganz klar gemacht:

Der 1. Mai ist der inter­na­tio­na­le Kampf­tag der Arbeiter*innenklasse.
Wir sagen: Es gibt kei­ne wich­ti­ge­re Arbeit als Care-Arbeit, sei sie
bezahlt oder unbe­zahlt. Und weil Care-Arbeit zum aller­größ­ten Teil
von FLINTA* über­nom­men wird, kann der 1. Mai nur ein
femi­nis­ti­scher 1. Mai sein. Und das gera­de in Zei­ten von Coro­na, in
denen FLINTA* ver­schärft durch patri­ar­cha­le, kapi­ta­lis­ti­sche
Struk­tu­ren aus­ge­beu­tet und unter­drückt wer­den. Wir for­dern, dass
Care-Arbeit nicht nach ras­sis­ti­schen, geschlecht­li­chen oder
klas­sen­be­zo­ge­nen Struk­tu­rie­run­gen ver­teilt wird! Wir for­dern eine
Umver­tei­lung und Aner­ken­nung von Care-Arbeit!
Küche, Ehe, Vater­land – uns­re Ant­wort Wider­stand!

Der grü­ne all gen­der Teil, zusam­men mit Ende Gelän­de Nürn­berg und Fri­days For Future Nürn­berg, hat deut­lich gemacht:

Es ist an der Zeit grund­le­gen­de Macht­struk­tu­ren in
Fra­ge zu stel­len und gemein­sam ein Sys­tem zu schaf­fen, indem sich
Men­schen gleich­be­rech­tigt, auf Augen­hö­he und soli­da­risch begeg­nen.
Ein Sys­tem das frei von Unter­drü­ckung und Aus­beu­tung ist. Kli­ma­ge­rech­tig­keit bedeu­tet für uns ganz klar: Sys­tem chan­ge- not cli­ma­te chan­ge!

Im Anschluss an die Demo haben wir uns, zusam­men mit See­brü­cke, Ende Gelän­de und dem FLINTA* Komi­tee am dezen­tra­len Stra­ßen­fest in Gos­ten­hof betei­ligt.

Zum Schluss noch ein klei­ner Aus­zug unse­rer kämp­fe­ri­schen Lau­ti-Mode­ra­ti­on:

Wir sind hier um zu zei­gen, wir sind unzu­frie­den mit dem
Nor­mal­zu­stand unse­rer Gesell­schaft – was die der­zei­ti­ge Kri­se
ver­meint­lich bedingt, ist eine blo­ße Ver­schär­fun­gen des­sen, was
bereits vor der Pan­de­mie für sozia­le Ungleich­heit, Unge­rech­tig­keit
und Unter­drü­ckung gesorgt hat.
Mit Nor­mal­zu­stand mei­nen wir die Aus­beu­tung der Arbeiter*innen
wäh­rend Mil­li­ar­den Kon­zer­ne Gewin­ne an Ein­zel­ne aus­schüt­ten – eine
Umver­tei­lung von unten nach oben wird selbst wäh­rend einer
glo­ba­len Pan­de­mie durch­ge­zo­gen.
Mit Nor­mal­zu­stand mei­nen wir die Kon­ser­vie­rung einer patri­ar­cha­len
Rol­len­ver­tei­lung, nicht zuletzt durch sozi­al-poli­ti­sche
Ver­tei­lungs­re­ge­lun­gen wie bspw. dem der­zei­ti­gen Eltern­geld.
Mit Nor­mal­zu­stand mei­nen wir eine ras­sis­ti­sche Asyl­po­li­tik, die so
unzäh­lig vie­le Men­schen aus­beu­tet, dis­kri­mi­niert, abschiebt und krank
macht oder gar in den Tot schickt.
Mit Nor­mal­zu­stand mei­nen wir die unsäg­li­che Aus­beu­tung natür­li­cher
Res­sour­cen, ins­be­son­de­re im glo­ba­len Süden durch wirt­schafts­star­ken
Natio­nen. In Fort­füh­rung kolo­nia­ler Macht­struk­tu­ren wird die
Lebens­grund­la­ge der dort leben­den Men­schen durch die Fol­gen der
Kli­ma­po­li­tik zer­stört, von der wir pro­fi­tie­ren.
Wir wol­len kei­ne Sym­ptom­be­kämp­fung ein­zel­ner Miss­stän­de, wir
wol­len den radi­ka­len Bruch mit dem gan­zen scheiß sys­tem – vor,
wäh­rend und nach der Pan­de­mie!

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