[labournet:] Greenpeace und FFF Austria werfen dem Ölkonzern OMV vor, Klimaaktivist:innen zu überwachen

Greenpeace Austria: Protest gegen den Ölkonzern OMVDie OMV-Akti­en­ge­sells­schaft (Öster­rei­chi­sche Mine­ral­öl­ver­wal­tung, 31,5 % staatl. Betei­li­gung über ÖBAG) mit Sitz in Wien soll in einen Über­wa­chungs­skan­dal gegen Umwelt­ak­ti­vis­ten und NGO’s ver­wi­ckelt sein – es exis­tie­ren dies­be­züg­lich schwe­re Vor­wür­fe, wel­che das Unter­neh­men bis­lang nicht aus­räu­men konn­te: “Green­peace hat Hin­wei­se erhal­ten, dass die OMV unter Gene­ral­di­rek­tor Rai­ner See­le mit dubio­sen Inves­ti­ga­ti­ons­fir­men zusam­men­ar­bei­tet, die dafür bekannt sind Kli­ma­schüt­ze­rIn­nen ins Visier zu neh­men. Wir kri­ti­sie­ren gemein­sam mit Fri­days For Future Aus­tria die­se poten­ti­el­le Zusam­men­ar­beit mit Spio­na­ge-Pro­fis scharf und for­dern lücken­lo­se Trans­pa­renz und Auf­klä­rung…” so die Erklä­rung von Green​peace​.at vom 14.04.2021 externer Link. Wir erin­nern uns in die­sem Zusam­men­hang bspw. an das “Nest­le-Gate“ (mit Hil­fe der Schwei­zer Sicher­heits­fir­ma Secu­ri­tas AG wur­den eben­falls NGO’s aus­spio­niert) und an Bayer/​Mon­s­an­to (Dos­siers über Kri­ti­ker, Akti­vis­ten & Kri­ti­sche Jour­na­lis­ten wur­den ange­fer­tigt). Sie­he dazu eini­ge Berich­te:

  • OMV-Chef kün­digt Rück­zug an New
    Bespit­ze­lung von Kli­ma­schüt­zern, ver­schwen­de­te Fir­men­gel­der: Es gab zuletzt schwe­re Vor­wür­fe gegen den öster­rei­chi­schen Öl- und Gas­kon­zern OMV. Und immer wie­der fiel ein Name: Rai­ner See­le. Nun kün­digt der Fir­men­chef an, sei­nen Ver­trag nicht zu ver­län­gern. (…) Die Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on Green­peace erklär­te am Mon­tag, der Ver­zicht See­les auf sei­ne Ver­trags­ver­län­ge­rung fol­ge “einer Lawi­ne an Skan­da­len, die unter sei­ner Füh­rung den teil­staat­li­chen Kon­zern erschüt­tert” hät­ten. Die Vor­wür­fe der Über­wa­chung von Kli­ma­schüt­ze­rin­nen und Kli­ma­schüt­zern müss­ten lücken­los auf­ge­klärt und die Kla­ge gegen Dos­sier sofort fal­len­ge­las­sen wer­den. Die Vor­wür­fe der Bespit­ze­lung betref­fen mög­li­che Auf­trä­ge an Über­wa­chungs­fir­men in Öster­reich und Neu­see­land. So sol­len – über Auf­trä­ge an die Sicher­heits­fir­men Weland sowie T + C – nicht nur Akti­vis­ten von Green­peace sowie der Kli­ma­be­we­gung Fri­days for Future, son­dern auch Schü­ler und Senio­ren bei Pro­test­ak­tio­nen in Neu­see­land beob­ach­tet wor­den sein. Die­se Infor­ma­tio­nen stüt­zen sich auf eine zwei­jäh­ri­ge Recher­che des Sen­ders Radio New Zee­land sowie auf inter­ne Emails von OMV-Mit­ar­bei­tern. Das Unter­neh­men bestrei­tet das vehe­ment, man habe nur öffent­lich zugäng­li­che Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­tra­gen. Gleich­wohl wand­ten sich der grü­ne Vize­kanz­ler, die Umwelt­mi­nis­te­rin und die Oppo­si­ti­ons­par­tei­en mit der drin­gen­den Bit­te um Auf­klä­rung an den Kon­zern…” Arti­kel von Cath­rin Kahl­weit, Wien, vom 26.04.21 in der Süd­deut­schen Zei­tung online externer Link
  • Mit MI6-Agen­ten gegen Green­peace: Ölkon­zern wird Spio­na­ge vorgeworfen/​
    Der Mine­ral­öl­kon­zern OMV soll Umwelt­schüt­zer bespit­zelt haben. Die Vor­wür­fe kann das Unter­neh­men nicht glaub­wür­dig aus­räu­men. Green­peace Öster­reich und Fri­days for Future (FFF) Öster­reich wer­den im Auf­trag der OMV von der spe­zia­li­sier­ten inter­na­tio­na­len Secu­ri­ty-Fir­ma Welund beob­ach­tet. So viel ist klar. Wie weit die­se Beob­ach­tung geht, bleibt aber geheim­nis­voll. Green­peace hat­te ver­gan­ge­nes Jahr eine Kam­pa­gne gegen Off­shore-Boh­run­gen des Ölkon­zerns in Neu­see­land orga­ni­siert. Die von Gre­ta Thun­berg ins Leben geru­fe­ne Kli­ma­platt­form FFF sieht die OMV als eine der wich­tigs­ten Trei­be­rin­nen des Kli­ma­wan­dels in Öster­reich. (…) Dass Green­peace welt­weit unter Beob­ach­tung der Ölin­dus­trie steht, ist 2017 in Neu­see­land nach­ge­wie­sen wor­den. Dort konn­ten die loka­len Akti­vis­ten mit einer Gegen­über­wa­chung nach­wei­sen, dass die Secu­ri­ty-Fir­ma Thomp­son + Clark über ver­trau­li­che Archi­ve und mit­tels GPS-Tra­ckers ihre Bewe­gun­gen über­wacht hat­te. Für eine ver­gleich­ba­re Recher­che habe man in Wien weder die Res­sour­cen, noch die Zeit. Green­peace und FFF wand­ten sich an Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP), Vize­kanz­ler Wer­ner Kog­ler (Grü­ne) und Finanz­mi­nis­ter Ger­not Blü­mel (ÖVP) um Unter­stüt­zung. Ein­zig Kog­ler hat am 7. April mit einem Schrei­ben an OMV-Gene­ral­di­rek­tor Rai­ner See­le dar­auf reagiert: „Da die OMV ein sehr expo­nier­tes und wich­ti­ges Unter­neh­men ist, an dem die Repu­blik Öster­reich mit 31,5 Pro­zent betei­ligt ist, hal­te ich eine rasche Behand­lung der The­ma­tik und ent­spre­chen­de Auf­klä­rung der in den Raum gestell­ten Vor­wür­fe im Sin­ne der öffent­li­chen Rele­vanz, Trans­pa­renz und gesell­schaft­li­chen Ver­trau­ens­bil­dung für wich­tig.“ Die Ant­wort eine Woche spä­ter war aber nichts sagend. Nach einem Bekennt­nis zu Kli­ma­schutz und Trans­pa­renz wird beteu­ert: „Den Vor­wurf, dass NGOs oder Pri­vat­per­so­nen aus­spio­niert wür­den oder in der Ver­gan­gen­heit wur­den, weist die OMV ent­schie­den zurück.“ Sie schließt mit einem Gesprächs­an­ge­bot an die Betrof­fe­nen…” Arti­kel von Ralf Leon­hard vom 18.04.21 in der taz online externer Link
  • Green­peace und FFF wer­fen dem Ölkon­zern OMV vor, Klimaaktivist:innen zu über­wa­chen
    Die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen Green­peace und Fri­days for Future Aus­tria wer­fen dem öster­rei­chi­schen Ölkon­zern OMV vor , Umweltaktivist:innen über­wa­chen zu las­sen. Inter­ne OMV-E-Mails, die den Umwelt­schüt­zern zuge­spielt wor­den sei­en, wür­den das Unter­neh­men in Ver­bin­dung mit inter­na­tio­na­len Secu­ri­ty-Fir­men brin­gen, teil­ten die bei­den Orga­ni­sa­tio­nen am Mitt­woch mit. „Es geht ent­schie­den zu weit, wenn die OMV dubio­se Spio­na­ge-Fir­men beauf­tragt, die Kli­ma­schüt­zer über­wa­chen“, heißt es in der Mit­tei­lung. Sie for­dern, dass die OMV die Ver­trä­ge mit den Sicher­heits­fir­men offen­legt. Der teil­staat­li­che Kon­zern, der regel­mä­ßig in der Kri­tik externer Link von Umwelt­schüt­zern steht, weist die Vor­wür­fe zurück. Die Umweltschützer:innen haben sich zudem an die Poli­tik gewandt…” Mel­dung vom 15.4.2021 in der taz online externer Link

Der Bei­trag Green­peace und FFF Aus­tria wer­fen dem Ölkon­zern OMV vor, Klimaaktivist:innen zu über­wa­chen erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

Read More